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Zeitreise mit Verkehrschaos-Garantie

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Test zu Does not Commute | Rennspiel-Strategie | Android, iOS  

Zeitreise mit Verkehrschaos-Garantie

11.09.2015, 15:16 Uhr | Jürgen Kroder (jr / ta), Medienagentur plassma

Zeitreise mit Verkehrschaos-Garantie. Dos not Commute Rennspiel von Mediocre für iOS und Android (Quelle: Mediocre)

Dos not Commute Rennspiel von Mediocre für iOS und Android (Quelle: Mediocre)

Was haben ein Zeit-Paradoxon und Autos in einer Kleinstadt gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. In der Spiele-App "Does not Commute" jedoch treffen beide aufeinander und ergeben einen erfrischenden Mix, der einen nicht mehr so schnell loslässt. Die Mischung aus Racing-Game und Strategietitel ist ein echter Geheimtipp für iOS- und Android-Mobilplattformen, den man nicht verpassen sollte.

Das ist ja einfach!

Wer "Does not Commute" nur ein paar Minuten spielt, könnte meinen, er habe ein ganz gewöhnliches Rennspiel vor sich. Mit dem Unterschied, dass man hier nicht aus der Ego-Sicht durch eine Windschutzscheibe, sondern aus der Vogelperspektive auf die Straßen und Gebäude einer Kleinstadt blickt. Wie in anderen Games auch soll man schnellstmöglich von A nach B fahren. Da es keinerlei Kontrahenten gibt, gestaltet sich dieses Vorhaben eigentlich als relativ einfach. Erreicht man das vorgegebene Ziel, fährt man mit dem nächsten Fahrzeug in der gleichen Stadt - aber an einem anderen Startpunkt - los, um zu einem neuen Zielpunkt zu brausen.

Selbst verursachtes Zeit-Paradoxon

Doch das war es mit dem Gewöhnlichen. Denn bei jedem Start mit einem neuen Fahrzeug sieht man die vorherigen Vehikel genau so durch die Innenstadt fahren, wie man sie zuvor gelenkt hat. Will heißen: Mit jeder weiteren "Fahre möglichst schnell von A nach B"-Runde erhöht sich sukzessive das Verkehrsaufkommen. Der immer wilder werdende Gegenverkehr ist quasi eine Ansammlung von Zeitreisenden, die man selbst mal steuerte.

Jetzt versteht man auch, warum Hersteller Mediocre - bekannt für Apps wie "Smash Hit", "Granny Smith" und "Sprinkle" - seinem neuen Titel die Genre-Einordnung "Strategic Driving Game" verpasst hat: Es liegt am Spieler selbst, ob und wie er Herr der Lage wird, wenn das Auto-Wirrwarr zunimmt. Nur wer sich eine Strategie überlegt, wie er mit zunehmendem Verkehrsaufkommen an kritischen Punkten wie Kreuzungen oder engen Gassen zurechtkommt, wird die Levels meistern können.

Die Uhr tickt unerbittlich

Das Fiese ist nämlich: Für jedes Level bekommt der Spieler ein knappes Zeitlimit vorgegeben. Jede Berührung mit einem Hindernis kostet wertvolle Sekunden. Wer einen Crash verursacht, kann eigentlich gleich einpacken. Muss er aber nicht, denn Mediocre hat sich ein tolles Feature überlegt, das unnötigem Frust vorbeugen soll: den Zeitraffer. Wie bei einem Film ist es möglich, das Geschehen ein paar Sekunden zurück zu spulen. Mit dem Unterschied, dass man dann wieder eingreifen und brenzlige Situationen abwenden kann. Trotzdem wird "Does not Commute" dadurch kein Kinderspiel. Ganz im Gegenteil: Der Schwierigkeitsgrad zieht schnell an, da Zeit sich als Mangelware entpuppt - darüber können auch die einsammelbaren Boni nur bedingt hinweghelfen.

Somit ist es völlig normal, dass man die Levels wieder und wieder neu startet, um sie zu meistern. Das führt aber nicht zu Frust, da ja zu großen Teilen das eigene Können und die Vorausplanung über Sieg oder Niederlage entscheiden. Deswegen raten wir, lieber das Köpfchen einzuschalten und sich einen Plan zu überlegen, anstatt wild drauf los zu fahren.

Start mit eine erweiterbaren Demo

Wer nun Interesse an "Does not Commute" zeigt, kann sich das iOS- und Android-Spiel sofort kostenlos herunterladen. Im Gegensatz zu anderen Mobile-Games ist die App werbefrei, und man muss auch keine Ingame-Items erwerben, um seinen Spaß zu haben.

Stattdessen handelt es sich bei "Does not Commute" um eine besondere Art von Demo: Stellen Sie sich geschickt an, können Sie das strategische Rennspiel ohne einen Cent zu bezahlen durchspielen. Allerdings müssen Sie dann eine Einschränkung hinnehmen: Zwischen den Levels wird nicht gespeichert. Versemmelt man eine Mission, wird man an den Spielstart zurückgeworfen. Wer allerdings rund zwei Euro springen lässt, der schaltet damit das Speichersystem frei - eine Investition, die sich definitiv lohnt.

Was uns gefällt

Protagonist und Antagonist in einer Person - ein reizvolles Konzept, das sehr gut funktioniert. Da man selbst alle Verkehrsteilnehmer irgendwann selbst steuert, muss man Geschick und Planung vereinen. Das fordert heraus und reizt den "Nur noch einmal!"-Impuls im Kleinhirn

Was uns nicht gefällt

Der Style der App soll an die Siebzigerjahre erinnern, was aber leider nicht so richtig rüberkommt. Stattdessen sieht man farblose, kantige Objekte. Eine bunte, knuffige Grafik hätte der App besser zu Gesicht gestanden.

Fazit

Einen Preis für die tollste Optik erhält "Does not Commute" nicht. Noch weniger eine Auszeichnung für einen eingängigen Namen. Aber dafür sahnt es einen fetten Award in der Kategorie "Geheimtipp" ab. Die Idee, ein Rennspiel mit strategischen Elementen in Form eines Zeit-Paradoxons zu mischen, ist fordernd und unterhaltsam zugleich. Wir haben damit so viel Spaß, dass wir gerne ein "Sehr Gut" als Bewertung springen lassen. 

Infos zum Spiel 

Titel: Does not Commute
Genre: Rennspiel-Strategie
Hersteller / Publisher: Mediocre
Release-Termin: Im Handel  
Preis: Freemium-Spiel (In-App-Premiumversion mit Speichersystem: 1,99 Euro)
System: iOS, Android
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut 

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