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Hands-on-Preview zu Heroes of the Storm | MOBA-Actionspiel | PC, Mac  

Das MOBA für die Massen

17.02.2015, 15:03 Uhr | Heinrich Lenhardt (jr / ams), Medienagentur plassma

Das MOBA für die Massen. Heroes of the Storm MOBA-Actionspiel von Blizzard Entertainment für PC und Mac (Quelle: Activision-Blizzard)

Heroes of the Storm MOBA-Actionspiel von Blizzard Entertainment für PC und Mac (Quelle: Activision-Blizzard)

Gestandene Blizzard-Helden treten hier an, um eine für Einsteiger freundliche Version des "League of Legends"-Spielprinzips abzuliefern. Schon in der Beta offenbart "Heroes of the Storm" für PC und Mac beachtliche Zeitfresser-Qualitäten. Das taktische Action-Gerangel zweier Online-Teams ist flott, vielfältige Spielfiguren und Schlachtfelder sorgen für Kurzweil. Doch MOBA-Profis könnten einige Features vermissen, die sie von anderen Genrevertretern gewohnt sind.

Von jedem etwas

Es ist das Spielgenre-Pendant zum All-Inclusive-Urlaub, dem All-you-can-eat-Büfett oder der eierlegenden Wollmilchschau: Wer sich auf einen Besuch in einer "Multiplayer Online Battle Arena" einlässt, erlebt ein Art Potpourri von Elementen der beliebtesten Game-Gattungen, serviert in leicht verdaulichen 30-Minuten-Portionen. Die Aufgabe besteht darin, die gegnerischen Armeen zu bekämpfen und das feindliche Hauptquartier zu zerstören - also Echtzeitstrategie. Doch dabei steuern wir einen einzelnen Helden mit diversen Sonderfähigkeiten, die sich im Verlauf der Partie ausbauen lassen - wie in einem Rollenspiel. Zusammenarbeit ist wichtig, gehören wir doch einer fünf Helden starken Gruppe an - das temporeiche Spielgefühl erinnert an Team-Action.

Kostenloses Millionenspiel

Dass MOBAs üblicherweise kostenlos spielbar sind, hat ihrer Beliebtheit nicht geschadet. Natürlich gibt es käufliche Annehmlichkeiten wie neue Helden und Kostüme, aber Spaß kann man auch für lau haben. Kein Wunder, dass die erfolgreichsten Genrevertreter wie "League of Legends" oder "Dota 2" Millionen aktiver Nutzer haben. Dass es nicht noch mehr sind, liegt nicht zuletzt an der steilen Lernkurve und dem rauem Community-Ton. Deshalb werden bei "Heroes of the Storm" Einsteigerfreundlichkeit und Teamgeist besonders groß geschrieben. Dazu kommt der Reiz, mit prominenten Blizzard-Helden aus Serien wie "Warcraft", "Starcraft" und "Diablo" in die Schlacht zu ziehen. Wie gut Neulinge zurecht kommen und wie viel Spaß die gruppendynamischen Kämpfe machen, konnten wir bereits anhand einer Beta-Version ausprobieren.

Netter zu Neulingen

Größtes Problem für MOBA-Neulinge: "Was mache ich hier eigentlich?" Während viele Genre-Mitstreiter den Heldennachwuchs ohne große Vorrede ins kalte Wasser werfen, gibt sich Heroes of the Storm mehr Mühe. Los geht’s mit ein paar kurzweiligen Tutorials, welche zunächst die Grundlagen des Spielprinzips und die Unterschiede zu anderen MOBA-Titeln erklären. Diese Lektionen sind unterhaltsam gemacht und leicht verständlich. Als nächstes empfiehlt sich ein "Practice"-Match, bei dem sowohl Gegner als auch Mitspieler vom Computer gesteuert werden. Hier können Sie sich an die Steuerung gewöhnen und auch mal etwas falsch machen, ohne dass man sich dabei vor Mitspielern blamiert.

Im Team Erfahrungspunkte sammeln

Dabei ertönt immer wieder eine Stimme aus dem Off, die auf Spielfeld-Besonderheiten hinweist. So kommt man schnell mit der Genre-typischen Steuerung zurecht: Der Held wird mit Mausklicks über die Karte bewegt, per Tastatur lösen Sie Sonderfähigkeiten aus. Zum netten Betriebsklima tragen auch einige Regeleigenheiten bei, die in allen Spielvarianten gelten. Pro Team gibt es ein gemeinsames Erfahrungspunktekonto, alle Mitspieler leveln also im Gleichschritt nach oben. Dadurch geraten weniger erfahrene Teilnehmer nicht gleich ins Hintertreffen. Chat-Texte sind nur innerhalb eines Teams lesbar - es gibt also keine Angiftungen vom Gegner.

