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Test zu Uncharted: The Nathan Drake Collection

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Uncharted: The Nathan Drake Collection | Action-Adventure | PS4  

Facelift für einen altgedienten Helden

01.10.2015, 14:02 Uhr | Olaf Bleich (ams/tz), Medienagentur plassma

Test zu Uncharted: The Nathan Drake Collection . Uncharted: The Nathan Drake Collection von Naughty Dog für PS4 (Quelle: Sony)

Uncharted: The Nathan Drake Collection von Naughty Dog für PS4 (Quelle: Sony)

Bei Videospielen ist es wie in Hollywood: Gehen den Machern die Ideen aus, dann werden einfach alte Hits neu aufgelegt. In den vergangenen zwei Jahren spülte bereits eine ganze Welle Klassiker-Remakes über Playstation 4 und Xbox One hinweg. Doch kaum eine Neuauflage lohnt sich so wie "Uncharted: The Nathan Drake Collection". Die Uncharted-Reihe gehörte zu den wichtigsten Actionspiel-Reihen für die Playstation 3 – und zündet dank einer liebevollen Auffrischung auch auf der PS4.

Drei klasse Spiele – aber eins fehlt!

"Uncharted: The Nathan Drake Collection" umfasst die drei Abenteuer "Uncharted: Drake's Fortune", "Uncharted 2: Among Thieves" und "Uncharted 3: Drake's Deception". Der ausschließlich für die Playstation Vita erschienene Teil "Golden Abyss" wurde nicht in die Sammlung integriert. Laut Entwickler Naughty Dog passte das Spiel nicht in den Erzählzyklus der Trilogie, sondern steht für sich allein. Doch auch ohne den Handheld-Ableger bietet die Dreier-Kombo mehr als ausreichend Spielraum für packende Action-Eskapaden.

Technisch (nahezu) einwandfrei

Für die Überarbeitung der drei Serienteile war jedoch nicht Naughty Dog, sondern Bluepoint Games zuständig. Das in Texas ansässige Studio hat unter anderem bereits die gelungenen HD-Umsetzungen "ICO & Shadow of the Colossus", "God of War Collection" und "Metal Gear Solid HD Collection" abgeliefert.

Wie schon in früheren Projekten passt Bluepoint Games auch die "Uncharted"-Trilogie zunächst an die aktuelle Konsolen-Hardware an. Vor allem dem ersten Teil sieht man die grafischen Verbesserungen sofort an. Allen drei Titeln gemein ist eine zeitgemäße 1080p-Auflösung, zudem laufen sie flüssig bei 60 Bildern pro Sekunde. Außerdem wurden die Texturen, Licht- und Partikeleffekte überarbeitet. Das bedeutet im Klartext: Die "Uncharted"-Titel wirken auf der PS4 wie aus einem Guss und halten problemlos mit speziell für die aktuellen Konsolen entwickelten Spielen mit. Insbesondere die vielen Nahaufnahmen in den Zwischensequenzen und die rasant geschnittenen Actionpassagen sehen erstklassig aus und brillieren weiterhin mit ihrer filmischen Inszenierung.

Einzig den Animationen wurde zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Speziell in "Uncharted: Drake's Fortune" wirken die Laufbewegungen des Protagonisten zu abgehackt. Darüber hinaus scheinen die Spielfiguren keinen direkten Kontakt mit ihrer Umwelt zu haben – gelegentlich wirkt es eher so, als würden sie Treppen hinaufrutschen. Diese kleinen Schönheitsmakel stören gelegentlich, schaden dem Spielspaß aber glücklicherweise kaum.

Auf Welttournee mit liebenswerten Halunken

Die "Uncharted"-Sammlung führt Abenteurer Nathan Drake in die entlegensten Ecken der Welt. Im ersten Teil entdeckt der Glücksritter eine Karte seines Vorfahren Sir Francis Drake und geht auf die Suche nach dem legendären El Dorado. "Uncharted 2: Among Thieves" führt ihn dagegen in die Berge des Himalayas, wo er die Schätze Marco Polos vermutet. Und im dritten Abenteuer forscht er auf der Arabischen Halbinsel nach dem "Atlantis der Wüste".

