Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Sid Meier's Starships: Raumschiff-Baukasten der "Civilization"-Macher

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Preview zu Sid Meier's Starships | Strategiespiel | PC, Mac, iOS  

Raumschiff-Baukasten der "Civilization"-Macher

13.03.2015, 14:19 Uhr | Olaf Bleich (ams/ta), Medienagentur plassma

Sid Meier's Starships: Raumschiff-Baukasten der "Civilization"-Macher. Sid Meier's Starships Strategiespiel für PC, Mac und iOS (Quelle: 2K Games)

Sid Meier's Starships Strategiespiel für PC, Mac und iOS (Quelle: 2K Games)

Den Meister der Globalstrategie zieht es ins Weltall: Sid Meier und Firaxis entsenden ihren Taktik-Erfolg "Beyond Earth" in die Weiten der Galaxie. Mit einer selbst zusammengebauten Staffel von Raumschiffen erkunden Taktiker auf Spiele-PC, Mac und iOS fremde Planeten, helfen außerirdischen Völkern und gewinnen so Verbündete für die eigene Föderation. "Sid Meier's Starships" entführt einen in unbekannte Welten, die noch kein Spieler zuvor erblickt hat.

Ein neues Spiel, kein Nachfolger!

"Starships" baut auf dem PC-Strategiespiel Beyond Earth auf. Doch Entwicklerlegende Sid Meier betont, dass es kein klassischer Nachfolger ist. Vielmehr geht es darum zu erfahren, was nach Beyond Earth passiert. Die Menschen zieht es also in den Weltraum. Doch was geschieht dort mit ihnen? Welche Bedrohungen und Geheimnisse erwarten sie? Starships übernimmt Meiers Versprechungen zum Trotz viele Ideen und sogar Charaktere aus Beyond Earth. So tauchen beispielsweise bei der Wahl der Anführer zu Beginn einer Partie die Affinitäten Vorherrschaft, Reinheit und Harmonie wieder auf. Mit ihr kommen bestimmte Vorlieben und Vorteile, die das eigene Spiel beeinflussen. Bolivar beispielsweise bringt zum Start ein zusätzliches Raumschiff mit, was die Erkundung unbekannter Gebiete und natürlich auch die ersten Kämpfe spürbar erleichtert. Im späteren Verlauf trifft man auch auf andere aus Beyond Earth bekannte Anführer.

Flotten-Commander mit Durchblick

Die Grundidee von Starships liegt in dem Aufbau einer eigenen Flotte von Raumschiffen. Anstatt vorgefertigte Stereotypen wie Bomber oder Jäger einfach einzukaufen, stellen sich Bastler ihre Jets selbst zusammen. Mit Hilfe eines einfachen Baukastensystems wählen Sie Module für Bereiche wie Motoren, Schildreaktionen, Panzerung, Laser, Torpedos oder Sensoren. Die Wahl der Ausrüstung beeinflusst dabei maßgeblich die Kampfeigenschaften des Gleiters. Laser beispielsweise feuern präzise auf große Distanz; normale Bordkanonen erlauben hingegen stärkere Angriffe im Nahkampf. Sensoren orten getarnte Gegner, und Torpedos fliegen zielgenau und suchen sich ihren Weg sogar durch Asteroidenfelder. Diese nehmen auf der in Hexfelder eingeteilten Spielkarte eine ganz besondere Rolle ein. Sie blocken nämlich Laser-Beschuss und sind somit ein wichtiges taktisches Werkzeug. Der Clou: Vor jedem anstehenden Gefecht gelangt man noch einmal in den Baubildschirm und passt das eigene Raumschiff an die bevorstehende Schlacht an. Zu viel Detailarbeit müssen Strategen aber nicht befürchten. Sid Meier bestätigte, dass es ausschließlich um das Zusammenbauen von Raumschiffen gehen wird. Kleinste Details wie etwa das Crew-Management bleiben in dem Weltraumstrategiespiel außen vor.

