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Test zu Hearthstone: Das große Turnier | Online-Sammelkartenspiel | Android, iOS, Mac, PC  

Inspirierte Turniermannschaft

10.09.2015, 15:07 Uhr | Heinrich Lenhardt (jr / ta), Medienagentur plassma

Inspirierte Turniermannschaft. Hearthstone: Das große Turnier Online-Sammelkartenspiel für PC, Mac, iOS und Android (Quelle: Blizzard)

Hearthstone: Das große Turnier Online-Sammelkartenspiel für PC, Mac, iOS und Android (Quelle: Blizzard)

Drohen die Strategieduelle von "Hearthstone: Heroes of Warcraft" langweilig zu werden, sorgt eine Erweiterung für neuen Schwung. Mit 132 frischen Karten lockt "Das große Turnier" die Fans an die digitalen Spieltische zurück. Eine Fülle raffinierter Diener, Zauber und Heldenfähigkeiten-Effekte lädt zur Konstruktion neuer Decks ein. Perfekt ist das Update aber nicht, denn trotz des großspurigen Namens spendiert Entwickler Blizzard weder einen neuen Turnier-Spielmodus noch zusätzliche Deck-Speicherplätze.

30 Millionen Kartenspieler

Die spannendsten Kämpfe werden manchmal nicht auf dem Schlachtfeld, sondern am Kartentisch ausgetragen. Da ziehen zwei Duellanten im Rundentakt aus ihren 30-Karten-Decks, um durch Einsatz von Zaubern und Dienern den gegnerischen Helden zu besiegen. Mit Hearthstone demonstrierten die Entwickler von Blizzard mal wieder, dass sie die besten Genre-Vereinfacher der Branche sind: Inspiriert von komplizierteren Sammelkarten-Spielen wie "Magic: the Gathering" gelang ihnen ein leicht zugängliches Online-Vergnügen, das mit seiner reizvollen Mischung aus Strategie und Glück immer wieder zu einer Partie einlädt. Inzwischen haben weltweit über 30 Millionen Spieler das humorvolle Strategieduell ausprobiert.

Die neuen Rittersleut'

Zweimal im Jahr erscheinen Hearthstone-Erweiterungen, die wie das Grundspiel kostenlos zugänglich sind. Zum einen sind das Abenteuer wie "Der Schwarzfels", in denen wir Computergegner mit speziellen Eigenschaften bezwingen und dafür wenige neue Karten erhalten. Zum anderen gibt es riesige Kartenlawinen wie "Goblins gegen Gnome", bei denen über hundert neue Diener und Zauber zufällig auf digitale Päckchen verteilt werden. Die jüngste Erweiterung "Das große Turnier" fällt in letztere Kategorie: viele Karten, aber keine neuen Spielvarianten, auch wenn der Name Hoffnungen auf einen Turniermodus weckte. Der Titel bezieht sich lediglich auf das aus "World of Warcraft" bekannte Turnier des Argentumkreuzzugs.

Inspirierende Helden

Die wichtigste Neuerung der Erweiterung ist eine Spielmechanik namens "Inspiration". Karten mit dieser Eigenschaft wirken einen bestimmten Effekt, wann immer wir die Klassenfähigkeit unseres Helden einsetzen. 21 Karten mit Inspirations-Nebenwirkung gibt es, die wohl Fulminanteste ist Priestern vorbehalten: "Beichtpatin Blondlocke" ruft jedes Mal einen zufälligen legendären Diener herbei, wenn wir unsere Heilfähigkeit einsetzen - gar nicht so doof.

Neben solchen legendären Schwergewichten gibt es auch leichter zu ergatternde Karten für alle Klassen, deren inspirierte Wirkung den Verlauf einer Partie drehen kann. Die "Silberne Regentin" ruft einen Rekruten der Silbernen Hand herbei, was vor allem Paladine mit einem buffenden "Zuchtmeister" im Deck erfreut. Der "Einfache Knappe" kostet nur ein Manapünktchen, gewinnt durch Inspiration aber an Angriffsstärke. Kollegial ist der "Muklas Champion", denn er spendiert unseren anderen Dienern Lebens- und Angriffspunkte.

Besonders spannend ist die Kombination mit neuen Dienern, welche den Einsatz der Heldenfähigkeiten erleichtern: Mit der "Maid des Sees" auf dem Spielfeld kostet diese nur noch einen Mana-Punkt; der "Garnisonskommandant" erlaubt zweimaliges Einsetzen in einer Runde. Beim Ausspielen der legendären "Justiziarin Treuherz" wird die Heldenfähigkeit für den Rest der Partie aufgewertet. Zum Beispiel macht dann ein Jäger drei statt zwei Schadenspunkte oder der Schamane kann sich aussuchen, welche Totemsorte er beschwören möchte.

