Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

First Look zu Need for Speed für PC, PS4 und Xbox One

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

First Look auf Need for Speed | Rennspiel | PS4, Xbox One, PC  

Was Fans sich wünschen

29.06.2015, 16:08 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

First Look zu Need for Speed für PC, PS4 und Xbox One. Need for Speed Rennspiel für PC, PS4 und Xbox One von Ghost Games (Quelle: Electronic Arts)

Need for Speed Rennspiel für PC, PS4 und Xbox One von Ghost Games (Quelle: Electronic Arts)

Jahr für Jahr bringt Videospiel-Riese Electronic Arts seine wichtigsten Spiele-Marken Marken in aufgefrischter Form auf den Markt. Mit der Rennspiel-Serie "Need for Speed" (NfS) wurde zwischen den Jahren 2002 und 2013 ganz ähnlich verfahren. Jährlich karrte man einen, manchmal sogar zwei neue Ableger an den Start. Dass die Wünsche der Community dabei unter die Räder kamen und NfS immer mehr ausblutetet, wurde lange Zeit ignoriert. Erst nach der Veröffentlichung des bestenfalls soliden "Need for Speed: Rivals" Ende 2013 hatte EA die Botschaft verstanden. Die neue Marschrichtung: Den Entwicklern mehr Zeit lassen, Fan-Feedback auswerten und umsetzen. Das Resultat dieser Bemühungen wurde nun auf der E3 2015 enthüllt. 

Alle Stärken vereint in einem Spiel

Auch wenn das im schwedischen Göteborg stationierte Studio Ghost Games es nicht an die große Glocke hängt: Der einundzwanzigste Need for Speed-Ableger - bei dem man auf eine Untertitel verzichtet hat -  ist ein klassischer Neustart der Marke. Vollgas-Action, die in sich vereint, was Fans an der Reihe wertschätzen. Marcus Nilsson, ausführender Produzent und Gründer von Ghost Games, bringt es auf den Punkt: "Von den Anpassungsmöglichkeiten von 'Underground' bis hin zur Welt von 'Carbon', vom narrativen Stil von 'Most Wanted' bis hin zur Innovation und Grafik von 'Rivals – hier verschmelzen 20 Jahre Seriengeschichte zum definitiven Need for Speed.“ 

Und tatsächlich, eine erste Spritztour durch die fiktive offene Welt von Ventura Bay macht Laune. An Bord eines getunten Subaru BRZ brettert der der Pilot in der Presse-Demonstration durch die Außenbezirke des von Los Angeles inspirierten Szenarios. Es geht vorbei an heruntergekommen Lagerhallen, umzäunten Parkplätzen und schummrigen Seitengassen als plötzlich ein Pulk aus sieben Fahrzeugen vorbeirauscht. 

Schöner Spielfluss, mutige Kamerawinkel

Der Vorspieler zieht die Handbremse, reißt das Steuer hart herum und schon ist er mittendrin in einer rasanten, zirka 1,6 Meilen andauernden "Drift Attack"-Herausforderung. Ein Rennen erst auf Knopfdruck abnicken? Hier nicht mehr nötig. Wo es lang geht, verraten die Levelkarte unten links im Bild sowie in regelmäßigen Abständen über der Fahrbahn eingeblendete "Checkpoint"-Markierungen.

Während der EA-Mitarbeiter sein weinrotes PS-Wunder meisterhaft durch die breiten Straßenzüge von Ventura Bay zirkelt, fällt vor allem eins auf: Bei jedem Drift schwenkt die Kamera spürbar in Richtung Scheitelpunkt der Kurve und senkt sich gleichzeitig leicht gen Boden, was zweifelsohne toll aussieht. Ob Fans das anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Feature dauerhaft gut heißen werden, bleibt abzuwarten. 

Die fünf Säulen des Glücks

Hat man die Ziellinie einer Herausforderung passiert, erfolgt die knallharte Abrechnung - zunächst in fünf Kategorien. Den Anfang macht "Geschwindigkeit": Wer ständig Bleifuß fährt und regelmäßig neue Höchstgeschwindigkeiten knackt, häuft auf der "Speed"-Skala besonders viele Punkte an. Weiter geht’s mit "Style" und "Build". Um in diesen Bereichen Punkte zu scheffeln, zählen vor allem präzises Driften und coole Fahrmanöver respektive ein gutes Händchen in Sachen Fahrzeug-Tuning.

Darüber hinaus kredenzt Need for Speed so genannte "Crew"-Punkte für all jene, die effektiv im Pulk mit Freunden rasen, sowie "Outlaw"-Punkte für jeden, der den Cops ein Schnippchen schlägt. Der Dreh: Alle genannten Kategorien repräsentieren gleichzeitig eigene Spielmodi, für die mit steigender Punktzahl immer neue Veranstaltungen freigeschaltet werden. 

