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Die Konsolenkämpfer schlagen zu: Test zu The Elder Scrolls Online - Tamriel Unlimited

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Test zu The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited | MMORPG | PS4, Xbox One  

Konsoleros erobern Tamriel

25.06.2015, 16:19 Uhr | Karsten Scholz (jr / tz), Medienagentur plassma

Die Konsolenkämpfer schlagen zu: Test zu The Elder Scrolls Online - Tamriel Unlimited. The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited MMORPG von Bethesda für PC, Mac, PS4 und Xbox One (Quelle: Bethesda)

The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited MMORPG von Bethesda für PC, Mac, PS4 und Xbox One (Quelle: Bethesda)

Als die Verantwortlichen bei Bethesda und den Zenimax Studios im März das monatliche Abo der PC-Version von "The Elder Scrolls Online" (TESO) streichen und gleichzeitig Neuerungen wie die Champion-Punkte auf die Server spielen, haben sie bereits den 9. Juni 2015 fest im Blick: Seit diesem Tag dürfen sich erstmals auch Besitzer einer Xbox One oder PS4 in die Fantasy-Welt Tamriel begeben. Stellt sich die Frage: Wie schlägt sich TESO auf den aktuellen Spielkonsolen? 

Identisches Innenleben

Die beiden Konsolen-Versionen sind inhaltlich mit dem PC-Pendant identisch. Vor dem ersten Besuch von Tamriel steht also auch auf PS4 und Xbox One die Charaktererschaffung an, in der Sie sich in gewohnter Manier einen eigenen Helden basteln. Neben seinem Aussehen bestimmen Sie hier seine Volkszugehörigkeit und damit auch, für welche der drei Allianzen - Dolchsturz-Bündnis, Ebenherz-Pakt oder Aldmeri-Dominion - er kämpft und in welcher Zone sein Abenteuer startet. 

Mindestens genauso wichtig ist die Wahl der Klasse. Die vier möglichen Spielweisen verfügen über je drei Fertigkeitsbäume, und die Rollenverteilung scheint auf den ersten Blick klar: Der Templer besitzt als einzige Klasse einen echten Heilbaum, der Drachenritter bindet besonders gut Feinde an sich und steckt problemlos auch harte Schläge ein. Die Nachtklinge ist dagegen wie fürs Töten gemacht, und der Zauberer schleudert am liebsten offensive Magiesprüche auf seine Opfer. 

Die heilige Vielfältigkeit

Die Klassenfertigkeiten definieren jedoch nur zu einem Teil die Spielweise des Helden. Genauso wichtig ist es, welche Waffe ein Recke im Kampf nutzt und welchen Rüstungstyp er trägt. Mit einem Wiederherstellungsstab und leichten Rüstungsteilen kann auch eine Nachtklinge die Aufgabe des Sanitäters übernehmen. Ein Templer gibt wiederum einen vorzüglichen Tank ab, wenn er sich mit einem dicken Plattenpanzer sowie einem Schild schützt. 

Dazu kommen spezielle Fertigkeitenbäume, die Sie etwa freischalten, wenn Sie sich als Verbrecher verdingen und die Einwohner Tamriels um ihr Hab und Gut bringen. Oder wenn Sie sich unter bestimmten Voraussetzungen in einen Werwolf oder Vampir verwandeln. Oder Sie treten einer Gilde wie dem "Club der Unerschrockenen" bei. Dank dieser unzähligen Möglichkeiten besitzt die Charakterentwicklung in TESO eine spielerische Freiheit, die anderen Genre-Vertretern abgeht. 

