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Fifa 16: Preview zur Fußball-Simulation

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First Look auf Fifa 16 | Fußball-Simulation | PC, PS4, Xbox One  

Von Abwehrketten und Frauenfußball

17.06.2015, 16:59 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Fifa 16: Preview zur Fußball-Simulation. Fifa 16 Fußball-Simulation von EA Sports für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Electronic Arts)

Fifa 16 Fußball-Simulation von EA Sports für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Electronic Arts)

Wie oft werfen Spieler und Presse Entwickler EA Sports die Angst vor echten Innovationen vor? Doch kaum wagt man mit "Fifa 16" etwas Neues, hagelt es Beschimpfungen und einen handfesten Shitstorm. Vor wenigen Wochen kündigte EA Sports Fifa 16 an und stellte dabei erstmals Damenfußball in den Mittelpunkt. Zwölf Frauen-Nationalmannschaften treten an - und die Community reagiert mit Macho-Sprüchen und Beleidigungen. Peinlich, peinlich! Nachdem sich die Gemüter ein wenig beruhigt haben, präsentierte EA Sports in Köln erstmals eine spielbare Alphaversion seiner diesjährigen Fußballsimulation.

Frauen an die Macht

Entgegen aller Unkenrufe sind die Frauen-Nationalmannschaften keine einfache Erweiterung der Herrenabteilung. "In einem frühen Prototyp haben wir genau das gemacht: Einfach Frauentexturen auf einen Männerkörper gelegt. Das sah überhaupt nicht realistisch aus. Also schickten wir die Damen zum Motion-Capturing und scannten Gesichter und Bewegungen. Unsere Datenbankabteilung erfasste die Leistungen der Spielerinnen und kreierte daraus eigens auf die Frauen zugeschnittene Werte und Attribute für das Spiel", führt Produzent Aaron McHardy aus.

Durch die Damen wurde das Körpermodell aller Figuren noch einmal überarbeitet. Haare und Zöpfe mussten animiert werden. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Damen spielen sich spürbar anders als ihre männlichen Kollegen. Sie bewegen sich ein wenig langsamer über den Rasen, sind aber gleichzeitig wendiger und vollführen Richtwechsel eine Spur schneller. Durch die neuen Animationen erkennt man einen deutlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern - allein schon in der Art, wie sie sich bewegen.

Wie die zwölf Damennationalmannschaften eingesetzt werden, wollte Aaron McHardy noch nicht verraten: "Wir haben ja noch keine Spielarten bekannt gegeben. Aber es wird nicht möglich sein, mit Damen gegen Herren zu spielen. Und mit zwölf Mannschaften machen manche Spielmodi einfach mehr Sinn als andere."

Mehr Möglichkeiten in der Defensive

Die großen Neuerungen finden aber natürlich für beide Geschlechter statt. EA Sports arbeitet in diesem Jahr besonders an der Defensive. In Fifa 15 hatten Ballzauberer wie Messi oder Ronaldo im Eins-gegen-Eins-Duell leichtes Spiel. Auch Steilpässe und Lupfer über die Abwehr hinweg führten zu schnell zum Erfolg. Damit ist jetzt Schluss, die Abwehrblöcke bewegen sich nun deutlich besser zum Ball. Verteidiger gehen halbautomatisch auf gegnerische Pässe zu und fangen diese ab. Gleichzeitig erkennen sie Spielsituationen schneller und reagieren darauf. Rückt beispielsweise ein zentraler Abwehrspieler vor, schließt ein defensiver Mittelfeldspieler diese Lücke. Dadurch entstehen weniger leichte Tore und Alleingänge auf den Torhüter.

Darüber hinaus gewinnt das Defensivspiel an Dynamik hinzu: Nach verpassten Grätschen oder Tacklings kommen Manndecker mit einem zusätzlichen Tastendruck schneller wieder auf die Beine und können den Angreifer verfolgen. Ballführende Spieler werden nun leicht abgebremst und sind mit Ball meist langsamer als Verteidiger ohne Leder am Fuß. Star-Spieler wie Lionel Messi oder Ronaldo sind die Ausnahme.

