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"Super Mario Maker" für Wii U: Mario selbst gebaut

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Hands-on-Preview zu Super Mario Maker | Kreativ-Bastelspiel | Wii U  

Mario selbst gebaut

31.07.2015, 14:53 Uhr | Sönke Siemens (jr / tz), Richard Löwenstein

"Super Mario Maker" für Wii U: Mario selbst gebaut. Super Mario Maker Kreativ-Baukasten für Wii U von Nintendo (Quelle: Nintendo)

Super Mario Maker Kreativ-Baukasten für Wii U von Nintendo (Quelle: Nintendo)

Darauf warten Gamer seit Jahrzehnten: Ein Mario-Hüpfspiel ganz einfach selber bauen. Dieser Traum wird Wirklichkeit: Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum von Jump'n'Run-Veteran "Super Mario Bros." Anfang September veröffentlicht Nintendo "Super Mario Maker" - einen Kreativbaukasten für die Wii U, mit dem jeder kinderleicht eigene Mario-Level erstellen und mit der ganzen Welt teilen kann. Bei Nintendo in Frankfurt konnte die Redaktion probebasteln - und war begeistert.

Spielen, erschaffen, teilen

Schon im Hauptmenü wird die Aufteilung des Programms in zwei zentrale Komponenten deutlich. "Play" umfasst vorgegebene Level der Entwickler und ermöglicht den schnellen Zugriff auf alle nutzergenerierten Inhalte. Durch Anklicken des Menüpunkts "Make" gelangt man derweil ohne Umwege in den leistungsstarken Editor-Modus. Die Bedienung erfolgt sehr intuitiv via Stylus auf dem Wii U-Gamepad. Mit einem simplen Klick legt man zunächst einmal eine Mario-Themenwelt fest. Also eine Art Grundschablone, die alle im Editor verfügbaren Blöcke, Gegnertypen, Power-ups und so weiter auf Basis bekannter Mario-Spiele definiert.

Vier Welten, unendliche Möglichkeiten

Sie wollen einen Level im pixeligen 8-Bit-Look erschaffen? Dann sollten sie sich für "Super Mario Bros." oder "Super Mario Bros. 3" als Themenwelt entscheiden. 16-Bit-Fans wählen "Super Mario World", während Wii U-Jünger zunächst wahrscheinlich am liebsten mit Level-Bausteinen aus "New Super Mario U" jonglieren. Und keine Sorge: Wer im Nachhinein doch eine andere Grundschablone wünscht, kann das Thema jederzeit und so oft er möchte wechseln. Den bestehende Level-Entwurf passt "Super Mario Maker" dann in Echtzeit und völlig automatisch an das jeweilige Mario-Spiel an - toll!

Und dann geht's ans Eingemachte. Über eine aufgeräumte Menüleiste am rechten oberen Bildrand selektiert man den gewünschten Level-Baustein und platziert ihn mittels Drag-and-Drop-Geste auf dem virtuellen Reißbrett in der Bildmitte. Damit alles seine Ordnung hat, unterteilt sich die Baufläche in gleich große Quadrate, in denen je ein Konstruktionselement Platz findet. Das können Blöcke oder Gegner sein und natürlich auch Spezialgegenstände wie Münzen, Powerpilze, Feuerblumen, Unbesiegbarkeits-Stern und so weiter.

Es lebe die Leichtigkeit

Das Faszinierende an Mario Maker ist die spielerische Leichtigkeit, mit der alle Editor-Elemente ineinandergreifen. Um beispielsweise zu bewirken, dass Mario durch Anrempeln eines Fragezeichenblocks das Feuerblumen-Extra erhält, genügt es, eine Feuerblume in eben diesen Block hineinzuziehen. Oder man platziert nacheinander 20 Münzen in einem Kanonenwerfer mit der Folge, dass der nun eben Münzen abfeuert. Natürlich klappt das auch mit Trampolinblöcken, Hui-Bu-Geistern, Knochen werfenden Koopas und vielem mehr. Will heißen: Experimentieren ist ausdrücklich erwünscht.

Ist man mit einer gerade erfolgten Bauentscheidung nicht zufrieden, lässt sie sich auf Knopfdruck und ohne Ladezeiten rückgängig machen lässt. Alternativ markieren Sie das Radiergummi-Symbol auf der Rechten und entfernen die Dinge, die nicht in ihr Level-Konzept passen. Über einen zunächst unscheinbaren Schieberegler am unteren Bildrand bestimmt man darüber hinaus den Abstand zwischen Ziel- und Startpunkt eines Parcours. Man muss aber nicht notgedrungen die komplette Levelfläche mit Inhalten füllen. Auch kurze Levelabschnitte können äußerst unterhaltsam ausfallen, wie ein Blick auf die in der Anspielversion abrufbaren Level beweist.