Werde zur Legende 

Gesondert davon protokolliert Ghost Games die Reputation. Sie setzt sich aus der Summe sehenswerter Einzelaktion zusammen. Beinahe-Zusammenstöße, Fahren auf der falschen Straßenseite, perfekter Nitro-Einsatz, Flugzeit ohne Boden unter den Rädern, gerammte Cops - all das und mehr wird in dieser Ziffer summiert.

Interessant für Fortgeschrittene: Wem es gelingt, eben genannte Manöver in zeitlich dichten Abständen aneinander zu reihen, darf sich auf üppige Multiplikatoren freuen. 

Die missionsübergreifende Aufgabe besteht letztlich darin, in seinen ganz persönlichen Parade-Disziplinen zu glänzen und so bekannt zu werden, dass man sich den bedingungslosen Respekt der fünf Racing-Ikonen von Ventura Bay verdient. Ob man die amtierenden Champions letztendlich auch individuell herausfordern wird, wurde nicht bestätigt, ist aber schwer anzunehmen.

Bis es allerdings soweit ist, gibt’s viel zu tun und erkunden: Nilsson zufolge hat allein die Spielwelt in etwa die doppelte Größe von Redview County, dem Szenario aus Need for Speed Rivals. 

Verdammt schick - und verdammt düster

Technisch zieht Ghost Games alle Register und belegt einmal mehr, dass sich die Frostbite 3-Engine nicht nur für moderne Shooter und Rollenspiele eignet. Fantastische Unschärfeeffekte und wunderschöne Fahrzeugmodelle treffen auf mutige Kameraperspektiven und eine solide Bildrate.

Ob man bis zum Release die magische 60-fps-Schallmauer durchbringt, bleibt allerdings abzuwarten. Schade außerdem, dass das gesamte Spiel immer nur abends, nachts oder vor Sonnenaufgang stattfindet, niemals jedoch tagsüber - so zumindest die Aussage einiger EA-Mitarbeiter. 

Was uns gefällt

Im Gegensatz zu den meisten Need for Speed-Ablegern der letzten Jahre setzt man diesmal wieder auf eine von aufwändig inszenierten Zwischensequenzen vorangetriebene Hintergrundgeschichte. Letztere soll aus insgesamt fünf Handlungssträngen bestehen, die mit fortschreitender Spieldauer miteinander verwoben werden.

Brillant: Die Übergänge zwischen Realfilm-Video und Spielgrafik finden nahtlos und ohne Ladezeit statt. Pluspunkte gibt’s ferner für die üppigen Tuning-Optionen. Allein in der E3-Demo ließen sich über 15 Fahrzeugkomponenten nach Belieben anpassen. 

Was uns nicht gefällt

Die Tatsache, dass man das neue Need for Speed nur mit laufender Internetverbindung spielen kann, sorgt für großen Unmut. Sicherlich, Online-Rennen mit und gegen andere menschliche Teilnehmer bilden einen essentiellen Teil der Spielerfahrung. Doch was spricht dagegen, Käufer auch offline Ventura Bay erkunden zu lassen?

Hinzu kommt: Sobald Xbox Live oder das PSN für längere Zeit gewartet werden oder mal wieder einer Hackerattacke zum Opfer fallen, ist dieses 65-Euro-Spiel temporär wertlos. 

Fazit

Mitreißende Optik, fetziger Sound, ausuferndes Tuning, aggressive Gesetzeshüter, mannigfaltige Spielmodi, ein roter Story-Faden und eine riesige Spielwelt - auf den ersten Blick scheint Need for Speed ein gelungenes Best-of vergangener Teile zu werden. Trotzdem sollten die Macher den aufziehenden Shitstorm in Sachen „Internetverbindung zwingend vorausgesetzt“ im Auge behalten und schnellstmöglich reagieren. Sonst könnte aus dem Vorzeige-Neustart schnell ein übler Auffahrunfall werden. 

Infos zum Spiel 

Titel: Need for Speed
Genre: Arcade-Rennspiel
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Ghost Games
Release: 5. November 2015
Preis: ab 65 Euro (Konsole), ab 55 Euro (PC)
System: PS4, Xbox One, PC 
Wertung: Gut 

News, Tests & Previews, Onlinegames und mehr auf Facebook: Werden Sie Fan von T-Online Spiele! 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Arbeiter entdecken wahres Ungetüm

Die 400 Kilogramm schwere Anakonda konnte nur tot geborgen werden. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal