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Vorschau zu Anno 2205: Anno erobert den Mond

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Preview zu Anno 2205 | Aufbau-Strategiespiel | PC  

Anno erobert den Mond

14.07.2015, 16:26 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Vorschau zu Anno 2205: Anno erobert den Mond. In der neuen Generation des Aufbau-Strategiespiels von Entwickler Blue Byte wird der Mond erobert. (Quelle: Blue Byte)

Anno 2205 verbindet Erdstützpunkte mit Mondkolonien und schafft damit das größte Wirtschaftssystem der gesamten Serie. (Quelle: Blue Byte)

Bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter: In "Anno 2070" verschlug es Blue Bytes beliebtes PC-Aufbau-Strategiespiel erstmals in die Zukunft. Der Nachfolger "Anno 2205" geht noch weiter. Erstmals bauen Hobby-Strategen sogar Kolonien auf dem Mond und schürfen nach wertvollen Mineralen. Aber ist das wirklich noch "Anno", wie es seine Fans lieben, oder verlieren sich die Entwickler womöglich in den Weiten des Weltalls? 

Viele Sitzungen, ein System

Anno 2205 spielt in der gleichen Welt wie sein Vorgänger - nur 135 Jahre später. Die Relikte der Vergangenheit sind gut erkennbar; die ehrwürdige Arche beispielsweise liegt in Trümmern und ist heute nicht mehr als ein Schrotthaufen. Auch die Fraktionen der Ecos und Tycoons existieren nicht mehr. "Wir bauen trotzdem viele versteckte Easter Eggs ein, die Spieler des Vorgängers erfreuen werden. Man braucht aber keine zwingenden Vorkenntnisse über die Geschehnisse", erklärt Creative Designer Dirk Riegert. Er ist seit 2004 bei der Entwicklung der Anno-Reihe mit an Bord und zeichnet sich für die kreative Richtung der Serie mitverantwortlich. 

Ausflug zum Mond 

Beim Start des Spiels blickt man zunächst auf eine Übersichtskarte und wählt das nächste Zielgebiet aus. Der Clou: Im Spielverlauf beackert man nicht nur eine, sondern im besten Fall bis zu zwölf Karten gleichzeitig. "Der normale Spieler baut vermutlich auf drei bis fünf Karten gleichzeitig. Wir wollen aber für die Profis zwischen acht und zwölf Sitzungen anbieten", fügt Dirk Riegert hinzu.

Alle Sitzungen laufen parallel zueinander. Neue Inseln erreicht man mit Booten, für den Mond brauchen Sie ein Space-Shuttle. Über Handelsrouten tauschen die einzelnen Gebiete Waren oder sogar Energie miteinander aus. Erstmals besiedelt man nicht nur Inseln, sondern auch Kontinente - und sogar den Mond. 

Typisch "Anno"

Doch bevor man in die Sterne aufbricht, muss man sich zunächst die Erde Untertan machen. Im Gegensatz zu den Vorgängern legt der Spieler auf einer neuen Karte selbst die Startposition fest. Straßen fungieren in Anno 2205 als Schlagadern der Stadt: Jedes Gebäude muss mit ihnen verbunden sein, um Waren, Strom und Dienstleistungen zu fördern oder zu erhalten, Handelsrouten innerhalb einer Karte bedarf es nicht. Alle Waren finden im Zentrallager Platz und werden bei Bedarf prompt ausgeliefert. Lediglich Lieferungen von einer Sitzung zur nächsten erfordern eine Handelsroute. 

Der Mensch als Ressource  

Die ersten Menschen bringt man in kleinen Behausungen unter. Ihre Bedürfnisse sind mit Reis, Wasser und Informationen noch sehr gering. Entsprechend baut man zunächst einige Reisfarmen, Windkraftwerke, Wasserförderungsanlagen und ein Informationszentrum. Auffällig: Alle Produktionsstätten sind nun modular erweiterbar. Die entsprechenden Ressourcen vorausgesetzt, platziert man zusätzliche Felder für die Reisplantagen oder senkt gar die Energiekosten mit Solarzellen. Robotik-Module verringern die Anzahl der notwendigen Arbeiter. Denn auch der Mensch wird in Anno 2205 zur Ressource. 

Auf diese Weise kann man bereits vorhandene Gebäude vielfältiger nutzen und an die aktuellen Gegebenheiten anpassen. Ebenfalls neu: Gebäude und ihre Module lassen sich nun verschieben. Das erleichtert Ihnen speziell im späteren Verlauf des Spiels den Bau neuer Gebäude merklich. Das Verschieben ist auf niedriger Schwierigkeitsstufe kostenlos - Profis werden für derartige Aktionen aber zur Kasse gebeten. 

Der Fortschritt und seine Folgen

Bei Anno 2205 entwickelt sich schnell ein schöner Spielfluss, in dem man die Wünsche seiner Bewohner befriedigt und die Stadt somit langsam aufsteigt. Wohnhäuser wachsen mit jeder der vier Evolutionsstufen ein Stück und erhalten eine immer futuristischere, gläserne Anmutung. Die neue Grafik-Engine leistet dabei sehr gute Dienste und zaubert spiegelnde Hochhäuser und in mehreren Ebenen fliegende Autos auf den Bildschirm. Sogar einige Rehe springen durch den Wald. Zumindest so lange, bis man dort neue Gebäude pflanzt. 

