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First Look zu Fallout 4: Bombenstimmung im Ödland

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First Look auf Fallout 4 | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Bombenstimmung im Ödland

10.07.2015, 15:52 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

First Look zu Fallout 4: Bombenstimmung im Ödland . Action-Rollenspiel  (Quelle: Bethesda)

Szene aus dem Action-Rollenspiel Fallout 4 von Bethesda für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Bethesda)

Todd Howard hat gut lachen: Unter seiner Federführung entstanden bei den Bethesda Game Studios Rollenspiel-Meilensteine wie "Fallout 3" oder "The Elder Scrolls 5: Skyrim". Beim ersten Bethesda-Showcase auf der E3-Messe in Los Angeles enthüllte er - wenig überraschend - das Endzeit-Rollenspiel "Fallout 4" und entfachte damit eine wahre Euphoriewelle. Fallout 4 soll noch im November 2015 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen und gehört somit zu den hoffnungsvollsten Spielen des Weihnachtsgeschäfts.  

Vor der Bombe

Das Abenteuer beginnt mit einer Reise in die Vergangenheit, in einer Zeit vor der Atomkatastrophe. 2077 ist die Welt noch in Ordnung: Über einem Wohngebiet in Boston geht gerade die Sonne auf, Arbeitsroboter erledigen den Haushalt.

Intuitiv: Die obligatorische Charaktererstellung in Fallout 4 wird direkt in die Spielwelt eingebettet. Ein Mann blickt in den Spiegel. Wie soll er aussehen? Mit Bart oder glatt rasiert? Welche Hautfarbe hat er? Über einfache Schalter passen Sie Ihr Alter Ego an die eigenen Bedürfnisse an. Veränderungen der Gesichtszüge nimmt man mit dem Cursor vor und zieht Wangenknochen, Nase und Kinn direkt am "lebenden" Objekt in die richtige Form. Zudem entscheidet man auch über das Geschlecht der eigenen Spielfigur. Ob man als männlicher oder als weiblicher Überlebender das Öldand, den Schauplatz des Rollenspiels, durchstreift, bleibt jedem selbst überlassen. 

Wenig später klingelt es an der Tür. Ein Vertreter will einem den neusten Atombunker aufschwatzen. Bevor man diesen aber kauft, füllt man über einen Fragebogen den für "Fallout" traditionellen Special-Charakterbereich aus und legt damit Grundwerte für Stärke, Charisma oder Glück fest. Allzu lange erfreut man sich aber nicht an dem Idyll: Kaum sind diese ersten Aufgaben erledigt, geht die Atombombe hoch, und man muss in den Schutzbunker flüchten. 

Wie geht’s weiter?

Die eigene Spielfigur schafft es rechtzeitig in den Vault 111. Die schlecht Nachricht: Seine (oder ihre) Familie kommt bei der Katastrophe ums Leben. 200 Jahre später erwacht man in dem unterirdischen Bunker. Wie man eine solch lange Zeit übersteht? Das ist bislang noch nicht bekannt. Ersten Gerüchten zufolge schlummert der eigene Charakter im Kälteschlaf, ehe er in der Zukunft wieder zu sich kommt. 

Fest steht bislang nur, dass die US-Metropole Boston nach der Explosion in Trümmern liegt. Bethesda zeichnet auf Basis der aufgepeppten Creation Grafik-Engine ein stimmiges Endzeit-Szenario mit 50er-Jahre-Charme und gewohnt verspielter Technik. Der Pip-Boy - der tragbare Computer eines jeden Überlebenden - wurde liebevoll mit zusätzlichen Animationen erweitert. Überhaupt wirkt Fallout 4 eine Spur bunter und verspielter als sein Vorgänger. Trotzdem erkennt man den typischen Look des Endzeit-Rollenspiels, und speziell bei den auftauchenden Mutationen treffen Besitzer des dritten Teils auf einige alte Bekannte wieder. 

Der Überlebende in der bislang präsentierten Demo erhält erneut tierische Unterstützung in Form eines deutschen Schäferhundes. Der pelzige Begleiter spielt eine größere Rolle und wird zum zweiten Helden. Er kämpft Seite an Seite mit dem Vault-Bewohner, sammelt auf Tastendruck aber auch Gegenstände ein. 

