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The Tomorrow Children für PS4: Open World-Exotik aus Japan

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Hands-on-Preview zu The Tomorrow Children | Open-World-Lebenssimulation | PS4  

Open World-Exotik aus Japan

09.01.2015, 10:54 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

The Tomorrow Children für PS4: Open World-Exotik aus Japan. The Tomorrow Children Open World-Lebenssimulation von Q-Games für PS4 (Quelle: Sony)

The Tomorrow Children Open World-Lebenssimulation von Q-Games für PS4 (Quelle: Sony)

Endlich mal ein echt originelles Game! Die Games-Industrie sieht sich häufig dem Vorwurf ausgesetzt, sie recycle Jahr für Jahr dieselben Gameplay-Ideen. Die japanische PS4-Exklusivproduktion "The Tomorrow Children" könnte bei Kritikern auf Wohlwollen stoßen. Aufgeräumter Look, mysteriöses Flair und ungewöhnliches Open World-Gameplay: Damit unterscheidet sich die Lebens-Simulation von allem was es auf dem Sony-System sonst so gibt.

Der Spielentwickler Q-Games ist bisher nicht mit großen Blockbuster-Games in Erscheinung getreten, sondern eher mit ein paar Titeln für Nintendos 3DS-Handheld und einigen Indie-Games-nahen Produktionen aus der Pixeljunk-Reihe für die Playstation 3. Nun also hebt das Team aus Kyoto gemeinsam mit Sony eine Online-Open World-Konstruktion aus der Taufe - quasi als Bett für eine Mischung aus Rollenspiel und Lebenssimulation. Der Probelauf mit einer frühen Alphaversion macht von der ersten Sekunde an klar: The Tomorrow Children ist anders als andere Games.

Eine mysteriöse Welt

Ein kurzes Intro-Video zeigt eine maskenhafte Fratze. Ein paar Bilder von arbeitenden Männern und Frauen skizzieren eine Parallelwelt. Der Bildtext berichtet von einer düsteren Zukunft, "in der die Menschheit gefangen ist, die Träume reduziert auf Nichts". "Wir werden zusammen arbeiten. Wir werden zusammen kämpfen", heißt es mysteriös. Farbwahl und Symbolik erinnern an Hammer und Sichel: Zeichen aus dem Kommunismus für Industrie und Landwirtschaft. Danach entlässt einen das Spiel in einer offene Welt. Die Verfolgerkamera fängt ein einsames Mädchen ein. Sie steht auf einer leeren Ebene mitten in einem weißen Nichts. Mit seinen übergroßen Augen und dem wie aus Holz gemeißelten Gesicht ähnelt das Mädchen einer Theaterpuppe. Die Heldin. Brav folgt sie dem Kommando des Analogsticks. Sie läuft wohin sie der Spieler kommandiert.

Erste Entdeckungen

Die Erkundung führt in eine kleine Siedlung aus Containern und Häuschen. Sonst ist da wenig. Nur eine schimmernde Bodenfläche, die sich wie kristallenes Eis bis zum Horizont dehnt. Keine Erklärungen, was zu tun ist. Der Spieler darf und soll sich selbst mit der Welt vertraut machen. Also schlendert man herum, sieht sich zwischen den wenigen Bauten um. In den ersten Minuten wirkt das alles nicht sehr entdeckenswert. Kaum etwas bewegt sich. Gelegentlich trotten andere Männlein und Weiblein vorbei. Offenbar Online-Mitspieler, die sich durch dieselbe Welt bewegen. Sie scheinen ebenfalls eine Aufgabe und einen Sinn hinter alldem zu suchen.

Die Welt beginnt sich zu entfalten

Ein Bus schwebt vorbei. Eine groteske Schädelskulptur flimmert weit entfernt am Horizont. Mit der Zeit finden sich doch erkundenswerte Facetten in der anfangs leblosen Welt. Besagte Schädelskulptur zum Beispiel: Aus der Nähe betrachtet sind Treppen und Hohlräume erkennbar. Innen hauen einige Figuren mit Spitzhacken auf rotschimmerndes Gestein. Eine Mine? Raufklettern, Spitzhacke aktivieren und Rohstoffe ernten: Sie tauscht man an anderer Stelle gegen Ausrüstungsteile, fesche Uniformen oder Schrotflinten beispielsweise. Wozu die Waffe? Nun, nach einiger Zeit sind dumpfe Explosionen zu hören. Ein kurzer Lauf Blick in die Ferne zeigt, dass sich silbern schimmernde Kreaturen der Siedlung entgegen bewegen. Sie wirken aggressiv. Ein Online-Mitspieler in der Nähe sieht das offenbar ähnlich. Er marschiert in Richtung einer der paar Flak-Kanonen, die am Rand der Siedlung stationiert sind. Der Kampf beginnt.

Gameplay für Geduldige

Nur ganz allmählich legt das Gameplay an Tempo zu. Es soll, sagt der Softwareentwickler, später noch sehr vieles passieren und etliches zur Entfaltung kommen. Die Online-Mitspieler sollen zusammen arbeiten und gemeinsam einen Weg aus dieser mysteriösen Traumwelt herausfinden. Sie sollen sich spezialisieren und als Ingenieur Fahrzeuge entwickeln, als Kumpel die zum Bau notwendigen Rohstoffe herbeischaffen und so weiter. Aber die Alphaversion lässt das alles noch nicht zu. Viele Perks beziehungsweise erweiterte Fähigkeiten sind gesperrt. Eine Chatfunktion gibt es nicht. Ein paar Wink-Gesten müssen zur Kommunikation mit Online-Mitspielern ausreichen. Es bleiben sehr viele Fragen offen. Vor allem wie unterhaltsam das Ganze am Ende sein wird.

Was uns gefällt

Die geheimnisvolle Machart weckt Neugier. "The Tomorrow Children" entführt den Spieler in ein fremdartiges Universum und lässt ihn dort allein. Es gibt weder eine nennenswerte Rahmenhandlung noch Kampagne oder Missionsstruktur. Ein sehr mutiger Ansatz, der allerdings Geduld voraussetzt. Man muss sich mindestens zwei Stunden mit dem Gameplay auseinandersetzen, bevor das Ganze in Schwung kommt.

Was uns nicht gefällt

In der vorliegenden Alphafassung fehlen Bildtexte, die zumindest fundamentale Zusammenhänge der verschiedenen Gameplay-Komponenten erklären. Welchem Zweck dienen die Spitzhacken und anderen Objekte? Kann ich die angreifenden Kreaturen abbauen, nachdem sie gefallen und versteinert sind? Vieles erfährt nur der Experimentierfreudige. Ein bisschen mehr Anleitung wäre angemessen.

Fazit

Schwer zu sagen, ob sich der experimentelle Ansatz für The Tomorrow Children lohnt. Das mysteriöse Drumherum und die missionsfreie Spielstruktur wecken Neugier, auf jeden Fall. Allerdings kommt das Gameplay sehr langsam in Fahrt - und auch das nur, wenn der Spieler bereitwillig Aufgaben selbst sucht. Auf wieviel Unterhaltungswert er dabei stößt, bleibt abzuwarten. Ein Fall für weltoffene Gamer.

Infos zum Spiel

Titel: The Tomorrow Children
Genre: Open World-Lebenssimulation
Publisher: Sony
Hersteller: Q-Games
Release-Termin: 2. Halbjahr 2015
Preis: Noch nicht bekannt
System: PS4
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Befriedigend

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