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Hands-on-Preview zu Street Fighter V | Beat'em-up | PC, PS4  

Tosendes Handkanten-Gewitter

16.06.2015, 15:09 Uhr | Sönke Siemens / Jonas Gössling (jr / tz), Medienagentur plassma

Tosendes Handkanten-Gewitter. Street Fighter V Beat'em-up-Spiel von Capcom für PC und PS4 (Quelle: Capcom)

Street Fighter V Beat'em-up-Spiel von Capcom für PC und PS4 (Quelle: Capcom)

Kaum ein Beat'em-up-Titel der letzten Jahre kann so viele Neuauflagen und inhaltliche Erweiterungen vorweisen wie Teil vier des Kultspiels aus dem Hause Capcom. Aus dem 2008 veröffentlichten "Street Fighter IV" wurde zunächst "Super Street Fighter IV", was wiederum zur "Super Street Fighter IV: Arcade Edition" mutierte. Zwischendurch veröffentlichten die Japaner eine 3DS-Umsetzung sowie zwei Mobile-Ableger, bis im August 2014 mit "Ultra Street Fighter IV" die wohl beste Version der farbenfrohen Polygonhelden-Keilerei erschien. Im Dezember 2014 kam dann endlich die erlösende Botschaft für Fans: Statt weiterer Remakes soll im Frühjahr 2016 endlich ein offizieller fünfter Teil erscheinen. Und zwar mit knackiger Full-HD-Optik und Cross-Plattform-Duellen zwischen PC- und PS4-Spielern. Dass die Japaner es ernst meinen, davon konnte sich T-Online Spiele auf einem Anspiel-Event in London selbst überzeugen.

Fühlt sich gut an!

An Spielprinzip und Steuerung hat sich ganz zur Freude der zahlreichen Anhänger der Serie nichts geändert. Noch immer betreten zwei Kontrahenten eine Arena und kloppen sich gegenseitig die Energiebalken leer. Wie schon im vorherigen Teil feuert man mit sechs verschiedenen Angriffstasten je drei unterschiedlich heftige Tritte und Schläge ab. Ein Sammelsurium von mal mehr, mal weniger anspruchsvollen Kombos rundet das Move-Repertoire eines jeden Recken ab. Ein Beispiel hierfür ist die bekannte "Hadoken"-Attacke von Serien-Urgestein Ryu.

Am Blocksystem gibt es keine Änderungen: Wer im Moment des Angegriffenwerdens nach hinten ausweicht, kontert den Vorstoß seines Widersachers. Stimmt das Timing, geht man gar zum Gegenangriff über. Des Weiteren füllt jeder erfolgreiche Treffer den Balken der Kombo-Leiste am unteren Bildrand. Komplett aufgeladen, geht es der Konkurrenz dann mit einem besonders effektiven Offensivmanöver - Ryu etwa lässt einen sehr effektiven "Shinku Hadoken" vom Stapel - an den Kragen.

Dezente Gameplay-Anpassungen

So weit, so bekannt. Bei genauerem Hinsehen entdecken Kenner jedoch diverse die Spielmechanik betreffende Änderungen. Die Super-Kombo-Anzeige am unteren Bildrand weicht zum Beispiel der sogenannten "V-Leiste". Sie fasst die sogenannten V-Skills und V-Trigger zusammen und ist schnell erklärt. Um einen V-Skill einzusetzen, reicht eine nur teilweise gefüllt V-Leiste, gefolgt von einem gleichzeitigen Drücken der beiden Tasten für mittlere Tritte und Schläge. Die Folge? Pfiffige, aber nicht übermächtige Tricks, die der jeweiligen Spielfigur in der aktuellen Situation einen Vorteil verschaffen. Der hünenhafte M. Bison zum Beispiel verfügt über den V-Skill "Psycho Reflect" und schleudert damit nahezu jeden Angriff zurück.

Blieben noch die sogenannten V-Trigger, die nur - um die Balance zu wahren - bei gefüllter V-Leiste verfügbar werden, den Gegner dann allerdings so richtig ins Schwitzen bringen. Ryu etwa bündelt seine Kräfte für besonders starke Faustschläge, während sich Charlie Nash (zuletzt spielbar in "Street Fighter Alpha 3" aus dem Jahr 1998) kreuz und quer durch die Arena teleportiert. In beiden Fällen gilt: Kopf einziehen, sonst wird’s ungemütlich.

