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Final Fantasy 14: Heavensward: Den Drachenkrieg beenden

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Test zu Final Fantasy 14: Heavensward | Rollenspiel | PC, PS3, PS4  

Dem Drachenkrieg ein Ende setzen

30.06.2015, 16:41 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Richard Löwenstein

Final Fantasy 14: Heavensward: Den Drachenkrieg beenden.  (Quelle: Square Enix)

Final Fantasy 14: Heavensward (Quelle: Square Enix)

Über vier Millionen registrierte Nutzer können kaum irren: Nach dem Fehlstart im Jahr 2010 hat das Online-Rollenspiel "Final Fantasy 14" dank der Neuauflage "A Realm Reborn" die Trendwende  geschafft. Jetzt ist mit "Heavensward" die erste offizielle Erweiterung für PC, PS3 und PS4 erschienen - uns entpuppt sich als attraktives, aber beileibe kein preiswertes Vergnügen. 

Einsatz für die Krieger des Lichts 

Die Eckpunkte der Story sind schnell zusammengefasst: Im Stadtstaat Ishgard tobt ein bereits seit Jahrtausenden währender Konflikt zwischen den Bewohnern der Region und den Drachen der Dravanischen Horde. Keine Fraktion will nachgeben, und so liegt es mal wieder an den Kriegern des Lichts - also den Online-Spielern -, die Dinge ins Gleichgewicht zu bringen. Das wiederum dauert je nach Spielweise 50 Stunden und mehr. Ein sehr solider Umfang für eine Erweiterung.

In luftige Gefilde entschwinden

Einher mit der neuen Geschichte im erstmals zugänglichen Ishgard gehen viele inhaltliche Veränderungen und Verbesserungen. Allem voran die Möglichkeit, endlich fliegende Reittiere zu nutzen. Was auf dem Papier nach einer nüchternen Zusatzfunktion klingt, entpuppt sich in der Praxis als spielerischer Volltreffer. Zum einen, weil die Leveldesigner diese Art der Fortbewegung in den sechs neuen Arealen von Heavensward voll ausschöpfen, Vertikalität also eine viel größere Rolle spielt als sonst üblich. 

Spaß muss sein

Zum anderen, weil man Greife, Drachen, Schwarze Chocobo und Co. einfach sofort ins Herz schließt - optisch wie auch in Sachen Flugsteuerung. Redaktionsliebling: Der korpulente Chocobo, dem es gerade so gelingt, vom Boden abzuheben. Und das auch nur, weil ihm sein Herr und Meister ein Stück Kuchen vor die Nase hält, dem er emsig flatternd folgt - urkomisch. Noch beeindruckender sind allerdings die Luftschiffe, die sie im späteren Spielverlauf konstruieren und sogar nach ihren eigenen Wünschen anpassen dürfen. Voraussetzung? Der Kauf einer speziellen Werkstatt und diverse recht seltene Ressourcen, die erst aufwändig herangeschafft werden müssen.

Die neue Dreifaltigkeit

Heavensward ergänzt darüber hinaus das Rollenspiel insgesamt drei neue Jobs, sprich Charakterklassen. Den Anfang macht der Dunkelritter, ein Edelmann mit massivem Zweihänder-Schwert, besonders dicker Rüstung und einem Talent für dunkle Magie. Ein fieser Zauber befähigt ihn zum Beispiel, Gegnern Magiepunkte abzusaugen, welche sodann dem eigenen Konto hinzugefügt werden. Dunkelritter sind in der Regel als "Tank" unterwegs, sprich agieren wie die artverwandten Klassen Krieger und Paladin an vorderster Front, um Schaden zu absorbieren.

Mit der Macht der Sterne zum Sieg

Ganz anders der Astrologe. Er ist der Klasse der Heiler zuzuordnen und kümmert sich im Kampf um die "Versorgung" von Verwundeten. Gut erkennen kann man ihn selbst im hitzigsten Getümmel an seinem schwebenden, stets mitgeführten Sternenglobus. Darüber hinaus nutzt er im Kampf göttliche Spielkarten, um Vorteile für sich und seine Mitstreiter zu wirken. Nettes taktisches Element: Im Kampf entscheiden sie, ob sie eine Karte sofort einsetzen möchten oder doch lieber noch warten und die Karte dann mit anderen Karten kombinieren.

Schrot löst jedes Problem

Dritter im Bunde ist der Maschinist. Der Herr mit der Fliegerbrille an der Stirn und dem Schraubenschlüssel am Gürtel versteht sich ganz hervorragend im Umgang mit seiner doppelläufigen Schrotflinte und teilt massiv Schaden aus. Unterstützt wird er dabei von einem cleveren Geschützturm, der Gegner automatisch aufs Korn nimmt und sogar Stärkungszauber bei Mitstreitern wirken kann. Und bevor wir es vergessen: Alles bisherigen Klassen wurden ebenfalls aufgewertet, unter anderem mit neuen Moves und Kampfanimationen. 

Gewollte Einstiegshürden

Wichtig: Um eine der genannten Klassen zu spielen, muss man mindestens Level 30 erreicht und bestimmte Quests abgeschlossen haben. Diese bewusst eingerichtete Hürde soll unterstreichen, dass sich die neuen Jobs eher an fortgeschrittene Spieler richten. Ein gangbarer Weg, wenngleich nicht für jeden nachvollziehbar.

Abgerundet wird das geballte Figurenaufgebot von den "Au Ra", einer neuen spielbaren Rasse, beheimatet im östlichen Kontinent Othard. Obwohl auf den ersten Blick sehr menschenähnlich, fallen sie schnell durch ihre gekrümmten Hörner und ihre teils schuppige Haut auf. Nicht zu vergessen die gigantische Statur der männlichen Stammeskrieger. Verlockend für aktive Spieler: Mit einem Verwandlungstrank mutieren sie in Windeseile zu einem Au Ra.

Neue Dungeons, neuer Raid

Kampferprobte Weltenretter freuen sich ferner auf acht neue Dungeons. Darunter eine lichtdurchflutete Kathedrale und eine nicht minder großflächig angelegte Bibliothek - beide bis an den Rand gespickt mit knackigen Herausforderungen. Ebenfalls neu, jedoch erst um den 7. Juli verfügbar ist ein besonders knackiger Raid. Er spielt im Inneren eines mechanischen Riesen namens Alexander, kann mit bis zu 23 Mitstreitern in Angriff genommen werden und weckt freudige Erinnerungen an einen legendären Bossgegner vergangener Final Fantasy-Tage.

Pfiffige Streitvermeidungs-Mechanismen

Kräftig auf die Schulter klopfen dürfen sich die Japaner nicht zuletzt für viele kleine Detailverbesserungen. Exemplarisch sei an dieser Stelle das neue "Loot Master"-System angeführt. Heißt im Klartext: Spielt man im Team, einigt sich die Gruppe auf einen Loot Master. Ihm obliegt im Anschluss die gerechte Verteilung von ergatterter Beute, was lästige Zankereien meist im Keim erstickt. Alternativ ist auch ein Bieter-System möglich. Hier erhält dann der Meistbietende den Zuschlag für einen gewünschten Beutegegenstand, während sich der monetäre Erlös gleichmäßig auf den Rest der Gruppe verteilt.

Was wir mögen

Heavensward setzt zur Installation "Final Fantasy 14: A Realm Reborn" voraus. Wer das noch nicht sein Eigen nennt und zudem "Heavensward" spielen will, dem raten wir zu "Final Fantasy 14: Online". Das Gesamtpaket beinhaltet Hauptspiel und Add-on für rund 50 Euro. Daumen hoch außerdem für die Entscheidung, eigene Final Fantasy-Datenzentren in Europa an den Start bringen wollen. Auf lange Sicht dürfte dies eine deutlich geschmeidigere Spielerfahrung garantieren, als das momentan der Fall ist.

Was wir nicht mögen

In vielen Online-Rollenspielen kann man die Inhalte einer Erweiterung erleben, sobald der Held einen gewissen Fähigkeiten-Level erreicht hat. Für Heavensward gilt dies nicht. Hier muss man zunächst die Story des kompletten Hauptspiels abgeschlossen haben, und das kann dauern. Vor allem wenn man sich bisher nur auf weniger Story-relevante Inhalte konzentriert hat. Sehr schade: Square Enix kassiert nach Ablauf der 30-tägigen Testspielzeit 10,99 Euro Abogebühr pro Monat. Auf PS4 und Xbox One kommen die Abokosten für das Playstation Network (PSN) beziehungsweise Xbox Live dazu. Ein sehr teurer Spaß.

Fazit

Riesig groß, prall gefüllt mit spannenden Inhalten, sehr hübsch anzusehen und voller Überraschungen: So lässt sich "Heavensward" momentan wohl am besten zusammenfassen. Blöd nur, dass Square Enix den Spieleransturm unterschätzt hat. Momentan trüben Zugangsprobleme und Spielabbrüche den grundsätzlich guten Eindruck. Das ist bei neuen Online-Rollenspielen und Add-ons zwar nicht ungewöhnlich, stellt des Abenteurers Geduld aber schon arg auf die Probe. 

Infos zum Spiel 

Titel: Final Fantasy XIV Heavensward
Genre: Online-Rollenspiel 
Hersteller / Publisher: Square Enix
Release: 23. Juni 2015
Preis: PS3 ab 30 Euro, PC ab 35 Euro, PS4 ab 45 Euro (das zwingend erforderliche Hauptspiel bietet einen 30-tägigen Testzeitraum und kostetdanach 10,99 Euro Abogebühr pro Monat)
System: PC, PS3, PS4
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Gut 

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