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The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D - Zeitreise mit Gruseleffekt

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Test zu The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D | Action-Adventure | 2DS, 3DS  

Eine Zeitreise mit Gruseleffekt

06.02.2015, 11:52 Uhr | (jr / tz), Richard Löwenstein

The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D - Zeitreise mit Gruseleffekt. The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D Action-Adventure von Nintendo für 2DS und 3DS (Quelle: Nintendo)

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D Action-Adventure von Nintendo für 2DS und 3DS (Quelle: Nintendo)

Selten so gegruselt in einem Action-Adventure aus der "Zelda"-Reihe: Mit alptraumhaften Fratzen, unheimlicher Stimmung und allgegenwärtig spürbarer Bedrohung fühlt sich "The Legend of Zelda: Majora's Mask" ganz anders an als Zelda sonst. Schluss mit frohgemuter Aufbruchsstimmung: In Nintendos 3DS-Remake des gleichnamigen N64-Originals aus dem Jahr 2000 wird nicht bloß ein Prinzesschen entführt - es droht gleich die Vernichtung der Welt. Und die Zeit drängt.

Hinter der hölzernen Maske

Die Action-Abenteuer aus der Zelda-Reihe kennt man sonst ja eher als optimistisch aromatisierte Erlebnisse, die geprägt sind durch bunte Farben und herzliche Aufbruchsstimmung. Auch Majora's Mask mag seine fröhlichen Momente haben, keine Frage. Aber zu Beginn versteckt der Held namens Link sein wagemutiges Lächeln hinter einer Maske aus Deku-Holz. Diese Montur hat Link einer seltsamen Kreatur zu verdanken, die ihr diabolisches Grinsen selbst hinter einer noch viel furchteinflößenderen Maske verbirgt. Einer Maske voller seltsamer Kräfte: Offenbar besteht ein Zusammenhang zu einem Mond am Himmel des Fantasy-Reiches Termina.

Tödliche Bedrohung

Dieser Himmelskörper rückt scheinbar unaufhaltsam näher. In drei fiktiven Tagen - Echtzeit: rund 60 Minuten - hat er die Welt erreicht. Dann zeigt eine kurze Szene einen apokalyptischen Sturm, und die Welt wird hinweggefegt. Danach ist alles vorbei, und der letzte Spielstand dient als Netz und doppelter Boden. Soweit der ziemlich bedrohliche und für die Zelda-Reihe ungewöhnliche Einstieg in das Abenteuer. Dass Link zur Rettung eilt, wird niemand überraschen. Mithilfe einer seiner Okarina vermag er die Zeit um drei Tage zurückzudrehen. Er bewahrt so die Welt vor dem Untergang oder verschafft ihr besser gesagt einen Aufschub.

Dreh die Zeit zurück

Man muss fortan den integrierten Aufgabenkalender im Blick behalten und im rechten Moment auf der Okarina das Lied der Zeit anstimmen. Das bewahrt die Welt vor der Vernichtung, vernichtet aber unter Umständen den Fortschritt bei noch nicht zu Ende geführten Quests. Dieses Dilemma kann ganz schön anstrengend sein für die kleinen grauen Zellen. Durch Gruselfaktor und Zeitdruck fühlt sich Majora's Mask viel weniger entspannt an als andere Zelda-Abenteuer. Vor allem weniger geübte Abenteurer werden etliche Schritte wieder und wieder durchführen müssen. Das kann frustrierend sein.

Das Gameplay entfaltet sich

Dennoch pflegt Majora's Mask grundsätzliche Traditionen der Zelda-Reihe. Einen sanft ansteigenden Schwierigkeitsgrad beispielsweise. Link findet sich zu Beginn in einer teiloffenen Welt wieder, nur leicht bewaffnet und bereit für die ersten Aufgaben: Finde verschollene Kinder, fahnde nach einem Passwort, besorge eine Karte, befreie die Fee. Wir sprechen von simplen Jobs, die einen den Umgang mit Steuerung, Dialogsystem und Gameplay-Mechanik lehren. Ebenfalls typisch Zelda-Reihe: Nach diesem ebenerdigen Einstieg konfrontiert einen das Spiel mit zunehmend anspruchsvolleren Aufgaben, gibt einem weitere Waffen zur Hand und ebnet Pfade zu neuen Auftraggebern. Nach rund einer Stunde öffnen sich die Tore von Unruh-Stadt, des zentralen Ausgangspunkts. Dann stehen einem die Pfade zu vier großen Ebenen und entsprechenden Questgebern offen.

