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Preview zu The Legend of Zelda: Triforce Heroes

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Hands-on-Preview The Legend of Zelda: Triforce Heroes | Koop-Abenteuer | 3DS  

Drei Musketiere, eine Mission

31.07.2015, 16:51 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams), Medienagentur plassma

Preview zu The Legend of Zelda: Triforce Heroes. The Legend of Zelda: Triforce Heroes Koop-Adventure von Nintendo für 3DS (Quelle: Nintendo)

The Legend of Zelda: Triforce Heroes Koop-Adventure von Nintendo für 3DS (Quelle: Nintendo)

Zelda-Spiele sind primär für Solo-Abenteurer? Von wegen. Schon zu N64-Zeiten konnten sich bis zu vier Recken in "The Legend of Zelda: Four Swords Adventures" verbünden, um dem finsteren Zauberer Vaati gemeinsam das Handwerk zu legen. Mit dem für Ende 2015 angekündigten 3DS-Spiel "Triforce Heroes" springen die Japaner nun ein weiteres Mal auf den Koop-Zug auf, schrumpfen das Heldenquartett allerdings zum Trio zusammen. Eine durchaus clevere Entscheidung, wie ein ausführlicher Anspieltermin bei Nintendo in Frankfurt belegt.

Pause für Prinzessin Zelda

Dass Triforce Heroes gerne mal von der typischen Zelda-Formel abweicht, zeigt sich schon bei der Hintergrundgeschichte. Die nämlich spielt weder in Hyrule, noch erzählt sie von den Nöten der allseits bekannten Prinzessin Zelda. Geht’s nach Spieldirektor Hiromasa Shikata, rückt diesmal vielmehr ein Mode-besessenes Königreich in den Fokus der Ereignisse. Angeführt wird es von einem sichtlich verzweifelten König, dessen Tochter ziemlichen Bockmist veranstaltet hat. Was genau passierte, will man noch nicht verraten. Aber die Tatsache, dass die drei besten Krieger des Landes einberufen werden, um das Problem zu lösen, spricht Bände.

Kleider machen Leute

Bevor das wie gewohnt aus der Draufsicht dargestellte Abenteuer beginnt, muss sich jeder Spieler zunächst einmal für ein Outfit entscheiden. Das hat einerseits kosmetische und storyrelevante Gründe, andererseits aber auch Einfluss auf die Spezialfähigkeiten seines Trägers. Die Wirbelattacken-Tracht zum Beispiel vergrößert den Wirkungsradius von eben diesem Manöver; Das "Big Bomb"-Outfit ermöglicht das Transportieren von Bomben mit höherer Sprengkraft, während der "Link Dress" die Menge der zur Verfügung stehenden Herzcontainer nach oben schraubt. Glücksritter mit einem Hang zum Extravaganten sollten dagegen dem "Lucky Loungewear"-Kostüm eine Chance geben. Bonus hier: Phasen temporärer Unbesiegbarkeit.

Eine Lebensenergieanzeige für alle

Schon bei der Enthüllung von Triforce Heroes auf der Spiele-Messe E3 machten die Entwickler eines unmissverständlich klar: Dieses Abenteuer ist durch und durch auf Teamwork getrimmt. Um diese Tatsache zu unterstreichen, entschied man sich letztendlich auch für einen einzigen Lebensenergiebalken, den sich alle drei Spielfiguren teilen. Mitstreiter aus Spaß an der Freude in Fallen oder Abgründe zu schubsen, ist demnach absolut kontraproduktiv. Ganz einfach, weil die gesamte Gruppe in schwierigen Levelabschnitten auf jeden Herzcontainer angewiesen ist. Sinnvoller: Regelmäßig Absprachen treffen, was als nächstes zu tun ist - und anderen zu Hilfe eilen, wenn sie in Not sind.

Die Qual der Wahl

Betont wird der Koop-Schwerpunkt außerdem durch drei Spezialgegenstände. Sie schlummern in der Regel auf einem steinernen Sockel am Anfang eines Dungeons und sind jeweils nur für einen Spieler verfügbar. Schnappt sich Spieler A also den Wind-Zauberstab, kann nur er Objekte per Windstoß über Abgründe bugsieren. Gleiches gilt für Bumerang, Bomben, Bogen und andere Zelda-typische Gadgets. Ergebnis der eben skizzierten Design-Entscheidungen: Da alle Spieler nach Auswahl von Kostüm und Gadget über ganz unterschiedliche Talente verfügen, zwingt Triforce Heroes sie förmlich, zusammenzuarbeiten und ihre Fähigkeiten aufeinander abzustimmen. Ein Aspekt, der bei "Four Swords" nie so ausgeprägt zum Tragen kam.

Der Trick mit dem Totem

Gemeinsam Kisten verschieben, anderen im Kampf den Rücken freihalten, zeitgleich unterschiedliche Druckschalter aktivieren, und so weiter - in Sachen Leveldesign setzen Shikata und sein Team auf viele bewährte Elemente. Dennoch gelingt es ihnen, mit der sogenannten Totem-Mechanik für frischen Wind im Genre zu sorgen. Der Dreh: Durch simples "Auf den Rücken"-Klettern können die Helden einen wandelnden Turm formen. Der hat große Ähnlichkeit mit einem Indianer-Totempfahl und ist in etwa genauso hoch, was zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Allem voran die Tatsache, dass der oberste Spieler nun Pfeile und andere Gadgets auf Objekte abfeuern kann, die vorher unerreichbar waren.

