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Preview zum Open-World-Actionspiel Saints Row - Gat out of Hell

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Preview zu Saints Row - Gat out of Hell | Actionspiel | PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One  

Zu Besuch beim Teufel

15.01.2015, 16:34 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Preview zum Open-World-Actionspiel Saints Row - Gat out of Hell. Saints Row - Gat out of Hell Open World-Actionspiel von Deep Silver für PC, PS4, PS3, Xbox One und Xbox 360 (Quelle: Deep Silver)

Saints Row - Gat out of Hell Open World-Actionspiel von Deep Silver für PC, PS4, PS3, Xbox One und Xbox 360 (Quelle: Deep Silver)

Lust auf eine fetzige Actionparodie oder gar einen Besuch bei Luzifer persönlich? Schwein gehabt: Die für den 23. Januar zugesagte "Gat out of Hell"-Ergänzung aus Volitions schräger Open World-Actionspiel-Reihe "Saints Row" lädt zum Höllentrip ein! Im Schattenreich wartet des Teufels Gefolgschaft auf PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One auf eine saftige Abreibung mit allerlei skurrilen Waffen. Besitzer einer PS4 oder Xbox One dürften auf die Begegnung mit der Satansbrut sogar ganz besonders neugierig sein, handelt es sich doch immerhin um das Debüt der Saints-Row-Reihe auf den neuen Spielkonsolen.

Namenswirrwar

Erste Frage: Was hat den Hersteller nur geritten, als er sich die Titel ausgedacht hat? Aus unerfindlichen Gründen sind eine ganze Reihe Spielfassungen mit unterschiedlichen Namen in Anmarsch auf die Festplatten. Wühlen wir uns also durch: "Saints Row - Gat out of Hell" bezeichnet eine Spielerweiterung. Sie basiert auf dem 2013 erschienenen Open World-Actiongame Saints Row 4, ist aber eigenständig ohne das Hauptprogramm spielbar. Diese Erweiterung wird auf Disk und als Download für PC, PS3 und Xbox 360 veröffentlicht.

Hinter dem nächsten Titel "Saints Row Re-Elected" verbirgt sich die Kombination aus Gat out of Hell und der Vollversion von Saints Row 4 inklusive aller Download-Erweiterungen, und zwar als HD-Fassung für PS4 und Xbox One. Wir sprechen hier also über das Debüt der Reihe auf den neuen Konsolen. Und um die Verwirrung komplett zu machen: Für PC gibt's dasselbe Paket unter dem Titel "Game of the Century Edition & Gat out of Hell".

Märchenstunde im Open-World-Game

Nächste Frage: Was haben die Gamedesigner geraucht, bevor sie die Rahmenhandlung für Gat out of Hell skizzierten? Die ersten Bilder nach Spielstart zeigen Seiten eines Märchenbuchs. Eine Mädchenstimme erzählt vom Auftritt der Saints-Row-Gang auf einer lustigen Geburtstagsparty. Die Kamera schwenkt, zeigt die vermeintlich beinharten Jungs und Mädels mit Papphüten und Trillerpfeifen beim ausgelassenen Sprücheklopfen und Zusammensein. Plötzlich tut sich ein feuriger Schlund auf. Chaos bricht aus - und als sich die Lage endlich wieder beruhigt hat, ist der Präsident der Gang verschwunden. Offenbar entführt! Wie sich zeigt, handelt es sich dabei um Teufelswerk. Der Gehörnte sucht nämlich einen Gemahl für seine Tochter Jezebel Mephistopheles und hält den Präsidenten der Saints-Row-Gang für einen guten Fang.

Zwei Helden in der Hölle

Zwecks Geiselbefreiung brechen zwei Mitglieder der Saints-Row-Gang auf: Entweder Johnny Gat oder Kinzie Kensington reisen in die Hölle - oder beide, wenn sich zwei Mitspieler zu gemeinsamer Koop-Action online oder an einer Konsole entschließen. Die Teilnehmer finden sich danach in Hades City wieder. Die Kamera nimmt eine Position hinter den Figuren ein, so wie man das aus Third-Person-Games kennt. Sie zeigt eine rotgetünchte Umgebung, die aussieht wie eine US-Metropole nach dem schlimmsten Vulkanausbruch der Erdgeschichte. Wolkenkratzer sind zerstört, Feuer züngelt aus Fenstern, Lava strömt durch Straßengräben, ungesund aussehende Kreaturen schleppen sich über den Asphalt. Aufgabe: Die Biester erledigen, dadurch des Teufels Aufmerksamkeit erregen und ihm den Präsidenten abluchsen.

Action wie bei GTA

Eine Übersichtskarte zeigt verschiedene Ansatzpunkte: Dabei handelt es sich um handlungsgebundene und freiwillige Missionen sowie um Bonusaufgaben, bei denen man sich durch Verprügeln von Gegnern Bargeld erarbeitet. Das dient der Verbesserung von Kraft, Gesundheit und weiteren Körperattributen und fördert auch die Waffeneigenschaften. Dem freiheitlichen Erlebnis sind wenig Grenzen gesetzt, die Spielwelt ist offen gestaltet. Ganz ähnlich wie bei GTA bestimmt der Spieler durch Ansteuern markierter Orte auf der Karte und Meistern der dort verankerten Missionen, ob sich die Handlung Schritt für Schritt entfalten soll. Man kann aber auch einfach nur Waffen freispielen und Angreifer, Autos und Umgebung in Schutt und Asche legen. Bloß wirkt halt alles in der Welt viel, viel kompakter als bei GTA.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf

Zu Beginn muss man das Hauptquartier eines Unternehmens namens Ultor aufsuchen. Serienkennern ist der Name vertraut - offenbar sind Waffenhersteller in der Hölle gern gesehen. Held oder Heldin krallen sich ein Motorrad. Später im Spiel klappt das mit jedem Vehikel. In der Hölle fahren mehr Autos herum als man denken würde. Man kann jedes davon klauen, auch die sogenannte "Rambulance". Wer damit Satansjünger überfährt, erntet besonders viele Punkte.

