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Preview zu Bloodborne | Action-Rollenspiel | PS4  

Selten so schön gestorben

05.03.2015, 16:07 Uhr | (jr / tz), Richard Löwenstein

Selten so schön gestorben. Bloodborne Actionspiel für die PS4 von Sony (Quelle: Sony)

Bloodborne Actionspiel für die PS4 von Sony (Quelle: Sony)

Sie sind interessiert an herausfordernder Exklusiv-Horror-Action für die PS4? Dann schreiben Sie die neueste Schöpfung des japanischen Videospiel-Entwicklers From Software auf ihren Wunschzettel. "Bloodborne" wird ein Fall für Liebhaber von "Dark Souls". Mit einer Grafik, die so schön ist, dass man ins Staunen kommt, und so extrem knackigen Herausforderungen, dass es einem schon mal die Tränen in die Augen treibt.

Erster Auftritt erregt Aufsehen

Als Bloodborne zum ersten Mal auf der Fachmesse Gamescom in Köln präsentiert wurde, ging ein Raunen durch das Publikum. Die vorrangig in fahlen Schwarz- und Grautönen gezeichneten Romantikkulissen und die Gänsehaut erregende Soundeffekte fanden sich im vorgestellten Videotrailer zu einem außerordentlich gut aussehenden und verheißungsvollen Action-Rollenspiel zusammen. Soviel war aber auch schnell klar: Bloodborne ist kein Fall für zurückhaltende Genießer, sondern ist durch einen hohen Schwierigkeitsgrad geprägt. Erfolgserlebnisse erntet nur, wer sich den Angriffen von Werwölfen und Dämonen mit Köpfchen stellt und Niederlagen geduldig erträgt.

Held auf Blutsuche

Bei Bloodborne handelt sich um ein Actiongame, gewürzt mit einer Handvoll Rollenspiel-Elementen. Zunächst steht die Erschaffung eines Helden inklusive Attributvergabe an, ähnlich wie man das aus "Dragon Age" kennt. Anschließend verfolgt die Kamera den neu geschaffenen Dämonenjäger bei seinem Werk. Mit der Schrotflinte zur linken und der Sichelsäge zur rechten Hand bewegt sich der Kerl in wallenden Kleidern durch eine verfluchte Stadt namens Yharnam. Und schlägt erbarmungslos zu. Ein Monolog zu Beginn der Kampagne bringt die Aufgabe klar zum Ausdruck: "Geh' da raus und töte die Kreaturen. Das ist, was Jäger eben tun".

Eine fahle Welt

Nach Opfern muss man in diesem Szenario nicht lange suchen. Sie bauen sich auf dem geradlinig choreographierten Pfad in reichlichen Mengen und abwechslungsreichen Gattungen auf. Höllenhunde fletschen mit den Zähnen. Untote graben sich aus dem Erdreich.
Abtrünnige Priester patrouillieren mit gespenstischer Langsamkeit in den Gassen und huldigen an feurigen Altaren einer Kreatur, die man besser nicht kennen lernen möchte. Hier geht es nicht um Diplomatie oder vornehme Zurückhaltung - in Bloodborne steht der Kampf im Vordergrund.

Ausgewogenes Kampfsystem

Mit ausladenden Hieben lassen sich beachtliche Wirkungstreffer erzielen, aber man sollte auch darauf achten, Angreifer mit schnellen Ausfallschritten zu umgehen, wenn man merkt, dass das Timing nicht stimmt. Mit jeder Spielminute offenbart das Kampfsystem mehr und mehr Finessen. Waffen verfügen über sinnvolle, weil praktisch einsetzbare Sekundärmodi. Die Sichelsäge beispielsweise richtet im im eingeklappten Zustand schnellen Schaden in unmittelbarer Nähe an. Ausgeklappt sinkt die Trefferfrequenz, dafür legt die Reichweite spürbar zu.

Welches Mittel im richtigen Moment das Beste ist, entscheidet der Spieler. Er bestimmt außerdem am Ausrüstungs-Bildschirm, welche Waffe mit welchen Attributen der Held zum Einsatz bringt oder ob die Sekundärhand statt einer Flinte oder Pistole doch besser eine Fackel trägt. An so manchen dunklen Ecken im Gelände ist das sicherlich eine empfehlenswerte Entscheidung.

Viel Action, wenig Cineastisches

Ein paar Monologe hier und ein paar Schalter da reichern das Gameplay an, schaurige Soundeffekte und überraschende Kamerafahrten bringen das Blut zusätzlich in Wallung. In Sachen Stimmung macht Bloodborne einen guten Eindruck. Allzu cineastisch gibt sich das Ganze aber nicht - das Gameplay ist eher durch eine ziemlich atemlose Aneinanderreihung von Kämpfen geprägt. Eine fesselnde Wirkung ergibt sich durch spannungsreiche Attacken. Patrouillen beispielsweise greifen mal mit Fackeln, Flinten oder Schilden an und verlangen nach einer schnellen Anpassung der eigenen Angriffsmuster.

Bossgegner als Höhepunkte

Es scheint auch nicht an Höhepunkten zu fehlen. In regelmäßigen Abständen blasen Bossgegner zum Halali. Wenn sich einem eine flammende Wolfskreatur von der Größe eines Einfamilienhauses in den Weg stellt, dann kann einem schon mal das Herz in die Hose rutschen. Gut aussehen tut's auf jeden Fall.

Was uns gefällt

Im Vergleich mit artverwandten Schöpfungen aus dem Hause From Software ("Demon's Souls" und "Dark Souls") legt Bloodborne ein vergleichsweise hohes Tempo vor. Das fühlt sich angenehm an. Außerdem endet nicht gleich jeder Fehltritt im Heldentod, was das Spiel zugänglicher macht. Besonders, da man im Koop-Modus gemeinsam Monster erlegen kann.

Was uns nicht gefällt

In der bisher gezeigten Spielversion kann die Bildwiederholrate noch nicht überzeugen. Sie liegt bei 20 bis 30 Frames, je nach Ausstattungsgrad einer Szene. Die Animation einiger Figuren wirkt etwas marionettenhaft. Der Held beispielsweise legt einen arg steifen Gang hin.

Fazit

Mit stimmungsvollen Bildern, gänsehauttauglichen Soundeffekten und spannungsreichen Kämpfen tritt Bloodborne das Erbe von Dark Souls an. Eine Action-Rollenspiel für hartgesottene Helden, die einen hohen Schwierigkeitsgrad eher als Herausforderung und weniger als Geduldsprobe verstehen.

Titel: Bloodborne
Genre: Action-Rollenspiel
Publisher: Sony
Hersteller: From Software
Release-Termin: 25. März 2015
Preis: zirka 60 Euro
System: PS4
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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