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Test zu Lara Croft Go | Geschicklichkeitsspiel | iOS, Android  

Tomb Raider zum Antippen

04.09.2015, 15:09 Uhr | Sönke Siemens (jr / ta), Medienagentur plassma

Tomb Raider zum Antippen. Lara Croft Go Rundenbasiertes Adventure von Square Enix für iOS und Android (Quelle: Square Enix)

Lara Croft Go Rundenbasiertes Adventure von Square Enix für iOS und Android (Quelle: Square Enix)

Mit "Hitman Go" landete Square Enix Montreal im April 2014 einen echten Überraschungshit für iOS-Mobilgeräte. Und das, obwohl die Community den Titel zunächst gar nicht annehmen wollte. Mit "Lara Croft Go" wollen die Kanadier das Kunststück nun wiederholen. Die Strategie ist dieselbe: Indem man bewährte Spielelemente auf das Wesentlichste herunter bricht, versucht man das typische "Tomb Raider"-Gameplay für Smartphones und Tablets zu destillieren.

Zunächst wie ein Fremdkörper

Im Falle von Lara Croft Go wirkt das Ergebnis auf ersten Blick etwas befremdlich, denn die Macher berauben Lara einer ihrer wichtigsten Fähigkeiten. Konnte sich die weltberühmte Schatzsucherin in allen bisherigen Tomb Raider-Spielen stets frei und in Echtzeit durch den drei- beziehungsweise zweidimensionalen Raum bewegen, erfolgt die Fortbewegungen hier nur rundenweise - und zwar auf gleichgroßen, aus der Iso-Perspektive dargestellten Feldern. Die Steuerung? Gelingt kinderleicht mittels Wischgeste in eine der vier Himmelsrichtungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die kecke Grabräuberin nun vor einem Abhang, einem Hindernis oder einer Tür steht - die korrekte Bewegung (Klettern, Springen, Öffnen und so weiter) wird stets automatisch ausgeführt.

Schau mir in die Augen, Kleines!

Komplizierter wird’s, wenn erste Gegner wie Schlangen ins Spiel kommen. Feinde nämlich greifen immer dann an, wenn sie Lara direkt angucken. Blickt ein Widersacher hingegen in eine andere Himmelsrichtung, hat Miss Croft die Oberhand und ballert das Ziel mit ihren beiden Colts über den Haufen. Klingt ziemlich simpel, mit zunehmender Gegnerzahl pro Bildschirm muss man jedoch schon mal die grauen Zellen anstrengen.

Erst denken, dann handeln

Ganz ähnlich verhält es sich mit anderen Puzzle-Elementen, beispielsweise brüchigen Bodenplatten. Auch hier ist die Kernmechanik äußerst simpel: Berührt Lara einen bröckeligen Felsen, splittert dieser beim ersten Drüberlaufen auf. Läuft sie noch mal drüber, bricht er in sich zusammen und reißt die Archäologin mit in die Tiefe beziehungsweise macht die Stelle unpassierbar. Die Herausforderung für den Spieler besteht also darin, die Heldin nicht in die Enge beziehungsweise ins Verderben zu manövrieren. Geschieht dies trotzdem, erfolgt ein Neustart vom letzten Speicherpunkt.

Flucht vor dem rollenden Felsen

Schiebe- und Schalterrätsel jeden Typs sind in Lara Croft Go ebenfalls an Bord. In einer Szene flüchtet die Abenteurerin zum Beispiel vor einem tonnenschweren, kugelförmigen Felsen, der durch Passieren einer Druckplatte im Boden in Bewegung gesetzt wird. Richtig hektisch wird es dabei jedoch nie, da das Spiel ja rundenweise abläuft. Will heißen: Erst wenn Lara sich ein Feld nach vorn bewegt, folgt ihr auch der Felsen um ein Feld. In der Zwischenzeit kann man ganz in Ruhe überlegen, wie und wo es am besten weitergeht. Nur zurücklaufen sollte die sportliche Lady nicht, sondern walzt der kullernde Gesteinsbrocken sie platt wie eine Flunder. Bestes Gegenmittel: Steinsäulen geschickt verschieben und den Felsen so am Weiterrollen hindern.

Konstante Lernkurve

Wie es sich für ein gutes Mobile-Game gehört, wird der Schwierigkeitsgrad im Verlauf der insgesamt 75 Abschnitte - die sich wiederum auf fünf Kapitel verteilen - kontinuierlich gesteigert. Laut Daniel Lutz, Game Director bei Square Enix Montréal, folgen die Entwickler dabei einem bewährten Schema: "Zunächst führen wir eine neue Spielmechanik ein. Anschließend kombinieren wir sie mit zwei oder drei weiteren Spielmechaniken, wodurch die Rätsel immer herausfordernder werden." Während das Tutorial und das "Labyrinth der Schlangen" also kaum jemandem Kopfzerbrechen bereiten dürften, hält Kapitel drei - das "Laybrinth der Steine" - bereits deutlich mehr knackige Rätsel bereit. Im "Labyrinth der Geister" sowie der abschließenden Fluchtsequenz aus dem Tempel geht’s dann richtig heiß her.

Schweigen ist Gold

Neben dem faszinierend minimalistischen Spieldesign beeindruckt vor allem die Art und Weise, wie der Plot vorangetrieben wird. Patrick Naud, Studioleiter von Square Enix Montréal und sein Team nennen das Ganze "non verbal story telling", also nicht-verbales Geschichtenerzählen. Die Handlung entfaltet sich ergo weder durch Textbildschirm noch durch Zwischensequenzen, in denen Spielfiguren per Sprachausgabe ihre Ansichten im zum Besten geben, sondern einzig und allein durch das, was innerhalb der Spielumgebungen passiert.

Folge den Mysterien

Beispielsweise erblickt man schon recht früh im Abenteuer die Silhouetten einer schlangenähnlichen Kreatur und sieht, wie sie sich lautlos durch die Vorder- und Hintergründe der einzelnen Abschnitte bewegt. Was es mit dem Wesen auf sich hat, erfährt der Spieler jedoch erst, wenn er immer tiefer ins Innere eines Höhlensystems vordringt. Ebenfalls dort verborgen: Schlüssel zu einer massiven Steintür, hinter der ein funkelndes Artefakt frei im Raum schwebt. Ist das Laras Objekt der Begierde? Oder doch nur eine weitere Falle an diesem gar merkwürdigen Ort irgendwo im Nirgendwo

Was uns gefällt

Lara Croft Go setzt auf eine sehr minimalistische Farbpalette, klare Linien und hervorragende Animationen. Alles in Kombination sorgt für einen comicähnlichen Grafikstil, den Fans schnell ins Herz schließen werden. Gleiches gilt für die Musik- und Sounduntermalung, welche Ambient-Klänge und Umgebungsgeräusche auf gelungene Art und Weise zusammenbringt. Auch toll: Ladezeiten zwischen einzelnen Szenen beschränken sich auf ein Minimum. Es geht einfach immer weiter und weiter, was das Flow-Erlebnis spürbar intensiviert.

Was uns nicht gefällt

Zwar kann Lara diverse Relikte und einige neue Outfits finden und freischalten, davon abgesehen dürfte sich der Wiederspielwert nach dem ersten Durchlauf jedoch arg in Grenzen halten. Sollte das Spiel jedoch ähnlich solide Verkaufszahlen wie Hitman Go erzielen, ist nicht auszuschließen, dass die Entwickler neue Level-Pakete nachreichen.

Fazit

Lara Croft Go spielt sich nicht nur erstklassig und sieht fantastisch aus, sondern ist obendrein frei von jeglichen Free-to-Play- und Pay-to-Win-Mechanismen. Gleichzeitig zeigt es eindrucksvoll, wie man eine komplexe Actionspiel-Reihe würdevoll auf Mobile-Geräten neu interpretiert und dabei gleichzeitig die Quintessenz der Marke beibehält. Unbedingt mal anschauen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Lara Croft Go
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Hersteller: Square Enix Montreal
Publisher: Square Enix
Release-Termin: 27. August 2015  
Preis: zirka 5 Euro
System: iOS, Android
USK-Freigabe: Nicht geprüft
Wertung: Sehr gut 

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