Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Mario Party 10 im Test: Aufgepeppter Minispiel-Marathon

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Test zu Mario Party 10 | Partyspiel | Wii U  

Aufgepeppter Minispiel-Marathon

21.03.2015, 14:31 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Mario Party 10 im Test: Aufgepeppter Minispiel-Marathon. Mario Party 10 Geschicklichkeitsspiel von Nintendo für Wii U (Quelle: Nintendo)

Mario Party 10 Geschicklichkeitsspiel von Nintendo für Wii U (Quelle: Nintendo)

Seit ihrem N64-Debüt im Jahr 1998 wurde Nintendos quirlige Mischung aus Brett- und Minispielen auf praktisch jeder Konsole der Japaner fortgesetzt. Mit "Mario Party 10" dürfen nun erstmals auch Wii U-Besitzer ran - in über 70 brandneuen HD-Minispielen. Im Gegensatz zu vorherigen Teilen lassen sich einige davon sogar mit fünf Teilnehmern gleichzeitig bestreiten. Darüber hinaus spendiert man den immer beliebter werdenden Amiibo-Figuren einen eigenen Spielmodus. Was bleibt, ist ein gewohnt unterhaltsames, wenngleich nicht in allen Punkten fehlerfreies Mehrspieler-Knallbonbon.

Ein Auto, vier Insassen, viel Spaß

Der zentrale Spielmodus "Mario Party“ hat erneut Brettspiel-Charakter und läuft ab wie im Wii-Vorgängerspiel. Bis zu vier Teilnehmer wählen aus Mario, Luigi, Prinzessin Peach und neun weiteren Nintendo-Charakteren ihren bevorzugten Helden. Anschließend nimmt das Quartett gemeinsam in einem Vehikel Platz und stürmt eines von sieben liebevoll ausgearbeiteten Spielbrettern. Die Aufgabe? Wer bis zum Erreichen der Ziellinie die meisten Sterne ergattert, gewinnt. Serientypisch spielen dabei vor allem drei Dinge eine Rolle: Würfelglück, um das Fahrzeug auf positiv behaftete Ereignisfelder zu lotsen. Geschick, um sich in den regelmäßig stattfindenden Minispielen zu behaupten. Und natürlich eine Prise Taktik - etwa wenn es darum geht, zwischen verschiedenen Spielbrettpfaden zu wählen.

Gut gewürfelt ist halb gewonnen

Seine eigentliche Dynamik entfaltet der Brettspiel-Part durch die eben genannten Ereignisfelder. Katapultplatten im Boden etwa schleudern das Fahrzeug mehrere Felder vor oder zurück, Spezialtore kredenzen Extrasterne, während Besuche im Toad-Haus alle Mitspieler mit einem Spezialwürfel belohnen. Schön: Jedes Spielbrett verfügt über individuelle Ereignisfelder. Auf "Spukpfad“ zum Beispiel führt das Betreten des Buu-Huu-Verstecks dazu, dass der habgierige Geist dem gerade aktiven Spieler wertvolle Sterne stibitzt.

Für weitere Nervenkitzel sorgt ein Blick auf das Wii U-Gamepad. Dort nämlich ist Bösewicht Bowser hinter sechs Gitterstäben zu sehen, deren Schlösser sich je nach gewürfelter Augenzahl auflösen. Fällt beispielsweise eine zwei, verschwindet das Vorhängeschloss von Gitterstab Numero zwei. Sind alle Schlösser offen, entwischt Marios Erzfeind und es droht Unheil, unter anderem in Form von plötzlich auftauchenden Spezialfeldern.

Schnell erlernt, schwierig zu meistern

Was die Qualität der über 70 Minispiele angeht, beweisen die Macher auch diesmal ein glückliches Händchen. Egal ob man nun in Zweierteams gegeneinander Fußball spielt, zu dritt den vierten Spieler mit Raketen beschießt oder jeder gegen jeden zum Ausgang eines Labyrinths sprintet - für Abwechslung ist gesorgt. Faire Sache: Bevor es ans Eingemachte geht, darf jeder Geschicklichkeits-Quickie geübt werden. In Anbetracht der leicht verständlichen Aufgabenstellungen sowie der simpel gestrickten Steuerung ist das zwar meist nicht nötig, im Duell mit erfahrenen Spielern aber trotzdem empfehlenswert. Das gilt im Speziellen für Herausforderungen mit einem Fokus auf Timing und Reaktionsschnelligkeit.

