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Counter-Strike-Turnier der ESL: 250.000 Dollar Preisgeld locken - Favorit fnatic siegt

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E-Sport-Veranstaltung in Köln  

Counter-Strike-Turnier der ESL: 250.000 Dollar Preisgeld locken

24.08.2015, 10:29 Uhr | (jr / ams), sid

Counter-Strike-Turnier der ESL: 250.000 Dollar Preisgeld locken - Favorit fnatic siegt. Counter-Strike Taktik-Shooter von Valve (Quelle: Valve)

Counter-Strike Taktik-Shooter von Valve (Quelle: Valve)

Die "ESL One", eine lukrative E-Sport-Turnierserie für Computerspieler, macht am Wochenende in Köln Halt. Fans aus aller Welt reisen in die Domstadt, um ihren Idolen zuzusehen. Es geht um insgesamt 250.000 Dollar Preisgeld - doch nicht alle sehen das professionelle Zocken als Sport.

Update vom 24. August 2015: Das ESL One E-Sports Turnier auf der Basis von Valves Taktik-Shooter "Counter Strike" hat die schwedische Profi-Truppe fnatic gewonnen. Sie siegten in dem nach dem Modus "Best of three" ausgetragenen Finale am Sonntag in Köln gegen das französische Team EnVyUs mit 2:0 (Karte "Dust 2" 19:15 / Karte "Cobblestone" 16:7). Im Halbfinale bezwang EnVyUs den dänischen Teilnehmer Team SoloMid mit 2:1. Mit demselben Ergebnis hatte fnatic das polnische Team Virtus.Pro aus dem Weg geräumt.

Profivertrag für deutschen Spieler

Oben auf der Bühne fliegen Fatih Dayiks Hände über die Tastatur, hektisch blickt er in die Gesichter seiner vier Teamkollegen und brüllt Anweisungen in sein Headset. Um ihn herum toben die Fans, sie sind alle gekommen, um ihre Idole zu sehen, sie zu feiern - und ihnen beim Computerspielen zuzusehen. Bei der ESL One, einer lukrativen Turnierserie der E-Sportler, duellieren sich seit Donnerstag die besten "Counter-Strike"-Spieler des Globus, und Dayik, der Kopf des deutschen Teams "mousesports", ist mittendrin. Er ist 28 und Pro-Gamer, ein professioneller Spieler. Fast 10.000 Fans hat er bei Facebook, Anfang des Jahres unterschrieb der Frankfurter als erster Deutscher überhaupt einen Profivertrag bei mousesports. Mit dem Team reist er um die ganze Welt, was für manche ein Hobby ist, ist für Dayik und Co. Passion, Leidenschaft - und jede Menge Geld.

In Köln geht es um 250.000 Dollar Siegprämie. Fans aus aller Welt strömen in die Arena, in der normalerweise die Kölner Haie zu Hause sind. Und wer es nicht ins Rheinland schafft, kann per Liveübertragung im Internet dabei sein - der Hype um E-Sport, dem professionellen Computerspielen, scheint keine Grenzen zu kennen. "In 2000 über den gesamten Globus verteilten Kinosälen wird das Finale live übertragen", teilte die Presseabteilung der Lanxess Arena schriftlich mit, und für das Spektakel in Köln "haben wir bereits in der ersten Woche über 10.000 Tickets verkauft. Das sind beachtliche Medienwerte, von denen der traditionelle Sport abseits des Fußballs nur träumen kann."

Hinter dem Spektakel steckt das Kölner Unternehmen Turtle Entertainment, das die Electronic Sports League (ESL) seit 2000 betreibt. Bei der ESL One treten die Teams zunächst in der Gruppenphase gegeneinander an, ab Samstag folgen die K.o.-Spiele. In Counter-Strike - einem Taktik-Shooter von Valve - schlüpfen sie in ihre virtuellen Rollen als Terroristen und Polizisten und bekriegen sich auf verschiedenen Welten. Die Matches werden live kommentiert, und jede erfolgreiche Aktion der Spieler aus dem Publikum frenetisch bejubelt.

Doch beim E-Sport geht es nicht nur um Spektakel und Spaß. In Zeiten steigender Preisgelder und Prämien greifen Spieler immer wieder zu leistungssteigernden Mitteln. Jüngst hatte ein US-Profi zugegeben, ein Medikament zur Steigerung der Konzentration eingenommen zu haben. Die ESL reagierte prompt, an diesem Wochenende werden in Kooperation mit der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) erstmals Dopingkontrollen durchgeführt.

Höchstleistungen, Geld, Fans, Doping - es klingt wie ein "richtiger" Sport, doch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) verweigert den E-Sportlern (noch) die Anerkennung. Denn der Dachverband sieht die in seiner Aufnahmeordnung als maßgeblich aufgeführte "eigenmotorische Aktivität" beim Computerspielen nicht erfüllt. Die Ansicht des DOSB stört die ESL-Verantwortlichen nicht weiter, sie sei "nicht so wichtig", wie Pro Gaming Director Ulrich Schulze sagt, schließlich seien "Schach und Schießen auch Sport."

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