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Figuren-Sammelspaß im Star Wars-Universum

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Test zu Disney Infinity 3.0 | Toys-to-Life-Actionspiel | PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U  

Figuren-Sammelspaß im Star Wars-Universum

08.09.2015, 16:32 Uhr | Robert Bannert (jr / ams), Medienagentur plassma

Figuren-Sammelspaß im Star Wars-Universum. Disney Infinity 3.0 Actionspiel von Avalanche Software für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und Wii U (Quelle: Disney)

Disney Infinity 3.0 Actionspiel von Avalanche Software für PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und Wii U (Quelle: Disney)

Seitdem Star Wars-Erfinder George Lucas seine Schöpfung an das Micky-Maus-Imperium Disney verkauft hat, ist die Marketing-Maschine rund um Jedi, Sith und den Skywalker-Clan erst so richtig in Schwung gekommen. Unter Obhut von Star-Regisseur J.J. Abrams ("Lost", "Star Trek") entsteht eine ganze Reihe neuer "Krieg der Sterne"-Filme. Auch im Videospiel-Kosmos wird gekämpft, was die Macht hergibt. Ende des Jahres eröffnet Hersteller EA mit seinem Mehrspieler-Spektakel "Star Wars: Battlefront" das Feuer, während aktuell Disney höchstselbst im Toys-to-Life-Actionspiel "Disney Infinity 3.0" seine Jedi-Kämpfer auf PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One und Wii U von der Leine lässt.

Bekannte Gesichter im Figuren-Format

Für das Originalspiel Infinity" und dessen Nachfolger "Infinity 2.0" haben Disney und Entwicklerstudio Avalanche noch auf andere Marken des Konzerns gesetzt, darunter knuffige Pixar-Charaktere wie die "Incredibles" oder Woody und Buzz aus "Toy Story". Außerdem ist die Piratenbande aus "Fluch der Karibik" in See gestochen und haben Marvel-Muskelpakete wie Hulk, Thor und Iron Man auf den Putz gehauen. Doch keine Sorge: Drollige Comic-Gesellen sind auch in Teil 3 wieder mit von der Partie! Die Rasselbande aus Pixars kommendem Kinostreifen "Alles steht Kopf" macht ebenso ihre Aufwartung wie Micky, Minnie und Donald. Die eigentlichen Stars sind aber die Krieger aus dem Star Wars-Universum: Helden wie Anakin Skywalker und seine Padawan-Schülerin Ahsoka Tano stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Infinity-Inkarnation.

Die volle Packung Star Wars

Und damit okkupieren sie vor allem die Spielzeugregale: Wie bei den Vorgängerspielen ist das Game-Konzept um die fein modellierten Sammlerfiguren herum konstruiert, von denen eine einzige mit einem Preis von um die 15 Euro zu Buche schlägt. Sinn und Zweck der Kaufaktion: Die Kerlchen werden auf dem mitgelieferten, Hex-förmigen Portal platziert und auf diese Weise ins Spiel hinein gebeamt. Während Ahsoka, Anakin und Luke das Lichtschwert schwingen oder Han den Blaster abfeuert, bekommen sie Erfahrungspunkte, neue Fähigkeiten, Gegenstände und andere Extras. So entsteht mit der Zeit eine ansehnliche Sammlung, und die wird bei jeder Veränderung automatisch im gechipten Sockel der Spielzeugfigur gespeichert.

Das ist gerade für kleine Sternenkrieger ein interessantes Feature - immerhin können sie auf diese Weise ihren persönlich ausgebildeten Helden zu einem Freund mitnehmen, um dann zu zweit ins Abenteuer einzutauchen. Denn wie bei den ähnlich angelegten "Skylanders" von Activision (die haben das Hybrid-Konzept aus Spielzeug und Spiel erfunden) passen auch hier zwei Figuren auf das USB-Portal.

Szenarien für Fans

Zusätzlich verkauft Disney noch Blister und Tütchen mit "Bonusmünzen": Die stärken entweder den aktiven Charakter oder transferieren neue Elemente ins Spiel. Exklusive Fahrzeuge, modische Hintergrundtapeten für die Toybox: So wird die eigene Spielwelt interessanter. Noch wichtiger sind allerdings die sogenannten "Playsets": Die werden mit jeweils zwei zentralen Spielfiguren ausgeliefert und eröffnen bei Platzierung auf dem Portal eine neue Spiel-Umgebung.

Im Lieferumfang enthalten ist das Szenario "Twilight of the Republic", mit dem vor allem Fans der Trickfilmserie "Clone Wars" glücklich werden. Traditionalisten werden dagegen bei dem "Todesstern"-förmigen Playset "Rise against the Empire" fündig: Hierfür haben sich die Entwickler locker an der Original-Filmtrilogie um Luke, Leia und Co. orientiert; bekannte Filmschauplätze wie Tatooines Raumhafen Mos Eisley sind echte Hingucker. Ebenfalls erhältlich ist das Jump'n'Run-artige Spielset zu Pixars "Alles steht Kopf": Das ist zwar weniger abenteuerlich als das Aufgebot der Sternenkrieger, aber dafür ganz schön knifflig und schön bunt.

Hübscher als die Vorgänger

Weil die beiden Vorgänger immer wieder für ihre seichte spielerische Gangart und die schwache Präsentation der Playsets kritisiert wurden, hat sich Avalanche diesmal besonders ins Zeug gelegt. Besonders mit seiner Interpretation des Star Wars-Universums hat der Entwickler sein inszenatorisches Meisterstück abgelegt, die Verquickung von "Clone Wars"-artig angelegter Cartoon-Grafik und dem Inifinity-typischen Spielzeuglook ist fast durchweg gelungen.