Die Galaxie ist ein Spielplatz

Die Schlachten sind aber nur ein kleiner Bestandteil von Starships. Viel wichtiger ist die Erkundung und letztlich auch die Befriedung der Galaxie. Jeder der unzähligen Planeten hat Sorgen und Nöte, um die man sich kümmern muss. In dem bisher präsentierten Material legt der Spieler sich beispielsweise mit einer Bande umherziehender Marodeure an. Erst wenn man die Weltraumpiraten in ihre Schranken gewiesen hat, schließt sich der betroffene Planet der eigenen Föderation an und bringt vielleicht sogar wertvolle Technologien oder gar Wunder mit ein. In anderen Einsätzen eskortiert man verbündete Truppen oder manövriert die eigene Staffel gar durch ein Labyrinth aus Asteroiden. Die Entwickler versprechen eine große Vielzahl unterschiedlichster Missionstypen, sodass keine Langeweile aufkommt. Mit fortlaufender Spielzeit wächst der eigene Verbund immer mehr. So lange, bis man irgendwann auf die anderen Föderationen trifft. Damit ist der Konflikt unumgänglich. Ein "Krieg der Sterne" ist in Starships möglich, aber nicht zwangsläufig auch notwendig.

Wer gewinnt?

Starships versteht sich als interplanetarer Sandkasten, in dem sich Strategen ausleben dürfen. Die eigene Spielweise entscheidet letztlich auch über das Ende einer Partie. Aggressive Spieler greifen nach der Alleinherrschaft im All und schalten einfach die übrigen Parteien aus. Die Kontrolle über mindestens die Hälfte des Universums führt ebenfalls zum Erfolg. Aber nicht nur wütende Weltraumgeneräle streben in Starships nach dem Glück. Techniker versuchen mit Hilfe von Technologien und Wissenschaft zu siegen. Oder sie setzen auf die aus unzähligen Sid-Meier-Spielen bekannten Wunder. Das Ende einer Partie ist aber gleichzeitig ein neuer Anfang: Die Sternenkarten werden nämlich mit jedem Neustart zufällig ausgewürfelt. Dadurch kann man sich keine perfekte Taktik zum Start zurecht legen und jede Runde bleibt anders und frisch.

Was uns gefällt

Sid Meiers neustes Baby wirkt wie eine Mischung aus Beyond Earth und "Civilization". Aber genau das macht auch seinen Charme aus. Wie zu Lego-Tagen bauen sich Hobby-Strategen hier ihre eigene Flotte auf, rüsten die Schiffe aus und erkunden damit die Galaxie. Die Interaktion mit anderen Planeten und Völkern besteht dabei zwar nur aus dem Erfüllen von Missionen – nicht etwa dem Erlernen von Sprachen oder dergleichen –, ist aber dicht verwoben mit dem Spielfortschritt und der darunterliegenden Geschichte. Starships weckt den Entdeckergeist und gleichzeitig das Innere Kind – eine Kombination, die trotz der biederen Optik langfristig zum Erfolg führen könnte.

Was uns nicht gefällt

Starships ist kein sonderlich opulent präsentiertes Strategiespiel. Hier ein bisschen Sprachausgabe, dort ein paar gezeichnete Bilder, und in den Schlachten noch einige Effekte. Die größte optische Schwachstelle sind vielleicht sogar die Raumschiffe selbst: Sie wirken in dem bislang präsentierten Material sehr generisch. Science-Fiction-Coolness fehlt, was wiederum der Atmosphäre schadet.

Fazit

Sid Meier und Firaxis gehen keine Experimente mit Starships ein: Die Parallelen zu Spielen wie Civilization und dem stark verwandten Beyond Earth erkennt man überdeutlich. Deshalb stehen die Sterne für Starships auch ganz ausgezeichnet. Hier könnte ein wahres Suchtspiel – besonders für iOS-Endgeräte – entstehen.

Infos zum Spiel:

Titel: Sid Meier's Starships
Genre: Strategiespiel
Publisher: 2K Games
Hersteller: Firaxis Games
Release: 12. März 2015
Preis: zirka 15 Euro
System: PC, Mac
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Einschätzung: Gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal