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Hands-on-Preview zu For Honor | Actionspiel | PC, PS4, Xbox One  

Die Ritterspiele sind eröffnet

21.08.2015, 15:36 Uhr | Olaf Bleich (jr / ams), Medienagentur plassma

Die Ritterspiele sind eröffnet. For Honor Actionspiel von Ubisoft Montreal für PC, PS4  und Xbox One  (Quelle: Ubisoft)

For Honor Actionspiel von Ubisoft Montreal für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Ubisoft)

Die Burgtürme stehen in Flammen, Pfeile zischen durch die Luft und zwei Ritterarmeen stürzen aufeinander. Das Actionspiel "For Honor" ist neben "Ghost Recon: Wildlands" die große Sommerüberraschung des französischen Spieleherstellers Ubisoft. Das Mittelalter-Spektakel für Spiele-PC, PS4 und Xbox One wird unter der Führung des kanadischen Gamedesigners Jason VandenBerghe - unter anderem bekannt durch "Red Steel 2" und "Far Cry 3" - entwickelt und lässt das Online-Schlachtfeld erzittern!

Drei Lager, ein Kampf

Die Euphorie über For Honor ist angesichts der bislang präsentierten, recht kurzen Multiplayer-Demo groß. Über eine Kampagne schweigen sich die Entwickler derzeit noch aus. Es soll Einzelspielerinhalte geben, wie diese aber aussehen, ist derzeit aber noch unklar.

In dem ambitionierten Actionspiel treffen drei Fraktionen aufeinander: The Chosen (Samurai), The Warborn (Wikinger) und The Legions (Ritter). Die Parteien sollen sich grundlegend anders spielen. So besitzen die Helden individuelle Angriffsbewegungen, verschiedenartige Ausrüstung und andere Schwerpunkte im Kampf. Letztlich erinnert das System ein wenig an die Klassen typischer Ego-Shooter: Der ritterliche Wächter beispielsweise ist der typische Allrounder. Er besitzt eine solide Grundausdauer, schlägt aber auch ordentlich zu. Ganz anders sieht es beim Oni der Samurai aus. Er ist weitaus agiler und weicht Attacken geschwind aus, kann aber gleichzeitig nicht sonderlich viel einstecken. Wie viele unterschiedliche Soldatenmodelle es geben und wie das Erfahrungssystem hinter For Honor funktionieren wird, dazu hat Ubisoft bislang noch nichts verraten.

Das Schlachtfeld bebt

In der von T-Online Spiele ausprobierten Multiplayer-Demo treffen zwei Parteien mit jeweils vier menschlichen Spielern in einer gewaltigen Schlacht aufeinander. Ähnlich wie im Multiplayer-Ht "Titanfall" stürmen aber auch unzählige Computer-Vasallen den Burghof und krachen dort ineinander. Sie sind weitaus schwächer als die spielbaren Helden, verleihen dem Geschehen allerdings eine größere Dimension. Ihre Kampfschreie dröhnen quer über die gesamte Karte und erzeugen somit eine Stimmung wie in einem Mittelalter-Film.

Ziel der beiden Teams ist es, mehr als 1000 Punkte (oder Tickets) zu sammeln. Diese erhält man für erschlagene Feinde oder das Besetzen der drei Kontrollpunkte. Eroberte Zonen füllen nicht nur das Konto, sie dienen auch als Rückzugsorte und frischen die Lebensenergie wieder auf. Denn wer längere Zeit nicht draufgeht, schaltet ähnlich wie in Call of Duty: Advanced Warfare Zusatzfertigkeiten frei. In der Demo-Fassung beispielsweise motivierte man umstehende Kameraden mit einem Kampfschrei oder lässt tödliche Artilleriegeschosse auf feindliche Gruppen niederhageln.

Die drei Kontrollpunkte sind auf der Karte markiert und liegen in vollkommen verschiedenen Bereichen des Areals. Der erste befindet sich mitten auf dem Hauptschlachtfeld und ist somit ausgesprochen zentral. Ihn zu halten, ist die schwierigste Aufgabe im Spiel. Der zweite Kontrollpunkt versteckt sich hoch in einem Wachturm, der nur mit einer Leiter erklommen werden kann. Den dritten und letzten findet man in einem Anbau der Festung vor. Dieses Gebiet ist dank Säulen und finsterer Gänge perfekt für Überraschungsangriffe geeignet.

