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Star Wars Battlefront: Ein Battlefield im "Krieg der Sterne"-Gewand

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Preview zu Star Wars Battlefront | Multiplayer-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Ein "Battlefield" im "Krieg der Sterne"-Gewand

04.05.2015, 15:04 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Medienagentur plassma

Star Wars Battlefront: Ein Battlefield im "Krieg der Sterne"-Gewand. Star Wars Battlefront Mehrspieler-Shooter von Electronic Arts für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Electronic Arts)

Star Wars Battlefront Mehrspieler-Shooter von Electronic Arts für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Electronic Arts)

Wenn es ein "Star Wars"-Videospiel gibt, dem Fans seit fast einem Jahrzehnt entgegenfiebern, dann wohl einem neuen Teil der auf Mehrspielergefechte fokussierten "Battlefront"-Saga. Auf der weltgrößten Zusammenkunft von "Krieg der Sterne"-Enthusiasten, der "Star Wars Celebration" im kalifornischen Anaheim, ließ Publisher Electronic Arts am 16. April 2015 nun endlich die Katze aus dem Sack: Zusammen mit Filmrechte-Inhaber Disney und "Battlefield"-Entwickler Dice zeigte man ausgewählten Pressevertretern die erste Pre-Alpha-Version eines "Battlefront"-Reboots, das sich bereits am 19. November 2015 auf PC, PS4 und Xbox One in den erdnahen Orbit katapultiert. T-Online Spiele war live dabei! Soviel vorab: Obwohl die Demo gerade einmal sechs Minuten dauert und unzählige Fragen offen lässt, zeigt sie doch auf eindrucksvolle Weise, wohin die Reise geht.

Anschnallen und festhalten!

Das Spektakel beginnt auf dem Waldmond Endor. Also dort, wo das Galaktische Imperium in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" einen Schildgenerator errichtet, um den noch im Bau befindlichen zweiten Todesstern vor Angriffen zu schützen. Das Auge der virtuellen Kamera zoomt durch einen von saftig grünen Farnen und riesigen Mammutbäumen bewachsenen Wald. Sekunden später surren knatternde Speedbikes durchs Geäst, und ein wildes Feuergefecht zwischen Rebellen und imperialen Sturmtruppen entbrennt. Spannend, nicht nur für Kenner der Reihe: Auf Knopfdruck darf man jederzeit zwischen Ego- und Verfolgerperspektive wechseln.

40 Krieger müsst ihr sein

Doch das Infanterie-Scharmützel ist erst der Auftakt dieses brandneuen, für bis zu 40 Teilnehmer entworfenen Spielmodus namens "Walker Assault". Denn schon bald poltert ein neun Meter hoher Kampfläufer vom Typ AT-ST ins Bild und lichtet die Reihen der Widerstandskämpfer mit seinen Zwillings-Blasterkanonen. Zumindest solange, bis sich ihm ein mutiger Rebellenkrieger mit Jetpack entgegenstellt, ein gewagtes Ausweichmanöver einleitet und den zweibeinigen Störenfried schließlich mit einem platzierten Raketenwerfer-Projektil zu interplanetarem Sondermüll verarbeitet. Eine Wahnsinnshow - und eine grandiose Optik, die alle Anwesenden in Begeisterung versetzt.

Mit Frostbite-Engine in den Krieg der Sterne

Teaser-Trailer zum neuen Star Wars: Battlefront von den Battlefield-Schöpfern Dice und Electronic Arts.

Teaser-Trailer zu Star Wars: Battlefront von Dice.


Keine Klassen = Mehr Freiheit?

Apropos Jetpack und Raketenwerfer: Wie Spieler ihren Charakter auf dem Schlachtfeld ausrüsten, ist ihnen selbst überlassen - festgelegte Einheitenklassen wie bei Battlefield gibt es nicht. Geht’s nach der Gameplay-Demo, verfügt jede Figur über mindestens vier Ausrüstungsfelder am unteren rechten Bildschirmrand, die zu Beginn einer Partie nach individuellen Wünschen mit Waffen, Gadgets und Fähigkeiten bestückt werden können. Zudem darf relativ frei über das Aussehen eines Charakters bestimmt werden. Sogar von Aliens und weiblichen Stormtroopers war im Nachhinein die Rede. Hingegen nicht gestattet: Darth Vader, Boba Fett und andere, zumindest zeitweise spielbare Persönlichkeiten, in komplett schräge Outfits zwängen (Stichwort: pinkfarbener Mantel).

Rollentausch

Richtig gelesen, ikonische Figuren wie Lord Vader und weitere Superstars der zweiten Star Wars-Trilogie sind ebenfalls an Bord. Welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um in ihre Rolle zu schlüpfen, wollten die schwedischen Entwickler dagegen noch nicht präzisieren. Fest steht nur, dass der zur Verfügung stehende Held je nach Spielmodus variiert und eine Art temporäre Belohnung für besonders gute Teilnehmer der aktuellen Partie darstellen soll. Damit die Balance gewahrt bleibt, währt die Heldenrolle allerdings nur ein Bildschirmleben lang. Danach schlüpft man wieder in den Kampfanzug der ursprünglich gewählten Figur.

Leg dich nicht mit Vader an!

