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YouTube-Star PewDiePie kritisiert Creator-Programm von Nintendo

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Let's Play-Lizenzprogramm  

Abzocke: Youtube-Superstar PewDiePie kritisiert Nintendos Creator-Programm

04.02.2015, 09:35 Uhr | (jr / ams)

YouTube-Star PewDiePie kritisiert Creator-Programm von Nintendo. Wii U (Quelle: Nintendo)

Wii U (Quelle: Nintendo)

Der Schwede Felix Kjellberg alias "PewDiePie" ist mit über 34 Millionen Abonnenten seines Youtube-Channels zur Zeit der erfolgsreichste Youtuber der Welt. Jetzt hat er mit seiner deutlichen Kritik an Nintendos kürzlich für Japan und die USA vorgestelltem "Creators Program" für ein Erdbeben in der "Let's Play"-Szene gesorgt. Dadurch werde jeder zum Verlierer, weshalb er das Ganze ablehne, schreibt Kjellberg in einem Blogeintrag. Nintendos Absicht, sich durch eine obligatorische Lizenzierung seinen Anteil an den mit den kommentierten Spiele-Videos generierten Einnahmen zu sichern und im Gegenzug auf Urheberrechtsklagen zu verzichten, geht aber vor allem den kleineren Anbietern in der Let's Play-Szene gehörig gegen den Strich. Vor allem aus finanziellen Gründen, aber auch, weil Nintendo in einer Art umfassendem Kontrollanspruch für sich Zensurrechte reklamiert.

Einnahmeverluste: Die Let's Play-Szene regt sich über Nintendos "Creators Program" auf

Zwar habe Nintendo wie jeder andere Entwickler und Publisher aufgrund des Urheberrechts prinzipiell das Recht dazu, ein Lizensierungsprogramm aufzulegen - schließlich gebe es ohne deren Spiele auch keine Let's Play-Videos darüber, urteilte Kjellberg. Allerdings lasse der japanische Spiele-Konzern dabei außer Acht, dass die von einem breiten Publikum konsumierten Filme kostenlose Werbung für Nintendo darstellen würden. Nur durch diesen über die Community generierten riesigen Werbeeffekt sei zum Beispiel ein Indie-Spiel wie Minecraft prominent und schließlich zum Megaseller geworden.

Nintendo laufe Gefahr, dass angesichts der Vielzahl der Spiele die Szene zukünftig einen großen Bogen um die Nintendo-Games machen würde, schrieb Kjellberg. Für prominente Let's Play-Anbieter wie ihn selbst seien die Mindereinnahmen kein Problem, erklärte er - er könne die Games weiter spielen und mit dem Verlust leben. Kein Wunder - das Wall Street Journal schätzt seine Einkünfte auf vier Millionen per annum. Dagegen sei das Vorgehen für Nintendo-exklusive Anbieter und hier vor allem für diejenigen mit einer kleineren Abonnentenzahl "ein Schlag ins Gesicht". Gerade diese hätten mit ihrem Enthusiasmus und ihrem Engagement Nintendo am meisten geholfen und würden nun "im Dreck liegen gelassen".

Kein schöner Platz, wenn man den Schock von 30 bis 40 Prozent weniger Werbe-Einnahmen verdauen und zudem die Kröte schlucken muss, dass die Werbeeinkünfte von Creators Prigramm-Subskribenten zunächst auf das Konto des Herstellers wandern sollen, der dann mit , bis zu acht Wochen Verzögerung den Anteil für den YouTuber auf dessen Paypal-Konto überweist.

Ein weiterer empfindlicher Punkt ist das mit dem "Creators Program" verknüpfte Kontrollbedürfnis. Da gibt es zum einen eine Whitelist, in der der Hersteller eine Vorauswahl darüber trifft, welche Nintendo-Spiele in Form eines Let's Play-Videos besprochen werden dürfen. Dann müssen Let's Play-Videos müssen einzeln oder per Angabe des Channels zur Begutachtung an Nintendo weitergereicht werden. Nach drei Werktagen erfolgt dann die Freigabe - oder auch nicht, wenn die von den Nutzern kreierten Kommentare Nintendo nicht passen.

Wer "diskriminierendes, diffamierendes, verleumderisches, hasserfülltes, belästigendes, beleidigendes, obszönes, bedrohliches, physisch gefährliches, ungesetzliches oder sonstiges anstößiges Verhalten in Bezug auf den Inhalt oder das Nintendo Creators Program" an den Tag legt, muss damit rechnen, dass sein Werk nicht freigegeben wird. Das lässt in der Praxis vieles offen. Der Kanon kann dazu dienen, die Let's Play-Szene zur Einhaltung geltender Gesetze anzuhalten, ist aber genauso gut als Steuerungsinstrument denkbar, um missliebige kritische Stellungnahmen zu unterdrücken.

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