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PES 2016 im Test: Der Videospiel-Kick für Weltmeister

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Test zu PES 2016 | Fußball-Simulation | PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360  

Videospiel-Kick für Weltmeister

18.09.2015, 16:42 Uhr | Olaf Bleich (jr / ta), Medienagentur plassma

PES 2016 im Test: Der Videospiel-Kick für Weltmeister. Pro Evolution Soccer 2016 Fußball-Simulation von Konami für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Konami)

Pro Evolution Soccer 2016 Fußball-Simulation von Konami für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One (Quelle: Konami)

Jeder Fußballprofi weiß: In einer langen Karriere macht man Höhen und Tiefen durch. Genau das passierte auch Konamis Fußball-Simulation "Pro Evolution Soccer" (PES). Nachdem der Konsolen-Kick speziell auf der PS2 seinen Höhepunkt erreicht hatte, wurde PES in den vergangenen Jahren von EA Sports' "Fifa"-Serie überflügelt. Zwischenzeitlich drohte sogar das Aus für das Kultspiel. Doch mit der neuen Konsolengeneration fand auch Hersteller Konami zu alter Form zurück. Erst Recht mit dem aktuellen Teil der Fußball-Simulation: "Pro Evolution Soccer 2016" für PC, PS4, PS3, Xbox One und Xbox 360 ist ein würdiger Titel zum zwanzigjährigen Jubiläum der PES-Reihe und der spielstärkste Kick der jüngeren Vergangenheit.

PES 2016: Die neue Körperlichkeit

Fußball steht für Leidenschaft, Willen und natürlich Talent. All diese Tugenden verbindet Pro Evolution Soccer 2016 in einer authentischen Simulation. Als Grundlage dient die auch beim Action-Schleicher "Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain" verwendete Fox-Grafik-Technologie. Diese stellt nicht nur ungeheuer flüssige Spielerbewegungen und detaillierte Gesichter dar, sie wurde in Pro Evolution Soccer 2016 vor allem um ein neues Kollisionssystem ergänzt.

Will heißen: Alle Zusammenstöße zwischen Spielern werden diesmal physikalisch korrekt berechnet. Dadurch werden Zweikämpfe gleichzeitig realistischer und viel kalkulierbarer. Wird also beispielsweise Arjen Robben im Sprint gestoßen, gerät er ins Trudeln und verstolpert womöglich den Ball. Grätscht ein Verteidiger Superstar Lionel Messi von hinten in die Beine, knickt dieser ein und fällt auf den Hosenboden. Und im Kopfballduell wird nun um jeden Zentimeter gekämpft. Gut so, Pro Evolution Soccer 2016 gewinnt durch diese neue Körperlichkeit an Dynamik hinzu, die durch eine nahezu perfekte Ballphysik unterstützt wird.

Die perfekte Offensivmaschinerie

Grundsätzlich fühlt sich das Leder im aktuellen Teil eine Spur leichter an als noch im Vorgänger. Dadurch nehmen Pässe schneller Tempo auf, und Schüsse haben ordentlich Wucht. Gleichzeitig aber ist das Verhalten des Balls selbst sehr berechenbar, was speziell das Schlagen von Flanken oder weiten Pässen ohne Zielhilfe sehr erleichtert.

Löblich: "Pro Evolution Soccer 2016" zelebriert den Offensivfußball, ohne dass das Spiel zum Schützenfest mutiert. Stattdessen fördert und fordert es das Spielverständnis und belohnt gute Ideen mit zauberhaften Kombinationen und tollen Toren. Die bereits in der 2015er-Variante bestechend gute Mitspieler-KI wurde im neuen Ableger noch einmal verbessert. Durch die sehr aktiven Computerprofis hat man in der Offensive stets mehrere Anspielmöglichkeiten und kann so beispielsweise mit Doppelpässen durch das Zentrum brechen oder flink auf die Flügel ausweichen.

Dennoch agieren die Abwehrspieler ausgesprochen clever und stellen Räume zu. Das Zweikampfsystem wurde durch die realistischen Kollisionen ebenfalls sinnvoll ergänzt. Grätschen gewinnen so an Bedeutung hinzu und sind weit mehr als nur eine Notlösung zur Balleroberung. Vielmehr sind gut getimte Sensen nun ein probates Mittel, um flotte Stürmer zu stoppen. Schade allerdings: Die Schiedsrichter pfeifen in der aktuellen Version noch nicht konsequent genug und lassen zu viel durchgehen. Hier muss Konami in den nächsten Wochen noch dringend per Patch nachbessern!

Jeder spielt sich anders

Konami investierte viel Zeit in die verschiedenen Fußballerpersönlichkeiten. Man erkennt Stars wie Neymar, Thomas Müller oder Lionel Messi nicht nur an ihrem Aussehen, sondern selbst an ihren Bewegungen und ihrer Spielweise. Einen Messi kann man oftmals nur mit einer Grätsche stoppen, Thomas Müller dagegen ist ein nie müde werdender Arbeiter in der Spitze und gegen Cristiano Ronaldos Dynamik ist kaum ein Kraut gewachsen. Es motiviert ungeheuer, mit und gegen diese Talente zu spielen, da es sich wie etwas Besonderes anfühlt.

Leider ließ Konami aber nicht bei allen Balltretern so viel Sorgfalt walten. Speziell die Spieler kleinerer Clubs wurden nicht mit aufwendigen Hochglanzgesichtern bedacht, sondern lediglich mit Fratzen aus dem Editor. Die meisten Spieler von Borussia Mönchengladbach sehen ihren realen Vorbildern daher nur sehr begrenzt ähnlich. Das trübt die Atmosphäre.

Bekannte Schwächen

In Puncto Lizenzumfang muss sich "Pro Evolution Soccer 2016" seinem ärgsten Konkurrenten "FIFA 16" ohnehin weiterhin geschlagen geben. Zwar besitzt Konami inzwischen die Rechte an Wettbewerben wie der UEFA Champions League oder der Europa League und inszeniert diese Turniere auch stimmig. Doch leider fehlen einfach zu viele Vereine und Daten, als dass man hier wirklich zufrieden mit dem Ergebnis sein könnte. So sind beispielsweise mit dem FC Bayern München, dem VFL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach lediglich drei Bundesligamannschaften mit Spielern und Trikots vertreten. Das ist einfach zu wenig!

Ähnlich enttäuschend fällt der neue Kommentar von Moderator Marco Hagemann aus. Seine Sprüche wirken zu emotionslos und unterstreichen das dynamische Spiel eher schlecht als recht. Noch viel schlimmer: Nicht genug, dass er seine Kommentare runter rasselt wie das Telefonbuch, oftmals passen die Sprüche noch nicht einmal zum Geschehen. Insgesamt ist die Präsentation von "Pro Evolution Soccer 2016" allerdings solide, auch wenn die versprochene Auffrischung der Menüs nur begrenzt zündet. Ein weiteres Ärgernis: Viele Texte sind holprig ins Deutsche übersetzt.

Was uns gefällt

"Pro Evolution Soccer 2016" zelebriert den modernen Offensivfußball und begeistert mit einer beachtlichen Spieltiefe. Selten fühlte sich der virtuelle Fußball so griffig und stimmig an wie in Konamis aktueller Simulation. Ballphysik, Steuerung und Grafiktechnologie greifen hier absolut nahtlos ineinander und kreieren ein schönes und gleichermaßen anspruchsvolles Spielerlebnis ohne gravierende Schwachstellen.

Was uns nicht gefällt

Konami schafft es nicht, die seit vielen Jahren bekannten Baustellen endlich zu beseitigen: Das Lizenzpaket ist – trotz integriertem Logo- und Trikot-Editor – weiterhin viel zu klein; besonders das Fehlen von Erster und Zweiter Bundesliga schmerzt. Weiterhin ist die Gesamtpräsentation zu bieder, und der neue Kommentar bleibt hinter den Erwartungen zurück. Aktuelle Schwächen wie beispielsweise die zu braven Schiedsrichter dürfte Konami hingegen auf lange Sicht per Patch ausbessern.

Fazit 

"Pro Evolution Soccer 2016" legt mächtig vor: Konamis Fußballsimulation besticht auf dem Platz mit Tugenden wie Dynamik, Spielbarkeit und Tiefe. EA Sports und "FIFA 16" werden es schwer haben, ihren Platz an der Tabellenspitze in diesem Jahr zu verteidigen.  

Infos zum Spiel 

Titel: Pro Evolution Soccer 2016
Genre: Fußball-Simulation
Publisher/Hersteller: Konami
Release-Termin: 17. September 2015
Preis: zirka 55 Euro (PS4, Xbox One), zirka 45 Euro (PS3, Xbox 360, PC)
System: PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
Wertung: Sehr gut

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