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Driver Speedboat Paradise: Pseudo-Hommage an "Miami Vice"

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Test zu Driver Speedboat Paradise | Rennspiel | iOS, Android  

Pseudo-Hommage an "Miami Vice"

08.05.2015, 07:56 Uhr | Jürgen Kroder (jr / ams), Medienagentur plassma

Driver Speedboat Paradise: Pseudo-Hommage an "Miami Vice". Driver Speedboat Paradise Rennspiel von Ubisoft für iOS und Android (Quelle: Ubisoft)

Driver Speedboat Paradise Rennspiel von Ubisoft für iOS und Android (Quelle: Ubisoft)

In Neonfarben beleuchtete Hochhäuser, kitschige Sonnenuntergänge, gut gebaute Bikini-Babes, coole Typen und schnelle Fahrzeuge: "Driver Speedboat Paradise" für iOS- und Android-Geräte versucht alle Klischees, die man aus TV-Serien wie "Miami Vice" kennt, in einem Spiel zu vereinen. Ergibt diese Mixtur ein fesselndes Ergebnis, das den Spieler tagelang an den Smartphone- oder Tablet-Bildschirm fesselt?

Ein neues "Driver"-Game?

"Driver" – dieser Name kommt Ihnen bekannt vor? Richtig: Hierbei handelt es sich um eine altehrwürdige Rennspielserie, die ihren ersten Erfolg auf der ersten Playstation-Konsole feierte. Rund 15 Jahre ist das her. Seitdem erschienen mehrere Teile, doch der Glanz vergangener Tage ist mittlerweile verblasst. Auch "Driver Speedboat Paradise" wird den einst so guten Ruf nicht wieder gänzlich herstellen können.

Hier ist wieder einmal ist der Undercover-Cop Tanner aktiv. Dieses Mal schlüpft man aber nicht in seine Haut, der Protagonist früherer "Driver"-Titel steht dem Spieler lediglich beratend zur Seite. Es gilt, einen gewissen Lazarus - den Kopf der "Powerboat Mafia" - unschädlich zu machen. Somit jagt man den Oberschurken und dessen Schergen nicht in den Straßen von San Francisco, sondern weltweit auf dem Wasser. Wobei das nach mehr klingt, als einem geboten wird: Die App bietet keine Schießereien, stattdessen dient die Story lediglich als Rahmenhandlung für altbekannte Rennspiel-Mechanismen.

Verschiedene, aber bekannte Spielmodi

Neben den typischen "Fahre möglichst als Erster durchs Ziel"-Herausforderungen bietet Driver Speedboat Paradise auch Verfolgungsjagden. Dabei ist man selbst der Gejagte: Alle paar Sekunden wird der Letzte von der Polizei "eliminiert" - so lange, bis nur noch einer übrig bleibt. Darüber hinaus kann man auch an Drag-Rennen teilnehmen. Hier wird auf jede Art von Steuerung verzichtet. Stattdessen soll man auf schnurgeraden Strecken im richtigen Moment einen Gang höher schalten, um die Kontrahenten zu überholen.

Fährt man ein klassisches Rennen, muss man zwangsläufig an Spiele wie "Burnout" oder "Asphalt" denken. Durch spezielle Fahrmanöver wie beispielsweise Sliden generiert man Boost, der bei Einsatz die Optik verschwimmen lässt. Wer die Gegner geschickt rammt, führt einen "Takedown" aus, der die Kontrahenten aus dem Rennen bugsiert. Heizt man über eine Rampe, lassen sich durch bestimmte Wischbewegungen auf dem Touchscreen Stunts vollführen - das kennt man aus den "Riptide"-Games.

Money, Money, Money

Da der Schwierigkeitsgrad ziemlich schnell anzieht, ist es wichtig, dass man sich beizeiten neue Speedboote zulegt und die PS-Monster einem Tuning unterzieht, um das letzte Quäntchen an Leistung herauszukitzeln. Zudem ist es möglich, seinen Gefährten eine neue Lackierung, ausgefallene Verzierungen oder Goodies wie zum Beispiel Neonlichter zu spendieren. Darüber hinaus kann man das Geld, das man in den Rennen durch gute Leistungen verdient, in seinen Lifestyle investieren. Das heißt, man legt sich Klamotten, Häuser und Möbelstücke zu. Damit werden dann neue Wasser-Rennsemmeln und Sponsorenaufträge freigeschaltet.