Alle gegen Bowser

Eine raffinierte Abwandlung des gerade skizzierten Spielprinzips stellt "Bowser Party" dar. In diesem Modus schnappt sich ein fünfter Spieler das Gamepad, schlüpft in die schuppige Haut des Schildkrötenkönigs und macht Jagd auf die übrigen vier Teilnehmer. Die hocken wie gehabt in einem Fahrzeug und würfeln abwechselnd, um möglichst flink den Zielpunkt des Spielbretts zu erreichen. Im Gegensatz zu Mario und Co. darf Kollege Feueratem allerdings mehrere Würfel gleichzeitig nutzen - wodurch er die Gruppe in der Regel zügig einholt. Kommt es zum Showdown, bestimmt der Zufall eines von zehn reizvollen Bowser-Minispielen.

Pfiffige Nutzung des Wii U-Controllers

Der Dreh: In all diesen Herausforderungen kommt das Wii U-Gamepad auf charmante Art und Weise zum Einsatz. In "Bowsers Feuerfuror" etwa verwandelt es sich in eine frei schwebende Plattform auf der das Heldenteam Reißaus vor gefährlichen Feuerwalzen nehmen muss. In welche Richtung die Walzen kullern, entscheidet Spieler fünf durch Neigen des Gamepads. Oder "Bowsers Roulette-Rage": In einer kreisförmigen Arena definiert Bowser durch Antippen des Touch-Displays drei Bereiche, auf die im Anschluss Bomben regnen. Bis die gefährliche Fracht allerdings vom Himmel prasselt, darf die Mario-Crew munter ihren Standort wechseln. Ein Heidenspaß!

Abwarten und Teetrinken

Letztendlich geht es darum, dass Bowser seinen Konkurrenten alle Herzen streitig macht. Hat ein Teilnehmer keine Herzen mehr, muss er auf der Ersatzbank Däumchen drehen - und darf in weiteren Minispielen erst wieder mitmischen, wenn die Gruppe neue Sterne ergattern konnte. Eine fragwürdige Gamedesign-Entscheidung, die vor allem dann störend auffällt, wenn Spieler schon früh in der Partie ausscheiden und so zum Warten verdonnert werden. Davon abgesehen aber ein sehr launiger Modus!

Amiibos an die Minispiel-Front

Wer eine der neun kompatiblen Amiboo-Figuren sein eigen nennt, darf sich ferner im Modus Amiibo-Party austoben. Das Ergebnis schlägt spielerisch in der Kerbe älterer Mario Party-Teile. Will heißen: Auf der Jagd nach zufällig platzierten Sternen bewegen sich die vier Teilnehmer nacheinander über die rechteckigen, eigens für diesen Modus entworfenen Spielbretter. Findet ein Minispiel statt, werden die Sieger nicht mit Sternen sondern mit Münzen entlohnt, die wiederum dem Sternekauf dienen. Nichts weltbewegend Neues, aber angenehm klassisch gehalten und durch die Beschränkung auf zehn Runden zeitlich überschaubar.

Was uns gefällt

Abseits der kurzweiligen Haupt-Spielmodi überzeugt Mario Party 10 mit zahlreichen Extras. Allen voran die Herausforderungs-Liste mit 49 Aufgaben, deren Erfüllung mit Mario-Party-Münzen belohnt wird. Schön auch die sogenannte Fotowerkstatt, wo man in aller Ruhe Schnappschüsse der Spielfiguren inszeniert und diese dann im Miiverse mit der Community teilt.

Was uns nicht gefällt

Leider entscheidet in einigen Minispielen eher das Glück als das Geschick darüber, wer den Sieg davonträgt. Die zähen Ladezeiten vor jedem Minispiel sowie das Fehlen eines klassischen Online-Mehrspieler-Modus stoßen ebenfalls sauer auf. Schade zudem, dass nur die amiibo-Figuren bekannter Mario-Charaktere mit Mario Party 10 interagieren und nur zehn Bowser-Minispiele zur Verfügung stehen.

Fazit

Auf den ersten Blick macht Mario Party 10 alles richtig. Es bietet eine Wagenladung vergnüglicher Minispiele, zwei erfrischende Modi-Neuzugänge, eine gewohnt knuffige Präsentation und jede Menge Freispiel-Extras. Dass es trotzdem nicht vollends überzeugen kann, liegt an altbekannten Fehlern, die auch diesmal vermeidbar gewesen wären. Allen voran sind der fehlende Online-Modus und das weiterhin fade Solospiel zu nennen. Lässt man diese Macken außen vor, bleibt ein echter Partyknüller für Jung und Alt.

Titel: Mario Party 10
Genre: Partyspiel
Publisher: Nintendo
Hersteller: ND Cube, Nintendo
Release: 20. März 2015
Preis: zirka 40 Euro (ohne Amiibo-Figur) / zirka 45 Euro (mit Mario-Amiibo)
System: Wii U
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Handbremse vergessen 
Eigentlich wollte er nur das wegrollende Auto stoppen

Doch dann macht er einen fatalen Fehler und es kommt noch dicker. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal