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"Mirror's Edge: Catalyst": Flow-Erlebnis mit Faith

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First Look auf Mirror's Edge: Catalyst | Action-Adventure | PC, PS4, Xbox One  

Flow-Erlebnis mit Faith

22.07.2015, 16:44 Uhr | Sönke Siemens (jr / ta), Medienagentur plassma

"Mirror's Edge: Catalyst": Flow-Erlebnis mit Faith. Mirror's Edge Catalyst Actionspiel für PC, PS4 und Xbox One von Dice (Quelle: Electronic Arts)

Mirror's Edge Catalyst Actionspiel für PC, PS4 und Xbox One von Dice (Quelle: Electronic Arts)

Dass die schwedischen Entwickler von Dice weit mehr drauf haben als tolle Grafik-Engines und Battlefield-Games, haben sie spätestens im November 2008 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In "Mirror's Edge" schlüpften Spieler in die Haut der begnadeten Parkour-Läuferin Faith und erlebten hautnah mit, wie Action-Abenteuer, Jump'n'Run und Ego-Shooter auf einzigartige Weise miteinander verschmolzen. Fachpresse und Kritiker waren begeistert. Mit zirka 2,2 Millionen verkauften Exemplaren hielt sich der wirtschaftliche Erfolg jedoch in Grenzen. Doch Dice glaubte an die Marke und wollte die Ideen für einen Nachfolger partout nicht über Bord werfen. Knapp sieben Jahre später ist der nächste Teil endlich beschlossene Sache und hat sogar schon einen Release-Termin: "Mirror’s Edge: Catalyst" soll am 25. Februar 2016 für PC, PS4 und Xbox One erscheinen.

Katalysator für einen Neuanfang

In den Mittelpunkt des Geschehens rückt einmal mehr Protagonistin Faith, deren Geschichte diesmal allerdings nicht weitergesponnen, sondern ganz von vorn erzählt wird. "Catalyst" ist demnach kein klassischer Nachfolger, sondern vielmehr ein Reboot, also ein Neustart der Serie. Folgerichtig muss sich Dice auch nicht akribisch an das halten, was bisher geschah beziehungsweise in der Zukunft passieren wird. Sara Jansson, Senior Produzentin bei Dice, bringt es auf den Punkt: "Wir arbeiten nicht auf die Storyline des ersten Spiels hin, sondern bauen Faith als Charakter komplett neu auf." Fans werden also Stück für Stück miterleben, wie Faith zu der Frau wird, die man derzeit in rasanten Trailer-Videos im Kampf gegen ein totalitäres Regime bewundern darf.

Regierungen waren gestern

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Glas City, ein von außen betrachtet scheinbar makelloser Ort, geformt aus Stahl, Beton, Glas und jeder Menge Hightech. Wirft man allerdings einen Blick hinter die Kulissen, zeigt sich eine Gesellschaft, die Würde, Stolz und persönliche Freiheiten nahezu gänzlich gegen sinnlosen Konsum, stumpfsinnige Unterhaltung und falsche Versprechen eingetauscht hat. Wer produktiv arbeitet und sich dem Willen der schier übermächtigen Firmenkonglomerate unterordnet, gilt als Musterbürger. Doch wehe, man tanzt aus der Reihe und hinterfragt den Standpunkt der herrschenden Elite - dann kriegt man die volle Schlagkraft des Systems zu spüren.

Weg mit Kruger!

Noch wollen die Macher nicht alle Details verraten, fest steht nur, dass die ohnehin schon systemkritische Faith eine folgenschwere Entscheidung trifft und ins Visier eines gewissen Gabriel Kruger gerät. Der wiederum sitzt ganz oben in der Nahrungskette und leitet mit Kruger Sec ausgerechnet das Unternehmen, welches in Glas City für Recht und Ordnung sorgt. Die Grundbausteine für eine packende Geschichte sind also vorhanden. Nicht zuletzt, weil Story-Autor Christofer Emgard mit der Widerstandbewegung "Black November" eine weitere Fraktion ins Spiel einführt, über die bisher nur wenig bekannt ist.

Keine Levels, keine Ladezeiten

Im Gegensatz zum ersten Teil setzt Catalyst nicht mehr auf in sich abgeschlossene Levels, sondern wirft den Spieler in eine riesige offene Welt, die komplett ohne Ladeunterbrechungen erkundet werden darf. Gespielt wird wie gehabt aus der Ich-Perspektive. Um ein möglichst authentisches Mittendrin-Gefühl zu vermitteln, sind Faith' Gliedmaßen dabei regelmäßig in Aktion zu sehen. Man kann also ganz genau beobachten, wie die agile Dame beim Weitsprung mit den Beinen rudert, die Füße bei einem Dropkick nach vorne streckt und vieles mehr - großartig!