Alte Hasen in neuem Gewand

Auch wenn das komplette Kämpferaufgebot noch längst nicht in Stein gemeißelt ist, macht die aktuelle Heldenriege zumindest schon ordentlich was her. Zu den bereits erwähnten Haudegen Ryu, Nash und M. Bison gesellen sich Veteranen wie Chun-Li, Birdie und Cammy White. Cammy zum Beispiel macht ihrem Spitzenamen "Killer Bee" alle Ehre und überzeugt mit hoher Schnelligkeit und quirligen Nahkampfangriffen. Ganz im Gegensatz zu Birdie: Der Koloss von einem Kämpfer ist zwar nicht besonders flink, kann dafür aber ordentlich einstecken und mit seiner Eisenkette selbst auf große Distanz gewaltig austeilen. So gewaltig, dass die Balance hier noch etwas unausgegoren wirkt.

Schlagabtausch in der Themse-Metropole

Einen sehr runden Eindruck hinterlassen dagegen die bereits vorgestellten Szenarien. Die Fäuste flogen auf dem Anspiel-Event unter anderem im nächtlichen Tokio und in einem viktorianisch gestalteten Londoner Bahnhof, der vor liebevoll ausgearbeiteten Details nur so strotzte. Zu bewundern waren stilvolle Telefonzellen, ein typischer Pub, schräge Bahnhofsbesucher und königliche Wachen in traditioneller roter Kluft und Bärenfellmütze auf dem Haupt.

Wie viele Schauplätze das fertige Spiel bietet, steht noch nicht fest, serientypisch dürften es aber eine ganze Menge sein. Größte Neuerung: Jedes Szenario bietet nun Gebietswechsel, wie man sie unter anderem aus "Injustice: Gods Among Us" von den Netherrealm Studios oder der "Dead or Alive"-Serie von Tecmo Koei kennt. Kämpft man im Freien und schleudert seinen Gegner durch eine Tür, geht’s zum Beispiel drinnen weiter - im Falle der Anspielversion etwa im Inneren eines kleinen Restaurants.

Was uns gefällt

Optisch präsentiert sich Street Fighter V dank Unreal Engine 4 als echter Dampfhammer und begeistert mit tollen Partikeleffekten, butterweichen Animationen sowie 1080p-Auflösung bei ruckelfreien 60 Bildern pro Sekunde. Einsteiger werden sich darüber hinaus schnell mit den leicht zu erlernenden V-Fähigkeiten anfreunden. Und auch der noch dieses Jahr startende Beta-Test stimmt zuversichtlich, insbesondere was die auf dem Event angekündigten Cross-Plattform-Duelle zwischen PS4- und PC-Nutzern angeht.

Was uns nicht gefällt

Die bereits präsentierten Charaktere gefallen, dennoch vermissen wir echte Neuzugänge, die man so noch nicht im "Street Fighter"-Universum gesehen hat. Schade zudem, dass das Spiel nach aktuellem Stand nur auf Playstation 4 und PC erscheint - Xbox One Nutzer gehen leer aus. Abzuwarten bleibt außerdem, wie sich europäische Spieler für den Beta-Test qualifizieren können. Bisher erhalten nur Vorbesteller der US-Fassung einen sicheren Zugang zur Beta-Version.

Fazit

Besser gefühlvoll verbessert, als krampfhaft neu interpretiert, so lässt sich das Motto von Street Fighter V derzeit wohl am besten zusammenfassen. Das Ergebnis ist ein Full-HD-Prügelfest mit vielen altbekannten Haudegen, abwechslungsreichen, in mehrere Bereiche aufgeteilte Arenen und den V-Fähigkeiten als spannende neue Gameplay-Komponente. Als echtes Ass im Ärmel dürften sich zudem die Cross-Plattform-Funktionalität entpuppen, sofern sie denn unter Realbedingungen reibungslos funktioniert und Capcom die streckenweise noch unausgegorene Balance in den Griff kriegt. Wovon man in Anbetracht des großangelegten Betatests jedoch ausgehen kann.

Infos zum Spiel

Titel: Street Fighter V
Genre: Beat'em-Up
Publisher / Hersteller: Capcom
Release-Termin: Frühjahr 2016
Preis: zirka 70 Euro
System: PC, PS4
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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