Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Preview zu Metal Gear Solid 5 für PS4, PC und Xbox One

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Preview zu MGS 5: The Phantom Pain | Stealth-Actionspiel | PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One  

Das größte Schleichspiel aller Zeiten

20.05.2015, 16:57 Uhr | Michael Förtsch, Richard Löwenstein

Preview zu Metal Gear Solid 5 für PS4, PC und Xbox One. Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain Stealth-Actionspiel für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One von Konami (Quelle: Konami)

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain Stealth-Actionspiel für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One von Konami (Quelle: Konami)

"Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain" geht über ein simples Schleich-Abenteuer weit hinaus. Es bietet eine riesige Spielwelt, fliegende Ziegen, unwahrscheinliche Freiheit und eine Story um Militärs, Verschwörungen und Gut-gegen-Böse. Ein spielbares Epos soll es werden, und die Geschichte um den Helden Big Boss zum Ende bringen. Gleichzeitig ist es das letzte Metal Gear Solid (MGS)-Game des legendären Spiele-Designers Hideo Kojima. Nach Erscheinen von "The Phantom Pain" für Spiele-PC, PS4 und Xbox One sowie für die Last-Gen-Konsolen PS3 und Xbox 360 werden sich die Wege von Kojima und seinem langjährigen Arbeitgeber Konami trennen.

Wer ist hier der Boss?

Das Metal Gear-Universum ist unheimlich kompliziert. Dutzende Charaktere, etliche Organisationen, verschiedene Story-Epochen und irre Wendungen machen es selbst für Fans schwer überschaubar. Da wirkt es fast wie ein klarer Schnitt, dass The Phantom Pain satte neun Jahre nach dem letzten Teil - dem spielbaren Prolog "Ground Zeroes" - ansetzt. In diesem hat der legendäre Söldner Big Boss den Geheimknast Camp Omega infiltriert, Gefangene gerettet, nur um am Ende einen Angriff auf die Basis seiner Privatarmee MFS zu erleben.

Dabei wurde er verletzt, fiel ins Koma und wacht nun, im Jahre 1984, wieder auf. Einen Arm hat er verloren, und ein dickes Schrappnell steckt in seinem Schädel. Er will wissen, wer dafür verantwortlich ist. Er will Rache für die Zerstörung seines Lebenswerkes. Sein Weg führt ihn dafür nach Afghanistan - und damit in eine riesige offene Wüstenspielwelt, gegen die selbst die Lande des Rollenspiels Skyrim mickrig wirken.

Total frei

Geführt von seinem Freund-Feind und Revolverkünstler Ocelot und einer Hydraulik-Prothese als Armersatz kommt Big Boss in der etliche Kilometer durchmessenden Ödnis an. Wie in anderen Open World-Games wie GTA darf der Spieler auch hier in Third-Person-Sicht frei umherstreunen. Missionen kann er angehen, wann er will.

Beispielsweise muss man sich der Aufgabe stellen, den Krieger und Waffenbruder Kazuhira Miller zu befreien, der nur kurz vor Big Boss' Erwachen von Sowjettruppen gefangen wurde. Seine Position im Dorf Da Wialo Kallai zeigt das Navigationsgerät iDroid an. Mit einem Pferd ist schnell eine Anhöhe erreicht, von der aus die schwer bewachte Siedlung sichtbar ist. Wie Big Boss dort eindringt, das ist dem Spieler überlassen, doch ist Metal Gear Solid auch im Fall von Phantom Pain immer noch ein Schleichtitel. Taktik, Geduld und Kreativität sind gefordert - und das dank der offenen Welt mehr denn je.

Still und leise

Geduldige Spieler beobachten das Geschehen via Fernglas und erkennen, dass regelmäßig LKW durch das Dorf poltern. Einen davon abgepasst, kann Big Boss auf der Ladefläche in den Sperrbereich gelangen. Andere Optionen? Bis zur Nacht oder auf einen Sandsturm warten, durch einen Bach hinein robben oder unter dem typischen Pappkarton ungesehen hinein schleichen.

Bei der Rettungsaktion selbst, da führt die traditionelle Betäubungspistole ans Ziel. Mit der werden Wachen still ausgeschaltet und aus dem Sichtfeld geschleift. Wer mag, kann während der Infiltration am Dornröschen in Uniform, umher stehenden Fahrzeugen, Ziegen und Nachschubkisten flugs einen Ballon befestigen, der alles in die Höhe trägt und für die eigene Armee zwangsrekrutiert: schräg - dazu aber gleich mehr. Bitterböse gefoltert und mit abgetrenntem Bein wird der Kamerad Miller letztlich aus einer Baracke gezerrt. Doch auch wenn die Wüste das Hauptspielfeld darstellt, einige Male soll es Big Boss auch in andere Gefilde verschlagen.

