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Call of Duty: Black Ops 3 - Hattrick für Treyarch

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First Look auf Call of Duty: Black Ops 3 | Ego-Shooter | PC, PS4, Xbox One  

Hattrick für die "Call of Duty"-Macher Treyarch

19.05.2015, 17:32 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Call of Duty: Black Ops 3 - Hattrick für Treyarch. Call of Duty: Black Ops 3 (Quelle: Activision)

Call of Duty: Black Ops 3 (Quelle: Activision)

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit über 100 Millionen registrierten Spielern und knapp 60 Millionen verkauften Exemplaren, verteilt über alle Plattformen (Quelle: VGChartz), zählen die bisher veröffentlichten "Black Ops"-Titel zu den beliebtesten Ablegern im Call of Duty-Universum. Da wundert es kaum, dass Hersteller Activision und Entwickler Treyarch noch dieses Jahr einen dritten Teil nachschieben. "Call of Duty: Black Ops 3" erscheint am 6. November 2015 für PS4, Xbox One und PC und stürmt mit einer Flut an Neuerungen an die hart umkämpfte Shooter-Front. T-Online Spiele hat einen intensiven Blick auf erstes Gameplay-Material geworfen und kann schon jetzt Entwarnung geben: Auch beim nunmehr elften Teil der Serie gehen den Machern die Ideen nicht aus - wenngleich sie sich in vielen Punkten von der Konkurrenz inspirieren lassen.

Direktes Sequel

Wie bei Call of Duty in den letzten Jahren üblich, skizziert auch Black Ops 3 eine mehr als düstere Zukunftsperspektive. Wir schreiben die 2060er-Jahre: Klimawandel, Ressourcenknappheit, Überbevölkerung und die damit einhergehenden soziopolitischen Veränderungen schüren einen blutigen Konflikt zwischen zwei Kriegsparteien, die vor allem auf den Einsatz von Robotern und kybernetisch verbesserten Infanterieeinheiten schwören. Die mächtigen Drohnenarmeen aus dem Vorgängerspiel haben seit den Ereignissen von Black Ops 2 so gut wie keine Relevanz mehr, da mittlerweile überall auf der Welt hochgradig präzise Flugabwehrsysteme zur Verfügung stehen.

So viel zur Ausgangslage. Wie der Plot als solches durchstartet, ließ unter anderem Call of Duty-Youtube-Star Drift0r durchblicken, der den Titel kürzlich vor Ort bei Treyarch anspielen durfte. Ihm zufolge dreht sich anfangs alles um eine geheime CIA-Forschungseinrichtung in Singapur. Als der Kontakt zur Anlage abbricht, reagiert die US-Regierung sofort und schickt ein Black-Ops-Team. Doch das verschwindet spurlos, was zur Entsendung eines zweiten Teams führt, dem auch der Spieler angehört. Wie es dann weitergeht? Wer mehr dazu erfahren will, sollte sich den Namen "Dr. Salim" merken und einen Blick auf die zahlreichen Snap-Chat-Trailer werfen, die vor der Ankündigung auf Youtube die Runde machten.

Weg mit der Schiene, her mit dem Koop-Modus!

Sei es nun das erste Call of Duty von Infinity Ward aus dem Jahr 2003 oder das im November 2014 veröffentlichte Advanced Warfare aus dem Hause Sledgehammer Games - wenn Fans und Kritiker etwas zu meckern hatten, dann fast immer im Hinblick auf die Linearität der Solokampagne. Genau hier hat Treyarch nun massiv nachgebessert. Die Levels in Black Ops 3 sind weitläufiger und bieten regelmäßig offene Areale, was unterm Strich dazu führen soll, dass sich kein Durchgang wie der vorherige spielt.

Nicht minder spannend: Erstmals überhaupt in einem Call of Duty-Spiel lässt sich die Story zu viert im Koop-Modus mit komplett selbst erstellten Figuren angehen, die obendrein einem Fortschrittssystem unterworfen sind. Ähnlich dem Mehrspieler-Modus schalten die Helden mit fortschreitender Story-Spieldauer also immer neue Waffen, Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände frei.

