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3D Out Run für Nintendo 3DS im Test: Flucht nach hinten

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Test 3D Out Run | Arcade-Rennspiel | 3DS  

Flucht nach hinten

27.03.2015, 10:40 Uhr | (jr / tz), Richard Löwenstein

3D Out Run für Nintendo 3DS im Test: Flucht nach hinten. 3D Out Run Rennspiel für 3DS von Sega (Quelle: Sega)

3D Out Run Rennspiel für 3DS von Sega (Quelle: Sega)

Mal wieder Lust auf ein richtig unterhaltsames Arcade-Rennspiel? Eines, das keine Simulation sein, sondern einfach nur fetzen möchte? Segas "3D Out Run" verspricht genau das: Pfiffigen Spaß am Gas, genau wie beim fast gleichnamigen Spielhallenknaller von 1986. Das Original "Out Run" hat zu seiner Zeit den Racing-Fans massenweise Köpfe verdreht. Ob der originalgetreuen Umsetzung für den 3DS dasselbe Kunststück gelingt, ist unseren Fahrteindrücken nach stark zu bezweifeln.

Wenn die Worte "Splash Wave" und "Magical Sound Shower" fallen, dann geht wohl bei so einigen retro-verliebten Gamern die Startampel an. Jugendträume melden sich zurück, von schnittigen Ferraris auf schnellen Highways, einer Blondine auf dem Beifahrerplatz und der Freiheit, die nur einen Gaspedal-Stoß entfernt zu sein scheint. Dazu etwas anspornende Musik aus dem Lautsprecher, eben zum Beispiel den Magical Sound Shower. So und nicht anders hat sich Segas Arcade-Racer "Out Run" 1986 angefühlt.

Sprint mit 300 Sachen

Mit dem Ferrari unter dem Hintern und einer Blondine neben sich flitzt der wagemutige Pilot also an Palmenstränden und Eiswüsten, Wasserfällen und Canyons, Wäldern und Tempeln vorbei. Die Aufgabe: Das Auto auf der Straßen halten. Der Asphalt schwenkt nach links und rechts, windet sich rauf und runter und strebt dem Horizont entgegen. Für Naturbeobachtung bleibt kaum Zeit, denn der Tacho zeigt fast immer 300 Sachen. Der Spieler muss das Tempo halten, schnell links und rechts lenken, Haken um den Berufsverkehr schlagen, niemals bremsen. Ganz wichtig: Vor engen Kurven das Gas lupfen und kurz das Tempo rausnehmen. Sonst droht Kontakt mit Bäumen und Häusern am Straßenrand. Crash und Zeitverlust sind im Arcade-Racer ein echtes Drama, denn die Stoppuhr tickt unbarmherzig herunter. Bei Null ist das Rennen beendet, und so hat man - sofern man Siegambitionen hegt - wenig Platz für Fahrfehler.

Authentische Umsetzung des Originals

Mit hohem Tempo, schmissiger Musik und wegweisender Grafik zog das Original in den 80er-Jahren Blicke auf sich. Die 3DS-Umsetzung aus Segas Classics-Reihe sieht aus wie das Original und fühlt sich in den ersten Minuten fast genauso an. Eine nahezu identische Kopie, freilich viel kleinerem Bildschirm, ohne Lenkrad, ohne Spielhallen-Flair. Auch der Vergleich mit "Out Run: Coast to Coast" und vergleichbaren Remakes der letzten Jahre drängt sich nicht auf. Denn ihnen gelang mit aufgepeppter Grafik und witzigen Ideen der Sprung in die Moderne. "3D Out Run" dagegen verlässt sich voll und ganz auf die Qualitäten des Originals. Die paar Neuerungen sind nur mit der Lupe zu entdecken und machen noch nicht einmal alle Sinn.

Zweifelhafte Modifikationen

Zwei neue Musikstücke stehen vor Spielbeginn zur Wahl, das macht insgesamt fünf. Ob man die plastische 3D-Grafik mag oder nicht - eine Frage des Geschmacks. Spielerisch bringt das nichts, der Wow-Faktor hält sich auf dem kleinen 3DS-Bildschirm in Grenzen. Was ist sonst noch entdeckenswert? Nun, man kann den Schwierigkeitsgrad regeln und dadurch die Menge an Gegenverkehr beeinflussen. Außerdem sind nach mehrmaligem Durchspielen Extras anwählbar, die das Auto wie auf Schienen laufen lassen und Dreher nach Kollisionen verhindern.

Wer möchte, bastelt außerdem am Zeitlimit herum und zieht dadurch dem herunter tickenden Countdown den Zahn. Rechnet man all diese Komponenten zusammen, sinkt der Schwierigkeitsgrad dramatisch. Das führt den Kern des Originals ad absurdum: Für "3D Out Run" muss niemand hart trainieren oder das Reaktionsvermögen schulen. Das kann jeder nach ein paar Versuchen durchspielen.

Was uns gefällt

Die Framerate wurde von 30 auf 60 Bilder pro Sekunde verdoppelt, dadurch wirkt das Spiel einen Tick rasanter als im Original. Auf dem kleinen 3DS-Bildschirm kommt dieses Plus leider kaum zur Geltung. Man darf jederzeit den Spielstand speichern, was perfekt für kurze Bus- und Bahn-Etappen ist. Eine gute Idee: Auch die Tastenbelegung ist konfigurierbar. Wer eine Herausforderung sucht, kann so per Touchscreen statt mit dem Stick lenken.

Was uns nicht gefällt

Von der Framerate abgesehen sind keinerlei visuelle Verbesserungen im Vergleich zum Original erkennbar. Daher besteht auch keine Wahl zwischen originaler und modernisierter Grafik wie bei vielen anderen Retro-Umsetzungen. Außerdem fehlen Mehrspieler-Modi und ein Highscore-Upload. Besonders schade: Im Originalautomat fährt man einen Ferrari Testarossa, in der 3DS-Umsetzung ein Fantasiefahrzeug.

Fazit

Man muss sich schon für eine authentische Umsetzung des Spielhallen-Automaten "Out Run" von 1986 begeistern können, um an "3D Out Run" Freude zu haben. Das Original-Gameplay bleibt weitgehend unangetastet. Zumindest retroaffine Piloten dürfte das mit Freude erfüllen. Ob sie allerdings die Neuerungen gutheißen, die das Spiel vereinfachen und den Schwierigkeitsgrad senken? Nun ja. Selbst ein reines Download-Game zum Preis von fünf Euro sollte etwas mehr Inspiration und Modernität mitbringen.

Infos zum Spiel

Titel: 3D Out Run
Genre: Arcade-Rennspiel
Hersteller: Sega M2
Publisher: Sega
Release-Termin: März 2015
Preis: zirka 5 Euro (nur als DLC aus dem E-Shop)
System: Nintendo 3DS (alle Modelle)
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Ausreichend

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