Wenn dem Fan in einer Schlacht gegen Sternenzerstörer die Laser-Batterien um die Ohren fliegen, dann ist der "Star Wars"-Enthusiast in ihm vollauf zufrieden - und sogar ältere Star Wars-Semester können darüber hinwegsehen, dass auch Infinity 3.0 im Grunde ein Kinderspiel ist. Steuerung und Spielwelt sind fast durchweg auf Zugänglichkeit getrimmt. Der zahme Schwierigkeitsgrad ist für halbwegs geübte Joypad-Akrobaten eine echte Lachnummer. Umso unverständlicher, dass die Entwickler ausgerechnet bei Menü- und Bediendesign erneut gepatzt haben: Die Tutorials lassen das eigentlich handliche Spiel unglaublich komplex und klobig erscheinen.

Selbst ist der Baumeister: Die Toybox

Das Haupt-Feature der Infinity-Reihe ist deren größte Stärke und Schwäche zugleich: Die Toybox fungiert seit Teil 1 als Brenn- und Sammelpunkt des virtuellen Disney-Universums. Hintergrund des Konzepts: Während des Playset-Spiels eroberte Extras wollen hier kreativ eingesetzt werden - und zwar als Bausteine in einem vom Spieler selbst erdachten und erstellten Szenario. Ein Szenario, in dem er zusammen mit seinen Freunden baut, herumtollt oder auf Rennstrecken um die Wette braust. Sogar eigene kleine Abenteuer und die Programmierung einer zumindest rudimentären Gegner-KI sind möglich.

Das Problem beim Weltenbau: Das mächtige Editor-Tool ist komplex und die Einführung ins Architekten-Dasein so umfangreich, das vielen kleinen wie großen Baumeistern ruckzuck der Geduldsfaden reißt. Zumal die Resultate kein großer Hingucker sind: Eigenfabrikationen auf dem visuellen Niveau der Playsets sind unmöglich.

Was uns gefällt

Klarer Fall: Version 3.0 ist das bisher beste Infinity. Disney hat sich insbesondere die Kritik an den Playsets zu Herzen genommen und dort nachgebessert, wo es am nötigsten war. Wer sich mit der kinderkompatiblen Gangart der Krieg der Sterne-Szenarien anfreunden kann, der bekommt mit Infinity 3.0 eines der gelungensten Star Wars-Spiele der letzten Jahre - und das beste Clone Wars-Game überhaupt. Passionierte Toybox-Architekten wiederum freuen sich darüber, dass sie all ihre liebgewonnenen Figuren aus den Vorgänger-Spielen erneut einsetzen dürfen. Ebenfalls nett: Ein kleiner Toybox-Sidekick, der trainiert, gefüttert, ausgerüstet und programmiert werden möchte.

Was uns nicht gefällt

Für Hobby-Baumeister mit Disney-Passion und Dreikäsehochs im besten Duplo-Alter ist die Toybox ein erquicklicher Zeitvertrieb. Doch wer es primär aufs Zocken und das Star Wars-Aufgebot abgesehen hat, der weiß mit dem interaktiven Sandkasten wenig anzufangen. Und wünscht sich mehr Spieleinhalt und mehr Gameplay-Feintuning in den Playsets. Ebenfalls störend: Noch immer gestaltet Disney alle Nebencharaktere im Action-Figuren- und Ü-Ei-Look - spielzeugartige Gelenke und Scharniere inklusive. Vielleicht macht das Infinity harmloser und kinderfreundlicher, doch die Immersion leidet.

Fazit

Trotz Star Wars-Faktor kann Disneys Infinity-Aufgebot noch immer nicht zum großen Nebenbuhler Skylanders aufschließen: Ein bisschen Toybox hier, ein wenig Lichtschwert-Gefuchtel da - das macht zwar Laune, ist aber gerade für anspruchsvollere und ältere Star Wars-Fans auf Dauer nicht genug. Erfreulich dagegen, dass die Playsets jetzt so viel besser aussehen und echtes Krieg der Sterne-Feeling vermitteln. Besonders wer ins Clone Wars-Universum abtauchen will, ist hier goldrichtig. Die Qualität der Spielzeuge ist über jeden Zweifel erhaben - hier lohnt sich das Zugreifen sogar für solche Sammler, die dem Spiel selber nichts abgewinnen können.

Obwohl zusätzliche Inhalte wie das "Alles steht Kopf"-Playset und die launigen Toybox-Erweiterungsspiele im Krieg der Sterne-Rummel untergehen, sind sie eine schöne Ergänzung. Zumal Toybox-Kampagnen wie "Takeover" oder "Speedway" nicht nur spielerischen Content bieten - vor allem liefern sie interessante Blaupausen für die Konstruktion eigener Spielwelten. Wer sich darauf einlässt, statt eines einzigen, fokussierten Spielerlebnisses eine Art schräges Spielzeuguniversum zu bekommen, für den ist Infinity 3.0 ein gelungenes Gesamtpaket – trotz einiger Schönheitsfehler. Dennoch: Vielleicht sollte sich Disney bei künftigen Serienteile nicht mehr so sehr darum bemühen, es allen recht zu machen, und sich stattdessen auf ein Konzept konzentrieren. Dann wäre Infinity" endlich weniger eierlegende Wollmilchsau und dafür mehr Spiel.

Infos zum Spiel

Titel: Disney Infinity 3.0
Genre: Toys-to-Life-Actionspiel
Hersteller: Avalanche Software
Publisher: Disney
Release-Termin: Im Handel
Preis: zirka 60 Euro
System: PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One, Wii U
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Gut

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