Kreativitätsexplosion

Ein Entwickler erstellte zum Beispiel einen Abschnitt mit dem Namen "Escape from Giant Wiggler". Verteilt auf nur wenige Bildschirme muss Mario darin tauchend vor einem Tausendfüßler fliehen, nebenbei rasiermesserscharfen Sägeblättern ausweichen und sich am Ende für eine von drei Geheimtüren entscheiden. Ein Heidenspaß, und richtig fordernd obendrein.

Etwas gemächlicher ging's in einer Herausforderung namens "Automatic Mario v4" zu - zumindest wenn man weiß, was zu tun ist. Der Dreh: Egal wie oft der Spieler es versucht, rennend und hüpfend erreicht Mario den Ausgang nie. Bleibt man jedoch einfach nur stehen, wird der Klempner automatisch auf eine Plattform katapultiert und von Förderbändern, Trampolinen und so weiter durchs komplette Level transportiert. Brillante Idee.

Feedback-Schleifen

Um sicherzustellen, dass ein Level auch funktioniert, bevor es über den Share-Button mit der Online-Community geteilt wird, gilt in Super Mario Maker eine goldene Regel. Der Erbauer muss das Level mindestens einmal von Anfang bis Ende durchgespielt haben. Die Spielbalance ist damit freilich noch nicht gesichert. Doch auch hierfür hat Nintendo einfache und zugleich effiziente Mechanismen integriert. Allen voran einen Bildschirm-Tod-Indikator: Er zeigt an, wo im Level andere Spieler in den Tod gestürzt sind. Besonders knifflige Stellen lassen sich so blitzschnell anpassen.

Mittels Kommentar-Funktion dürfen Nutzer ferner Textkästen in jedem Level platzieren, die auf Probleme im Design hinweisen, Tipps geben oder bewusst für Verwirrung sorgen. Rollenspieler kennen das Konzept aus der "Souls"-Reihe oder von “Bloodborne” her, wo man Botschaften für andere Abenteurer innerhalb der Spielwelt hinterlassen darf. Abgerundet werden die Feedback-Schleifen von einer typischen "Problem melden"-Schaltfläche sowie der klassischen Stern-Bewertung, die bei Abschluss eines Levels vergeben werden darf.

Was uns gefällt

Mal abgesehen von der Einfachheit des Editors und der theoretisch unendlichen Flut an neuen Mario-Erlebnissen hat uns vor allem die clevere Amiibo-Einbindung gefallen. Platziert der Spieler beispielsweise den Link-Amiibo auf den NFC-Kontaktpunkt des Wii U-Gamepads verwandelt sich Mario in Link und kann umgehend gesteuert werden. Yoshi, die Fit-Trainerin und viele weitere Amiibo-Figuren werden ebenfalls unterstützt. Faire Sache: Wer keine Amiibo-Figuren kauft, aber trotzdem Zugriff auf die neuen Charaktere erhalten möchte, kann sie durch Erfolge im Modus "100 Mario Challenge" auf alternativem Wege freischalten.

Was uns nicht gefällt

Viele Mario-Spiele bieten einen Koop-Modus - in Mario Maker scheint dieses Feature jedoch zu fehlen. Punktabzug überdies für die Tatsache, dass sich bisher keine Oberwelt-Abschnitte erstellen lassen, die einzelne Level miteinander verbinden. Ob Nintendo solche Features noch in Download-Form nachrüstet, bleibt abzuwarten, wäre bei ausreichendem Erfolg aber durchaus denkbar. Reichlich Fan-Zuspruch würden außerdem weitere Themenwelten finden. Wir denken da im Speziellen an "Super Mario Land" für den allerersten Gameboy - ein Spiel, von dem Nintendo immerhin 18,14 Millionen Stück absetzen konnte.

Fazit

Super Mario Maker fühlt sich schon jetzt an wie ein wahr gewordener Kindheitstraum und dürfte der strauchelnden Wii U im Herbstgeschäft noch mal ordentlich Auftrieb geben. Vor allem wenn die Japaner in den Folgemonaten ausreichend Produktpflege betreiben und kontinuierlich spannende Funktionen ergänzen. Und gegen eine 3DS-Umsetzung oder zumindest eine App, die Nutzer-Inhalte unterwegs spielbar macht, hätten Mario-Begeisterte sicherlich auch nichts einzuwenden.

Infos zum Spiel

Titel: Super Mario Maker
Genre: Kreativ-Bastelspiel
Hersteller / Publisher: Nintendo
Release-Termin: 11. September 2015
Preis: zirka 60 Euro
System: Wii U
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Eindruck: Sehr gut

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