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Dead or Alive 5 - Last Round: Test zum Spiel für PS4 und Xbox One

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Test zu Dead or Alive 5: Last Round | Beat 'em Up | PS4, Xbox One, PC  

Knapp bekleideter Schlagabtausch

26.02.2015, 15:22 Uhr | (tz / ta), Richard Löwenstein

Dead or Alive 5 - Last Round: Test zum Spiel für PS4 und Xbox One. Dead or Alive 5: Last Round für PS4, Xbox One und PC (Quelle: Koei Tecmo)

Dead or Alive 5: Last Round (Quelle: Koei Tecmo)

Die ersten Games aus der „Dead or Alive“-Reihe stehen im schlechten Ruf. Es heißt sie betreiben mit nackter Haut Blickfang und bieten wenig Substanz. Das gilt längst nicht mehr. Seit sich der japanische Entwickler Team Ninja um die Beat´em-Up-Reihe kümmert, ist sie zu gutaussehendem, ernstzunehmendem und unterhaltsamem Kampfsport gereift. Der für PS4 und Xbox One optisch aufgebohrte Teil Fünf würde alles aus dem Ring hauen - litte er nicht unter üblen Bugs.

Update für PS4 und Xbox One

Das wir es hier mit keinem ganz neuen Game zu tun haben, ahnen Kenner des Beat´em-Up-Genres sicherlich. Bei „Dead or Alive 5: Last Round“ handelt es sich vielmehr um eine aufgefrischte Fassung des Ende 2012 auf PS3 und Xbox 360 veröffentlichten Teil Fünf. Die Auffrischung betrifft vorrangig das, was man sehen kann: Höhere Bildauflösung und ein paar zusätzliche optische Akzente nebst retuschierten Fightern und Arenen und bei 60 Frames stabilisierter Bildwiederholrate. Hier und da finden sich noch ein paar alte Überbleibsel, grob aufgelöste Kanten und Texturen zum Beispiel. Aber insgesamt wirkt das Game attraktiv und modern genug.

Grafik mit Augenzwinkern

Einer der Charakteristika von „Dead or Alive“ ist und bleibt die Aufmachung mit einem betonten Augenzwinkern. Wenn knapp bekleidete Girls in den Ring steigen, keck mit dem Fächer wedeln und sich dann mit einem Kerl vom Format einer Schrankwand im turboschnellen Schlagabtausch messen – wie könnte man das ernst nehmen? Ihr optisches Ungleichgewicht pegeln die Beteiligten durch ausgeprägtes individuelles Können aus. Sobald beispielsweise die zierliche Mila ihre derben MMA-Würfe auspackt und damit den hünenhaften Karateka Akira zu Boden zwingt, ist Schluss mit lustig.

Hervorragende Steuerung

Die Kämpfe lassen sich prima kontrollieren und machen einen fairen Eindruck. Das gute Gefühl wurzelt in einer hervorragenden Steuerung. Hiebe, Kicks, Blocks und Konter lassen sich auf den Wimpernschlag exakt auslösen. „Dead or Alive 5: Last Round“ huldigt den Gepflogenheiten des klassischen Arcadegaming: Pausenlose Action, die den Spieler mit gut ausbalanciertem Schwierigkeitsgrad herausfordert und mit Erfolgserlebnissen motiviert. Im richtigen Moment seitlich wegrollen, den Gegner mit einer Schlagsalve in die Deckung zwingen und ihn mit einem spektakulären Rundum-Kick aus der Arena katapulieren. Sowas macht insbesondere dann Spaß, wenn sich zwei ähnlich trainierte Spieler an einer Konsole messen.

Netter Storymodus

Auch dem Einzelkämpfer hat „Dead or Alive 5: Last Round“ einiges zu bieten. Ein ganz hervorragendes Tutorial zum Beispiel, das einen in mehreren Lektionen den Umgang mit dem Kampfsystem beibringt. Der Storymodus birgt ebenfalls Unterhaltungswert, sofern man ihn nicht allzu ernst nimmt und mit der typisch japanischen Erzählweise klar kommt. Anders als im Standard-Singleplayer, wo der Spieler Arenen und Kämpfer frei wählen darf, sind hier die Rahmenbedingungen vorgeben. Die Auseinandersetzungen sind durch kurze Dialogszenen und Kamerafahrten in eine Rahmenhandlung eingebunden. Alle paar Minuten stellen sich neue Figuren vor. Die Figuren begegnen einander in umkämpften Straßen oder an Bord luxuriöser Kreuzfahrtschiffe. So macht einen das Spiel nach und nach mit allen Kämpfern vertraut.

