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Might & Magic Heroes 7: Der Ruf des großen Abenteuers

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Test zu Might & Magic Heroes 7 | Rundenstrategie | PC  

Der Ruf des großen Abenteuers

14.10.2015, 15:17 Uhr | Olaf Bleich ( jr / ams), Medienagentur plassma

Might & Magic Heroes 7: Der Ruf des großen Abenteuers. Might & Magic Heroes 7 ist der perfekte Abenteuerspaß für lange Herbst- und Winterabende. (Quelle: Ubisoft)

Die Mischung aus Strategie, Rollenspiel und dem Maps erkunden garantiert unterhaltsame Stunden im Fantasy-Reich Ashan (Quelle: Ubisoft)

Die "Heroes of Might & Magic"-Saga reicht inzwischen über 20 Jahre zurück und zählt zu den Klassikern des Rundenstrategiespiel-Genres. Für das neue "Might & Magic Heroes 7" arbeitete das deutsche Entwicklerstudio Limbic Entertainment eng mit den Fans zusammen: Die Spieler durften über Fraktionen abstimmen und nahmen spürbaren Einfluss auf das Endprodukt. Schließlich sollte das exklusiv für PC erscheinende Spiel ein "Best of" der erfolgreichen Serie werden. 

Eine Fantasy-Welt wie vor 20 Jahren

In Ashan regiert das Chaos: Die alte Ordnung ist kollabiert, nun braucht das Land einen neuen Herrscher. Might & Magic Heroes 7 erzählt seine Geschichte nicht linear, stattdessen bestimmt der Spieler, welche Handlungsstränge er sich zuerst ansehen möchte. Ehe man nämlich in zwei Einsätzen mit Iwan, Herzog vom Greif, nach dem Thron trachtet, warten noch sechs wie Märchen erzählte Minikampagnen auf den Spieler. So kommt Might & Magic Heroes 7 auf insgesamt 27 Story-Missionen, die allein schon eine Spielzeit von weit über 60 Stunden garantieren. 

Kein Werben um Neueinsteiger 

Leider verpasst Limbic Entertainment jedoch die Chance, auch neue Spieler ins Boot zu holen. Ein umfangreiches Tutorial fehlt; wer die Spielmechanik der Heroes-Serie nicht kennt, tut sich in den ersten Einsätzen zunächst schwer. Veteranen fühlen sich dafür sofort heimisch: Sie galoppieren mit ihren Helden über die hübsch dargestellten Karten, sammeln Rohstoffe, erobern Produktionsstätten und schlagen sich in rundenbasierten Scharmützeln mit Monsterarmeen oder anderen Helden herum. Was dabei schnell auffällt: Heroes 7 spielt sich angenehm altmodisch und aus heutiger Sicht ungewohnt entschleunigend. 

Das Land braucht Helden

Wie schon die Vorgänger mischt auch Might & Magic Heroes 7 Elemente aus Rollen- und Rundenstrategiespielen miteinander. Im Mittelpunkt stehen die Helden. Gehen diese Super-Krieger in der Kampagne drauf, ist ein Einsatz gescheitert und muss neu gestartet beziehungsweise neu geladen werden. 

Helden gewinnen mit erfolgreichen Schlachten, durch das Erledigen von Aufgaben oder durch Schatzsuchen an Erfahrung hinzu. Die damit verbundenen Stufenaufstiege investieren Sie auf einem ebenso umfangreichen wie unübersichtlichen Fähigkeitenrad. Jede Figur der sechs verschiedenen Fraktionen besitzt über 100 aktive und passive Eigenschaften. Diese beeinflussen beispielsweise die Stärke von Kampfzaubersprüchen oder sogar das Einkommen der eigenen Heimatstadt. 

Heroes 7 rückt im Vergleich mit den Vorgängern die Festungen stärker in den Fokus. So macht es durchaus Sinn, seine Recken als Verteidiger in der eigenen Burg zu postieren, da die Defensive massiv von diesem heldenhaften Rückhalt profitieren kann. Zusätzlich rüstet man die Hauptpersonen mit Gegenständen oder Waffen aus, die die Eigenschaften noch einmal beeinflussen. Leider gibt es kein visuelles Feedback für besonders starke oder gut ausgerüstete Helden. 

Mehr als nur Generäle

Die Heroes sind der Schlüssel zum schönsten Bestandteil des Abenteuers: dem Erkunden der Spielwelt. Die riesigen Karten sind gespickt mit versteckten Rohstoffen, interessanten Nebenaufgaben oder spannenden Höhlenexpeditionen. Obwohl das Spiel in Runden abläuft, entfaltet es schnell die Stimmung einer großen Odyssee: Man reitet mit dem Helden und seiner Armee aus und hofft, für sein Königreich Gold und versteckte Geheimnisse zu entdecken. 

Ohne Kämpfe geht das natürlich nicht: Feindliche Einheiten sind deutlich markiert, sodass man zumindest neutralen Truppen problemlos aus dem Weg gehen kann. Verfehdete Helden dagegen greifen auch aktiv an. Die Stärke der Truppenverbände ist zu jeder Zeit klar ersichtlich und reicht von "tödlich" bis "trivial". Komfortabel: Alle Schlachten können auch automatisch ausgefochten werden. Wenn einem das Ergebnis nicht gefällt, hat man im Anschluss stets die Möglichkeit, den Kampf selbst zu wiederholen. 

Auf in die Schlacht! 

Die Schlachtfelder sind wie ein Schachbrett aufgebaut und gestalten sich durch die verschiedenen Layouts schön abwechslungsreich. Generäle müssen immer wieder Engpässe oder Hindernisse in ihre Strategie einbeziehen. Neu: Attacken im Rücken der Gegner sind besonders effektiv. Daher lohnt sich das Flankieren und Umgehen von Truppen doppelt. 

