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Call of Duty: Black Ops 3 - Verstörender Blick in die Zukunft

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Preview zu Call of Duty: Black Ops 3 | Ego-Shooter | PS4, Xbox One, PC  

Verstörender Blick in die Zukunft

21.09.2015, 18:32 Uhr | Sönke Siemens (ams/tz), Richard Löwenstein

Call of Duty: Black Ops 3 - Verstörender Blick in die Zukunft. Call of Duty: Black Ops 3 für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Activision)

Call of Duty: Black Ops 3 für PC, PS4 und Xbox One (Quelle: Activision)

In der ersten November-Woche ist es soweit: Mit "Black Ops 3" feiert die weltberühmte Ego-Shooter-Serie ihren zwölften Geburtstag. Hat es der Top-Entwickler Treyarch immer noch drauf? Oder kocht man doch nur den typischen COD-Einheitsbrei? Im Rahmen einer Presseveranstaltung hatte die Redaktion Gelegenheit zum Kontakt mit der Kampagne.

Bedrohung durch High-Tech

Bevor wir erstmals selbst Hand an die mit Spannung erwartete Kampagne legen dürfen, fasst Produzent Jason Blundell die Eckdaten der Story kurz zusammen. Demzufolge steht die Welt im Jahr 2065 einmal mehr am Rande des Abgrunds. Kybernetisch verbesserte Elitesoldaten und autonom agierende Kampfroboter sind die neuen Schachfiguren auf den Schlachtfeldern der Zukunft und scheinen nun ihrerseits die Vormachtstellung auf dem Planeten zu beanspruchen. Insbesondere die sogenannte "Nile River Coalition" entwickelt sich in diesem Zusammenhang zur neuen Geißel der Menschheit.

Kairo darf nicht fallen

Und dann geht’s auch schon ans Eingemachte. Zusammen mit drei anderen Mitstreitern aus Fleisch und Blut stürzen wir uns als 4er-Black-Ops-Team in eine tobende Koop-Schlacht im futuristischen Kairo. Missionsziel? Den Vormarsch der eingangs erwähnten "Nile River Coalition" durch einen chirurgisch-präzisen Eingriff zum Erliegen zu bringen. Genauer gesagt gilt es, die unterirdischen Stützpfeiler einer strategisch wichtigen Straßenkreuzung in Schutt und Asche zu legen, damit der Verkehrsknotenpunkt für schwere Bodentruppen des Feindes unpassierbar wird.

Bewerkstelligen soll das Black-Ops-Quartett die Heldentat mit einer neuen Hightech-Waffe namens Spike Launcher. Mit ihrer Hilfe lassen sich Sprengladungen metertief in den Boden rammen und dann fernzünden. Soweit zur Theorie. In der Praxis entpuppt sich der tollkühne Plan allerdings schon bald als wahrer Spießrutenlauf. Denn praktisch im 10-Sekunden-Takt schickt die NRC neue Kampfverbände. Anfangs sind es nur Söldner und Flugdrohnen, doch schon bald folgen Jeeps mit rückseitig montierter Gatling-Kanone und – "Terminator" lässt grüßen – zweibeinige, völlig eigenständig kämpfende Killer-Maschinen.

Taktiker sind klar im Vorteil

In diesem stets flüssig dargestellten Getümmel den Überblick zu behalten ist in den ersten Minuten etwas gewöhnungsbedürftig, nach zehn bis 20 Abschüssen stellt sich jedoch eine gewisse Routine ein. Vor allem wenn man zusätzlich mit den zahlreichen "Cyber Cores" herumexperimentiert und sie der Situation entsprechend taktisch klug einsetzt. Gemeint sind aktive Heldenfähigkeiten, die nach einer gewissen Aufladezeit immer wieder zur Verfügung stehen.

"Weapon Lockout" zum Beispiel beeinflusst die Waffe eines anvisierten Gegners und führt dazu, dass sie temporäre Fehlfunktionen aufweist. Nicht minder praktisch ist "Surge", zu Deutsch Stromstoß: Ein damit getroffener Roboter lässt umgehend vom Spieler ab, rennt in die nächstbeste Gegneransammlung und verteilt als Willkommensgruß Starkstromschläge. "Concussive Wave" wiederum löst eine verheerende Erschütterungswelle aus, welche Gegner vor einem in den Tod reißt und Widersacher in der zweiten Reihe rabiat von den Füßen fegt. Redaktionsfavorit bleibt allerdings "Remote Hijack" - eine weitere der über 20 Spezialfähigkeiten. Gutes Timing vorausgesetzt, übernehmen Sie damit kurzzeitig die Kontrolle von vorbeifliegenden Drohnen, vierbeinigen Spinnenpanzern und anderem Kriegsgerät.

Weniger Schlauchlevel, mehr Freiheit

Wichtigste Neuerung innerhalb der Kampagne sind jedoch weder Heldentalente noch 4-Spieler-Modus, sondern vielmehr die Tatsache, dass Treyarch das im Laufe der Jahre immer weiter in die Kritik geratene Schlauchlevel-Design endlich aufbricht. Und zwar indem es Spieler regelmäßig in offene, weitläufig Areale wirft und sie dann tun und machen lässt, was sie möchten. Wer sich also entscheidet, zugunsten zusätzlicher Erfahrungspunkte erst einmal minutenlang Roboterhorden zu verschrotten statt Sprengladungen im Boden zu versenken, kann dies gerne tun.

Händchenhalten war gestern

Überhaupt spielt das Wort "Freiheit" für Jason Blundell und sein Team eine besonders wichtige Rolle. Die Macher gehen sogar so weit, dass alle Level von Anfang an freigeschaltet sind. "Unser Ansatz ist ein bisschen wie der heutiger Video-Streaming-Portale. Wer unbedingt will, guckt sich eben gleich die letzte Folge an“, so Blundell. Gleichzeitig ergänzt er: "Ich rate dringend, den linearen Weg zu wählen. Aber aufzwingen wollen wir Ihnen den selbstverständlich nicht. Immerhin haben Sie für die Inhalte bezahlt, also sollten diese auch komplett Ihnen gehören und jederzeit zugänglich sein“.

Und klar, in Anbetracht des starken Koop-Fokus’ macht die Entscheidung natürlich Sinn. Schließlich soll jeder „Black Ops 3“-Spieler weltweit die Möglichkeit haben, sich in die Partien seiner Freunde einzuklinken. Eingeschränkt wird man lediglich durch die verwendete Hardware – Cross-Plattform-Gaming ist leider nicht möglich.

Schlauer als die Polizei erlaubt?

Damit die Herausforderung auch im Koop-Spiel nicht auf der Strecke bleibt, wurde nicht zuletzt die KI ordentlich aufgebretzelt. In der Anspielfassung waren die zahlreichen Verbesserungen aufgrund der vorgegebenen Spieldauer von nicht mal 15 Minuten sowie der schieren Masse an Feinden zwar nur vage erkennbar. Die Aussagen von Blundell zur KI-Thematik stimmen aber zuversichtlich: "Unsere Routinen analysieren das Schlachtfeld nun nicht nur viel genauer als bisher, sondern konfrontieren den Spieler je nach Feindtyp auch mit völlig neuen Aktionsmustern. Menschen zum Beispiel werden ganz anders kämpfen als Roboter, die immer wieder mal Reihen bilden, um den Spieler in die Ecke zu drängen. Oder sie formieren sich zu einer Phalanx, brechen Schneisen in die Verteidigung und vieles mehr. Möglich ist all dazu übrigens nur, weil die KI-Einheiten nun in der Lage sind, ständig Absprachen untereinander zu treffen.“

Was uns gefällt

Wie von „Call of Duty“ gewohnt, laufen Kampagne und Mehrspieler-Modus mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde und setzen dabei auf eine erfrischend knallige Farbpalette. Daumen hoch zudem für das spürbar überarbeitete Bewegungssystem. Egal ob Sie nun mit gezückter Waffe durch enge Öffnungen schlittern, schießend durch tosende Wasserfälle tauchen, akrobatisch an Wänden entlang rennen oder Doppelsprünge ausführen – jede Aktion ist im Handumdrehen erlernt und lässt sich dank der hohen Bildrate sehr präzise ausführen.

Was uns nicht gefällt

Zumindest wenn’s nach der Mehrspieler-Beta-Version geht, beweist Activision bei der Wahl einiger deutscher Synchronsprecher leider kein allzu gutes Händchen. Im Vergleich mit dem englischen Original klingt vor allem der deutsche Match-Kommentator viel zu oft gelangweilt oder total übereifrig. Einige weibliche Sprecherinnen setzen sich dagegen mit übertriebener Coolness in die Nesseln. Tadel gibt’s ferner für die Tatsache, dass viele Dächer und andere höher gelegene Levelbereiche auf den bisher gezeigten Mehrspielerkarten von unsichtbaren Wänden umgeben sind und trotz Sprungdüsen nicht betreten werden können – das hat „Advanced Warfare“ besser hinbekommen.

Fazit

4-Spieler-Koop-Modus, viel offenere Areale, eine völlig dynamische Story und eine komplett neue KI: Die Kampagne von "Black Ops 3" reißt zwar optisch nicht vom Hocker, entwickelt sich aber in eine erfrischende Richtung. Wirft man nun noch den gewohnt rasanten Mehrspieler-Modus und die bisher kaum skizzierte (aber im Trailer sehr vielversprechende) Zombie-Komponente in die Waagschale, bleibt ein umfangreiches Shooter-Knallbonbon, das seine Sprengkraft am 6. November nicht verfehlen dürfte.

Infos zum Spiel

Titel: Call of Duty: Black Ops 3
Genre: Ego-Shooter
Publisher: Activision
Hersteller: Treyarch
Release-Termin: 06. November 2015
Preis: zirka 60-70 Euro
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Noch nicht bekannt
Eindruck: Gut

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