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Assassin's Creed Chronicles: China - Templer in China bekämpfen

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Test zu Assassin's Creed Chronicles: China | Actionspiel  

Die Templer in China bekämpfen

28.04.2015, 10:30 Uhr | Olaf Bleich ( jr / ams), Medienagentur plassma

Assassin's Creed Chronicles: China - Templer in China bekämpfen. Assassin's Creed Chronicles - China (Quelle: Ubisoft)

Assassin's Creed Chronicles - China (Quelle: Ubisoft)

Noch bevor im Herbst das große "Assassin's Creed: Unity" erscheint, holt der französische Publisher Ubisoft zum dreifachen Rundumschlag aus. Die Download-Trilogie "Assassin's Creed Chronicles" entführt PC-, Xbox One- und PS4-Spieler nach China, Indien und Russland. Doch vorbei die Zeiten von Hochglanz-Städten und 3D-Welten: Ubisoft und Climax Studios präsentieren die Chroniken als launiges 2.5D-Spin-off, in dem Schleichen weit wichtiger ist als in "Unity" oder "Black Flag".

Assassinen süß-sauer!

Die junge Shao Jun hat gerade erst ihre Assassinen-Ausbildung bei Meister Ezio Auditore da Firenze abgeschlossen. Doch Zeit zum Entspannen bleibt nicht, denn im China des Jahres 1526 greifen die Templer nach der Macht. "Assassin's Creed Chronicles" erzählt seine Geschichte in bildhübschen, handgemalten Bildern, kreiert aber keinerlei Spannung oder gar ein Gefühl der Bedrohung. Vielmehr plätschert der zwölf Sequenzen währende Plot munter dahin, ohne dass einem Shao Jun oder ihre Verbündeten sonderlich ans Herz wachsen. Einmal mehr dreht sich ein Assassin's Creed nur um Rache und einen nahezu gesichtslosen Bösewicht. Wirklich Fahrt nimmt dieser Konflikt erst gegen Ende auf, doch bis dahin ist die Story eine recht zähe Angelegenheit ohne echte Höhepunkte.

Frisch aus dem Malkasten

"Assassin's Creed Chronicles - China" unterscheidet sich als Spin-off sowohl spielerisch als auch technisch stark von den großen Ablegern der Serie. Statt wuchtiger 3D-Spielwelten gibt es hier Plattform-Schleicherei in schöner Malkasten-Optik. Besonders die Hintergründe sehen teils erstklassig aus und erzeugen trotz flacher Level-Architektur ein Gefühl von Weite. Doch die Macher holen nicht das Letzte aus ihrem 2.5D-Kunstwerk heraus. Vielerorts dominieren immer ähnliche Plattform-Bauten und farbarme Braun- und Grautöne. Über die Spielzeit von fünf bis sieben Stunden gibt es nur vergleichsweise wenige Abschnitte, die grafisch wirklich im Gedächtnis hängen bleiben.

Gleichzeitig aber münzt man die Tugenden der Assassinen hervorragend auf die flache Spielwelt um. Shao Jun klettert geschmeidig an Wänden entlang, hangelt sich an Dachbalken, springt aus Türmen in Heuballen oder balanciert über schmale Balken. Das Spiel nutzt dabei Farben, um durch die Areale zu führen: Rot zeigt den richtigen Weg und weist auf Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Ebenen hin. Grün wiederum steht für Verstecke wie Schränke, Einbuchtungen oder sogar Büsche.

Vorsicht ist angebracht

Als Plattformer spielt sich "Assassin's Creed Chronicles - China" über weite Strecken sehr gut. Speziell bei den wenigen schnellen Fluchtmissionen kommt ein toller Spielfluss auf. Dann fliegt Shao Jun förmlich über Plattformen und wechselt wieselflink die Ebenen. Trotzdem ist der 2.5D-Ableger kein klassisches Hüpfspiel, sondern erinnert stark an Titel wie "Mark of the Ninja". Kämpfe rücken spürbar in den Hintergrund, während vorsichtiges Vorgehen und zielgenaues Anschleichen einen Großteil der Spielzeit dominieren.