Eine gepunktete Linie zeigt den Weg zum markierten Etappenziel. Zusätzliche Pfeile an Kreuzungen weisen gesondert auf Abbiege-Empfehlungen hin. So funktionieren Fortbewegung und Orientierung problemlos. Sprintstiefel und Flügel zählen zu den ersten Perks beziehungsweise Arkade-Kräften, mit denen sich die Helden neue Fähigkeiten aneignen. Beides sorgt für Tempo. Per Sprechfunk leisten Dane Vogel und andere Mitglieder der Saints-Row-Gang Hilfestellung. Sie erzählen, wo was los ist und wo sich ein Besuch lohnt.

Die Waffen sind die Hauptattraktion

Das Gameplay lebt weniger von Figuren oder Handlung als vielmehr von zackiger Action. Man kann pausenlos Satans Fußvolk, des Teufels Legionäre und andere Vertreter aus Luzifers Brut schlagen, rösten und aufs Korn nehmen. In Gat out of Hell geht es alles andere als zimperlich zu. Wer möchte, kann sein Opfer mit dem Baseballschläger windelweich klopfen und es anschließend durch Portale in die ewige Verdammnis schleudern.

Die Waffen beziehungsweise deren Wirkung bilden vielleicht die entscheidende Hauptattraktion des Ganzen. Der sogenannte Teufelshammer beispielsweise sprengt mit gewaltigem Rumms alles in der Umgebung, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Beim Teufelsstuhl handelt es sich einen Armsessel mit integriertem Raketenwerfer und Gatling Gun. Einmal in Aktion gebracht, überschüttet er die nähere Umgebung mit einem Regen aus Funken, Feuer und Vernichtung.

Schwache High-Definition-Umsetzung

Ganz ernst darf man das Ganze halt nicht nehmen. Wenn Satans Jünger mit lila Herzchen um sich werfen oder der Held rosa Wichtel schleudert, die bei Gegnerkontakt wie Granaten explodieren - dann ist schon klar, das sich das Ganze als Parodie versteht. Dennoch fließt viel Blut, und deshalb erscheint eine USK-Freigabe ab 18 Jahren angemessen.

Das Vernichtungswerk für sich betrachtet, das sieht spektakulär aus. Für alles andere gilt das weniger. Die visuelle Qualität enttäuscht, vor allem auf PC, PS4 und Xbox One. Im Vergleich mit anderen Game-Updates der letzten Monate wie etwa "Metro", "The Last of Us", "Halo" und natürlich "GTA 5" wirkt die Saints Row-Adaption uninspiriert. Den Figuren fehlt es an Ausstrahlung, den Kulissen an Details, der Beleuchtung an räumlicher Wirkung.

Was uns gefällt

Der Spielfluss macht einen prima Eindruck. Die angespielte PC-Fassung hält die Bildwiederholrate von 60 Frames zuverlässig, Ladepausen zwischen erzählerischen Momenten und Gameplay-Action sind so gut wie keine vorhanden. Missionen werden mit Bronze, Silber und Gold bewertet, ein globaler Leistungsvergleich ist über Online-Highscorelisten möglich.

Was uns nicht gefällt

Der augenzwinkernde Charme des Ganzen lebt vom Sprechfunk, Zwiegesprächen und anderen Dialogvarianten. Leider ist bisher unklar, ob der Hersteller die Erweiterung "Gat out of Hell" komplett eindeutscht. Es ist anzunehmen, dass es bei den Bildtexten bleibt, genau wie bei der Vollversion von Saints Row 4. Der Hersteller entzöge der deutschen Spielfassung damit den Boden für viele reizvolle Wortwitze.

Fazit

Fans der Saints Row-Reihe dürfte die Erweiterung Gat out of Hell durchaus glücklich machen. Die Lust auf überzeichnete Open World-Action, zünftige Explosionen und launige Sprüche scheint der Besuch in Satanshausen zu erfüllen. Das bisher gezeigte Material wirkt also unterhaltsam, sieht allerdings nach veralteter Technologie aus. So einige Besitzer einer PS4 oder Xbox One werden enttäuscht sein, weil Figuren und Kulissen ungefähr so lebendig und plastisch aussehen wie bei zehn Jahre alten Actiongames.

Infos zum Spiel:

Titel: Saints Row - Gat out of Hell
Genre: Open World-Actionspiel
Publisher: Deep Silver
Hersteller: Deep Silver Volition / High Voltage
Release-Termin: 23. Januar 2015
Preis: zirka 20 Euro (Erweiterung für PS3, X360), zirka 45 Euro (Re-Elected-Version für PS4 und XO beziehungsweise Game of the Year-Edition für PC)
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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