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Thunder Blade 3D im Test: Retro-Heli im 3D-Kampfeinsatz

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Test Thunder Blade 3D | Arcade-Shooter | 3DS  

Retro-Heli im 3D-Kampfeinsatz

08.06.2015, 17:49 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

Thunder Blade 3D im Test: Retro-Heli im 3D-Kampfeinsatz. Thunder Blade 3D Vertikal-Shooter von Sega für 3DS (Quelle: Sega)

Thunder Blade 3D Vertikal-Shooter von Sega für 3DS (Quelle: Sega)

Knapp 30 Jahre alt und immer noch erstaunlich frisch: Segas Umsetzung des Spielhallen-Shoot'em-Up "Thunder Blade" für den 3DS drückt die richtigen Knöpfchen. Durch den 3D-Effekt gewinnen die alten Pixel aus den 80er-Jahren spürbar an Charme, die präzise Steuerung hievt den Unterhaltungswert auf überraschendes Niveau. "Thunder Blade 3D" sieht charmant aus und spielt sich flüssig - genau der richtige Zeitvertreib für zwischendurch.

Von 1986 bis Ende der 80er-Jahre hatte der japanische Gameshersteller Sega einen Lauf. Zu einer Zeit, als viele noch verzückt Pac-Man durch ein pixeliges Labyrinth lotsten, enteilte Segas Spielhallenabteilung mit neuester Grafiktechnologie dem Rest der Industrie. Sega-Automaten nutzten das sogenannte "Sprite Scaling", das stufenlose Zoomen von Bildobjekten, für verblüffende 3D-Illusionen. Was Games wie "Out Run", "Space Harrier" und "Afterburner" an spielerischem Nährwert fehlte, machten sie durch visuellen Wow-Faktor wett. Die 1987 veröffentlichte Arcade-Ballerei "Thunder Blade" zählt zwar zu den weniger populären Produktionen aus Segas großer Ära. Doch als 3D-Version für den 3DS macht das Game, obwohl weitgehend originalgetreu umgesetzt, eine erstaunlich gute Figur.

Überzeugender 3D-Einsatz

"Thunder Blade" gehört dem heute beinahe ausgestorbenen Genre der vertikalen Shoot'em-Ups an: Ein Kampfhubschrauber pirscht durch Wolkenkratzerschluchten, Gebirgs- und Flusstäler. Die Landschaft läuft von oben nach unten durch den Bildschirm. Sie bringt Panzer, Jagdflugzeuge und zahlreiche weitere Gegner mit sich.

Der Originalautomat veredelt die genretypische Draufsicht-Perspektive mit einem interessanten Grafiktrick: Durch cleveren Einsatz von Sprite Scaling in übereinander gelagerten Ebenen sehen Gebäude, Türme und andere ausladende Strukturen räumlich aus. Sie schweben perspektivisch am Auge des Betrachters vorbei. Zehn Jahre später sollte das erste "Grand Theft Auto" auf eine ähnliche Aha-Draufsicht setzen. Diese Perspektive passt zum 3DS wie der Topf auf den Deckel. Durch den 3D-Bildschirm legt die Grafik deutlich an Plastizität zu.

Simples Gameplay mit ausreichend Tiefe

Das Gameplay gibt sich genretypisch. Die dauerfeuernde Maschinenkanone des Helikopters nimmt schwebende Angreifer unter Beschuss, eine zweite Taste löst Luft-Boden-Raketen aus. Die simplen Rein-Raus-Angriffsformationen wiederholen sich und stellen eher Reaktion als Intellekt auf die Probe. An Spannung und taktischer Tiefe gewinnt die Sache aber durch Eingriffsmöglichkeiten: Der Spieler kann Flughöhe und Geschwindigkeit des Helikopters bestimmen - am Arcadeautomat per Flightstick, am 3DS mit Hilfe von Schultertasten und Circlepad.

Das funktioniert gut und schafft Raum für taktische Erwägungen: Will man im Langsamflug alle Angreifer erwischen und dabei vermehrt Feindtreffer riskieren? Oder lieber schnell an Gegnern, Geschossen und anderen Gefahrenstellen vorbei huschen und auf den Highscore pfeifen? Gebäude und Bäume verlangen dabei übrigens nach einer Justage der Flughöhe zwecks Kontaktvermeidung. Anders als Spielhallenpiloten können 3DS-Besitzer per Schwierigkeitsgrad entscheiden, ob ihr Helikopter bei Kontakt schadlos zurückplumpst oder brennend zu Boden stürzt.

Niedriger Schwierigkeitsgrad

Die Zahl der Versuche lässt sich auf maximal sechs hochschrauben. Im Schadensfall laden zwei Continues zum Weiterspielen ein, ohne dass man wie beim Spielautomaten Münzen nachschieben müsste. Bereits erreichte Levels sind danach direkt anwählbar. Das ergibt unterm Strich einen sehr toleranten Schwierigkeitsgrad und ein schnelles Durchspiel-Erlebnis. Wer es drauf anlegt, hat die vier Standard-Levels binnen 15 Minuten gesehen.

Anders als beispielsweise bei Out Run 3D stimmt bei Thunder Blade 3D allerdings der Wiederspielwert. Im Gameplay steckt genug Variation drin. Die präzise Führung des Helikopters per Circlepad gestatten es, dass man Durchgang für Durchgang Tricks probieren und Methoden zur Highcore-Maximierung erforschen möchte. Wer das tut, entdeckt zum Beispiel einen 3DS-exklusiven Bonuslevel.

Was uns gefällt

Die Originalgrafik macht sich gut dem kleinen 3DS-Bildschirm. Die hohe Bildwiederholrate und die präzise Steuerung sorgen für geschmeidige Spielbarkeit. Der plastische 3D-Effekt harmoniert hervorragend mit den räumlichen Elementen der Draufsicht-Perspektive. Nach Durchspielen sind im dann freigeschalteten Spezialmodus zusätzliche Ausstattungsmerkmale verfügbar. Dazu zählen unter anderem ein fünfter Bonuslevel mit abschließendem Bossgegner-Kampf und separatem Ende.

Was uns nicht gefällt

Leider besteht keine Wahl zwischen originaler und modernisierter Grafik wie bei anderen Retro-Umsetzungen. Außerdem fehlen Mehrspieler-Modi und Highscore-Upload. Continues und direkte Levelanwahl senken den Schwierigkeitsgrad erheblich. Wer alle vier Levels und auch die Bonusstage gesehen hat, findet mit der Jagd nach Highscore und alternativen Spieltaktiken aber immer noch eine motivierende Herausforderung.

Fazit

Schon erstaunlich, welch gute Figur Thunder Blade 3D auf dem 3DS macht. Der 80er-Jahre-Blender aus der Spielhalle wird hier zu einem flüssig spielbaren Retro-Shoot´em-Up. Die Grafik, obwohl original belassen, wirkt durch den flüssigen Bildaufbau und den prima 3D-Effekt erstaunlich frisch. Die reaktionsschnelle Steuerung gibt einem das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit. Ein nicht allzu anspruchsvoller, aber kurzweiliger Retroflashback für Shoot´em-Up-Kenner.

Infos zum Spiel

Titel: Thunder Blade 3D
Genre: Arcade-Shooter
Hersteller: Sega M2
Publisher: Sega
Release-Termin: 14. Mai 2015
Preis: zirka 5 Euro (exklusiv als Download aus dem Nintendo E-Shop)
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Gut

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