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The Witcher 3: Wild Hunt: Das größte Abenteuer des Hexers

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Hands-on-Preview zu The Witcher 3 | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Das größte Abenteuer des Hexers

28.01.2015, 08:10 Uhr | Ulrich Wimmeroth (jr / ams), Medienagentur plassma

The Witcher 3: Wild Hunt: Das größte Abenteuer des Hexers. The Witcher 3: Wild Hunt Rollenspiel von CD Projekt Red für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: CD Projekt Red)

The Witcher 3: Wild Hunt (Quelle: CD Projekt Red)

Ursprünglich war die Veröffentlichung des Rollenspiels "The Witcher 3: Wild Hunt" bereits für den Februar dieses Jahres vorgesehen. Als die polnische Softwareschmiede CD Projekt Red kurzerhand eine Verschiebung auf den Mai verkündete, waren viele Fans schwer enttäuscht. Dass die zusätzliche Zeit aber ausgiebig genutzt werden soll, um der epischen Geschichte den letzten Schliff zu verleihen, dürfte ein guter Grund für die Verzögerung sein. Immerhin haben halbfertige und fehlerhafte Spiele in der Vergangenheit schon für genügend Verdruss gesorgt. Um The Witcher 3 braucht man sich jedenfalls keine Sorgen zu machen: Wir konnten in den Warschauer Studios der Entwickler mehrere vergnügliche Stunden mit dem Hexer Geralt von Riva verbringen und uns erstmals selbst von der hohen Qualität des Spiels überzeugen.

Das Leben ist hässlich, brutal und kurz

Geralt von Riva, einer der letzten Hexer aus der Kaste der Monsterjäger, wird von Alpträumen geplagt. Immer wieder erlebt er, wie seine verschwundene Liebe Yennifer von Vengerberg und deren Adoptivtochter Ciri von der "Wild Hunt" - einer Armee von Geisterreitern - bedroht wird. Also begibt sich der seit dem letzten Teil der Rollenspielreihe sichtlich gereifte Kopfgeldjäger zusammen mit seinem Mentor Vesemir auf die Suche nach den beiden. Einer der ersten Sätze, die man von Geralt zu hören bekommt, beschreibt deutlich den Zustand der mittelalterlichen Fantasywelt: "Das Leben ist hässlich, brutal und kurz."

Kein Wunder, dass der Hexer eine eher pessimistische Grundhaltung pflegt: Im Land Temeria tobt Krieg, das Volk lebt in Armut und Angst. Auf ihrem Weg in ein Dorf sehen Geralt und Vesemir Leichen, die am Straßenrand liegen oder an den Bäumen baumeln. Die "Witcher"-Spiele waren nie besonders zimperlich, aber der dritte Teil strahlt von Beginn an eine stetige Bedrohung und düstere Atmosphäre aus.

Spiele-Videos 
The Witcher 3: Wild Hunt - 15 Minuten Gameplay

Geralt von Riva kämpft im dritten Teil erstmals in einer offenen Welt. Video

Eine riesige Spielwelt

Die offene Spielwelt, in der man sich zu Fuß oder auf seinem treuen Pferd Plötze frei bewegen kann, offenbart bereits im Prolog ihre ungeheuren Dimensionen. Die Macher versprechen eine zu erkundende Fläche, die den bisherigen Open-World-Platzhirschen "The Elder Scrolls: Skyrim" locker vom Thron stoßen soll. Größe wird hier dabei keineswegs durch weite, leblose Flächen vorgegaukelt - im Gegenteil, die Spielwelt lebt. Überall treffen Sie auf Bewohner, mit denen Geralt reden kann. Hinter jedem Busch lauert ein Monster oder gilt es, ein neues Geheimnis zu entdecken.

Spiel der unbegrenzten Möglichkeiten

The Witcher 3 ist kein lineares Spiel. Sie müssen keinem vorgegeben Weg folgen, sondern können sich jederzeit den zahlreichen Nebenmissionen widmen. An diese kommt man über Unterhaltungen mit Personen oder findet Aufträge an den schwarzen Brettern der Ortschaften. Klasse: Es handelt sich bei den Quests nicht um Lückenfüller oder reine Zeitschinderei der Marke "Sammle 20 Kräuter" oder "Töte 50 Spinnen", stattdessen ist jeder Auftrag in seiner Art einzigartig und in eine interessante Hintergrundgeschichte verpackt. So kann der Spieler beispielsweise in Detektivmanier den Brandanschlag auf eine Schmiede aufklären, dem Geist einer ermordeten Frau die ewige Ruhe bringen oder gegen klingende Münze marodierende Monster zur Strecke bringen.

Runderneuertes Kampfsystem

Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist mit Geralt nicht zu spaßen, er kämpft höchst effektiv. Dem Helden stehen zwei Schwerter zur Verfügung: Mit dem Modell aus Eisen bekämpft man menschliche Gegner, mit der Silber-Variante geht's Monstern an den Kragen. Die gegenüber dem zweiten Teil verbesserte Steuerung erlaubt schnelle Angriffe, starke Hiebe, die Fähigkeit, Angriffe zu blocken und zu parieren, sowie schnelles Ausweichen. Zusätzlich stehen dem Protagonisten noch magische Zeichen zur Verfügung, die Gegner betäuben, mittels Feuerangriffen Schaden zufügen können oder ihn mit einem rettenden Schutzschild versehen. Mit ein wenig Übung ist man so in der Lage, auch gegen mehrere Angreifer gleichzeitig oder gegen besonders starke Kreaturen zu bestehen.