Japanische Absurditäten

Es ist aber letztlich egal, ob die Beteiligten einander Beleidigungen oder Begrüßungen entgegen werfen: In jedem Fall landen sie nach teils herrlich absurden Dialogen im Ring und messen ihre Kräfte. Der steigende Schwierigkeitsgrad sorgt dafür, dass auch der Genrekenner etwas zu knabbern hat. Schade bloß, dass die Dialogszenen nicht abbrechbar gestaltet wurden und dass der Hersteller an Synchronarbeiten gespart hat. Der Englisch-Unkundige muss die deutschen Untertitel im Blick behalten, wenn er erfahren möchte, warum Raidou, Ayane, Mila und Co. so scharf auf die Teilnahme am Dead-or-Alive-Turnier sind.

Interaktive Kulissen

Tempel, Dschungel, Kreuzfahrtschiffe, polares Gebiet und düstere Hinterhöhe dienen als vielfältige Kulissen für die Zweikämpfe. Schön, dass jeder Ring entdeckenswerte Geheimnisse birgt. In einer Arena kann man den Gegner in eine Pipeline prügeln, die dann explodiert und zusätzlichen Schaden anrichtet. In der anderen Arena zerlegt´s die Holzverschalung und beide Beteiligten stürzen in daruntergelegenes Areal. Eine ganz kurze Kamerafahrt zeigt die Ereignisse, aber dann geht´s sofort weiter. Dass das alles zack, zack funktioniert und die Ladepausen so kurz geraten sind, dass man sie kaum bemerkt: Das trägt ebenfalls seinen Teil dazu bei, dass sich „Dead or Alive 5: Last Round“ angenehm frisch und dynamisch anfühlt.

Was wir mögen

Im Spiel verstecken sich viele entdeckenswerte Kleinigkeiten. Beispielsweise können sich Genreneulinge im Tutorial in vielen Dutzend anwählbaren Lektionen mit den Feinheiten von Timing, Hieben, Kicks, Kontern und Würfen vertraut machen. Im Fotomodus darf der Betrachter zwei Computerkämpfer beobachten, das Match jederzeit pausieren, dann mit der Kamera jonglieren und aus dem gewünschten Blickwinkel ein Foto knipsen und speichern.

Was wir nicht mögen

Das Spiel läuft instabil. Bei Onlinematches kommt es auf PS4 und Xbox One häufig zu Abstürzen, die Xbox-One-Fassung bricht auch im Singleplayer gelegentlich ab. Der Hersteller hat am 23. Februar per Twitter vor dem Durchspielen der Lektionen 40.8 und 40.9 im Tutorial gewarnt: In der deutschen Fassung könnte sonst der Spielstand beschädigt werden. Diese Warnung gilt für alle Hardware-Plattformen.

Fazit

Es könnte so schön sein: „Dear or Alive 5: Last Round“ ist kein Blender, sondern ein hübscher, kontrollierbarer und rundum vergnüglicher Schlagabtausch. Leider kommt wenig Freude auf, wenn die Furcht vor Abstürzen jeden Spielfluss erstickt. Dieses Problem betrifft vorwiegend die Xbox-One-Fassung - auf die PS4-Version war im Test weitgehend Verlass. Die Wertung „Gut“ gilt wegen der instabilen Onlinekomponente nur für den Singleplayer der PS4-Fassung. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller die Probleme per Downloadpatch bald aus der Welt schafft

Titel: Dead or Alive 5: Last Round
Genre: Beat´em-Up
Publisher: Koei Tecmo
Hersteller: Team Ninja
Release: bereits erhältlich
Preis: ca. 40 Euro
System: PS4, Xbox One. PC-Fassung soll im März folgen
USK-Freigabe: ab 16 Jahren
Wertung: Gut

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