Davon abgesehen funktionieren die Kämpfe so, wie man es von den Heroes-Spielen gewohnt ist: Erst beharkt man sich mit Fernkämpfern wie Bogenschützen, ehe die Frontkämpfer nachrücken. Über die sechs Fraktionen verteilt gibt es über 120 verschiedene Truppentypen - von Einhörnern und Harpyien bis hin zu Zyklopen und Elementarwesen. Die Helden nehmen dabei massiven Einfluss auf das Kampfgeschehen. Sie motivieren, stärken oder schützen ihre eigenen Truppen, können aber auch Feinde mit Zaubern oder der Helden-Attacke direkt angreifen. 

Die Gefechte selbst laufen in Runden ab, während die Reihenfolge der Einheiten am unteren Bildschirmrand angezeigt wird. Die Menüführung wirkt hier ein bisschen altbacken. Will man beispielsweise den Schadenswert feindlicher Truppenverbände angezeigt bekommen, muss man noch einmal extra auf die Einheiten klicken, erhält dann aber nur die Werte eines einzelnen Soldaten. Den Rest muss man sich selbst zusammenrechnen. 

Es gibt viel zu tun

Der dritte große Aspekt in Might & Magic Heroes 7 ist neben Erkunden und Kämpfen der Städteaufbau. Die Macher bringen die von den Fans geforderten handgezeichneten Übersichtsbildschirme zurück. Diese visualisieren den aktuellen Zustand der Stadt mit all ihren Gebäuden und Extras. Der Ausbau der Festungen erfolgt dagegen in übersichtlichen Technik-Bäumchen, die einen immer wieder vor Wahlmöglichkeiten stellen, in welche Richtung sich die Burgen entwickeln sollen. 

Die Magiergilden sind besonders wichtig für den Helden. Hier erlernt er neue Fertigkeiten und Sprüche. Behausungen produzieren hingegen neue Truppen. Mit zusätzlichen Upgrades steigt entweder die Masse der alle sieben Spieltage ausgespuckten Monster oder auch deren Kampfstärke. Über den Marktplatz kann man Rohstoffe tauschen und so Engpässe kompensieren. 

Might & Magic Heroes 7 ist ein wahres Umfangsbiest und beschäftigt einen für Wochen und Monate. Neben der umfangreichen Kampagne locken 13 frei konfigurierbare Karten, die man entweder gegen den Computer oder andere Spieler ausprobieren kann. Wer gerne Abenteuer mit Freunden erlebt, kann dies entweder online oder abwechselnd an einem PC tun. Bei langen Winterabenden kommt so echte Retro-Stimmung auf! 

Noch einige Worte zur technischen Umsetzung. So nett die Schlachten dank der Unreal Engine 3 auch aussehen mögen, so wirkt die Präsentation insgesamt doch zu bieder: Animationen wiederholen sich oft, zudem gibt es keine speziellen Bewegungen für besonders effektive Angriffe. Und die Soundkulisse ist vergleichsweise dünn und erzeugt keine echte Schlachtatmosphäre. 

Was uns gefällt

Might & Magic Heroes 7 ist herrlich entspannte Rundenstrategie - fast wie aus einer anderen Zeit. Die Kampagne ist mit 27 Missionen, den vielen Charakteren und Nebengeschichten enorm umfangreich. Danach locken freie Spiele gegen den Computer oder gegen Freunde. Der Rundenstrategie-Titel lässt sich Zeit und macht seine fantasievoll gestalteten Karten zu Abenteuerspielwiesen für Hobby-Helden. Die eigenen Charaktere, ihre Armeen und die Fähigkeiten der Fraktionen sind gut zueinander ausbalanciert. Auch wenn die Rundenschlachten sich häufig ähnlich spielen, so haben es gerade Konflikte mit anderen Recken oder die Belagerung von Städten mächtig in sich. Beim Erkunden und Erobern der Karten vergehen die Stunden wie im Flug. 

Was uns nicht gefällt

Für Neueinsteiger sind die ersten Schritte sehr holprig: Ein echtes Tutorial gibt es nicht, und trotz umfangreicher Hilfetexte wäre ein besserer Service für Anfänger wünschenswert gewesen. Gerade das unübersichtliche Fähigkeitenrad und die Fertigkeiten der Helden sind doch arg verkopft und unübersichtlich dargestellt.

Ansonsten leistet sich Heroes 7 nur optische Makel: Der eigene Held verändert sich beispielsweise nicht mit fortlaufendem Spielfortschritt, ganz gleich, welche Kleidungsstücke man ihm anlegt. Die Schlachtanimationen sind ansehnlich, wirken aber zu lasch - besonders den kritischen Treffern mangelt es an Wucht.

Fazit

Might & Magic Heroes 7 ist der perfekte Abenteuerspaß für lange Herbst- und Winterabende: Die Mischung aus Strategie, Rollenspiel und dem Erkunden der XXL-Karten garantiert ebenso packende wie unterhaltsame Stunden im Fantasy-Reich Ashan. Die kleinen Technikschwächen fallen angesichts des tollen Gesamtpakets kaum ins Gewicht - der "Nur noch eine Runde!"-Suchteffekt schlägt hier gnadenlos zu. 

Infos zum Spiel 

Titel: Might & Magic Heroes 7
Genre: Rundenstrategie
Publisher: Ubisoft
Hersteller: Limbic Entertainment
Release-Termin: Im Handel 
Preis: zirka 55 Euro 
System: PC
USK-Freigabe: Ab 12 Jahren
Wertung: Sehr gut 

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