Alte Probleme

Der Spieler steuert Fallout 4 entweder aus der Ego- oder der Verfolger-Perspektive. Wie schon im Vorgänger hat man die Wahl zwischen Echtzeit-Kämpfen und dem VATS-System ("Vault-Tec Assisted Targeting System"). Kontrolliert man seinen Überlebenden im Echtzeitmodus, fühlt sich Fallout 4 fast schon wie ein Actionspiel an. Man zielt selbst mithilfe des Fadenkreuzes und richtet Schaden auch wirklich nur dort an, wo man trifft.

Aktiviert man hingegen den VATS-Modus, wechselt das Spiel in Zeitlupe und unterteilt den Körper des Feindes in verschiedene Regionen. Prozentzahlen zeigen Trefferchancen und den potenziellen Schaden an. 

Das Kampfsystem erinnert somit stark an die Vorgängerspiele und kommt auch nicht ohne eine gehörige Menge Blut aus, bei finalen Treffern kommt es sogar zu in Zeitlupe dargestellten Ragdoll-Effekten. Kenner erinnern sich: Bei Fallout 3 wurden eben diese Elemente aus der deutschen Fassung entfernt. Für den vierten Teil strebt Bethesda aber eine ungekürzte Version an. 

Neue Möglichkeiten

Besonderes Augenmerk legen die Entwickler auf die Crafting-Funktionen. Man kann nun alles aufsammeln und irgendwie verwerten. Allein für die 50 Basisknarren soll es weit über 700 Upgrades geben, vom angepassten Lauf bis hin zum Schalldämpfer. Noch interessanter sind allerdings die Möglichkeiten des Lagerbaus. Spieler basteln aus gesammelten Rohstoffen kleine Städte. Im Idealfall schlagen dort Händler ihre Zelte auf und verkaufen fortgeschrittene Gegenstände. 

Vermutlich wird man die Siedlungen nicht überall in der Spielwelt aufstellen können, sondern nur an vorgegebenen Standorten. Allerdings sollte man seine Dörfchen gut absichern, da Räuber und Mutanten brandschatzend durch das Ödland reisen. Idealerweise platziert man elektrische Selbstschussanlagen oder sogar Fallen. Grundlage dafür ist natürlich Elektrizität, die man mithilfe von Generatoren erzeugt. 

Ersten Informationen zufolge scheint es, als gäbe es in Fallout 4 eine lange Produktionskette unterschiedlicher Siedlungsobjekte. Hobby-Bastler haben reichlich Arbeit, all diese Bauteile zu erforschen. Allerdings betonte Todd Howard in der ersten Präsentation auch, dass die Crafting-Elemente lediglich optional seien und man das Ödland genauso gut als einsamer Wolf erforschen kann. 

Was uns gefällt

Fallout 4 hat das Zeug zum größten Rollenspiel des Jahres: Eine riesige Endzeit-Welt mit unzähligen Aufgaben, kruden Charakteren und heftigen Kämpfen wartet auf Rollenspiel-Fans. Bethesda erweitert die Erfolgsformel des Vorgängers und baut beispielsweise das Crafting-System aus oder schenkt dem tierischen Begleiter mehr Bedeutung. Wer sich also wirklich in den Untiefen von Fallout 4 verlieren will, kann das tun und seine ganz eigene Endzeitsiedlung kreieren und gegen Räuber verteidigen. Das Ergebnis könnte ein nahezu unendlich großer Rollenspiel-Sandkasten sein, der aber auch viel Wert auf eine ausgefeilte Geschichte legt. 

Was uns nicht gefällt

Der bislang einzige offensichtliche Kritikpunkt an Fallout 4 ist zweifellos die Grafik - man sieht dem Spiel seine lange Entwicklungszeit an. Speziell die Animationen und Monstermodelle sehen lediglich "ordentlich" aus und rangieren damit eine Qualitätsstufe unter dem Rest des Spiels. Letztlich ist aber gerade bei einem Rollenspiel die Optik längst nicht entscheidend, und so kann man sicher über die eine oder andere Schwäche hinweg schauen, sofern die Spielmechanik auf den Punkt ist. 

Fazit 

Von Null auf Hundert: Fallout 4 ist das vielleicht wichtigste Spiel des Jahres 2015. Alle anderen Titel müssen sich zum Weihnachtsgeschäft vor dem Rollenspiel-Monster vorsehen. Todd Howard und sein Team basteln nach "Skyrim" an ihrem nächsten Megahit. 

Infos zum Spiel 

Titel: Fallout 4
Genre: Rollenspiel
Publisher: Bethesda Softworks
Hersteller: Bethesda Game Studios
Release-Termin: 10. November 2015
Preis: zirka 70 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut

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