Punktgenaues Handling

Die Steuerung lässt ebenfalls kaum Wünsche offen und harmoniert hervorragend mit der sogenannten "Runners Vision", welche benutzbare Parkour-Objekte in der Umgebung rot hervorhebt. Mit der linken oberen Schultertaste werden Sprünge oder Klettermanöver eingeleitet. Der linke Trigger löst dagegen sämtliche abwärtsgerichtete Aktionen aus, also zum Beispiel eine kurzes Entlangrutschen am Boden oder einen klassischen Abroller. Spannende Neuerung: Solange Faith eine ausreichend hohe Geschwindigkeit beibehält, können ihr Feinde nichts anhaben.

Knallharte Nahkampf-Action

Gleichzeitig ist dieses Momentum entscheidend, um im Kampf erfolgreich zu sein. Denn anders als im Original von 2008 hat die Regimekritikerin Waffen komplett abgeschworen. Vielmehr wird sie selbst zur Waffe, indem sie Gegner mit vielfältigen Nahkampfattacken niederstreckt. Das können Hiebe ins Gesicht sein, komplexere Manöver wie Fußfeger oder ein beherzter Wandsprung gefolgt von einer kraftvollen Wirbelkick. Auch cool: Faith schlägt einem Kruger-Sec-Wachposten die Knarre aus der Hand, packt ihn mit der Rechten am Nacken, drückt seinen Oberkörper zur Seite und nutzt dann ihr linkes Bein, um seinen Kopf gen Boden zu schmettern.

Beschäftigungstherapie oder Nervenkitzel?

Damit auch abseits der Hauptgeschichte keine Langweile aufkommt, ist die offene Welt mit jeder Menge Nebenmissionen gespickt. Drei Missionstypen wurden auf der diesjährige E3 bereits vorgestellt. Den Anfang machen klassische Runner-Aufträge, bei denen man wertvolle Objekte von A nach B transportiert und sich nebenbei mit Kruger-Schergen herumärgert. Weiter geht’s mit typischen Time Trials: Faith folgt leuchtenden Pfeilen am Boden und muss ordentlich Gas geben, um neue Bestzeit aufzustellen. Dritter im Bunde sind sogenannte Umgebungsrätsel. Beispielsweise gilt es, Reklametafeln zu hacken, die anschließend Kruger-kritische Botschaften darstellen. Das Problem: Die Tafeln thronen gut versteckt an schwer zugänglichen Orten innerhalb der Spielwelt. Die Herausforderung besteht somit darin, überhaupt erst mal dorthin zu gelangen - auf einer Route seiner Wahl, versteht sich

Was uns gefällt

Optisch ist Catalyst dank der neuesten Version der Frostbite-Engine schon jetzt ein echter Hingucker. Bisher gezeigtes Material begeistert mit spektakulären Animationen, toller Weitsicht sowie einer butterweichen Darstellung bei 60 Bildern pro Sekunde. Hinzu kommt eine sehr markante Farbgebung, bei der erneut Weiß und Rot dominieren - wenngleich nicht mehr ganz so stark wie noch im ersten Teil. Schön zudem, dass Dice bereits mit zahlreichen VR-Brillen experimentiert, um eventuell im Nachhinein optionale Unterstützung anbieten zu können. Des Weiteren ist ein asynchroner Mehrspieler-Modus geplant, der Handlungen des Spielers in der Welt anderer Spieler sichtbar werden lässt.

Was uns nicht gefällt

Noch bleiben sehr viele offene Fragen. Wie lebendig wird die Stadt letztendlich ausfallen? Wirft man einen Blick auf aktuelles Trailer-Material, sind dort nämlich kaum Zivilisten in den Straßen von Glas City zu sehen. Und noch viel wichtiger: Schafft Dice den Spagat zwischen gutem Level- und glaubhaften Weltdesign? Hintergrund: In der Anspielversion traf man hin und wieder auf Türen und Lüftungsschächte an Orten, wo sie kaum Sinn machten. Das kann an einer kurzfristig erstellten Messeversion liegen, könnte aber auch mit dem generellen Open-World-Design zusammenhängen, das nun mal Kompromisse einfordert.

Fazit

Allein die Entscheidung hin zu mehr Story und einer offenen Welt birgt gigantisches Potenzial, Faith bei einer breiteren Zielgruppe zu etablieren. Das gilt speziell dann, wenn es den Schweden gelingt, diese Welt letztendlich auch mit ausreichend Leben, sinnvollen Herausforderungen und einer gewissen Glaubwürdigkeit zu füllen. Noch haben sie den Beweis dahingehend nicht vollständig erbracht. Unserer Einschätzung nach sind sie aber auf einem sehr guten Weg.

Infos zum Spiel

Titel: Mirror’s Edge Catalyst
Genre: Action-Adventure
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Dice
Release-Termin: 25. Februar 2016
Preis: Noch nicht bekannt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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