Schwacher Tjost

Weitaus weniger spektakulär sind die neuen Tjost-Karten. Bei ihrem Ausspielen wird pro Seite ein zufälliger Diener aufgedeckt. Kostet unsere Karte mehr Mana als die des Gegners, so wird ein angenehmer Nebeneffekt gewirkt. Zum Beispiel heilt der "Tuskarrjoster" unseren Helden für sieben Lebenspunkte, während der "Tjostmeister" durch Spott und Gottesschild verstärkt wird. Je mehr teure Karten wir im Deck haben, desto besser unsere Chancen, einen solchen Vergleich zu gewinnen. Damit soll wohl den beliebten Rush-Decks das Leben schwerer gemacht werden, aber die Tjost-Effekte wirken recht mickrig - von der Zufallskomponente und den langwierigen Animationen mal ganz abgesehen.

Neue Ideen für alte Decks

Auch sonst mangelt es nicht an witzigen Ideen und Effekten, welche zu neuen Spielstrategien anregen. So werden die läppischen Paladin-Geheimnisse durch den "Mysteriösen Ritter" plötzlich interessant, denn bei dessen Ausspielen wird jedes Geheimnis aus dem Deck einmal aufs Schlachtfeld gelegt. Bei Druiden harmonieren einige Neuzugänge prima mit Wildtieren, und für Schamanen werden Totems noch nützlicher, während Hexenmeister dämonische Verstärkung wie das wiederauferstehende "Schreckensross" erhalten.

Es wird unübersichtlich

Trotz des verheißungsvollen Namens bietet die Erweiterung keinen Turnier-Spielmodus, um die Organisation von Wettkämpfen im Freundeskreis zu erleichtern. Geschlafen hat Blizzard auch beim Deck-Management, denn es gibt nach wie vor nur neun Slots. also pro Klasse einen. Wenn man da mit neuen Konfigurationen experimentieren will, müssen bewährte Decks weichen, was ein ziemlicher Umstand ist. Bei aller Liebe zum Kartensegen wünschen wir uns dringend Verbesserungen bei der Verwaltung der ausufernden Sammlung.

Eintritt frei, Zuzahlung hilfreich

Am Hearthstone-Geschäftsmodell hat sich nichts geändert: Jeweils fünf zufällige Karten befinden sich auch in den Päckchen der neuen Kategorie "Das große Turnier". Die bezahlt man mit Spielgold, das vor allem durch die Absolvierung von Tagesquests aufs Konto kommt. Wer es eilig mit dem Kartensammlungsaufbau hat, darf zur Kreditkarte greifen - zum Beispiel gibt es für 2,69 Euro zwei Packungen. Überflüssige und ungeliebte Karten werden im Herstellungsmodus zerstört, um somit Arkanstaub zu gewinnen. Der lässt sich wiederum verwenden, um gezielt die Karten zu basteln, die man gerne hätte. Bis genug für eine legendäre Traumkarte beisammen ist, muss man aber lange sparen.

Was uns gefällt

132 neue Karten bringen frischen Wind in die Hearthstone-Beziehung. Heldenfähigkeiten werden durch die Inspirations-Mechanik aufgewertet, es gibt eine Fülle von Synergien und Kombo-Gelegenheiten.

Was uns nicht gefällt

Keine neuen Spielmodi, sondern "nur" ein Batzen Zusatzkarten. Ambitionierte Deck-Bastler ärgern sich, dass es nach wie vor nur neun Speicherplätze gibt.

Fazit

Hearthstone: Heroes of Warcraft ist und bleibt das spaßigste Sammelkarten-Strategiespiel, das Einsteiger und Profis gleichermaßen fesselt. Alleine wegen der neuen Heldeneffekte-Synergien lohnt sich die Rückkehr an den digitalen Kartentisch. Ansonsten mangelt es etwas an Überraschungen, "Das große Turnier" ist die bislang unaufregendste Hearthstone-Erweiterung.

Infos zum Spiel

Titel: Hearthstone - Das große Turnier
Genre: Online-Sammelkarten-Strategiekartenspiel (Add-on zum Hauptspiel Hearthstone: Heroes of Warcraft)
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release-Termin: Im Handel
Preis: Gratis (Free-to-Play mit optionalem Ingame-Shop. Kartenpäckchen können mit Spielgold oder Echtgeld bezahlt werden)
Systeme: PC, OS X, iOS, Android (Tablets und Smartphones)
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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