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New Nintendo 3DS: Frisch getunter Taschenspieler

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Spiele-Handheld New Nintendo 3DS  

Frisch getunter Taschenspieler

05.02.2015, 09:44 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

New Nintendo 3DS: Frisch getunter Taschenspieler. New Nintendo 3DS Handheld-Spielkonsole von Nintendo (Quelle: Nintendo)

New Nintendo 3DS Handheld-Spielkonsole von Nintendo (Quelle: Nintendo)

Der Kleine wird besser: Nintendo ergänzt seine Handheld-Konsolen 3DS und 3DS XL um sinnvolle Ideen. Das Ergebnis nennt sich "New Nintendo 3DS" und ist ab dem 13. Februar im Handel. Die beste Neuerung: Dank Gesichtserfassung darf man auch mal den Kopf drehen, ohne dass die stereoskopischen 3D-Bilder zappeln und ausfransen. Außerdem mit an Bord: Mehr Rechenleistung für schönere Welten und ein zweiter Analogstick für geschmeidige Bedienbarkeit. Fit für Amiibo sind New 3DS und New 3DS XL außerdem.

New 3DS: Das erste Auspackerlebnis

Eine umwälzendes Aha-Erlebnis darf freilich nicht erwarten, wer New 3DS oder New 3DS XL aus der Packung schält. Der Vergleich mit den Vorgängermodellen zeigt keine umwälzenden Überraschungen. Nach wie vor handelt es sich um Handheld-Konsolen mit zwei übereinander angeordneten LCD-Bildschirmen. Daher ja das DS im Namen, es steht ausgeschrieben für Dual Screen. Die Displays sind über ein dreistufig einrastbares Klappscharnier verbunden. Das untere Touchscreen-Display reagiert nach wie vor auf simple Gesten mit Finger oder dem integrierten Zeigestift. Das obere Display bringt 3D-Bilder hervor, deren räumliche Intensität sich per Schieberegler regulieren lässt.

Erstes Anfassen: Das fühlt sich gut an

Der New 3DS XL verfügt im Vergleich mit dem Standardmodell über sichtbar größere Bildschirme, verliert durch das stattlichere Gehäuse aber an Handlichkeit. Eine Geschmacksfrage. Vergleicht man die alten 3DS-Modelle mit den neuen Pendants, wirken Größe und Gewicht beinahe unverändert. Auch die Anmutung kommt einem vertraut vor. Das griffige Kunststoffgehäuse fühlt sich angenehm auf der Haut an. Die Geräte liegen gut ausbalanciert in der Hand. Tasten und Bedienelemente befinden sich in Reichweite von Daumen und Zeigerfingern. Alles prima.

Veränderte Tastenanordnung

Erst auf den zweiten Blick fallen Neuerungen auf. Der obere Bildschirm des 3DS (aber nicht der des XL) gewinnt ein paar Millimeter an Bilddiagonale dazu. Die Auflösung bleibt jedoch unverändert bei 400 mal 240 Bildpunkten. Im Vergleich mit modernen Smartphones wirken die Bilder etwas pixelig. Einige Tasten sind gewandert: Die Einschalttaste thront jetzt vorne an die schmale Seite der Gehäusefront. Die Start- und Select-Tasten sind unterhalb der Aktionstasten platziert, nicht mehr mittig unter dem Bildschirm. Das hinterlässt einen etwas weniger aufgeräumten Eindruck als bei den alten 3DS-Modellen.

Neuer Kamerastick

Dafür legt der New 3DS funktionell zu. Hinzu kommt ein zweiter Analogstick - der sogenannte C- oder Camera-Stick – in Nähe der der A-, B-, X- und Y-Klaviatur. Er entspricht funktionell Nintendos 3DS-Zubehör "Schiebepad Pro", ist jedoch integriert und nimmt keinen Platz weg. Gebrauch davon machen einige ältere Games, zum Beispiel "Resident Evil Revelation", und etliche Neuveröffentlichungen: "The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D", "Monster Hunter 4 Ultimate", "Ace Combat Assault Horizon Legacy+", "Xenoblade Chronicles 3D" und der Third-Person-Shooter "Iron Fall: Invasion". Der C-Stick dient hier vorrangig der Kamerajustierung. Welchen Sinn die zwei neuen Schultertasten ZL und ZR in Ergänzung zu den vertrauten L- und R-Knipsern machen, bleibt abzuwarten. Bisher scheinen sie entbehrlich.