Der Exot unter den MMORPGs

In Tamriel warten unzählige Aufgaben auf den Helden, die oft zu größeren Missionsketten gehören und stets durch gut geschriebene und voll vertonte Dialoge begleitet werden. Oft münden diese in einer abschließenden Entscheidung, mit der Sie das Schicksal aller Beteiligten bestimmen. Wer die Dialoge ständig wegklickt, um möglichst schnell die Höchststufe 50 zu erreichen, nimmt sich nicht nur eine der großen Stärken des Spiels, sondern schaut nach Abschluss der Kampagne auch dumm aus der Wäsche, weil Tamriel Unlimited kein typisches "Endgame" besitzt. Nach der Hauptkampagne warten die sogenannten "Veteranenzonen" auf den Spieler, in denen man die Quests der beiden anderen Allianzen erlebt 

Dank der abwechslungsreichen Missionen und der riesigen, stimmig designten Welt kommt schnell die herrliche Elder Scrolls-Atmosphäre auf, die Fans des Universums bereits aus den Vorgängern kennen. Dass TESO dennoch kein "Skyrim mit Online-Komponente" ist, liegt an der Art und Weise, wie die Mehrspieler-Elemente das Spielerlebnis beeinflussen.

Eine spannende Infiltrationsmission verliert halt an Stimmung, wenn sich neben Ihrem Charakter noch zehn andere Diebe durch die Villa schleichen. Richtig nervig kann es zudem werden, wenn anwesende Mithelden Ihnen bei der Lösung eines Rätsels dazwischenfunken, weil sie zum Beispiel eine Bodenplatte auslösen und Sie dadurch wieder von vorne beginnen dürfen. 

Gamepad-Action der Extraklasse

Wirkte das actionreiche Kampfsystem von TESO auf dem PC noch etwas hektisch, geht das Ausweichen, Blocken und Zuschlagen auf der Konsole deutlich griffiger von der Hand. Mit den Aktions- und Schultertasten des Gamepads lösen Sie Ihre Angriffe aus, wehren feindliche Schläge ab oder entfesseln Ihr "Ultimate" - eine besonders mächtige Fähigkeit. Mit dem Steuerkreuz wechseln Sie wiederum Ihre Waffe, wodurch Sie ein völlig neues Set aus Angriffen erhalten, oder schlucken einen Trank, um Ihre Lebens-, Ausdauer- oder Magicka-Werte anzukurbeln. 

Die einzelnen Aktionen gehen derart fließend ineinander über, dass man schnell den Eindruck bekommt, die Entwickler hätten von Anfang an die Steuerung mit dem Gamepad im Hinterkopf gehabt. Einzig die etwas zu nah am Charakter justierte Schulterperspektive trübt den ansonsten sehr guten Eindruck, weil dank ihr gerade in konfusen Kämpfen die nötige Übersicht fehlt. 

Mühevolle Menüführung 

So gut die Gamepad-Steuerung auch im Kampf funktioniert, so fummelig fällt die Navigation in den Menüs aus. Die Entwickler behelfen sich mit langen Listen, um etwa sämtliche Gegenstände im Inventar darzustellen. Das mag übersichtlich sein, doch dauert es dadurch auch eine gefühlte Ewigkeit, bis man beim Händler sämtliche Teile gefunden hat, die man zu Geld machen wollte. Auch auf der Weltkarte haben wir stets das Gefühl, ein paar Klicks zu viel zu benötigen, um ans Ziel zu gelangen. 

Ein weiterer Nachteil des Gamepads offenbart sich im Dialog mit anderen Spielern. Einen Text-Chat wie auf dem PC gibt es nicht, stattdessen landen alle Helden eines Areals in einem eigenen Sprechkanal, in dem sie sich via Headset unterhalten können. Wenn Sie mit anderen Spielern eine der Gruppeninstanzen von Tamriel Unlimited besuchen, ist so ein Sprach-Chat für Absprachen Gold wert.

Sehr viel häufiger stören jedoch die Hintergrundgeräusche, etwa wenn ein naher Mitspieler seine Lieblings-Death-Metal-Band aufdreht oder ein offensichtlich verschnupfter Recke ähnlich schwer ins Mikro atmet wie Darth Vader in seinen besten Zeiten. In solchen Momenten bleibt nur die Flucht aus dem Kanal - und die Nutzung vorgegebener Textphrasen, um sich mit den Co-Helden auszutauschen. 

