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Monster Hunter 4 Ultimate: Mit Sauriern und Drachen streiten

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Test zu Monster Hunter 4 Ultimate | Action-Rollenspiel | 3DS  

Mit Sauriern, Sandwürmern und Drachen streiten

11.02.2015, 07:27 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Monster Hunter 4 Ultimate: Mit Sauriern und Drachen streiten. Monster Hunter 4 Ultimate Action-Rollenspiel für 3DS von Capcom (Quelle: Nintendo)

Monster Hunter 4 Ultimate Action-Rollenspiel für 3DS von Capcom (Quelle: Nintendo)

In Japan löst jedes neue Action-Rollenspiel aus der "Monster Hunter"-Reihe Massenhysterie aus. Zuletzt im Herbst 2014. Da veröffentlichte Capcom "Monster Hunter 4 Ultimate" in seinem Heimatland unter dem Titel "Monster Hunter 4G" und fand binnen eines einzigen Wochenendes über 1,6 Millionen Abnehmer. Jetzt können auch deutschsprachige 3DS-Besitzer zur Jagd auf eine Vielzahl furchteinflößender Kreaturen blasen. Sie erleben nebenbei, zu welch erstaunlicher Grafik ihr Handheld-System fähig ist.

Simples Monstermeucheln

Worum geht's? Vier 3DS-Konsolen, vier Krieger, eine Online-Verbindung oder ein Ad-hoc-Netzwerk werden gebraucht - und ab dafür. Man trifft sich dazu mit Kumpels, zieht gemeinsam los und macht Jagd auf viele kleine und etliche große Kreaturen. In den Ruhepausen dazwischen geht der Held Müßiggang nach. Er plaudert mit NPC-Figuren, kauft und verkauft diverse Hieb-, Stich- und Schusswaffen, mischt magische Tränke aus Wurzeln und Pilzen. Mit der Zeit wächst die eigene Figur zum Überkrieger heran. Als solcher eilt er schwer gepanzert und dennoch akrobatisch durch weite Steppen, vereiste Ebenen, geheimnisvolle Wälder und felsige Gebirge - stets bereit, das körpergroße Langschwert auf seinem Rücken gegen allerlei Unbill zu richten.

Fesselnde Atmosphäre

Und sowas macht Spaß? Oh, und wie! Viele Farben, knuffige Figuren, herzerfrischende Dialoge: Das ist bester Japan-Stil, das sprüht vor Liebe und Lebensfreude. Selbst wenn man sich nur in der Ausgangsstadt Val Habar umsieht, tut sich immer irgendwas. Der Koch der Garküche am Straßenrand schwenkt die Pfanne im Lagerfeuer. Ein Händler schaukelt im Sattel seines Reitsauriers über das Pflaster. Die exotische Folkloremusik tut das ihre zur herrlichen Atmosphäre dazu. Sobald sich dann der Spielleiter und Teilnehmer vor der Questkarte versammeln und auf eine Jagd verständigen, geht's los. Das Spiel katapultiert den maximal vier Kopf starken Trupp an einen Strand, in den Dschungel oder in die Wüste hinein.

Prima Handhabung

Am jeweiligen Ausgangspunkt lädt eine Kiste zum Plündern ein. Was liegt darin verborgen - Karte, Erholungshorn, Lebenstränke? Das hier ist wie ein klassisches Hack'n'Slay-Rollenspiel, bloß dass sich ständig große und größere Bossgegner vor einem aufbauen. Man siegt gemeinsam, teilt sich die Belohnung, schmückt sich mit tollen Schilden und Rüstungen. Die Item-Verwaltung profitiert sehr von der Handhabung per Touchscreen. Gesammelte Objekte lassen sich flugs durchschalten, handeln, anlegen oder zwecks Schnellzugriff auf dem Touchscreen ablegen. So fühlt man sich trotz vieler Hunderte Sammel-, Handels- und Tauschobjekte am Ende doch nicht überfordert.