Sichtkegel zeigen die Blickrichtung der Wachen sowie deren Alarmzustand an. Unterschiedliche Gegnertypen wollen auch entsprechend behandelt werden. Die Sucher beispielsweise spüren Shao Jun auch auf, wenn sie sich in Büschen oder Schränken versteckt. Ihnen geht man am besten weiträumig aus dem Weg oder legt sie schnell um.

Die Waffen eines Assassinen

Shao Juns Arsenal an Hilfsmitteln ist übersichtlich, aber durchweg praktisch: Mit dem Lärmpfeil lenkt man die Aufmerksamkeit der Soldaten ab, Blendgranaten betäuben die Burschen kurzzeitig, Wurfmesser dagegen richten kaum Schaden an, durchtrennen aber Seile - etwa bei Zugbrücken oder Plattformen. Hinzu kommt der altebekannte Adlerblick, mit dem man Laufwege und Gegner aufdeckt. Und im späteren Verlauf huscht Shao Jun dank aufgefüllter Helix-Anzeige unsichtbar von einer Deckung zur nächsten.

Wer schleicht, gewinnt!

Die Schleichmechanik hinter "Assassin's Creed Chronicles - China" macht durchaus Spaß und setzt das Spiel gelungen von den bisherigen Teilen der Serie ab. Das kontinuierliche Ausspähen der Gegner und das leise Abfertigen wird sogar belohnt. Bleibt der Spieler unentdeckt, erhält er deutlich mehr Erfahrungspunkte. Zum Abschluss jeder Sequenz teilt das Spiel die Leistungen in die Kategorien Schatten, Assassine und Kriegerin ein. Wer unauffällig agiert und nicht zu viele Unschuldige meuchelt, erhält viele Punkte und damit Vergünstigungen wie zusätzliche Lebensenergiebalken, ein erweitertes Inventar oder schnellere Regeneration.

Schwachpunkt Kampfsystem

Shao Juns Katana sollte man indes lieber stecken lassen. Die Kämpfe in "Assassin's Creed Chronicles - China" machen keinen Freude. Das Kontersystem gestaltet sich ausgesprochen umständlich und überhaupt vermittelt Shao Jun mit ihren Standardangriffen nicht den Eindruck, eine ausgebildete Kuttenkillerin zu sein. Das Kampfsystem ist eine der größten Baustellen des Spiels. Nicht zuletzt, weil es einfach albern aussieht, wenn sich Wachleute nach ausgelöstem Alarm aufreihen und einer nach dem anderen mit Shao Jun kämpfen will.

Was uns gefällt

Endlich mal wieder ein echtes Schleichspiel: Shao Juns Abenteuer leben von der Spannung, die durch die "brüchige" Hauptdarstellerin und den vielfältigen Lösungsansätzen entsteht. Besonders die Hilfsmittel erweisen sich im Spielverlauf als äußerst nützlich und tragen ihren Teil zum durchaus motivierenden Grundkonzept hinter "Assassin's Creed Chronicles - China" bei. Hinzu kommt ein solides Erfahrungssystem, das Leisetreter fördert und Axtmörder bestraft. So erfordert "China" zwar manchmal ein wenig Geduld und gelegentliche Neustarts, ist dabei aber nie unfair oder gar langweilig.

Was uns nicht gefällt

"Assassin's Creed Chronicles - China" verspielt viel Potenzial. Die hübsche Tuschegrafik wurde angesichts der monotonen Gebäude und der tristen Farbgebung geradezu verschwendet. Diese Einfallslosigkeit zieht sich bis in die Geschichte, in der besonders die Bösewichte viel zu flach und langweilig daher kommen. Spielerisch stören Schwachstellen wie die teils fummelige Steuerung, die unnatürlich wirkenden Kämpfe und kleinere Probleme bei der Steuerung

Fazit

Ein frisches "Assassin's Creed"-Erlebnis: Unverbraucht, leise und durchweg fordernd. Allerdings mangelt es dem Serien-Ableger an echten Höhepunkten und Atmosphäre. Zum Sparpreis von knapp zehn Euro sollten Sie trotzdem einen Ausflug nach China wagen.

Infos zum Spiel

Titel: Assassin's Creed Chronicles - China
Genre: Actionspiel
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Ubisoft Montreal / Climax Studios
Release-Termin: Im Handel (DLC)
Preis: zirka 10 Euro pro Episode
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Wertung: Gut

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