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Nintendo-Chef Satoru Iwata (55) stirbt an Gallenkrebs

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Nintendo-Chef  

Satoru Iwata ist tot

13.07.2015, 10:18 Uhr | (jr / ams), AFP

Nintendo-Chef Satoru Iwata (55) stirbt an Gallenkrebs. Satoru Iwata verstarb am 11. Juli. (Quelle: Reuters)

Satoru Iwata verstarb am 11. Juli. (Quelle: Reuters)

Der Chef des japanischen Videospielriesen NintendoSatoru Iwata, ist an Gallenkrebs gestorben. Der 55-Jährige sei am Samstag seiner Krankheit erlegen, teilte der in Kyoto ansässige Konzern am Montag in einer kurzen Erklärung mit.

Iwata hatte seine berufliche Karriere als Programmierer begonnen, der hinter erfolgreichen Figuren wie "Kirby" stand. Das gab ihm zusätzlich Gewicht in der Branche und bei Entscheidungen innerhalb des Unternehmens. "Auf meiner Visitenkarte bin ich ein Konzernpräsident. In meinem Kopf bin ich ein Spiele-Entwickler. In meinem Herzen bin ich ein Gamer", sagte Iwata 2005. 

2002 übernahm er den Chefposten bei Nintendo - nur zwei Jahre nachdem er bei dem Unternehmen angefangen hatte. Iwata war der erste Chef von Nintendo, der nicht zur Gründerfamilie Yamauchi gehörte. 

Satoru Iwatas größter Erfolg als Manager war die 2006 gestartete Spielekonsole Wii. Sie lockte mit ihrer Bewegungssteuerung viele Casual-Gamer an und verkaufte sich deutlich besser als die technisch überlegenen Konsolen PS3 von Sony und Xbox 360 von Microsoft. Der Absatz des Nachfolgemodells Wii U mit dem innovativen Tablet-Controller blieb aber bisher hinter den Erwartungen zurück und brachte Nintendo Verluste ein. 

Auch im Mobile Games-Bereich setzte Nintendo unter Iwata Akzente. Schon in den achtziger Jahren hatte der japanische Konzern mit dem Gameboy die erste erfolgreiche mobile Spielekonsole herausgebracht, und Iwata konnte an die Erfolge zunächst mit dem klappbaren Handhelds DS und dem Nachfolger 3DS mit zwei Bildschirmen und 3D-Display anknüpfen. 

Angesichts sich verschlechternder Unternehmensergebnisse hatte Iwata vor ein paar Monaten eine Abkehr von der Unternehmenspolitik eingeleitet, allein auf Spielkonsolen zu setzen. Im März gab Nintendo seine Absicht bekannt, einen Anteil an der japanischen Firma DeNA zu kaufen, die Spiele für Smartphones entwickelt, um den boomenden Smartphone-Markt zu bedienen. Iwata musste seinen langjähriges Beharren, dass Nintendo-Figuren wie "Super Mario" nur auf hauseigenen Geräten auftauchen sollen, damit ad acta legen. 

Bereits vergangenes Jahr hatte Iwata wegen der schlechten Unternehmensergebnisse sein Gehalt halbiert. Nintendos Konkurrenten Sony und Microsoft hatten in jüngster Zeit das japanische Unternehmen überholt. Alle drei Unternehmen leiden unter der Entwicklung, dass Videospiele zunehmend für wenig Geld oder gar gratis im Internet heruntergeladen werden können.

Ende Mai verkündete Nintendo immerhin, dass es nach drei Jahren mit Verlusten wieder Gewinn machte. Im jüngsten Geschäftsjahr, das am 31. März zu Ende ging, lag er demnach bei 41,8 Milliarden Yen (310 Millionen Euro). 

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