Wie es sich anfühlen muss, als mächtigster Diener des Imperators im Kampf zu wüten, veranschaulicht die Anaheim-Demo bereits eindrucksvoll. Kurz vor Ende der Schlacht - ein schwer gepanzerter AT-AT-Kampfläufer wurde gerade durch einen Luftangriff zu Fall gebracht - sieht man, wie zwei Rebellen siegessicher einen Bunker stürmen. Doch sie kommen nicht weit, denn Vader höchstpersönlich macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Den ersten Rebellen würgt er mit der Kraft der Macht auf eine Distanz von gut und gerne zwei Metern, nur um ihn dann wie einen Sack Kartoffeln durch den Raum zu schleudern. Sein Teamkollege bricht in Panik aus, feuert hektisch mit dem Blaster, erstarrt dann aber förmlich vor Angst, als Vader jede Lasersalve an seinem Lichtschwert abprallen lässt. Kurz bevor der Sith-Lord zum finalen Schlag ausholt, endet die Demo plötzlich abrupt. Ein toller erster Appetithappen, keine Frage. Aber leider viel zu kompakt und überschaubar gehalten!

Vier Planeten zum Start und ein Nachzügler

Als überschaubar darf bisher auch die Zahl der angekündigten Planeten bezeichnet werden. Neben Publikumslieblingen wie Hoth (Eis), Tatooine (Wüste) und Endor (Wald) gibt’s zum Start als echten Neuzugang nur den Vulkan-Planeten Sullust. Der allerdings könnte noch für einige Überraschungen gut sein, denn nebst Schwerindustrie als wichtigstem Wirtschaftszweig ist Sullust bekannt für seine unterirdischen Tourismusstädte - zwei Merkmale, die sicherlich spannenden Stoff für interessante Mehrspieler-Karten bieten.

Entwickler Dice hat außerdem bereits angekündigt, pro Planet mindestens zwei Karten anbieten zu wollen. Die Gesamtzahl der Karten zum Start soll des weiteren mehr als acht betragen. Stellt man diese Ziffer den 16 Schlachtfeldern aus Battlefront 2 gegenüber, sind Bedenken in Sachen Umfang trotzdem berechtigt.

Im Würgegriff der Marketing-Strategen

Für Jubel - zumindest bei Fans vor Ort - sorgte derweil die Ankündigung, jedem Käufer drei Wochen nach Verkaufsstart (zum 8. Dezember) kostenfrei den Download-Inhalt "Battle of Jakku" auf die Festplatte zu schaufeln. Das Besondere an diesem neuen, bereits im zweiten Teaser-Trailer zu "Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht" gezeigten Wüstenszenario: Die Schlacht um Jakku fungiert als inhaltliches Bindeglied zwischen dem sechsten und dem siebten Kinofilm, ist für Liebhaber der Marke also der erste bedeutsame Berührungspunkt mit dem neuen Streifen, bevor dieser am 18. Dezember die Kinos erobert. Und weil ein solches Argument bei Fans natürlich besonderes Gewicht hat, bekommen Vorbesteller "Battle of Jakku" eine ganze Woche früher, sprich bereits am 1. Dezember. Raffiniert ausgedacht, liebe Marketing-Strategen!

Was uns gefällt

Wie Designdirektor Niklas Fegraeus kürzlich auf seinem Twitter-Kanal versprach, soll das Spiel auf Konsolen mit 60 Bildern pro Sekunde laufen. Messen konnten wir das auf der Star Wars Celebration freilich nicht. Wir können aber bezeugen, dass die Action einen sehr geschmeidigen Eindruck hinterließ. Eine Sternenkrieger-Trophäe gibt’s außerdem für die wahrlich beeindruckende Sounduntermalung. Diese wird auf PC übrigens mit der bisher nur in Kinos eingesetzten Surround-Technik Dolby Atmos abgemischt.

Was uns nicht gefällt

Wer gehofft hatte, Battlefront würde an den Feature-Katalog des mittlerweile sehr betagten "Star Wars Battlefront 2" anknüpfen und diesen sogar noch ausbauen, den müssen wir aktuell leider enttäuschen. Weder reine Weltraumschlachten noch eine klassische Solokampagne noch ein Conquest-Modus wurden bisher angekündigt. Schade, denn genau hiermit hätte man Serienveteranen umgehend abholen können. Unverständlich bleibt ferner, warum der Splitscreen-Modus der wahlweise auch offline mit Bots spielbaren "Battle Missions" nur für Konsole bestätigt wurde, nicht aber für PC.

Fazit

Optisch, akustisch und was die Vorlagentreue betrifft, kann das neue Battlefront schon jetzt als wahrer Sternenzerstörer bezeichnet werden. Das Gameplay scheint ebenfalls Laune zu machen, wirkte in der bisher gezeigten Form allerdings noch zu gestellt. Warum zeigt Dice nur ein selbstlaufendes, auf Hochglanz poliertes Gameplay-Video und lässt nicht jetzt schon 40 Spieler live vorspielen? Hat man - wie einst bei Battlefield 4 - wieder mit dem Netzcode zu kämpfen? Dazu gesellen sich weitere Fragen: Sind vier Planeten mit je zwei bis drei Karten zum Start schon alles? Warum demonstrierte man in Kalifornien nicht noch eine der offline spielbaren Battlefront Missions? Wieso will die Senior Produzentin nicht verraten, wie viele Personen im Studio derzeit am Titel arbeiten? Was soll die ganze Geheimniskrämerei? Kurz gesagt: Beweisen sich dieser Padawan noch muss! Hoffentlich schon zur Fachmesse E3 im Juni in spielbarer Form.

Infos zum Spiel

Titel: Star Wars Battlefront
Genre: Multiplayer-Shooter
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Dice
Release-Termin: 19. November 2015 (USA: 17.11.2015)
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Einschätzung: Gut

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