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Rise of the Tomb Raider: Lara Croft und das russische Atlantis

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Preview zu Rise of the Tomb Raider | Avtion-Adventure | Xbox One und Xbox 360  

Lara Croft und das russische Atlantis

18.03.2015, 10:09 Uhr | Michael Förtsch (jr / ams), Medienagentur plassma

Rise of the Tomb Raider: Lara Croft und das russische Atlantis. Rise of the Tomb Raider: Action-Adventure von Crystal Dynamics (Quelle: Square Enix)

Rise of the Tomb Raider: Action-Adventure von Crystal Dynamics (Quelle: Square Enix)

Vor zwei Jahren hat das Entwicklerstudio Crystal Dynamics der legendären Tomb Raider-Serie und ihrer Heldin Lara Croft einen Neustart verpasst. Aus dem lockeren Schieß- und Rätselspaß wurde ein gnadenloses Action-Adventure mit mit düsterer Survival-Atmosphäre, aus der Doppel-D-Braut hingegen eine unerfahrene Archäologin, die sich erst noch beweisen muss. Der Serien-Reboot "Tomb Raider" war hart, schön, aber nicht ohne Fehler. Im Nachfolgespiel, dem zeitexklusiv für die Microsoft-Spielkonsolen Xbox One und Xbox 360 erscheinenden "Rise of the Tomb Raider", begibt sich Lara nun freiwillig in Gefahr - und bricht ins eisige Sibirien auf, um nach einer verschollenen Stadt Ausschau zu halten.

Aufbruch ins Ungewisse

In Tomb Raider hatte es die Jungarchäologin Lara Croft ins japanische Drachendreieck verschlagen. Ein Sturm sorgte für einen Schiffbruch, der sie an eine geheimnisvolle Insel spülte. Plötzlich waren fiese Banditen und verrückte Killer eines Kultes hinter ihr her. Nur mit Mühe und Not überstand sie den Irrsinn. Sie erlebte, wie ihre Freunde starben, musste töten und Schmerz ertragen. Sie sah übernatürliche Dinge, die es eigentlich nicht hätte geben dürfen. Beinahe wäre die 21-Jährige an ihren traumatischen Erfahrungen zerbrochen. Doch Lara erwies sich als harter Brocken, und das Erlebnis auf dem Eiland Yamatai feuerte vor allem ihre Forscherlust an.

In ihrem neuen Abenteuer will sie nun der Welt beweisen, dass selbst für unmöglich Gehaltenes möglich ist. Nur ein Jahr später macht sie sich auf, Kitezh (auf Deutsch: Kitesch) zu finden. Das Atlantis Russlands, eine Stadt des Glaubens, die von Gott zum Schutz vor einer Mongolenhorde mit Mann, Maus und gigantischen Schätzen in einem See versenkt wurde, wo deren Bewohner bis heute leben.

Eis und Schnee statt Fels und Dreck

Wie aktuelles Informations- und Bildmaterial zum Spiel verrät, führt die Odyssee nach Kitezh den Spieler in ein eisiges Gebirge. Zusammen mit ihrem Vertrauten Jonah Maiava klettert Lara zu Beginn vereiste Felswände hinauf, in der Ferne lockt ein goldener Schimmer. Mit zwei Eispickeln wuchtet Lara sich langsam hoch, erkämpft sich vor Anstrengung aufstöhnend Meter für Meter, wobei das Eis gefährlich knirscht. Ist das Ende einer Wand erreicht, schwingt sie sich mit einem Seil zur anderen Seite. Ein Schreckmoment: Lara rutscht ab, fällt in die Tiefe. Doch Jonah hält ihr Seil und zieht sie auf eine Anhöhe, wo der beeindruckende Blick auf eine weite Wüste aus Eis und Schnee frei wird.

Sturmwolken verdunkeln währenddessen allmählich den Himmel. Plötzlich setzt ein Donnern ein! Eine Lawine aus Eis, Fels und Schnee kracht heran, trennt Lara und Jonah wie ein Fallbeil. Lara rennt, springt, rutscht und schlittert um ihr Leben. Aber die Lawine holt sie ein und schleudert sie einen Hang hinab. Sie überlebt. Via Funkgerät erreicht sie Jonah. Ihm geht es gut - aber er ist weit weg. Lara will nun alleine weitermachen. Ihr Ziel: das Schimmern in der Ferne...

Geheime Gesellschaft

Eine ganze Weile stapft die in Daunenjacke und dicke Stiefel gehüllte Abenteurerin durch die bitterkalte Ödnis, bis sie eine Anhöhe erklimmt. Hinter dieser entblättert sich das güldene Glimmen. Es ist nicht Kitezh, aber ein Zwischenstopp: Eine verlassene Militärbasis der Sowjetarmee - eines der großen Areale in Rise of the Tomb Raider. Denn wie schon das Tomb Raider" von 2013 bietet auch der Nachfolger keine offene Spielwelt.

Was Lara nun hier sucht, bleibt vorerst unklar. Doch was es auch ist, sie ist nicht die einzige Suchende. Ein Hubschrauber schwebt vor der Kulisse aus Wassertürmen, einer Radarkuppel, Klinkerbauten und einem Bergbauschacht. Er gehört zur Trinity-Gruppe, einer Organisation, die paranormalen Artefakten nachspürt. Lara muss vorsichtig sein, wenn sie durch die Basis schleicht, da hier Agenten der Gruppe umherstreifen. Dafür hat die Grabräuberin mehr Möglichkeiten als zuvor, um mögliche Bedrohungen zu kontern.