Da steh' ich im Wald

In Rückblenden und Zwischenmissionen verschlägt es Big Boss ebenso in ein Dschungelgebiet, wo sich einige der neuen Spielzeuge des Söldners clever einsetzten lassen. Ein Bio-Sonar lässt etwa beim Schleichgang durchs feuchte Unterholz Heckenschützen erspähen. Um sie abzulenken, wird eine Hologramm-Granate geworfen. Die projiziert ein Abbild von Big Boss, das den Gegner verwirrt und ein rasantes Vorbeihuschen erlaubt. Hinter dem Feind wird dieser dann mit einem Stromstoß durch den Elektroarm schlafen gelegt.

Auf seinen Missionen ist Big Boss aber nicht immer alleine. Häufig treten in The Phantom Pain neue und coole Charaktere auf, darunter beispielsweise die Scharfschützin Quiet, ein stummes Mädel, das sich unsichtbar machen kann, oder der Wolfshund D-Dog, der mit dem Fortschreiten des Spiels vom Welpen zum Kampfhund heranwächst und Boss auf seinen Touren zur Seite steht.

Alles noch Top-Secret

Was die Story angeht, macht Entwickler Kojima noch aus allem ein großes Geheimnis. Ein hundertjähriger Indianer soll eine prägnante Rolle spielen. Ebenso scheint der Heldencharakter dank des Schrappnells im Kopf zu halluzinieren, durchlebt Angriffe von Cyborgs, sieht brennende Einhörner und vieles mehr. Wie sich all dies zusammenfügt? Noch top-secret!

Auch abseits der Story wagt The Phantom Pain viel spannendes. So darf der Spieler, wie schon im PSP-Ableger "Peace Walker", die virtuelle Basis Mother Base verwalten, die - wie beschrieben - via Ballon-Sonden mit Nachschub versorgt wird. Soldaten, Fahrzeuge und alles andere bringen Geld und Arbeiter. Dies lässt sich clever verwalten und managen - und zwar auch via App für das eigene Smartphone. Wozu? Spieler können hier Waffen und Ausrüstung freischalten. Aber, noch interessanter: Mit dem Internet verbunden können die Spieler weltweit die Basen anderer Zocker angreifen und Belagerungsgefechte austragen.

Was wir mögen

In Metal Gear Solid: The Phantom Pain eröffnet sich eine unglaublich freie und gigantische Spielwelt. Dem Spieler werden nur wenige Vorgaben und Vorschriften gemacht, wie er Missionen angehen und ausführen soll. Es stehen eine Vielzahl an Fahrzeugen, Werkzeugen, Waffen und Spielzeugen zur Verfügung. Grafisch ist der Titel zumindest auf den neuen Konsolen überwältigend detailliert und bietet abseits von Tag-Nacht-Zyklen auch dynamisches Wetter mit Gewitter und Sandstürmen. Kenner können sich auf eine Unzahl an bekannten und neuen Charakteren freuen, die die verworrene Story um den Helden Big Boss weiterspinnen. Überdies liefert The Phantom Pain die kostenfreie Mehrspieler-Auskopplung "Metal Gear Online" mit.

Was uns nicht gefällt

Für Nichtkenner ist die Story von Metal Gear Solid trotz klarem Schnitt zwischen dem Prolog Ground Zeroes und der Hauptgeschichte The Phantom Pain zu Anfang ein Buch mit sieben Siegeln. Vor allem für jene, die Ground Zeroes nicht gespielt haben, tun sich viele Fragen auf. Das Navigieren in der riesigen Spielwelt braucht viel Zeit und Einarbeitung. Ebenso ist auch die Steuerung von Metal Gear recht komplex und verlangt einiges an Übung.

Fazit

Dank der Metal Gear-Reihe gehört der Japaner Hideo Kojima zu den einflussreichsten und meist geschätzten Spiele-Entwicklern überhaupt. Und mit The Phantom Pain verspricht er das "großartigste Spiel abzuliefern, das ich bisher entwickelt habe". Und tatsächlich deutet alles auf eines der besten Games für die aktuelle Konsolengeneration hin. Denn wie sonst nur Grand Theft Auto 5 zelebriert Metal Gear Solid 5 spielerische Freiheit und Witz. Auf der anderen Seite besinnt sich die Serie mit diesem fünften Teil auch auf ihre Wurzeln, verlangt Köpfchen und Geduld, will Mut zu Komplexität und Überfluss wagen. Und damit könnte es wirklich einer der bisher besten Teile der über 25-jährigen Saga werden.

Infos zum Spiel

Titel: Metal Gear Solid 5 - The Phantom Pain
Genre: Stealth-Action
Publisher: Konami
Hersteller: Kojima Productions
Release-Termin: 1. September 2015
Preis: zirka 55 Euro (PC) / zirka 65 Euro (Konsolen
System: PC, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahre
Einschätzung: Sehr gut

News, Tests & Previews, Demo-Downloads, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele!

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal