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"Splatoon": Der Tinten-Krieg der Inklinge

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Test Splatoon | Shooter | Wii U  

Der Tinten-Krieg der Inklinge

02.06.2015, 16:51 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

"Splatoon": Der Tinten-Krieg der Inklinge. Splatoon Shooter für die Wii U von Nintendo (Quelle: Nintendo)

Splatoon Shooter für die Wii U von Nintendo (Quelle: Nintendo)

Ob mit unverbrauchten Hardware-Ideen oder innovativen Spielansätzen, der japanische Videospiel-Konzern Nintendo ist immer wieder für faustdicke Überraschungen gut. "Splatoon", der neueste Exklusivtitel für die Wii U, macht da keine Ausnahme: Die Tintenfisch-Ballerei bringt mächtig Farbe ins Spiel! Wo sich Konkurrenzspiele wie "Call of Duty", "Battlefield" und "Evolve" betont erwachsen und düster geben, verwandelt der Nintendo-Shooter die Arena in eine Leinwand und lässt die Spieler mit Farbkanonen kreativ daran arbeiten.

Die Stadt der Tintenfische

Splatoon entführt einen in die Welt der Inklings. Diese an Anime-Figuren erinnernden Menschlein sehen putzig aus und besitzen eine ganz besondere Fähigkeit: Sie können sich in witzige Tintenfische verwandeln und blitzschnell durch Farbe tauchen. Zu Beginn des Spiels setzt Splatoon den Spieler daher im Herzen der Hauptstadt Inkopolis ab. Hier findet man unter anderem einige Läden für Waffen oder Bekleidungsstücke. Doch die arroganten Ladenbesitzer bedienen keine Frischlinge. Wer neue Ausrüstungsgegenstände kaufen möchte, der sollte sich seine Sporen schleunigst im Online-Modus verdienen. Denn ähnlich wie in "Titanfall" liegt auch in Splatoon der Fokus eindeutig auf farbenfrohen Mehrspielerschlachten für acht Teilnehmer.

Die Shooter-Einsteigerklasse

Also spaziert der eigene Inkling frohen Mutes in den riesigen Turm im Zentrum von Inkopolis. In ihm versteckt sich die Lobby. Wer Multiplayer-Monster wie "Battlefield 4" oder "Call of Duty: Advanced Warfare" gewohnt ist, wundert sich über die fehlenden Möglichkeiten bei Splatoon: Das Spiel wirft einen ohne Umschweife in den Kampfbetrieb, einen Voice-Chat gibt es nicht. Ebenso fehlt beispielsweise die Möglichkeit zum Waffenwechsel zwischen den Runden, und auch über die nächste Karte darf nicht abgestimmt werden. Spielt man mit Freunden, stellt Splatoon die Mannschaften ebenfalls zufällig zusammen. Es ist also nicht möglich, das Team zu wechseln oder sich seine Gruppe selbst zusammenzustellen.

Während sich Shooter-Einsteiger hier schnell zurechtfinden, fühlen sich Kenner der Materie bevormundet. Besonders die Wechsel der Ausrüstungssets sind mehr als umständlich. Auch der Spielumfang ist aktuell mit lediglich fünf verfügbaren Karten bei zwei Modi (Revierkämpfe und Rangkämpfe) noch sehr gering. Nintendo hat aber bereits angekündigt, in Zukunft für teils kostenlosen Nachschub zu sorgen.

Gewöhnungsbedürftige Steuerung

Die Japaner scheuen erneut nicht davor zurück, neue Wege zu gehen. Das beginnt bereits bei der Steuerung von Splatoon: Man kontrolliert seinen Inkling mit Hilfe der beiden Analog-Sticks, allerdings auch mit den Bewegungssensoren des Wii U-Controllers. Durch Schwenken des Gamepads hebt und senkt man das Fadenkreuz und visiert so gegnerische Inklings an. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber durchaus interessant gelöst. Wer mit der Navigation nicht klar kommt, kann aber auch auf die traditionelle Shooter-Steuerung zurückschalten. Ein gelegentlicher Blick auf das Display des Controllers ist dennoch immer essentiell für den Erfolg. Hier wird nämlich eine Karte des Kampfgebiets angezeigt.

Sieg durch Farbbombe

In den Team-Kämpfen von Splatoon kommt es erst in zweiter Linie darauf an, möglichst viele Gegner mit den Farbkanonen abzuballern. Viel entscheidender ist es, das gesamte Areal in der eigenen Teamfarbe einzufärben. Am Ende der Drei-Minuten-Runden folgt dann die Abrechnung in Prozentzahlen. Man merkt schnell, dass typische Shooter-Taktiken hier nicht funktionieren. Möchte man geschwind im Rang aufsteigen, muss man den Farbeimer kreisen lassen und den eigenen Tintentank immer wieder durch das Abtauchen im Tintenfischmodus auffüllen.