Elementar in diesem Zusammenhang sind die sogenannten "Cyber Cores" und "Cyber Rigs". Erstgenannte umfassen das gesamte Spektrum aktiver Fähigkeiten. Wer beispielsweise auf Knopfdruck die Kontrolle über eine vorbeifliegende Drohne an sich reißen will oder mächtige Nahkampfangriffe aneinander ketten möchte, kann dies mit der entsprechenden kybernetischen Modifikation tun. Cyber Rigs hingegen wirken passiv und optimieren die Fortbewegungsmöglichkeiten einer Spielfigur. Außerdem gewähren sie Zugriff auf bessere Verteidigungsmechanismen. Spielt man in der Gruppe, macht es natürlich Sinn, die Fähigkeiten möglichst gut aufeinander abzustimmen.

Ich sehe was, was du auch siehst

Alle Helden in Black Ops 3 verfügen über ein "Direktes Neuralinterface" (DNI). Das sind unter die Haut implantierte Chips, die direkt mit dem Hirn und dem Nervensystem des Nutzers verbunden sind. Größter Vorteil dieser Technologie abseits der Nutzung kybernetischer Implantate? Soldaten einer Kampfeinheit erhalten Zugriff auf die visuellen Gefechtsdaten der anderen Teammitglieder. Heißt aufs Gameplay übertragen: Man sieht unter anderem zu jeder Zeit, an welchem Ort sich die übrigen drei Mitstreiter befinden. Mit zugeschaltetem "T-Modus" wird außerdem eine Hitzekarte des Schlachtfelds ins Sichtfeld projiziert, welche Gegner-Ansammlungen auf Anhieb erkennen lässt. Ungemein praktisch!

Zeigen, was man hat!

Wer viel Advanced Warfare gespielt hat, erinnert sich sicherlich noch an die Mehrspieler-Lobby. Dort kann jeder vor dem Start einer Partie in aller Ruhe das Aussehen und die Bewaffnung seiner Mitspieler unter die Lupe nehmen. Black Ops 3 überträgt dieses Konzept nun auf die Kampagne. Im "Safe House", einer Art Unterschlupf, trifft sich das Team nach jedem Story-Abschnitt, um individuelle Errungenschaften zur Schau zu stellen, über einen Wiki-PC Informationen zum nächsten Einsatz einzuholen und in Schlafkojen Kraft für neue Heldentaten zu tanken. Wer mag, darf sogar die Koje sogar visuell aufpeppen. Im Kern eine schöne Idee, die den Mehrspieler-Fokus des Projekts einmal mehr unterstreicht. Allerdings würden wir uns nicht wundern, wenn Treyarch das Safe House auch dazu nutzt, Mikrotransaktionen für optische Anpassungen aller Art unters Volk zu bringen.

Deus Ex trifft Titanfall

Wichtigste Neuerung im Mehrspieler-Modus ist zweifelsohne das massiv überarbeitete Bewegungssystem. War die Kombination aus Exo-Skeletten und Jetpacks in Advanced Warfare das große Ding, so rückt hier das "Guns Up"-Prinzip in den Vordergrund. Egal ob man nun über ein Hindernis kraxelt, mit Hilfe neuer Hightech-Schubdüsen an einer Wand entlang rennt, durchs Wasser taucht oder zwischen den Beinen eines vier Meter hohen Kampfroboters hindurch rutscht - man tut all dies stets mit gezückter Waffe, kann sich also immer und überall zur Wehr setzen. Auch Nachladen ist mittlerweile in jeder Lebenslage (Rutschen, Springen, Sprinten) möglich. Und weil alle Spieler über die eben erwähnten Schubdüsen verfügen, wurden Leitern gleich mal komplett abgeschafft, während Sprints am Boden nun unbegrenzt lange möglich sind. E-Sport-Profis wird’s freuen!

Abgerundet wird der Multiplayer-Komplex durch das brandneue Spezialisten-System. Vor Matchbeginn darf man aus einer Riege von neun Elite-Soldaten wählen, jeder von ihnen mit ganz speziellen Waffen, Fähigkeiten und einem sehr individuellem Aussehen. Infanterie-Spezialist Ruin zum Beispiel nutzt sogenannte Gravitations-Stacheln, um mit einer Schockwelle verheerenden Schaden anzurichten. Seraph, Mitglied eines Verbrecher-Syndikats, schwört auf ihren großkalibrigen Revolver; Favela-Girl Outrider hingegen auf ihren Explosiv-Pfeile verschießenden Bogen. Vorgestellt wurde außerdem Reaper, ein experimenteller Kampfroboter mit Mini-Gun im Arm und einer Fähigkeit namens Glitch, die ihn an eine vorherige Position auf der Karte zurückteleportiert.