Tore schießen mit Stil

Damit bei Fifa 16 nicht ausschließlich Nullnummern dominieren, schenkt EA Sports den Offensivkräften einige neue Fertigkeiten. Mit der No-Touch-Funktion lösen Ballkünstler das Leder vom Fuß und nutzen die neu gewonnene Freiheit für Körpertäuschungen, Übersteiger oder Finten.

Die Steuerung ist durch Halten einer Schultertaste ausgesprochen simpel. Ähnlich einfach führt man modifizierte Steilpässe aus. Ein normaler tödlicher Pass wird halbautomatisch ausgeführt. Der modifizierte Steilpass besitzt mehr Wucht, ist aber auch unpräziser. In der Preview-Fassung erscheint diese Passart noch einen Tick zu mächtig. Mit ihr gleicht man problemlos die im Vergleich zu Fifa 15 aktivere Verteidigung aus. Rasend schnell zischen die Zuspiele an den flinken Beinen der Defensivleute vorbei. Natürlich gehen auch einige Pässe daneben, insgesamt aber sind diese Anspiele noch zu effektiv.

Außerdem verstärkt EA Sports das Flügelspiel und verleiht hohen Flanken und Querpässen mehr Wucht. Den Angreifern spendiert man gleichzeitig zusätzliche Volley-Animationen. Die Zeiten, in denen Stürmer den Ball ständig über die Linie stolperten, scheinen also vorbei zu sein. Sämtliche Schüsse werden nun physikalisch korrekt und in der Wiederholung nachvollziehbar berechnet. Man erkennt nun, wenn ein Stürmer den Ball beim Schuss nicht zentral erwischt oder die Pocke ihm gar über den Schluppen rutscht. Das verhindert Frust bei Fehlversuchen und sorgt für Jubel bei besonders gelungenen Buden.

Neue Stimmen

Ein gute Nachricht gibt es schließlich noch für die deutschen "Fifa"-Spieler. Ärgerten sich viele Fans in den vergangenen Jahren über die Kommentare von Manfred "Manni" Breuckmann und Frank "Buschi" Buschmann, folgt nun ein namhafter Wechsel am Mikrofon: EA Sports hat Wolff-Christoph Fuss als Hauptkommentator verpflichtet. Er moderierte zuletzt noch bei "Pro Evolution Soccer 2015". Ihm zur Seite steht weiterhin Frank Buschmann, der mit seiner lockeren und emotionalen Art Farbe ins Spiel bringen soll.

Was uns gefällt

EA Sports hat aus der Kritik des vergangenen Jahres gelernt. Die Verteidigung agiert dynamischer und lässt sich nicht so leicht übertölpeln, Verteidiger kommen nach Attacken schneller wieder auf die Beine und können noch in das laufende Spiel eingreifen. Geschenkte Tore gibt es nur noch selten. Dazu wurden Schussverhalten, Pässe und Flanken maßgeblich überarbeitet. Dadurch wirkt das Aufbauspiel realistischer und gibt dem Spieler selbst mehr Möglichkeiten. Außerdem überzeugt der Einsatz, den das Entwicklerteam in die Frauennationalmannschaften investiert. Statt einer einfachen Erweiterung des Herren-Gameplays gibt es eigene Animationen und ein spürbar anderes Spielerlebnis.

Was uns nicht gefällt

So stark sich Fifa 16 auch in der Defensive verbessert hat, so hinkt die Offensive scheinbar noch leicht hinterher. Die Stürmer bieten sich längst nicht so aktiv an wie etwa in PES 2015, und so rumpelt es noch gelegentlich im Fifa-Getriebe. Darüber hinaus muss man abwarten, wie sich neue Dribbling-Funktionen wie die Körpertäuschungen bei einem freien Ball speziell im Online-Modus auswirken werden. Hier gehören die ständigen Tricks zu den größten Ärgernissen, und die No-Touch-Aktionen könnten das noch steigern.

Fazit

Fifa 16 geht gleich mehrere wichtige Schritte: Es führt Damenfußball in die Serie ein und schraubt gleichzeitig an vielen Problemen seiner Vorgänger. Eine gelungene Kampfansage an Konamis Konkurrenz-Produkt "Pro Evolution Soccer 2016".

Infos zum Spiel

Titel: Fifa 16
Genre: Fußball-Simulation
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: EA Sports
Release: 25. September 2015
Preis: zirka 60 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Wertung: Sehr gut

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