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State of Decay im Test: Zombie-GTA für die Xbox One

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Test zu State of Decay | Actionspiel | Xbox One  

Zombie-GTA für die Xbox One

22.04.2015, 17:12 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

State of Decay im Test: Zombie-GTA für die Xbox One. State of Decay - Year One Survival Edition Actionspiel für Xbox One von Microsoft (Quelle: Microsoft)

State of Decay - Year One Survival Edition Actionspiel für Xbox One von Microsoft (Quelle: Microsoft)

Vor zwei Jahren hat sich die Zombie-Apokalypse "State of Decay" zum Geheimtipp unter Besitzern einer Xbox 360 entwickelt. Die Kombination aus Untoten-Actionspiel in einem Open World-Szenario im GTA-Stil hat über eine Million Fans für sich begeistert. Die modernisierte "Year One Survival Edition" für die Xbox One setzt ab dem 16. April was drauf: Mit einer überarbeiteten Grafik und verbesserter Handhabung will Entwickler Undead Labs für mehr und bessere Unterhaltung sorgen.

Die bösen Jungs aus der Gangstersimulation Grand Theft Auto führen ein unbeschwertes Luxusleben im Vergleich zu den Helden dieser Zombie-Apokalypse: Wo die einen gerade mal ´ne Bank überfallen, sehen sich die anderen mit Horden beißwütiger Untoter konfrontiert. Ausgangspunkt ist der fiktive US-Nationalpark Trumbull Valley. Hier wollte sich Held Marcus Campbell mit Angeln die Zeit vertreiben. Doch er findet sich im Chaos wieder: Entstellte Menschen torkeln durch das Gelände, schnappen mit ihren Kiefern und werfen sich Marcus an den Hals, sobald er sich einige Schritte nähert. Der Überlebenskampf beginnt.

Überlebenskampf im Nationalpark

Unter Führung des Spielers sucht Marcus nach einem Ausweg. Er findet einen Unterschlup, rüstet sich mit Erste-Hilfe-Rationen aus und wagt sich wieder hinaus in die Natur zwecks Erkundung der näheren Umgebung. Minuten später wird Marcus in den Kampf einer Überlebenden gegen ein Zombierudel verwickelt und sucht gemeinsam mit weiteren Gefährdeten nach einem Weg aus dem Nationalpark. Mission für Mission lernt man so die Merkmale der offenen Welt kennen: Das Kampfsystem beispielsweise ist relativ simpel gehalten. Einfach nur draufhauen und Wegducken, das reicht in aller Regel gegen stupide Angreifer.

Ortswechsel per Fahrzeug

Ähnlich wie bei GTA stehen überall im Gelände Jeeps, Sportautos und andere Fahrzeuge geparkt. Viele eignet man sich auf Tastenkommando an. Gewicht, Wendigkeit und das Aussehen sind Gesichtspunkte, nach denen man seine Entscheidung treffen kann. Die Karte weist den Weg zu einer Gruppe Überlebender, die sich in einer Kapelle verschanzen und diese zur Festung umbauen. Marcus schließt sich an, findet hier Verbündete und eine Heimatbasis, wo er sich jederzeit mit Erste-Hilfe-Rationen und Munition eindecken kann.

Offene Welt voller Reize

Im Vergleich mit anderen Singleplayer-fokussierten Games fällt auf, dass die Einzelspieler-Kampagne die Zügel sehr lose hält. Der Spieler hat von Beginn an alle Freiheiten, das zu tun und zu lassen, wonach ihm ist. Der Spieler kann markierte Punkte auf der Karte ansteuern, vor Ort wichtige Missionen auslösen und so dem roten Faden der Kampagne folgt. Oder er lässt es bleiben und erkundet frei Schnauze die Gegend. Die offene Welt erleben, das macht den großen Reiz von State of Decay aus. Die Erzählstruktur weniger. Handlung und Figuren sind sehr schwach ausgeprägt. Die Erzählung basiert auf simpel animierten Dialogszenen, schmucklosen Texttafeln und oberflächlichen Charakterschreibungen.