Helden für jeden Rollen-Geschmack

Wer auf diese Weise sanft in den Spielbetrieb eingeführt wurde, kommt nicht so schnell wieder davon los. Die Partien sind straff, spannend und haben eine Mittagspausen-kompatible Länge; oft ist die Schlacht nach rund 20 Minuten geschlagen. Es macht riesig Spaß, die verschiedenen Helden und ihre Sonderfähigkeiten auszuprobieren. Bereits 33 Charaktere sind derzeit in der Beta vertreten. Von robusten Nahkampf-Experten bis zu lebensrettenden Heilern ist für jeden Geschmack etwas dabei, das Wiedersehen mit Blizzard-Helden wie Kerrigan, Thrall oder Arthas macht Freude. Eine Einstufung verrät, wie anspruchsvoll die Meisterung der einzelnen Figuren ist.

Das Gratis-Personal rotiert

Wie im MOBA-Genre üblich ist jeweils nur ein Teil des Personals kostenlos spielbar: Jede Woche stellt Heroes of the Storm sieben andere Helden zur Verfügung. Wer seinen Lieblingscharakter ständig spielen will, muss ihn freikaufen - wahlweise mit im Spiel verdientem Gold oder per Echtgeld-Bezahlung. Ähnlich wie bei Hearthstone erleichtern tägliche Quests die Spielgold-Sparbemühungen. Wer die Veröffentlichung des Spiels nicht abwarten kann und sofort in die Beta einsteigen will, darf 35 Euro für das "Gründerpaket" hinlegen. Das enthält neben den Helden Raynor, Diablo und Tirande auch 2500 Gold - genug, um einen weiteren Charakter dauerhaft freizuschalten. Praktisch: Alle Helden lassen sich in einem Demo-Level unverbindlich ausprobieren, bevor man sich für die Anschaffung entscheidet.

Spielentscheidende Map-Spezialitäten

In der Beta sind bereits sechs abwechslungsreiche Schauplätze enthalten. Jede Karte hat eine besondere Spielmechanik, deren Ausnutzung die Siegeschancen beträchtlich steigert. Auf der jüngsten Map "Tempel des Himmels" gibt es zum Beispiel drei strategisch wichtige Tempel. Sobald ein Tempel aktiviert wurde, kann unser Team seine Kontrolle übernehmen, wodurch Energiestrahlen Richtung feindliche Basis geschossen werden. Computergesteuerte Tempelwächter und aufkreuzende Helden des gegnerischen Teams erschweren diese Aufgabe. Ähnliche Ereignisse gibt es auch auf anderen Karten: Da sammelt man Dinge wie Totenschädel, Talismane, Gold-Dublonen oder Pflanzensamen, um einen Kampfvorteil zu erringen.

Alles andere als langweilig

Jeder Level hat zudem Lager mit Söldnern, besonders starken Computerkämpfern. Bezwingen wir diese im Kampf, so verstärken sie unsere schwachen Standardeinheiten beim Marsch auf die gegnerische Basis. Es gibt also reichlich taktische Möglichkeiten und immer etwas Interessantes zu tun. Dabei kommt es zu häufigen Helden-Scharmützeln. Wird ein Spieler ausgeschaltet, so muss er ein Weilchen aussetzen, bevor er wieder aufs Schlachtfeld zurückkehren darf.

Was uns gefällt

Schon in der Beta-Version spielt sich Heroes of the Storm wie geschmiert. Die Partien haben ein straffes Tempo, ohne dass es übertrieben hektisch wird. Die reichhaltige Auswahl an unterschiedlichen Helden erlaubt eine Vielzahl von Spieltaktiken. Sich gegenseitig im Team beizustehen und gemeinsam Ziele zu erreichen, das ist ausgesprochen spaßig. Der Comic-Grafikstil hat Charme, Animationen und Sound wurden mit viel Liebe zum Detail bedacht. Dank Tutorials, Trainingsmodus und einheitlicher Level-Fortschritte innerhalb eines Teams ist das Spiel prima für MOBA-Einsteiger geeignet.

Was uns nicht gefällt

Die Online-Schlachten sind Selbstzweck - es gibt weder Einzelspieler-Kampagne noch Story-Fortschritte. Die Einsteigerfreundlichkeit geht etwas auf Kosten der Komplexität: Erfahrene MOBA-Spieler vermissen momentan die Möglichkeit, den eigenen Helden durch Erwerb von Ausrüstungsgegenständen weiter zu individualisieren. Sowohl Helden als auch Schlachtfelder können noch etwas Balancing vertragen, bei einigen Karten wirken die Vorteile durch Erledigung der Sonderaufgaben fast schon zu mächtig.

Fazit

So etwa wie League of Legends, aber lockerer, lustiger und leichter für Neulinge: Blizzards MOBA-Beitrag ist liebevoll gemacht und lädt mit seiner straffen Matchdauer immer wieder zu einer Online-Partie ein. Der eigentlich recht unkomplizierte Spielablauf wird durch die vielseitigen Schlachtfelder und Heldenfähigkeiten erstaunlich abwechslungsreich.

Infos zum Spiel

Titel: Heroes of the Storm
Genre: MOBA (Multiplayer Online Battle Arena)-Action
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release-Termin: 2015
Preis: Gratis (optionale Mikro-Transaktionen)
System: PC, Mac
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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