Ähnlich wie in den "Indiana Jones"-Filmen reisen Sie auch in "Uncharted" rund um den Globus und entdecken immer wieder neue Hinweise auf Relikte oder Goldschätze. Die Spiele kombinieren dabei alte Mythen mit Übernatürlichem und sympathischen Hauptfiguren wie Nathan Drake selbst, Freundin Elena Fisher oder Kumpel Sully. Klasse: Naughty Dog erzählt ungeheuer spannende Geschichten und mischt stimmige Umgebungsrätsel mit hitzigen Feuergefechten. Mal kraxelt Drake an Tempelruinen herunter oder stürzt mit Zügen ab, dann wiederum greift er selbst zur Waffe und ballert sich mit Maschinengewehren und Pistolen durch.

Außerdem positiv: "Uncharted: The Nathan Drake Collection" spielt sich wie ein "Best of" der bisherigen Serienteile. So wurde beispielsweise die Shooter-Steuerung aus dem zweiten Part auf alle Spiele angewandt. Entsprechend macht das Werfen von Granaten jetzt deutlich mehr Spaß. Aber egal, ob im Nahkampf oder auf Distanz – alle Abenteuer spielen sich enorm griffig und intuitiv.

Viele kleine Schmankerl für Fans

Einige Neuerungen hat die "Uncharted"-Kollektion ebenfalls im Gepäck. Einsteiger freuen sich über den zusätzlichen, besonders leichten Schwierigkeitsgrad "Forscher", Experten dürfen sich hingegen auf "Gnadenlos" austoben. Praktisch: Im Pausenbildschirm kann man die Schwierigkeitsstufe jederzeit anpassen. Besonders schöne Momente hält man nun mithilfe des Foto-Modus fest und kann sie nachträglich bearbeiten.

Des Weiteren schalten Sie im Spielverlauf zusätzliche Outfits für Protagonist Nathan frei und können diese ebenfalls im laufenden Spiel aktivieren. Hinzu kommen verschiedene Grafikeffekte und ein Speedrun-Modus, bei dem die Zeit mitgestoppt wird. Es sind viele kleine Dinge, die das Remake der "Uncharted"-Trilogie letztlich auch für Kenner interessant machen.

Allerdings werden Fans der Serie den Multiplayer-Modus vermissen. Dieser ist nämlich der Schere zum Opfer gefallen und bleibt eine exklusive Funktion der PS3-Originale.

Was uns gefällt

Die drei "Uncharted"-Spiele sind prima gealtert: Die unkomplizierte Mischung aus Umgebungsrätseln, knackigen Feuergefechten und der filmischen Inszenierung sorgt nach wie vor für ein unbeschwertes Spielvergnügen. Die drei Teile unterhalten auch in der Neuauflage blendend und strotzen vor sympathischen Charakteren und spannenden Momenten. Die technische Überarbeitung kann sich ebenfalls sehen lassen: "Uncharted: The Nathan Drake Collection" muss sich keinesfalls vor aktuellen Action-Games verstecken und glänzt zudem mit vielen kleinen Gimmicks wie dem Speedrun- oder dem Foto-Modus.

Was uns nicht gefällt

Streng genommen haben Naughty Dog und Bluepoint Games einen Titel in der Saga vergessen: das 2011 für die Playstation Vita erschienene "Uncharted: Golden Abyss". Es wäre schön gewesen, wenn man diese Geschichte ebenfalls in die "Nathan Drake Collection" integriert hätte, da PS4-Besitzer nicht zwangsläufig auch den Sony-Handheld besitzen. Darüber hinaus wurden die Mehrspieler-Optionen des zweiten und dritten Teils nicht für Playstation 4 umgesetzt.

Fazit

"Uncharted" brachte die Playstation 3 auf die Erfolgsspur – und die "Nathan Drake Collection" zeigt überdeutlich, warum. Die drei Actionspiele überzeugen mit der richtigen Mischung aus Deckungs-Shooter-Abschnitten, Puzzles und Film-Flair, obendrein punkten sie mit moderner Technik. Diese drei großartigen Abenteuer muss man als Playstation-Besitzer einfach erlebt haben.

Titel: Uncharted 4: The Nathan Drake Collection
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony
Hersteller: Naughty Dog
Release-Termin: 7. Oktober 2015
Preis: zirka 70 Euro
System: PS4
USK-Freigabe: Ab 16 Jahren
Eindruck: Sehr Gut

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