Die Umwelt, dein Feind und Freund

Beispielsweise können in Rise of the Tomb Taider ganz plötzlich Schneestürme losbrechen. Und in den Wäldern um die Sowjetbasis hausen Bären und Wölfe, die zu verschiedenen Tag- und Nachtzeiten aktiv sind. Einfallsreiche Spieler nutzen die Umgebung zu ihrem Vorteil aus: Mit einem Funkgerät lassen sich die Trinity-Agenten direkt in die Fänge eines Wolfsrudels lotsen. Wer bei einem Sturm auf die Jagd geht, kann sonst in Sicht- und Hörweite stehende Wachen lautlos mit Laras Bogen erdrosseln. Ebenso darf nun endlich in Büschen und auf Bäumen gelauert werden, um hinterhältige Attacken zu planen.

Obwohl auch im kommenden Tomb Raider-Spiel Schrotflinte, Sturmgewehr und Pistole mit von der Partie sind, ist lautloses Vorgehen mit Pfeil und Bogen immer noch am effektivsten. Lara entwickelt sich zur cleveren und beinharten Jägerin! Mehr noch kann Miss Croft nun deutlich vielfältiger als im Vorgänger nützliche Dinge basteln. Eine Kletteraxt mit Seil wird zum Enterhaken, Flasche, Benzin und Stoff verwandeln sich in einen Molotowcocktail, mit Seil und Metallteilen kann der Spieler Fallen stellen, und verschiedene Kräuter taugen für Heilverbände oder zum Vergiften von Pfeilspitzen.

Mehr als nur Schnee

Abseits des eigentlichen Überlebenskampfs steht das Lösen von Rätsel und Puzzles auf dem Programm. Dabei versprechen die Entwickler, mehr und Interessanteres zu bieten als im Vorgänger. Denn die Minipuzzles, der in der Spielwelt verstreuten Gräber, mochten mit einfachen Feuer-, Gewichts- und Windmechanismen nicht so recht begeistern. Stattdessen sollen nun harte, aber faire Logikkammern auf Tüftler und Gehirnakrobaten warten und damit auch den Originalteilen der Serie gerecht werden. Ohnehin dürften Tomb Raider-Veteranen mit Rise of the Tomb Raider das bekommen, was sie beim Serienneustart 2013 vermissten.

Tatsächlich soll Lara Croft in Rise of the Tomb Raider nicht nur an einem Fleck der Erde nach Schätzen jagen. Die Suche nach Kitezh wird sie noch an mindestens einen weiteren Ort auf dem Globus führen, der das komplette Gegenteil des kalten Sibirien sein soll. Afrika, Südamerika oder Australien? Heiß und staubig wird's dort jedenfalls. Damit avanciert Lara wieder zur Globetrotterin, bleibt aber dennoch die menschliche und nahbare junge Frau, die wir 2013 so liebgewonnen haben.

Was uns gefällt

Nach der einsamen und recht kargen Insel aus Tomb Raider wollen die Macher nun für mehr Abwechslung sorgen, das eisige Sibirien und mindestens noch eine weitere Kulisse sind für Lara neuestes Abenteuer geplant. Dabei fallen die Umgebungen größer aus und sollen allem voran dynamischer sein. Tag-Nacht Zyklen, Stürme und eine realistische Tierwelt versprechen Überraschungen und taktische Finessen. Gut so! Zudem werden Laras Fähigkeiten ausgebaut: Vielfach lassen sich Waffen, Fallen und andere nützliche Gegenstände basteln. Die mythische Story um eine verlorene Stadt gefällt ebenfalls und lässt auf interessante Wendungen hoffen.

Was uns nicht gefällt

In Tomb Raider inszenierte Crystal Dynamics eine radikale Survival-Story, ließ sich gelegentlich zu überzogenen Michael-Bay-Explosions- und Baller-Momenten hinreißen. Ob solche allzu aufgesetzt wirkenden Szenen auch in Rise of the Tomb Raider vorkommen? Abwarten. Darüber hinterlässt Rise of the Tomb Raider einen guten Grafikeindruck, löst aber keinen echten Wow-Effekt wie Präsentationsknaller à la Uncharted 4 oder The Order: 1886 aus. Schade. Leider erscheint Rise of the Tomb Raider im Gegensatz zum Vorgänger - zumindest vorerst - nur auf Xbox 360 und Xbox One.

Fazit

Stark, aber verletzlich. Mutig, aber unsicher. Allem voran aber sehr menschlich. So ist die neue Lara Croft seit dem Reboot aus dem Jahr 2013. Eine große Leistung, wie das gesamte Spiel, das aber seine Ecken und Kanten hat. So einige soll Rise of the Tomb Raider nun ausbügeln. Mehr Abwechslung, eine lebendigere Welt, ein durchdachteres Bastel-System und anspruchsvollere Rätsel, das klingt stark. Ebenso wie die mythische Story, die Lara in eine optisch reizvolle Umgebung wirft, selbst wenn die Grafik derzeit nicht ganz mit kommenden Optik-Wundern wie Uncharted 4 mitzuhalten scheint. Muss sie aber auch nicht. Denn wenn sich Crystal Dynamics keine groben Patzer leistet, erwartet uns ein Abenteuer, das mit Charme, Geschichte und Charakter überzeugt.

Infos zum Spiel

Titel: Rise of the Tomb Raider
Genre: Action-Adventure
Publisher: Square Enix
Hersteller: Crystal Dynamics
Release: 10. November 2015 (Xbox-Versionen) / Anfang 2016 (PC) / Ende 2016 (PS4)
Preis: Noch nicht bekannt
System: Xbox 360, Xbox One, PC, PS4
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Gut

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