Weltreise und Wadenbeißer

Apropos Karten: Hier präsentierte Treyarch mit "Combine" (vertikal angelegte Forschungsanlage in der ägyptischen Sahara), "Hunted" (Großwildjäger-Lodge im äthiopischen Gebirge) und "Stronghold" (Hightech-Schloss in den Schweizer Alpen) bisher drei vielversprechende Szenarien, deren Ursprungsländer so auch in der Kampagne vorkommen dürften.

Der Tradition bisheriger Black Ops-Teile folgend, bilden Kampagne und Mehrspieler-Modus jedoch nur zwei von insgesamt Gameplay-Säulen. Was also fehlt noch? Logisch, ein deftiger Koop-Zombie-Modus. Für diesen verspricht Activision erneut eine komplett eigenständige Geschichte und - das ist neu - ein Erfahrungspunkte-basiertes Fortschrittssystem für alle Helden. Dass die von vier Hollywood-Schauspielern verkörpert werden, ist zwar noch nicht bestätigt, dürfte aber ebenso klar sein, wie das Vorhandensein von fiesen Fallen und kreativen Waffen.

Was uns gefällt

Die erstmals zu viert im Koop-Modus spielbare Kampagne und die "Entschlauchifizierung" der Story-Levels sind neben dem stark überarbeiteten Bewegungssystem zweifelsohne die Highlights von Black Ops 3. Doch auch mit kleinen Details weiß Treyarch zu punkten. Beispielsweise der Tatsache, dass schon jetzt die empfohlenen Rechner-Spezifikationen der PC-Fassung feststehen. Letztere läuft übrigens - die nötige Hardware vorausgesetzt - in Ultra-HD-Auflösung, sprich in 2160p (3840 x 2160 Pixel).

Und noch zwei Dinge dürften Fans aufhorchen lassen. Erstens: Der selbsterstellte Protagonist darf auf Wunsch erstmals eine Frau sein. Zweitens: "Panic Knifing" - also das meist immer tödlich endende Messergefuchtel im Nahkampf - wurde komplett abgeschafft. Stattdessen fügt man seinem Gegenüber auf kurze Distanz nun mit dem Gewehrkolben Schaden zu. Das ist gut für die Fairness, weil es den Angegriffenen nicht sofort tötet und ihm noch eine Chance gibt, zu reagieren.

Was uns nicht gefällt

Selbst wenn die Macher es nicht zugegeben wollen: Die Verwechslungsgefahr mit dem letztjährigen Call of Duty: Advanced Warfare ist nicht von der Hand zu weisen. Wie bei der Sledgehamer-Produktion gibt es auch hier extrem mobile Supersoldaten in Hightech-Anzügen, Panzer die laufen können sowie ein dystopisches Zukunftsszenario - um nur einige Beispiele zu nennen. Viele Fans äußern sich diesbezüglich bereits kritisch, vor allem jene, die insgeheim auf eine Zweite-Weltkrieg-Thematik gehofft hatten. Aber wer weiß, vielleicht realisiert Treyarch einen Weltkriegs-Ausflug ja zumindest in Form einer Zeitsprungmission. Gespannt sein darf man zudem auf die Raffinesse der Feind-KI - bisher ging die in Story-Missionen ja eher als "Schießbuden-Gehilfe" durch.

Fazit

Drei Jahre Entwicklungszeit, neues Bewegungssystem, Erfahrungspunkte-System für jeden der drei Spielmodi, Betatest vor Spielveröffentlichung, endlich eine Vier-Spieler-Koop-Story - auf dem Papier spricht alles dafür, dass Black Ops 3 einschlagen wird wie die futuristische Erdbeben-Kanone aus dem ersten Trailer. Diese Prognose gilt umso mehr, wenn es den Kaliforniern gelingt, eine packende Geschichte abzuliefern, die zum Nachdenken anregt und sich nicht wie so oft in Hurra-Patriotismus und übertriebener Gewalt verliert.

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty - Black Ops 3
Genre: Ego-Shooter
Hersteller: Treyarch
Publisher: Activision
Release-Termin: 6. November 2015
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Wertung: Sehr gut

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