Bei Driver Speedboat Paradise geht es also mehr als nur ums reine Können. Hier dreht sich viel ums Geld: virtuelle Moneten, aber auch reale Euro. Denn die App funktioniert nach dem bekannten Free-to-Play-Prinzip, Herunterladen und Spielen ist kostenlos. Letzteres aber nur in der Theorie: Jedes neue Gefährt, jede Tuning-Maßnahme oder jedes Pixel-Haus sowie die Teilnahme an den Rennen verbrauchen eine der vier Ressourcen (Geld, Gold, Sprit und Erfahrung in Form von Levelstufen). Diese kann man sich zwar gratis erspielen, doch dafür benötigt man viel Geschick und noch mehr Geduld.

Gerade Benzin ist schnell verbraucht. Es regeneriert sich automatisch, aber nur, wenn man viele Minuten wartet. Oder eben schnell Nachschub mit harter Währung ersteht. Wer also schnell vorankommen will, der wird zwangsläufig dazu getrieben, Geld auszugeben. "Pay 2 Win" nennt man dieses oft gescholtene Modell.

Durchwachsene Grafik

Anfangs wirkt Driver Speedboat Paradise wie eine Hommage an die Achtzigerjahre-Kultserie "Miami Vice": Sie brettern am Strand von Miami Beach vorbei und schippern durch die Kanäle der US-Metropole. Zwischen den Rennen wird die Handlung mit Texten und Bildern weitergesponnen. Neben Tanner und seinen Widersachern kriegt man auch hübsche Mädels in Bikinis zu Gesicht. Nach den Herausforderungen in Miami reist man rund um den Globus und bewundert die malerischen Szenarien von Cancún, Ägypten oder den Grand Canyon. Das alles sieht schick aus - sofern man ein leistungsfähiges iOS- oder Android-Gerät besitzt. Auf leistungsschwächeren Geräten sieht die Rennspiel-Appnämlich nicht mal ansatzweise so gut wie auf den Produkt-Screenshots aus.

Ein weiteres Manko: Selbst auf einem Nvidia Shield, das derzeit zu den schnellsten Tablets am Markt gehört, fehlt es dem Spiel stellenweise an Rasanz. Von einem Geschwindigkeitsrausch kann nicht die Rede sein. Die Speedboote wirken eher so, als würden sie gemütlich durchs Wasser gondeln. Das bekommen Mitbewerber wie beispielsweise "Asphalt 8" besser hin.

Was uns gefällt

Eine einfache Steuerung gepaart mit einem simplen Spielprinzip: Wer Driver Speedboat Paradise startet, ist sofort mittendrin statt nur dabei. Die Tuning- und Lifestyle-Möglichkeiten sorgen für etwas Tiefgang. Und dank der verschiedenen Spielmodi kommt keine Langeweile auf.

Was uns nicht gefällt

Das Arcade-Feeling wird durch die verschiedenen Ressourcen und die ständigen "Kauf mich!"-Offerten ausgebremst. Verbunden mit dem teils knackigen Schwierigkeitsgrad, kommen gerade Einsteiger kaum umhin, hier ihr Geld zu lassen.

Fazit

Driver Speedboat Paradise hat mit der bekannten "Driver"-Serie nur wenig gemeinsam und erfindet das Rennspiel-Genre nicht neu. Stattdessen bietet es bekannte Kost, verbunden mit einem fragwürdigen Free-to-Play-Konzept, das bei anderen vergleichbaren Spiele-Apps fairer gelöst ist. Wer über diese Mängel hinweg sehen kann, erhält mit der feuchten Raserei ein gutes Spiel. Für Spieler ohne rosarote Brille fällt das Spiel allerdings nur befriedigend aus.

Infos zum Spiel

Titel: Driver Speedboat Paradise
Genre: Rennspiel
Hersteller / Publisher: Ubisoft
Release-Termin: Im Handel
Preis: Gratis (Free-to-Play mit optionalem Ingame-Shop)
System: Android, iOS
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Befriedigend

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