Ein bisschen wie Sherlock Holmes

Aber der gute Geralt kann wesentlich mehr als nur die Schwerter zu schwingen. Als Hexer ist er mit einem speziellen Hexersinn ausgestattet. So ist es problemlos möglich Spuren, wichtige Gegenstände und Schätze in der Umgebung ausfindig zu machen. Das ist nicht nur äußerst nützlich, um versteckte Hinweise zu ergattern, sondern eröffnet Ihnen auch eine alternative Spielweise. So soll man beispielsweise einen Massenmord während der Feier an einem Königshaus aufklären. Jetzt können Sie sich entscheiden: Greife ich zu den Waffen und kämpfe mich durch die Armee der Verdächtigten? Oder wähle ich einen sanfteren Weg, lasse die Schwerter stecken und verfolge die Spuren der Mörder mit Geralts Hexersinn, um einer fiesen Verschwörung auf den Grund zu gehen? An vielen Stellen bietet The Witcher 3 solche Entscheidungsmöglichkeiten. Möchte man beide Wege ausprobieren, muss man das Spiel ein zweites Mal spielen.

Traumhaft schönes Fantasy-Epos

Grafisch überzeugt das Rollenspiel schon jetzt auf ganzer Linie: Sowohl die PC-Version als auch die Umsetzungen für die aktuelle Konsolengeneration bieten knackscharfe Optik, beeindruckende Landschaften und butterweiche Animationen. Zusätzlich haben die Entwickler einen Tag- und Nachtwechsel und ein dynamisches Wettersystem implementiert, das mit Sonnenschein, Regenfällen und Schneegestöber für optische und spielerische Abwechslung sorgt.

Auf dem PC sieht The Witcher 3 klar am besten aus, allerdings benötigt das Spiel hier potente Hardware: Unter acht Gigabyte Arbeitsspeicher, einem leistungsstarken Prozessor und einer aktuellen Grafikkarte von AMD oder Nvidia geht gar nichts. Die grafischen Unterschiede der beiden Konsolenversionen für PS4 und Xbox One sind beim Probespiel nicht nennenswert ausgefallen.

Was uns gefällt

Bei unserem Hands-on-Termin haben wir das erste Mal nach gut zwei Stunden auf die Uhr geschaut und waren überrascht, dass wir in der Zeit noch nicht mal den Prolog abgeschlossen hatten. Soviel gab es zu tun und zu sehen. Jede neue Aufgabe und jede neue Entdeckung machte einfach Lust auf mehr. Ein größeres Kompliment kann man einem Spiel nicht machen. Das Kampfsystem ist herausfordernd, aber mit einiger Übung zu meistern. Für Einsteiger oder Spieler, die einfach Spaß am Entdecken haben, empfiehlt sich der erste der insgesamt vier wählbaren Schwierigkeitsstufen.

Was uns noch außerordentlich gefallen hat, war die Entscheidungsvielfalt mit nicht vorhersehbaren Konsequenzen. Soll man dem von einem Monster bedrohten Händler helfen oder lieber einfach vorbeiziehen? Alles ist möglich, aber auch vermeintliche Kleinigkeiten wirken sich auf den späteren Verlauf der Geschichte aus.

Was uns nicht gefällt

Nach gut vier Stunden intensivem Spielen fällt es schwer, wirkliche Kritikpunkte aufzuzählen. Die Mindestanforderungen an die technische Ausrüstung eines Spiele-PCs sind jedoch recht hoch gesteckt. Und möglicherweise sind einige Kämpfe etwas brutal ausgefallen – nicht ohne Grund hat das Spiel im Gegensatz zu seinem Vorgänger keine Jugendfreigabe erhalten. Das Fehlen einer Mehrspieleroption könnte man ebenfalls bemängeln.

Fazit

Eine spannende Story, abwechslungsreiche Nebenmissionen und die wirklich beeindruckende Grafikpracht lassen nicht nur Rollenspiel-Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen. Die schiere Größe der Fantasy-Welt, in der sich in jedem Winkel ein Geheimnis oder Schatz entdecken lässt, dürfte noch mehr als die von den Entwicklern versprochenen 100 Stunden Spielvergnügen bereiten. Liebhaber von Spielen wie The Elder Scrolls: Skyrim und Dragon Age: Inquisition werden mit Geralt von Rivas Abenteuern garantiert glücklich werden.

Infos zum Spiel

Titel: The Witcher 3 - Wild Hunt
Genre: Action-Rollenspiel
Hersteller: CD Projekt Red
Publisher: Bandai Namco Entertainment
Release: 19. Mai 2015
Preis: zirka 50 Euro (PC), zirka 70 Euro (Konsolen)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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