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"Pac-Man 256" im Test: Der Fehler im System

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Test zu Pac-Man 256 | Arcade-Actionspiel | iOS, Android, Kindle Fire  

Der Fehler im System

17.08.2015, 17:03 Uhr | (jr / ams), Richard Löwenstein

"Pac-Man 256" im Test: Der Fehler im System. Pac-Man 256 Arcade-Actionspiel für Android, iOS- und Kindle Fire von Hipster Whale (Quelle: Bandai Namco)

Pac-Man 256 Arcade-Actionspiel für Android, iOS- und Kindle Fire von Hipster Whale (Quelle: Bandai Namco)

Dauerbrenner, dein Name ist Pac-Man: Der gelbe Pillenjäger aus dem Hause Namco feierte im Juli 35-jähriges und denkt trotzdem noch lange nicht an Rente. Im Gegenteil: In regelmäßigen Abständen erscheinen modernisierte Pac-Man-Varianten und pumpen frisches Blut in die 1980 erstveröffentlichte Hetzjagd durch das Labyrinth. Für "Pac-Man 256" greift Hersteller Bandai Namco einen Programmfehler aus dem Spielhallen-Original auf, der den Irrgarten zerstört. Das Ergebnis: Ein hochmotivierendes Endless-Game für iOS-, Android- und Kindle Fire-Geräte.

Der berühmte Fehler im System

Man musste schon Marathonzocker sein, um den berüchtigten "Pac-Man-Glitch" persönlich zu erleben. Kurz zur Erklärung: Im Spielhallenoriginal von 1980 mampft sich bekanntlich der gelbe Pillenfresser namens Pac-Man durch Labyrinthe voller Kapseln. Er futtert sie unentwegt - ist ein Bildschirm leer, folgt der nächste Screen. Das geht solange gut, bis zu häufiger Kontakt mit patrouillierenden Geistern die Partie beendet. Bei den meisten Normalsterblichen ist nach drei bis acht Bildschirmen Schluss. Einige wenige begnadete Reaktions- und Konzentrationsgenies jedoch erreichen den Bildschirm mit der Nummer 255. Sie benötigen dafür rund sechs Stunden an Nonstop-Durchhaltevermögen.

Aus Programmfehler wird Gamedesign

Mit solcher Zähigkeit hatten die Entwickler offenbar nicht gerechnet: Bildschirm Nummer 256 wurde nämlich gar nicht erst programmiert. Genauer gesagt präsentiert er sich als chaotische Variante des aufgeräumten Originals. Die rechte Hälfte des Labyrinths ist mit bunten Buchstaben und Zahlen gefüllt - ein Programmfehler. Auf ihm - oder englisch: dem "Glitch" - in Bildschirm 256 basiert das Gamedesign für "Pac-Man 256". In dem Smartphone-Reaktionstest frisst sich Pac-Man durch ein Labyrinth, dem Gefahr droht: Der "Glitch" frisst von unten kommend das Spielfeld auf. Einzige Rettung: die Flucht nach oben.

Endless-Pac-Man

Das Ergebnis fühlt sich an wie eine Mischung aus dem original Gameplay und aktuellen Endless-Runnern - sozusagen ein Endless-Labyrinth-Reaktionstest. Ohne Verschnaufpause lotst der Spieler seinen knallgelben Anvertrauten durch den Irrgarten, immer mit einem wachen Auge für Verfolger und andere Gefahren. Die Herausforderung wächst mit der Spieldauer: Immer mehr Geister patrouillieren, lernen plötzlich Sprints oder Verfolgertaktiken, kleine Glitch-Pfützen blockieren Ausweichrouten.

Die aus dem Originalgame bekannten Jäger namens Pinky, Blinky und Inky machen einem mit wechselnden Taktiken das Leben schwer. Pinky beispielsweise legt ein etwas höheres Tempo vor als seine Kollegen. Man sollte daher bei drohendem Kontakt mit ihm kein Wettrennen initiieren, sondern eher eine Ausweichstrategie bevorzugen. Generell gilt: Der offenbar so simple Ausweichtest belohnt eine taktische und vorausschauende Spielweise.

Neuer Schwung durch neue Extras

Die simple Gestensteuerung holt das Maximum an Kontrollierbarkeit aus dem Touchscreen heraus: Mit dem Finger irgendwo auf dem Bildschirm schnell nach links, rechts, oben, unten wischen, das kriegt jeder hin. Die Technik blockiert nicht die Sicht und fühlt sich zudem recht präzise an. Wenn später mal ganze Gespensterhorden die Wege dicht machen, schlägt die große Stunde der Extras: Der Spieler kann aus einer Auswahl von 15 Extrawaffen bis zu drei bereithalten, in brenzligen Situationen zum Einsatz bringen und Pac-Mans Überleben sichern. Tornados beispielsweise fegen das Labyrinth leer. Ein kurzzeitig aufgedunsener Pac-Man dreht den Spieß um und frisst seine Verfolger, oder ein Laser räumt die Bahn frei - und so weiter und so fort.

Was uns gefällt

Ein herrlicher Adrenalinschub ergibt sich beim langanhaltenden, unterbrechungsfreien Pillenmampf. Solange Pac-Man durch Korridore eilt, die noch mit Kapseln gefüllt und nicht schon leer gefrühstückt sind, addiert sich ein Punkte-Multiplikator. Soundeffekte begleiten mit beschleunigtem Tempo und steigender Ton-höhe die zunehmende Intensität - das kann rauschartige Zustände auslösen und wirkt sehr motivierend. Wer den Multiplikator oben hält und Highscores erzielt, kann ihn in die öffentliche Liste eintragen und über soziale Netzwerke Freunde anstacheln.

Was uns nicht gefällt

Das Spiel wird als kostenlose Freemium-Version vermarktet. Simples "Freispiel" ohne Extras und Continues kann man ohne störende Spielunterbrechungen genießen. Das "Normalspiel" mit Continues und Extrawaffen allerdings verbraucht Kredits - und davon sind in der Freemium-Version sehr wenige enthalten. Nach deren Verbrauch kommt es zu Spielunterbrechungen mit Aufforderung zum Werbevideo-Gucken oder Geldausgeben für In-App-Käufe. Für knapp acht Euro kann man sich via In-App-Kauf für alle Zeiten davon befreien. Wir fänden es würdiger, das Game von vornherein als Vollversion für 5 Euro an zu bieten - so wie bei der famosen "Pac-Man Championship Edition".  

Fazit

Mit hervorragendem Spielfluss, prima Steuerung, gutem Aussehen und abwechslungsreichen Herausforderungen macht "Pac-Man 256" richtig viel Spaß. Die Schöpfung des australischen Entwicklers Hipster Whale ist sicher kein Game, bei dem man sich mehrere Nächte ruhelos um die Ohren schlägt. Aber das atemlose Endless-Gameplay und viele wechselnden Herausforderungen ergeben zwangloses Zwischendurch-Vergnügen - insbesondere bei Punktejägern, die gerne um Top-Ränge in Highscore-Listen kämpfen. Da es sich um ein Freemium-Game handelt, kostet simples Ausprobieren nichts. 

Infos zum Spiel 

Titel: Pac-Man 256
Genre: Arcade-Action
Hersteller: Hipster Whale
Publisher: Bandai Namco
Release-Termin: August 2015  
Preis: Freemium-Game mit kostenpflichtigem Item-Selling (Unbegrenzte Credits: 7,99 Euro)
System: iOS / Android / Kindle Fire
USK-Freigabe: Nicht geprüft
Wertung: Sehr gut 

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