Konter, Paraden und Todesstöße

Auch wenn sich For Honor auf den ersten Blick wie ein hektischer Hack & Slay-Titel anfühlt, so geht das Ganze doch eher in Richtung eines "Dark Souls"-Klons. Wer kopflos in ein Duell hastet, stirbt garantiert den Bildschirmtod. Stattdessen setzen die Macher auf eine ebenso interessante wie taktische Kampfmechanik, in der man via Analogstick Paraden und Schläge austeilt. In der Praxis bedeutet das: Greift der Feind von links an, muss man selbst mit einem Druck nach rechts parieren - und umgekehrt. Im Prinzip ist das nichts anderes, als eine blutige Variante von "Schere, Stein, Papier", doch sie funktioniert erstklassig.

Wendige Kämpfer können sich natürlich auch zur Seite rollen. Grundsätzlich liegt in For Honor der Sieg aber in der Defensive, denn selbst schwer gepanzerte Ritter halten kaum mehr als drei oder vier Treffer aus. Ein Bildschirmtod kostet das Team wertvolle Tickets und bringt die eigene Mannschaft für Momente in Unterzahl. Auf dem Schlachtfeld hat man gegen einen zahlenmäßig überlegenen Feind kaum noch eine Chance. Nur wer strategisch klug agiert, wird auch zwei Gegner ausschalten können. Besonders fies: Sobald ein Team mehr als 1000 Punkte besitzt, blockiert es die gegnerische Verteidigung und verhindert damit sämtliche Neustarts. Segnen man in dieser Phase das Zeitliche, muss man den Rest der Partie von der Bank aus zuschauen.

Schnell entsteht eine Art Erfolgsdruck, der zu ähnlicher Spannung führt wie etwa in Evolve. Man muss in For Honor wirklich im Team agieren und den Gegner gemeinsam besiegen, ansonsten bricht die eigene Verteidigung schnell in sich zusammen. Das Ubisoft-Werk basiert massiv auf Taktik und dem eigenen Können - und bietet sich somit geradezu für E-Sport-Duelle oder auch einen Eins-gegen-Eins-Modus an.

Mittelalter pur

Das Mittelalter-Epos kreiert durch seine vortreffliche Inszenierung den intensiven Eindruck einer rustikalen Schlacht. Die Animationen sind butterweich, und beim ersten Aufeinandertreffen der Schwerter klirren die Klingen so glockenhell und laut, dass man überrascht zusammenzuckt. Sämtliche Animationen wurden mithilfe des Motion-Capturing-Verfahrens aufgenommen und wirken dadurch äußerst realistisch. Optisch hat Ubisoft hier ein ganz heißes Eisen im Feuer.

Was uns gefällt

Die Online-Duelle beeindrucken mit dem ausgefeilten Kampfsystem und einer packenden Schlachtatmosphäre: Es ist ein echtes Erlebnis, mit seinen Kameraden grölend ins Gefecht zu ziehen und klirrend die Schwerter zu kreuzen. Die Steuerung erinnert angenehm an Dark Souls, wie in dem Konkurrenztitel sind hastige, unbedachte Aktionen absolut tödlich. Stattdessen geht es im Eins-gegen-Eins darum, den Gegner auszukontern und gezielt Attacken zu platzieren. Dass For Honor im Grunde "nur" ein simples Capture-the-Flag-Gameplay bietet, das hat man aufgrund der tollen Kampfmechanik schnell vergessen.

Was uns nicht gefällt

Die größte Unsicherheit herrscht aktuell sicherlich bezüglich der Singleplayer-Komponente: Die bislang präsentierte Demo lebt einfach vom Kampf Spieler-gegen-Spieler und dem Gefühl, dass am anderen Ende ein echter Mensch aus Fleisch und Blut sitzt. Eine Solokampagne könnte angesichts der zusammengewürfelten Krieger aus verschiedenen Epochen eine etwas monotone Angelegenheit werden.

Fazit

For Honor verbindet die Intensität eines Mehrspieler-Titels mit der Atmosphäre eines Mittelalter-Streifens à la "Braveheart". Dieser ungewöhnliche Ansatz birgt gerade im Online-Spiel mächtig Potenzial und könnte ein Garant für packende Gefechte sein. Ein dickes Fragezeichen steht derweil noch hinter der Einzelspielerkampagne. Action-Fans merken sich diesen Titel aber in jedem Fall unbedingt vor.

Infos zum Spiel 

Titel: For Honor
Genre: Actionspiel
Hersteller: Ubisoft Montreal
Publisher: Ubisoft
Release-Termin: 2016
Preis: Noch nicht beaknnt
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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