Kampf mit Köpfchen

Ganz allmählich entfaltet sich das Abenteuer. Beispielsweise erhält Link Zugriff auf Masken, die ihm neue Fähigkeiten verleihen - auf Luft wandeln, warum nicht? Hinter den Stadtmauern beginnt auch die Zeit der ernstzunehmenden Kämpfe. Dinos, Riesenspinnen und Piratenzombies stellen sich Link in den Weg. Sie lösen sich nach Kontakt mit magischen Waffen und wohlgeschärftem Stahl in Rauch auf. Zwischendurch blockieren grimmige Cyborg-Stiere, mächtige Tausendfüßler und andere Bossgegner den Weg. Sie geben ihn, im Unterschied zu kleinerem Getier, tatsächlich erst nach einer Niederlage frei. Dass sich diese Kämpfe spannend und motivierend anfühlen, hängt mit dem ausgewogenen Schwierigkeitsgrad zusammen.

Motivierende Echtzeitkämpfe

Siege gehen letztlich auf den wohlüberlegten Einsatz zweier Aktionen zurück: Angriff und Ausweichen. Auf gekonntes Tastenballett kommt es dabei weniger an als auf den Einsatz von Schwert, Bogen, Bomben oder anderen adäquaten Waffen im entscheidenden Bruchteil einer Sekunde. Dieses gelungene Timing ist einer der Gründe dafür, warum sich Majora's Mask trotz betagter Wurzeln keineswegs alt anfühlt. Die Grafik zeigt zwar Verwandtschaft mit dem Original, punktet aber mit mehr Details und Effekten. Grabinschriften beispielsweise sind jetzt entzifferbar, Bodenstrukturen kein graugrüner Matsch mehr. Der stereoskopische 3D-Effekt allerdings trägt wenig zum Gesamterlebnis bei.

Modernisierte Steuerung

Die Steuerung ist voll auf Höhe der Zeit. Durch den flüssigen Bildaufbau folgt der Held Lauf-, Attacke- und Schild-Kommandos sehr willig. Über den Touchscreen lassen sich Objekte komfortabel verwalten. Dass dort ständig eine Umgebungskarte sichtbar ist, hilft bei der Orientierung enorm. Besitzer eines Schiebepad Pro oder eines New 3DS mit C-Stick können mit Hilfe des sekundären Analogsticks die Kamera führen. Dieses Ausstattungsmerkmal erweist sich als willkommene Alternative zum eingeschränkten Umgucken via Gyroskop-Sensor, mit dem sich Besitzers eines nackten 3DS-Modell behelfen müssen.

Was uns gefällt

Nintendo hat das 3DS-Remake eines 15 Jahre alten Originalspiels in vielerlei Hinsicht an die moderne Zeit angepasst. Man kann zum Beispiel an Speicherstatuen jederzeit den kompletten Spielstand verewigen, was beim N64-Original so nicht möglich ist. Außerdem hilft das Aufsuchen sogenannter Shiekah-Steine, wenn man mal nicht weiter weiß. Ratlose Abenteurer dürfen hier mit Lösungstipps rechnen. Die Eindeutschung hat Nintendo ordentlich gelöst, wobei manchen Übersetzungen etwas mehr Wortwitz gut zu Gesicht gestanden hätte.

Was uns nicht gefällt

Durch die allgegenwärtige Bedrohung eines herabstürzenden Mondes fühlt sich Majora's Mask etappenweise ziemlich stressig an. Am unteren Bildrand mahnt eine Uhr schnelles Handeln an, zwischendurch erinnern Texteinblendungen den Spieler an die knappe Restzeit. Zum Entspannen nach Feierabend oder zum gemütlichen Erforschen einer Welt eignet sich das Zelda-Remake daher weniger.

Fazit

Die hervorragende Umsetzung des 15 Jahre alten Actionabenteuers "The Legend of Zelda - Majora's Mask" von der N64-Konsole auf das 3DS-Handeld verdient sich mehrere Komplimente, beispielsweise für die prima adaptierte Handhabung und die ordentliche modernisierte Grafik. Allerdings sehen aktuelle 3DS-Eigengewächse halt doch deutlich schöner aus.

Infos zum Spiel

Titel: The Legend of Zelda - Majoras Mask 3D
Genre: Action-Adventure
Hersteller: Nintendo / Grezzo
Publisher: Nintendo
Release-Termin: 13. Februar 2015
Preis: zirka 45
System: Nintendo 2DS und 3DS (alle Modelle)
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut

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