Neue Missionen auf Xbox One

Choreographierte Szenen und inszenierte Schockmomente sind rar. Ernsthafte Furcht kommt nie auf, man fiebert auch nicht wirklich mit den Figuren mit - dafür ist der rote Faden einfach viel zu dünn geraten. State of Decay lebt eher vom Reiz der Landschaft und dem was sich darin verbirgt - von der Lust auf Erkundung. Beim Wandern durch Wälder, Klettern durch Felsen, Marsch durch Flussbetten und Entdecken verlassener Dörfer trifft man häufig auf Gefahren und entdeckt viele Belohnungen. Darunter einige Spannungsspitzen, die es auf der Xbox 360 nicht gibt. Beispielsweise schweben gelegentlich Nachschubkisten vom Himmel. Die Container enthalten attraktive Waffen, locken allerdings jede Menge Zombies an. Ob man das Wagnis der Plünderung eingeht, das ist freilich jedermanns eigene Entscheidung.

Gratis-Add-on auf der Xbox One

Deutlich geradliniger fühlt sich das bei der Spielerweiterung State of Decay: Lineline an. Sie war auf der Xbox 360 ursprünglich kostenpflichtig und ist in der hier zu Diskussion stehenden überarbeiteten Spielfassung für die Xbox One bereits enthalten. Lifeline verlagert das Schauspiel in eine Großstadt. Als Teil eines Militärapparats arbeitet man sich Mission für Mission durch eine erzählerisch wiederum nur schwach ausgeprägte Kampagne. Visuell unterscheidet sich State of Decay in seiner modifizierten Fassung für Xbox One nur in Kleinigkeiten vom Originalspiel auf der Xbox 360. Einige Texturen wirken minimal schärfer, Licht und Schatten sehen einen Tick plastischer, aber immer noch etwas unrealistisch aus.

Was uns gefällt

Die Umsetzung für Xbox One enthält das Originalspiel und die beiden Add-ons "Breakdown" und "Lifetime". Besitzer der Xbox 360-Fassung erhalten bei Download einen Rabatt auf den Kaufpreis. Ungewöhnlich für ein Actiongame: Die offene Welt integriert ein Ökonomiesystem, das die Beschaffung von Rohstoffen zur Befestigung der Heimatbasis gestattet. Durch solche Feinheiten wirkt die Umwelt real und erkundenswert. Der um 30 Minuten verlängerte Soundtrack verdichtet die Atmosphäre zusätzlich.

Was uns nicht gefällt

Die Grafik leidet auch in der aufgepeppten Version für Xbox One unter deutlich sichtbaren Schwächen: Die Bildwiederholrate liegt bei nur 30 Frames, bei schnellen Ortswechseln beginnen die Bilder stark zu rucken. Außerdem schieben sich oft Figuren ineinander und Objekte vor die Kamera und behindern somit die Sicht. Und wie schon auf der Xbox 360 sind die Dialoge nur englisch vertont und deutsch untertitelt.

Fazit

State of Decay ist weder das attraktivste Zombie-Actiongame aller Zeiten, noch bringt es das Blut in Wallung wie beispielsweise ein Bloodborne auf der PS4. Der Verzicht auf Kamerafahrten und andere moderne erzählerische Stilmittel wirkt fast schon anachronistisch, besonders auf der Xbox One. Und trotzdem: Die offene Welt und das nichtlineare Gameplay wecken Neugier. Tatsächlich enthält die Landschaft genug Entdeckens- und Bestaunenswertes für viele lange Abende.

Infos zum Spiel

Titel: State of Decay (Year One Survival Edition)
Genre: Actionspiel
Hersteller: Undead Labs
Publisher: Microsoft
Release-Termin: 28. April 2015
Preis: zirka 25 Euro
System: Xbox One (PC und Xbox 360 bereits im Handel)
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Gut

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