Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Mobile Games >

Donkey Kong Land 1-3 für Nintendo 3DS im Test

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test zu Donkey Kong Land 1-3 | Jump’n’Run | Nintendo 3DS  

Affenstarkes Retro-Trio

30.12.2014, 10:48 Uhr | Sönke Siemens (tz), Medienagentur plassma

Donkey Kong Land 1-3 für Nintendo 3DS im Test. Donkey Kong Land 1-3 Jump-n-Run-Spiel von Rare für Nintendo 3DS (Quelle: Nintendo)

Donkey Kong Land 1-3 Jump-n-Run-Spiel von Rare für Nintendo 3DS (Quelle: Nintendo)

Es war einmal vor über 20 Jahren: Ein aufstrebender britischer Entwickler namens Rare kauft sich für teures Geld hochentwickelte Workstations der Firma Silicon Graphics und katapultiert sich damit an die Spitze der Top-Konsolen-Entwickler in Großbritannien. Nintendo beäugt die emsigen Aktivitäten der 8-Bit- und 16-Bit-erfahrenen Briten sehr genau und erwirbt 1994 schließlich 49 Prozent der Firmenanteile. Was folgt, ist eine, nicht nur aus Spielersicht, wunderbare, knapp acht Jahre andauernde Partnerschaft. Eine Partnerschaft, deren erstes Gemeinschaftsprojekt bereits ein echtes Evergreen hervorbringt: das grafisch wegweisende Super-Nintendo-Jump’n’Run "Donkey Kong Country".

Der Affentanz wird mobil

Das Spiel verkauft sich wie geschnitten Brot und sorgt für sprudelnde Umsätze. Über neun Millionen Kunden schlagen zu - rekordverdächtig! Kein Wunder also, dass Nintendos Marketing-Strategen einen Ausbau der Marke forcieren. Das Ergebnis hört auf den Namen "Donkey Kong Land", erscheint im August 1995 für den extrem populären Game Boy und ist eine kleine technische Meisterleistung. Durch clevere Programmiertricks und intelligentes Herunterrechnen der Original-Grafikdaten bringen die Tüftler jenseits des Ärmelkanals dem sympathischen Primaten Donkey Kong und seinem Sidekick Diddy Kong auch auf dem Game-Boy-Graustufen-Display das Laufen bei.

Drei Jahre, drei Teile

Die Verkaufszahlen scheinen zu stimmen, weshalb bereits zum Herbstgeschäft des folgenden Jahres "Donkey Kong Land 2" aus dem Pixeldschungel stürmt – und abermals erfolgreich ist. Ende Oktober 1997 komplettiert Rare schließlich die Game-Boy-Trilogie mit "Donkey Kong Land 3". Was bleibt, sind drei kultige Hüpf-Eskapaden, die in den letzten Wochen erstmals für Nintendos 3DS in Form von Virtual-Console-Downloads erschienen. Die Redaktion hat sich alle drei genauer angeschaut und klärt, ob die geforderten 3,99 Euro pro Spiel auch heute noch eine lohnende Investition darstellen...

Donkey Kong Land 1

Die leider nur in der virtuellen Anleitung erzählte Hintergrundgeschichte von Teil 1 hat zwar keinen Oscar verdient, sorgt aber dennoch für zahlreiche Schmunzler. Denn Cranky Kong, Primaten-Ältester, macht sich über den eingangs erwähnten SNES-Auftritt von Donkey und Diddy lustig. Zitat Cranky: "Ich muss zugeben, dein letztes Abenteuer war erfolgreicher als ich es für möglich gehalten hätte. Einfach schicke Grafik und moderne Musik in ein Spiel packen und die Kids von heute kaufen es wie verrückt. Zu unserer Zeit mussten wir mit extrem limitierten Farbpaletten arbeiten und entwickelten trotzdem großartige Spiele. Donkey, mein Junge, du könntest dieses Meisterstück heute bestimmt nicht wiederholen!" Es folgt ein wahrlich amüsantes Streitgespräch, an dessen Ende Cranky den Oberbösewicht K. Rool anruft und ihn bittet, einen Spießrutenlauf für seine beiden Enkel vorzubereiten.

Heißt für Donkey und Diddy Kong: In vier Welten, aufgeteilt in je acht Levels und diverse Bonuspassagen, fliegenden Schweinen, gefräßigen Haien und anderem Getier die Leviten lesen. Das klappt 8-Bit-typisch am besten mit einem beherzten Sprung auf den Kopf der Gegner. Alternativ hält man nach Item-Kisten Ausschau, in denen sich tierische Kumpel verbergen. Ist beispielsweise ein Nashorn drauf zu sehen, geht’s mit Rhinozeros Rambi ohne Rücksicht auf Verluste in Richtung Level-Ausgang. Grafisch macht der Serien-Auftakt für damalige Verhältnisse eine sehr gute Figur, und auch die Steuerung gibt sich keine Blöße. Lediglich zeitweises Grafikflackern und ein stellenweise nicht optimal gewählter Kontrast (Gegner und Hintergrund sind manchmal kaum voneinander zu unterscheiden) trüben den Ausflug ins Graufstufen-Dschungelcamp.