Splatoon spielt sich kunterbunt, schnell und wahnsinnig spaßig. Derart unbeschwert und locker-flockig durfte man selten zuvor mit Farben herumschmieren. Löblich dabei: Die Farbkanonen sind gut ausbalanciert. Selbst der fetten Farbrolle entkommt man, wenn man rechtzeitig abtaucht und dem Gegner in den Rücken fällt. Extras wie Farbbomben oder Tintentornados als Sekundärfunktionen bringen zusätzliche Abwechslung ins Spiel.

Aus Spaß am Spiel

Trotz der wenigen, wenn auch facettenreich designten Karten verfliegen die Stunden mit Splatoon regelrecht. Im Test gab es zwar kleinere Server-Probleme und längere Wartezeiten, aber im Großen und Ganzen läuft Nintendos Farb-Shooter flüssig und sieht dabei auch noch klasse aus. Motivierend: Als Belohnung für Stufenaufstiege schaltet man neue Ausrüstungsgegenstände frei, die über zusätzliche Fähigkeiten wie etwa schnellere Respawns oder mehr Kraft verfügen. Auf diese Weise individualisiert man die eigene Spielfigur und passt sie an die eigenen Vorlieben an.

Mit Stufe zehn aktiviert man schließlich auch die "Rangkämpfe". Diese Spielart erinnert an "King of the Hill". Es geht also darum, mit seinen Kameraden ein Zielgebiet umzufärben und zu halten. Dadurch ändert sich die Taktik leicht. Aber das Grundprinzip der Farbschlacht bleibt letztlich gleich.

Und was machen Solisten?

Hat man gerade keine Lust auf kompetitive Mutliplayer-Gefechte, kann man sich auch an der etwa sechs Stunden langen Einzelspielerkampagne versuchen. Hier weist man gemeinsam mit Käpt'n Kuttelfisch die Oktorianer in ihre Schranken. Sie haben nämlich Elektrowelse aus Inkopolis entführt, die für die Elektrizität der Stadt notwendig waren.

Der Solo-Part unterscheidet sich spürbar vom Multiplayer. Splatoon erinnert hier fast schon an ein Geschicklichkeitsspiel. Denn Spieler müssen einen Weg über schwebende Plattformen finden und dazu die Fähigkeiten der Inklinge nutzen. Das bedeutet: Man färbt Säulen ein und schwimmt an ihnen hoch. Oder man aktiviert riesige Farbfontänen und lässt sich von ihnen durch Gegend katapultieren. Und man kämpft natürlich auch mit der Kleckskanone gegen aufsässige Oktorianer.

Obwohl der Einzelspieler-Modus aufgrund der fehlenden Geschichte und der kurzen Spielzeit nicht zum Hit für Solisten avanciert, so ist er aufgrund seiner Andersartigkeit eine schöne Ergänzung zur flotten Multiplayer-Action.

Was uns gefällt

Splatoon bietet herrlich unkomplizierten Spielspaß. Nintendo stellt das Shooter-Genre auf den Kopf, das Abschießen eines Gegners ist längst nicht so wichtig wie das taktisch kluge Einfärben der Karte. Dadurch bleibt das Spiel für Shooter-Liebhaber fordernd, für Einsteiger aber dennoch verständlich. Dazu stimmt auch die Technik: Die Wii U-Ballerei läuft butterweich und sieht mit ihrer wilden Farbspritzerei einfach liebenswert aus. Und die kurzen Rundenzeiten sorgen für mächtig Motivation: Man möchte einfach weiterspielen und noch mehr Erfahrung und Extra-Gegenstände sammeln.

Was uns nicht gefällt

Zum aktuellen Zeitpunkt mangelt es Nintendos Farb-Shooter an Umfang: Ständig spielt man die gleichen Matches auf den sich immer wieder wiederholenden Karten. So hübsch die Skateparks und Lagerhallen auch sein mögen - fünf Schauplätze sind einfach viel zu wenig. Darüber hinaus fehlen Funktionen wie Voice-Chat, Abstimmungen über die nächste Karte, einfache Wechsel der Ausrüstungssets zwischen den Runden und Matchmaking-Optionen. Da ist noch Luft nach oben.

Fazit

Nintendo lässt die Farbbombe platzen und zeigt, wie innovativ Ego-Shooter sein können: Splatoon begeistert mit seiner unorthodoxen Herangehensweise und purem, gewaltlosen Spielspaß, den so wahrscheinlich nur Nintendo aus einem Ballerspiel herauskitzeln kann.

Titel: Splatoon
Genre: Shooter
Publisher/Hersteller: Nintendo
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 40 Euro
System: Wii U
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

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