Doch mit steigenden Ansprüchen genügen die handelsüblichen Ressourcen nicht mehr. Das Volk verlangt nach fortgeschrittenen Technologien wie Androiden. Und deren Bauteile bastelt man aus Rohstoffen, die nur auf dem Mond verfügbar sind. Bevor man allerdings das Space-Shuttle zündet, muss man zunächst den Raumhafen ausbauen. Ähnlich wie die normalen Produktionsstätten erweitern Sie diese schwimmende Festung im Endlosspiels beziehungsweise in der Kampagne fortlaufend. Mit der dritten Erweiterung erhält man Zugang zum Raumschiff und wagt den ersten Ausflug ins All. 

Wie alle wichtigen Momente im Spiel wird auch der Start der Rakete mit einem kurzen Filmchen eingeleitet. Überhaupt bietet Anno 2205 mit dem Postkarten-Modus und einer langsamen, automatischen Kamerafahrt über die eigene Stadt, viele Möglichkeiten, um die eigene Kreation zu bestaunen. 

"Fly me to the moon"

Der Mond bietet eine leicht abgewandelte Form des typischen Aufbau-Gameplays: Gesiedelt wird hier ausschließlich in Kratern. Sie ersetzen die Inseln von der Erde. Allerdings benötigt man im Weltall Schildgeneratoren, die die eigene Kolonie vor der Strahlung und umher fliegenden Meteoriten schützen. Unter den Energieschirmen baut man schließlich erste Wohngebäude auf. Diese sind weitaus kostspieliger als die typischen Erdbaracken und weit weniger luxuriös. Wer auf dem Mond baut, sollte daher ein bisschen Geld auf der hohen Kante haben. 

Für die Anfangsphase versorgt man die Mondkolonie über eine Handelsroute mit den notwendigen Rohstoffen zum Aufbau. Im Gegenzug schicken Sie in Fusionsreaktoren gewonnene Energie zurück zur Erde. Langfristig fungieren die Sternenstädte aber als eigenständiger Standort, an denen Helium-3 und Mineralien für die letzte Phase des Spiels gesammelt werden. Das aus Anno 2070 bekannte Unterwasser-Reich gibt es im Nachfolger hingegen nicht mehr. "Wir wollen uns diesmal in die Höhe entwickeln und nicht in die Tiefe", deutet Dirk Riegert im Gespräch an. 

Löblich: Anno 2205 benötigt keine Internet-Verbindung, die Ökosysteme der einzelnen Sitzungen laufen zudem nur dann weiter, wenn man selbst Anno 2205 spielt. Über das Kampfsystem ist bislang leider noch nichts bekannt. Auf der Hauptkarte befanden sich allerdings rot markierte Sektoren - vermutlich verstecken sich dahinter einige etwas aggressivere Missionen. Einen Online-Modus gibt es derweil nicht, allerdings könnte dieser per Erweiterung nachgereicht werden.

Was uns gefällt

Anno 2205 verbindet Erdstützpunkte mit Mondkolonien und schafft damit das größte Wirtschaftssystem der gesamten Serie. Gleichzeitig vereinfachen die Entwickler aber auch viele Bereiche und machen das Aufbau-Strategiespiel für Einsteiger zugänglicher. Bereits nach einer Stunde bekommt man ein Gefühl für die Größe und feiert Erfolge.

Viele neue Optionen wie etwa das Verschieben von Gebäuden sind selbsterklärend und waren lange überfällig. Gleichzeitig beeindruckt das Spiel mit den aus der Anno-Tradition gewohnten umfangreichen Produktionsketten und einem umfangreichen Wirtschaftssystem. 

Was uns nicht gefällt

Gerade Freunden des Mikromanagements werden in Anno 2205 viele Aufgaben abgenommen. Das noch unfertige Handelssystem wirkte im Probespiel zwar sehr überschaubar, aber auch gleichzeitig arm an Möglichkeiten. Die Zentrallager der einzelnen Sitzungen berauben einen um viele Optimierungsmöglichkeiten.

Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie gut sich Anno 2205 speziell in der Kampagne schlägt. Viele Anspielungen auf den Vorgänger sind sicherlich ein schöner Ansatz. Ob allerdings der Kampf einiger Firmen, die dann noch nicht mal aktiv auftauchen, ausreichend motiviert, bleibt fraglich. 

Fazit 

Anno 2205 schüttelt viel unnötigen Ballast der Vergangenheit ab und spielt sich benutzerfreundlich, aber dennoch traditionell. Der Spieler selbst gibt hier den Takt vor und entscheidet, wie komplex seine Anno-Welt sein soll. Aufbaustrategen und "Annoholiker" dürfen sich auf Anno 2205 in jedem Fall freuen! 

Infos zum Spiel 

Titel: Anno 2205
Genre: Aufbaustrategie
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Blue Byte Mainz
Release-Termin: 3. November 2015
Preis: zirka 50 Euro
System: PC
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut 

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