Donkey Kong Land 2

Die Fortsetzung aus dem Jahr 1996 sieht mindestens genauso gut aus wie das Game-Boy-Erstlingswerk, sorgt akustisch mit ohrwurmigen Chiptunes für Stimmung und ist obendrein ein echter Umfangbrocken. Trotzdem wird Kennern von "Diddy’s King Quest" für Super Nintendo ein Detail sauer aufstoßen. Egal ob Story, Oberweltkarte, Levelnamen oder Figurendesign: "Donkey Kong Land 2" kopiert schamlos beim großen 16-Bit-Bruder und fügt im Gegensatz zum ersten "Donkey Kong Land" praktisch keine eigenen Ideen hinzu. Wer "Diddy’s King Quest" nicht kennt, dem kann’s egal sein. Alle anderen werden zumindest durch das größtenteils umgekrempelte Leveldesign gnädig gestimmt.

Donkey Kong Land 3

Im dritten und letzten Teil der Game-Boy-Trilogie stehen die Affendame Dixie Kong und ihr Cousin Kiddy Kong im Mittelpunkt. Ziel des Spiels: Insgesamt 36 Levels meistern und vor Donkey und Diddy Kong in der sagenumwobenen Verlorenen Welt ankommen. Stets willkommene Unterstützung leisten Enguarde der Schwertfisch, Squaks der Papagei, Ellie der Elefant und Squitter die Spinne. Wissenswert: Obwohl "Donkey Kong Land 3" Örtlichkeiten, Gegnertypen, Power-Ups und Co. aus dem SNES-Hit "Dixie Kong’s Double Trouble!" recycelt, tut es dies doch auf eine sehr charmante und abwechslungsreiche Weise. Man muss sich das Ganze mehr wie eine bunt gemischte Wagenladung kreativer Extra-Levels für die SNES-Version vorstellen. Anders formuliert: Im Gegensatz zu "Donkey Kong Land 2" hält sich der Déjà-Vu-Effekt im Vergleich zum 16-Bit-Pendant hier stark in Grenzen, was Teil drei zum Highlight der vorgestellten Game-Boy-Bananenschlachten macht.

Was uns gefällt

Wie bei Virtual-Console-Spielen üblich, kann man auch hier in jedem Titel jederzeit mittels eines leicht verständlichen Menüs auf dem unteren 3DS-Bildschirm einen individuellen Speicherpunkt anlegen. Bedacht eingesetzt, lassen sich damit zahlreiche knifflige Passagen zeitsparend überwinden, denn schließlich ist man nicht mehr auf das Erreichen der spielinternen Speicherpunkte angewiesen. Doch Obacht! Speichern Sie just in dem Moment, wo Sie dem virtuellen Ableben bereits ins Auge blicken, ist die Speicherfunktion für die Katz, da ein Neuladen Sie immer wieder in diese Situation versetzt. Ebenfalls wissenswert: Die mitgelieferten Spiel-Anleitungen liegen nicht nur in acht Sprachen vor, sondern kommen äußerst detailliert daher und geben praktische Hinweise zu einzelnen Items, Levels und Gegnertypen.

Was uns nicht gefällt

3,99 Euro pro Spiel ist in Zeiten teils horrender In-App-Käufe ein fairer Preis. Trotzdem hätten langjährige Fans sich sicher gefreut, wenn man beim Kauf von drei Spielen noch einmal einen Rabatt erhält. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau. Störender: "Donkey Kong Land 3" erschien in Japan auch in einer Farbvariante für Game Boy Color. Leider kann man diese nicht aus dem deutschen Nintendo eShop herunterladen – für westliche Genrefans bleibt das Fernost-Modul ein Sammlerstück. Ebenfalls suboptimal: In Teil zwei muss man mit Squitter der Spinne Netze spannen. Zunächst feuert man das Netz mit der B-Taste ab und drückt anschließend "Select", um es am gewünschten Ort zu platzieren. In Anbetracht der eher ungünstigen Anordnung der Select-Taste auf dem 3DS, artet dieses Manöver nicht selten in einer lästigen Fingerübung aus.

Fazit

Bekennende Virtual-Console-Enthusiasten laden natürlich gleich alle drei Teile. Wer sich dagegen nur das Sahnehäubchen der Trilogie herauspicken will, um ein bisschen in Retro-Sphären einzutauchen, sollte seine hart verdienten Euros ganz klar für "Donkey Kong Land 3" ausgeben. Das gilt umso mehr, wenn man den 16-Bit-Paten "Dixie Kong’s Double Trouble!" für Super Nintendo nie gespielt hat.

Titel: Donkey Kong Land 1-3
Genre: Jump’n’Run
Publisher: Nintendo
Hersteller: Rare
Release-Termin: bereits verfügbar
Preis: 3,99 Euro pro Spiel
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal