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PES 2016: Auf dem Weg zur alten Bestform

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Hands-on-Preview zu PES 2016 | Fußball-Simulation | PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360  

Auf dem Weg zur alten Bestform

07.07.2015, 16:30 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

PES 2016: Auf dem Weg zur alten Bestform. PES 2016 (Quelle: Konami)

Konami präsentiert mit Pro Evolution Soccer 2016 die nächste Evolutionsstufe seiner Fußball-Simulation (Quelle: Konami)

Konamis "Pro Evolution Soccer" (PES) hat in den vergangenen Jahren alle Höhen und Tiefen des virtuellen Fußballgeschäfts durchlebt. Mit "PES 2015" fand man jedoch wieder zu alter Stärke zurück und bot Konkurrent "Fifa 15" die Stirn. Für "Pro Evolution Soccer 2016" verspricht der japanische Spiele-Hersteller nun das Beste aus 20 Jahren und beeindruckt bereits in der spielbaren Alpha-Version mit vielen Detailverbesserungen und spürbar aufgefrischtem Gameplay. 

Mann gegen Mann

An dem technischen Grundgerüst ändert sich in diesem Jahr nichts. Das Spiel basiert wie sein Vorgänger auf der Fox-Engine, die beispielsweise auch beim Action-Adventure "Metal Gear Solid 5 : The Phantom Pain" zum Einsatz kommt. Sie garantiert weiterhin natürliche Spielermodelle und enorm detailreiche Gesichter, auch wenn diese in der E3-Demo noch arg unrealistisch glänzten. 

PES wird härter: Heftige Zusammenstöße auf dem Platz

Positiv hingegen: Für PES 2016 wurde das Kollisionssystem spürbar überarbeitet. Alle Berührungen von Spieler berechnet das Programm nun physikalisch korrekt – abhängig von Faktoren wie der Masse oder der Geschwindigkeit der Teilnehmer. Diese Neuerung führt zu teils ruppigen Zweikämpfen mit wunderschönen Animationen. In der Anspielrunde setzt sich etwa Mario Götze, nachdem er von hinten umgepflügt wird, auf den Hosenboden. In Luftkämpfen rangeln die Kicker nun um die Vormachtstellung, schieben sich weg oder ziehen am Trikot ihres Gegenspielers.

PES 2016 fühlt sich dadurch ein wenig "härter" an. Einfache Dribblings, bei denen man am Gegenspieler vorbei rutscht, gibt es nun nicht mehr. Jede Berührung führt zu kleinen Stolperern oder sorgt dafür, dass dem Ballführenden das Leder verspringt. Beim Spielgefühl fällt insgesamt auf, dass sich Pro Evolution Soccer 2016 einen Tick langsamer als sein Vorgänger spielt. 

Spaß an der Defensive

Ähnlich wie EA Sports und "Fifa 16" arbeitet auch Konami in PES 2016 an der Zweikampfmechanik. Im direkten Eins-gegen-Eins-Duell stehen einem nun über den rechten Analog-Stick zusätzliche Tricks und Finten zur Verfügung. Wer auf diese verzichten möchte, freut sich über die starke Mitspieler-KI, die sich immer wieder anbietet und für viel Bewegung auf dem Platz sorgt. 

Die Abwehr wiederum basiert verstärkt auf korrektem Timing von Attacken: Greifen Sie mit Tacklings und Grätschen im perfekten Moment an, sichern Sie sich direkt das Leder und können zum Tempogegenstoß ansetzen. So stärkt Konami die Abwehr, schenkt der Offensive aber gleichzeitig mehr als ausreichend Optionen, um sich gegen starke Manndecker durchzusetzen.

In der Demo führten diese Neuerungen zu dynamischen Spielzügen. Zum Beispiel, wenn sich Mario Götze nach einem Doppelpass auf dem Flügel freispielt und anschließend Thomas Müller mit einem Lupfer in den freien Raum in Szene setzt.

Clevere Klassestürmer erkennen Lücken in der Abwehr und versuchen immer wieder in diese hineinzustoßen. Durch diese Eigenheiten entwickelt man schnell ein Gespür für die Laufwege der eigenen Leute und versteht, wie man sie am besten in Position bringt. Torerfolge feiert man nun übrigens in netten Jubelsequenzen - ähnlich wie in der "Fifa"-Serie.

Immer live dabei

Das Wetter nimmt in der neuen PES-Version dynamisch Einfluss auf die Spiele. Das bedeutet, dass sich die Wetterbedingungen im laufenden Match verändern. Ein plötzlicher Regenschauer sorgt beispielsweise für einen rutschigen Rasen und deutlich effektivere Fernschüsse.

Darüber hinaus geizt Pro Evolution Soccer 2016 nicht mit leckeren Grafikeffekten: Bei Regen etwa sieht man, wie das Wasser bei Grätschen spritzt, zudem werden die Trikots der Spieler nass. Schönes Detail am Rande: Wählt man in der Meisterliga England als Startnation aus, kommt es häufiger zu spontanen Regengüssen als etwa in sonnigeren Ländern wie Spanien oder Italien. 

Die Kameraperspektive fängt das Spiel dieses Jahr abwechslungsreicher ein. So zoomt das Bild im normalen Spiel weit raus, bei Dribblings aber fährt die Ansicht näher an die Protagonisten heran. Man lehnt sich somit an die Inszenierung aktueller TV-Übertragungen an. Nach dem Abgang von Wolf-Christoph Fuss zu Fifa 16 erhält Hansi Küpper für PES 2016 Unterstützung durch seinen neuen Kommentatoren-Kollegen Marco Hagemann. Dessen Sprüche waren in der Alpha-Fassung aber noch nicht implementiert. 

Tricks gegen die Lizenzproblematik

Es ist hinreichend bekannt, dass EA Sports auf das gesamte Lizenzpaket der Fifa zurückgreift, während Konami "nur" Einzelverträge mit Clubs, Ligen oder beispielsweise der Champions League besitzt. Dadurch muss man bei Pro Evolution Soccer unter anderem auf die Bundesliga sowie die Originaldaten einiger Top-Clubs verzichten. Dies war bislang speziell auf den Konsolen ein Riesenproblem, da es hier keine Modding-Möglichkeiten gab. Die PC-Community half sich derweil über die Jahre selbst und tauschte die Daten nach Lust und Laune aus.

PES 2016 widmet sich zumindest den Outfits der Stars in Form einer Bild-Importfunktion. Mit deren Hilfe können Nutzer dann eigene Trikots oder Logos entwerfen und so zumindest einige Daten selbst verändern. 

Was uns gefällt

Auf dem Platz macht Pro Evolution Soccer 2016 schon jetzt niemand etwas vor. Konami drosselt das Spieltempo diesmal leicht und erhöht den Realismus mit vielen Details. Bei Dribblings verspringen Spielern die Bälle häufiger, gleichzeitig agiert die Defensive klüger. Die Offensive profitiert von besseren Dribblings und einer weiterhin starken Mitspieler-KI. Außerdem bietet das neue PES erstmals dynamische Wettereffekte, die den Spielverlauf ebenfalls beeinflussen. 

Was uns nicht gefällt

Die Lizenzen bleiben weiterhin der größte Vorteil der "Fifa"-Serie. Trotz frischer Editoren wird Pro Evolution Soccer 2016 nicht mit der geballten Ladung Original-Daten der EA-Konkurrenz mithalten können. Darüber hinaus stehen hinter vielen Spielmodi noch dicke Fragezeichen: Gelingt es Konami, die Spielbalance von "My Club" in den Griff zu bekommen? Haucht man der Meisterliga endlich neues Leben ein? Die frischen Menüs sind sicherlich nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. 

Fazit 

Konami baut auf dem im vergangenen Jahr gelegten Fundament auf und präsentiert mit Pro Evolution Soccer 2016 die nächste Evolutionsstufe seiner Fußball-Simulation: Fordernd, realistisch und abwechslungsreich. Fifa 16 muss sich warm anziehen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Pro Evolution Soccer 2016
Genre: Fußball-Simulation
Publisher/Hersteller: Konami
Release-Termin: 17. September 2015
Preis: zirka 70 Euro (PS4, Xbox One), zirka 60 Euro (PS3, Xbox 360, PC)
System: PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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