Bye, bye Bossgegner

In der Totem-Formation ist es darüber hinaus ein Leichtes, den obersten Mitspieler über kleinere Schluchten zu schleudern oder an andere, sonst unzugängliche Orte zu wuchten. Einsetzen musste man diese Technik unter anderem in einem Bosskampf gegen eine rotierende Plattform namens Margoma. Rundum gespickt mit messerscharfen Stacheln, gab diese nur dann klein bei, wenn man das überdimensionierte Auge auf ihrer Oberseite mehrmals mit Pfeilen oder Schwerthieben beharkte. Doch wie hinkommen? Klar, mit der Totem-Formation. Diese im Eifer des Gefechts aufzuschichten, war jedoch leichter gesagt als getan und sorgte für einen angenehm forderndes Level-Finale.

Wer schweigt, verliert

Wie bei jedem guten Koop-Titel ist Kommunikation der Schlüssel für anhaltenden Erfolg. Triforce Heroes macht hier keine Ausnahme und setzt dabei voll auf den unteren 3DS-Bildschirm. Er nämlich zeigt acht leicht verständliche Gesten an, die die eigene Spielfigur bei Antippen ausführt. Das Spektrum reicht vom ahnungslosen Kopfschütteln über das universelle "Daumen hoch" bis hin zum energetischen "Komm her"-Gebrüll und soll vor allem im Online-Spiel die fehlende Voice-Chat-Funktion kompensieren. Ob der Plan aufgeht? Der Grundansatz stimmt. Doch solange Nintendo die Zahl der Gesten nicht um so wichtige Kommandos wie "Warte hier" und "Greif mein Ziel an" erweitert, ist weiterhin eine gesunde Portion Skepsis angebracht.

Sehenswerte 3D-Effekte

Wenig Raum für Zweifel lässt dagegen die Präsentation. Speziell in Bewegung sieht Triforce Heroes schon jetzt hinreißend aus, läuft butterweich und überzeugt mit sehr gelungenen 3D-Effekten. Weiterer Pluspunkt: Die Tiefendarstellung hilft, Abstände zwischen einzelnen Plattformen besser einschätzen zu können. Dazu gesellen sich räumlich gut abgemischte Soundeffekte und typische Zelda-Melodien, die sofort ins Ohr gehen.

Was uns gefällt

Wie schon der Multiplayer-Dauerbrenner "Mario Kart" unterstützt Triforce Heroes sowohl Online-Partien über das Nintendo Network als auch lokale Mehrspieler-Action. Das Beste: Sitzen alle Teilnehmer im gleichen Raum, kann man selbst dann zu dritt daddeln, wenn nur eine Person das Spiel gekauft hat. Möglich macht’s die vielfach unterschätze Funktion "Download Play". Mit ihrer Hilfe werden die Daten des jeweils nächsten Levels vom 3DS des Spielleiters in den Speicher anderer 3DS-Gerät geladen. Ein tolles Feature, das auf Nintendo-Handhelds zwar schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, aber leider viel zu selten zum Einsatz kommt. 

Was uns nicht gefällt

Nach aktuellem Stand kann man Triforce Heroes auf zwei Arten erleben: Entweder im Drei-Spieler-Koop-Modus oder allein mit zwei KI-Puppen, denen man regelmäßig Befehle erteilen muss. Klassische Koop-Action zu zweit ist hingegen nicht möglich. Schade, denn mal ehrlich: Diese Konstellation gibt im Koop-Sektor nun mal den Ton an - und hätte sich hier mit einer cleveren Begleiter-KI sicherlich realisieren lassen. Dass Nintendo keinen Sprachchat unterstützt, mag ebenfalls nicht so recht einleuchten. Die Japaner argumentieren, fortgeschrittene Spieler würden Einsteigern die Spannung nehmen, wenn sie ständig verraten was als nächstes passiert beziehungsweise zu tun ist. Nüchtern betrachtet wirkt es aber vielmehr so, als hätte man die Herausforderung schlichtweg technisch nicht lösen können.  

Fazit

Cleveres Leveldesign, knuffige Helden, charmantes Koop-Gameplay: In Anbetracht des auf 2016 verschobenen Wii U-Zeldas ist Triforce Heroes für Fans zweifelsohne ein äußerst spannendes Trostpflaster im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Jetzt muss Nintendo nur noch das Kunststück vollbringen, eine einigermaßen plausible Geschichte zu erzählen und genügend abwechslungsreiche Level aufs Modul zu quetschen. 

Infos zum Spiel 

Titel: The Legend of Zelda Triforce Heroes
Genre: Koop-Abenteuer
Hersteller / Publisher: Nintendo
Release-Termin: 4. Quartal 2015  
Preis: zirka 40 Euro
System: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Sehr gut 

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