Schön, aber kein "Next Gen"-Look 

Die Grafik-Portierung ist Entwickler Zenimax ausgesprochen gut gelungen. Die drei Versionen gleichen sich fast wie ein Ei dem anderen, nur wenn man ganz genau hinseht, erkennt man auf dem PC die leicht knackigeren Texturen. Das Design von Tamriel fällt also auch auf Konsole abwechslungsreich und stimmig aus, und auch die Zauber- und Lichteffekte können sich sehen lassen.

Zudem ist die Welt einfach nur riesig, Sie werden Monate benötigen, um jeden Winkel zu erforschen. Erwarten Sie jedoch keine Grafikpracht wie in "The Witcher 3" - die Grafik ist hier einfacher gehalten. 

Größer, runder und ohne Abo

Konsolenspieler profitieren von den unzähligen Updates der letzten Monate, mit denen Zenimax dem MMORPG nicht nur den notwendigen Feinschliff, sondern auch neue Inhalte wie die Drachenstern-Arena verpasst hat. Obendrein fällt das Bezahlmodell für alle Versionen gleich aus: Wer TESO kauft, erhält uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Inhalte, die bis jetzt auf die Server gespielt wurden.

Eine monatliche Gebühr wie etwa bei "WoW" fällt zwar nicht an, doch benötigen Konsolenbesitzer die für Online-Spiele obligatorische aktive Mitgliedschaft bei Playstation Plus oder Xbox Live Gold. Wer will, kann sich im Kronen-Shop für ein paar Euro kosmetische Waren wie Haus- und Reittiere oder Gebrauchsgegenstände wie Reparaturkits kaufen. 

Abschließend noch eine kurze Warnung: Die Server der Konsolenversionen laufen noch nicht hundertprozentig rund. Vor allem in den ersten Tagen nach Veröffentlichung kämpften viele Spieler mit Anmeldeproblemen, Warteschlangen und Performance-Einbrüchen, und auch jetzt stellen wir noch regelmäßig Ruckler und Verzögerungen fest. Beim Einloggen gibt es dagegen keine Schwierigkeiten.

Löblich: Die Entwickler kommunizieren die Probleme offen und haben mit einzelnen Patches bereits die gröbsten Schnitzer bereinigt. 

Was uns gefällt

Die Macher waren in den letzten Monaten fleißig und haben nicht nur eine solide Konsolen-Portierung hingelegt, sondern auch am Spiel selbst weiter gearbeitet, für mehr Feinschliff gesorgt und neue Inhalte hinzugefügt. Davon profitieren jetzt auch die Fassungen für PS4 und Xbox One. So viele Gemeinsamkeiten die drei Versionen jedoch auszeichnen, es gibt einen Grund, warum TESO auf der Konsole mehr Spaß macht als auf dem PC: Das actionreiche Kampfsystem ist wie für das Gamepad gemacht. 

Was uns nicht gefällt

Die Navigation durch die Menüs fällt fummelig aus. Zudem stört uns, dass man mit Mitspielern nur via Sprach-Chat oder mittels vordefinierter Kurztexte sprechen kann. Wer auf dem PC einmal in den Genuss der unzähligen, von Spielern programmierten Add-ons gekommen ist, findet sich nur noch schweren Herzens mit dem puritanischen Standard-Interface von TESO ab. Zu guter Letzt trüben die ab und an auftretende Verzögerungen den ansonsten flüssigen Spielverlauf. 

Fazit 

Wie auf dem PC begeistert The Elder Scrolls Online auch auf den Konsolen mit seinen abwechslungsreichen Quests, der wunderschön designten Welt und dem actionreichen Kampfsystem, das sich mit dem Gamepad sogar noch besser anfühlt als mit Maus und Tastatur. Dazu kommt das faire Bezahlsystem: Einmal kaufen und ohne Abo oder Einschränkungen losspielen. Kurzum: Es gibt aktuell kein besseres Online-Rollenspiel für PS4 und Xbox One. 

Infos zum Spiel: 

Titel: The Elder Scrolls Online Tamriel Unlimited
Genre: Online-Rollenspiel
Publisher: Bethesda Softworks
Hersteller: Zenimax Online Studios
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 65 Euro (Konsolen), zirka 50 Euro (PC, Mac)
System: PC, Mac OS X, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren 
Wertung: Sehr gut 

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