Einsteigerfreundliches Gameplay

Die Voreinstellungen gehen davon aus, dass man sich ohne Vorkenntnisse an die Monsterjagd herantraut. Ergo darf man sich im Rahmen eines spektakulär inszenierten Tutorials mit der Basissteuerung vertraut machen: Während ein prachtvolles Wüstensegelschiff mit der Spielfigur und dem NPC-Kapitän an Bord durch die Dünenlandschaft gleitet, bohrt sich ein gewaltiger Sandwurm aus dem Untergrund. Im Duell mit der entfesselten Kreatur lernt man komfortabel und auf unterhaltsamste Weise den Umgang mit Steuerung, Waffen, Inventar und Ähnlichem. Der NPC-Kapitän ist mit wertvollen Hinweisen zur Hand. Nicht zu viele Tipps, nicht zu wenige und immer zum richtigen Zeitpunkt.

Überzeugender Singleplayer-Modus

Anders als so manches Monster Hunter vor ihm versteht sich dieses Exemplar auf die Unterhaltung von Einzelkämpfern. Zwar gliedert sich die Singleplayer-Kampagne letztlich bloß in viele kleine Quests, bei denen jeweils die Konfrontation mit riesigen Kreaturen zur Disposition steht. Doch im Einzelnen unterscheiden sich die Aufgaben stark voneinander. Riesenwürmer, Saurierherden und fliegende Drachen erzwingen eine flotte Anpassung der eigenen Angriffstaktik unter Berücksichtigung des Geländes. Einige Kreaturen verändern die Landschaft und lassen beispielsweise Felsuntergrund bersten. Dann rutscht der Held ab und eventuell in sein Verderben. Andererseits kann er Anhöhen erklettern und den Höhenunterschied für Sprungattacken nutzen.

Taktische Facetten

Das Echtzeit-Kampfsystem mag also im ersten Moment einfältig, konfus und überraschungsarm erscheinen. Tatsächlich gibt es aber viele Facetten zu entdecken. Frontal oder per Wirbelschlag draufhauen, das ist aber eben nicht alles. Timing und Position zum Gegner spielen eine Rolle, ebenso die Ausstattung des Helden. Klar, dass der bärenstarke Krieger mit seiner überlebensgroßen Streitsichel mehr Schaden anrichtet als die flinke Amazone in textilarmer Lederkluft. Die Klischees sind mit reichlich taktischen Elementen unterfüttert. Wer stärkt sich mit welchem Trank, wer in der Gruppe besetzt auf der Karte welche Position?

Was uns gefällt

Das Spiel unterstützt die Extratasten der beiden New-3DS-Modelle. Per C-Stick (oder Schiebepad Pro auf alten 3DS-Systemen) lässt sich die Kamera komfortabel nachführen. Das ist in Kampfsituationen ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Gratulation zur Qualität der frech und doch stilsicher eingedeutschten Bildtexte. So macht selbst die eigentlich banale Rahmenhandlung Spaß!

Was uns nicht gefällt

Vielleicht ist eine Sprachchat-Funktion zu viel verlangt von einem Game für das 3DS-Handheld? Tatsache ist, dass die Kommunikation per Textchat nur sehr mühselig gelingt. Das Eintippen von Nachrichten via Zeigestift gestaltet sich eher spaßfrei. Ärgerlich auch, dass Nintendo das schöne Kaufpaket aus Game und New Nintendo 3DS in so geringer Stück auflegt. Er war bereits wenige Tage nach Ankündigung ausverkauft.

Fazit

Oberflächlich betrachtet handelt es sich um simple Hack-and-Slay-Action mit banaler Singleplayer-Kampagne und halbwegs attraktivem Mehrspieler-Modus. Tatsächlich steckt Monster Hunter 4 Ultimate voller Items und Entdeckungen und holt technisch alles aus dem 3DS heraus. Dass sich detailreiche Bilder und monumentale Musik zu einem derart cineastischen Gesamterlebnis vereinen, das sieht man auf dem Nintendo-Handheld nicht alle Tage.

Infos zum Spiel

Titel: Monster Hunter 4 Ultimate
Genre: Action-Rollenspiel
Hersteller / Publisher: Capcom
Release-Termin: 13. Februar 2015
Preis: zirka 45
System: Nintendo 3DS (alle Modelle)
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut

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