Versteckte Neuerungen

Einigen Neuerungen verstecken sich im Gehäuseinneren. Zum Beispiel verfügen die New-3DS-Modelle über mehr Prozessorleistung. Auf bereits veröffentlichte Spiele wirkt sich das nicht aus. Sie laufen weder schneller noch geschmeidiger. Auch das Einschalten der Konsole oder das Umschalten zum E-Shop dauert immer noch etwas zu lang. Im Lauf der kommenden Monate sollen allerdings Spiele erscheinen, die von der neuen CPU profitieren. Das Rollenspiel "Xenoblade Chronicles 3D" beispielsweise bleibt aus diesem Grund exklusiv den New-3DS-Modellen vorbehalten.

Fit für Amiibo

Außerdem haben beide New 3DS ein sogenanntes NFC-Modul im Bereich des unteren Display integriert. Dieses Modul dient in erster Linie der Kommunikation mit Nintendos neuen Amiibo-Figuren. Der NFC-Reader erkennt das Vorhandensein eines Amiibo in der Nähe des New 3DS. Per NFC tauschen New 3DS und die Amiibo-Figur Spielstände oder - im Fall von "Super Smash Bros." - Charakterdaten aus. Ein Zusatz-Lesegerät wie bei alten 3DS-Systemen ist also nicht mehr notwendig.

Verbesserte 3D-Stereoskopie

Eine wesentliche Verbesserung ist am oberen Bildschirm zu beobachten. Der 3D-Effekt funktioniert auf den New-3DS-Modellen besser als auf den Vorgängermodellen. Der stereoskopische Eindruck bleibt auch bei Schwenken des Kopfes oder ungünstigem Blickwinkel erhalten. Warum? Weil der New 3DS per Gesichtserkennung die Kopfposition des Betrachters erfasst und den 3D-Effekt entsprechend anpasst. Die typischen Geisterbilder - ein durch Perspektivveränderung verursachter, fehlerhafter Bildaufbau - sind zwar immer noch nicht völlig passé. Sie stören aber viel seltener als auf alten 3DS-Modellen. Insbesondere bei dunklen Szenen ein deutlicher Qualitätsgewinn.

Was wir mögen

Beide New-3DS-Modelle verfügen über eine gute Basisausstattung an Software. Integriert sind unter anderem ein HTML5-fähiger Webbrowser, der Mii-Maker-Baukasten zur Erstellung eines digitalen Alter Ego sowie die Street Pass-Lobby als virtueller Treffpunkt mit 3DS-Besitzern in der Nähe. Der Charme der integrierten Alternate-Reality-Minigames funktioniert nach wie vor. Die AR-Games mischen Live-Kameraufnahmen mit dynamischer 3D-Grafik für kurzweilige Action- und Angel-Unterhaltung. Die New-3DS-Modelle sind softwareseitig mit den Vorgängern kompatibel und schlucken vorhandene Module. Auch der Umzug etwaiger Downloadsoftware vom alten 3DS auf einen New 3DS klappt ohne weiteres Zubehör komfortabel.

Was wir nicht mögen

Der Packung liegt kein Netzteil bei. Vorhandene Stromspender vom 3DS oder 3DS XL lassen sich weiter benutzen, ansonsten ist der Neukauf eines speziellen Nintendo-Ladegeräts unausweichlich. Standard-Netzgeräte passen nicht an die New-3DS-Modelle. Mit einer Kapazität von 1400 Milliamperestunden speichert der Akku des New 3DS etwas mehr Saft als das 1300-mAh-Pendant im Vorgängermodell. Trotzdem bleibt es bei einer geringen Laufleistung von sechs bis acht Stunden pro Ladevorgang. Außerdem kundenunfreundlich: Die Packungsrückseite erklärt Funktionen vorrangig auf Englisch, der deutsche Text ist nur unauffällig beigedruckt. Das darf man auf einem wichtigen Markt auch anders lösen.

Fazit

Der 3DS hat sich über die Jahre als praktikables, alltagstaugliches und vergnügliches Handheld-Gamingsystem etabliert. New 3DS und New 3DS XL legen noch eine Schippe drauf. Vor allem die bewegungsstabile 3D-Funktion mag nicht mehr missen, wer sie einmal versucht hat. Nintendo-Neulingen dürfen wir die Anschaffung beider Taschenspieler bedenkenlos empfehlen. Wer mit seinem vorhandenen 3DS zufrieden ist, muss keinen Umstieg auf den New 3DS ins Auge fassen - könnte aber ein Probespiel überzeugend finden.

Infos zur Hardware

Name: New Nintendo 3DS und New Nintendo 3DS XL
Genre: Handheld-Spielkonsolen
Hersteller / Publisher: Nintendo
Release-Datum: 13. Februar 2015
Preis: zirka 170 Euro / zirka 200 Euro (XL-Version)
Wertung: Sehr gut

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