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The Witcher 3: Hearts of Stone - Hexer Geralt feiert Hochzeit

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Test zu The Witcher 3: Wild Hunt - Hearts of Stone | Action-Rollenspiel | PC, PS4, Xbox One  

Der Hexer feiert Hochzeit

17.10.2015, 10:43 Uhr | Sönke Siemens (jr / ta), Medienagentur plassma

The Witcher 3: Hearts of Stone - Hexer Geralt feiert Hochzeit. Hearts of Stone ist nicht inhaltlich und optisch eine ziemlich runde Sache. (Quelle: Namco Bandai)

Erzählerisch schöpft das erste Witcher-Add-on Hearts of Stone aus dem Vollen und bietet einige der unterhaltsamsten Quests im Witcher-Universum. (Quelle: Namco Bandai)

Taufrische Storyline, charismatische neue Charaktere, spannende Monster-Neuzugänge und knisternde Affären - all das und mehr verspricht "Hearts of Stone", die erste große Story-Erweiterung zum Millionenseller-Rollenspiel "The Witcher 3: Wild Hunt" für PC, PS4 und Xbox One. 

Zurück zur Monsterjagd

Hearts of Stone startet vergleichsweise ruhig. Gerade dabei, ein "Schwarzes Brett" an der östlichen Stadtgrenze von Novigrad zu inspizieren, trifft Hauptfigur und Hexer Geralt von Riva auf einen seltsam dreinschauenden Herrn. Der faselt etwas vom Monsterproblem seines Vorgesetzten Olgierd von Everec. Geralt macht sich natürlich sofort auf den Weg und erhält - nach einem kurzen Intermezzo mit einigen Schlägertypen - eine Privataudienz mit seinem potenziellen neuen Auftraggeber. 

Von Everec, ein Mann mit merkwürdig vielen Narben im Gesicht, erzählt von einer grausamen Bestie in der Kanalisation der Stadt Oxenfurt. Angeblich hat die Kreatur seine heiß geliebte Köchin vernascht und auch sonst schon jede Menge Unheil angerichtet. Nun sucht er einen erfahrenen Kammerjäger, um den Fall ein für allemal zu den Akten zu legen. 

Hexer versus Krötenprinz

Das Problem: Was zunächst nach simpler Auftragsarbeit mit üppigem Stundenlohn klingt, bringt Geralt schon bald in ernsthafte Schwierigkeiten. Denn die tonnenschwere Kröte, der Sie schon eine Viertelstunde später mit tödlichen Schwerthieben die Leviten lesen, ist in Wirklichkeit ein Prinz. Und als Gerat dann auch noch von einer Bande orientalischer Krieger entführt wird, nur um wenig später von einem mysteriösen Landstreicher namens O’Dimm befreit zu werden, hat die Story den Spieler endgültig am Haken. Spätestens jetzt will man ganz genau wissen, wie all das zusammenhängt und was von Everec - der im Übrigen ein dunkles Geheimnis hütet – damit zu tun hat.

So geht originell!

Aufs Gameplay übertragen sieht man sich schon bald mit drei kniffligen Herausforderungen konfrontiert. Beispielsweise geht es darum, den Geist von Olgierds verstorbenem Bruder zu finden, damit dieser - von Geralt Besitz ergreifend - einen letzten schönen Abend in der Stadt verbringen kann.

Dass der seltsame Auftrag schließlich in einer feuchtfröhlichen Hochzeitsfete mündet, auf der sich Geralt mal so richtig gehen lässt, macht die Sache natürlich umso interessanter. Nicht zuletzt, weil plötzlich ein verblichenes Betthupferl des Hexers auftaucht und für mächtig Wirbel sorgt. 

Viel Story für wenig Geld

Sehr kreativ sind auch die übrigen beiden Prüfungen: Eine katapultiert den Spieler mitten hinein in ein völlig verrücktes Spukhaus, während die andere Geralt zum durchtriebenen Langfinger macht und einem die Planung eines nervenaufreibenden Einbruchs abverlangt. Alles zusammengenommen summiert sich die Dauer dieser witzig, spritzig und abwechslungsreich geschriebenen Quests letztlich auf etwa zehn Stunden Spielzeit - zum Preis von gerade mal zehn Euro. 

Wildes Niemandsland

Abgerundet wird das fantastische Preis-Leistungs-Verhältnis von einer Vielzahl weiterer Inhalte. Die nordöstlichen Gefilde der Provinz Velen etwa sind komplett neu und sozusagen der lokale Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Neben unerforschten Höhlen, dichten Wäldern und weitläufigen Agrarflächen entdeckt man hier auch zahlreiche Gehöfte, Anwesen und Ortschaften - viele davon bewohnt von gesprächigen neuen Charakteren, die zuweilen weitere nette Nebenmissionen bereithalten. 

Riesenspinnen und Runenschmied

Ferner beinhaltet die knapp 4,3 Gigabyte große Erweiterung diverse neue Feindtypen, darunter riesige Wildschweine und gefährliche Achtbeiner sowie einen talentierten Runenschmied aus dem fernen Ofir. Erarbeitet sich Geralt die Gunst von letztgenanntem, versieht er Schwerter und Brustpanzer des Hexers mit mächtigen Runenwörtern, was wiederum für interessante Nebeneffekte sorgt. Ein Runen-Upgrade etwa lenkt Pfeile ab, ein anderes sprengt Leichen in die Luft. 

Was uns gefällt

Hearts of Stone ist nicht nur inhaltlich eine ziemlich runde Sache, sondern - im Gegensatz zu den Download-Erweiterungen vieler anderer Rollenspiele - auch wirklich leicht zugänglich für Neueinsteiger. Denn um die Story der Erweiterung erleben zu können, müssen Sie das höchst umfangreiche Hauptspiel nicht zwingend abgeschlossen haben. Vielmehr stellt Entwickler CD Projekt Red allen Interessierten einen Spielstand zur Verfügung, mit dem Sie direkt durchstarten können.

Will heißen: Die Geschichte des Hauptspiels ist bei diesem Savegame bereits abgeschlossen und Geralt ein vielseitig ausgerüsteter Hexer der Stufe 32, dessen Fähigkeitenpunkte man noch einmal nach Belieben verteilen darf. Top: Sämtliche Nebenmissionen stehen in diesem Modus weiterhin zur Verfügung. 

Sie haben den Plot von "Wild Hunt" schon abgeschlossen und einen Helden der Stufe 30 oder besser? Dann steht einem direkten Einstieg in Hearts of Stone ebenfalls nichts im Wege. Wer den Prolog des Basisspiels abgehakt hat, kann sich alternativ natürlich auch mit einem weniger erfahrenen Protagonisten direkt an Hearts of Stone wagen, dürfte dann allerdings richtig ins Schwitzen geraten. 

Was uns nicht gefällt

Obwohl zeitnah zur Veröffentlichung von Hearts of Stone ein 17 Gigabyte schwerer Patch für das Hauptspiel eingepflegt wurde, der über 600 Probleme behebt, läuft die Erweiterung technisch nicht hundertprozentig rund.

Besonders störend: Die mitunter sehr unzuverlässige Wegfindungsanzeige, wenn man auf der Karte einen neuen Navigationspunkt setzt. Frustfaktor sind darüber hinaus die langen Ladezeiten nach einem Game Over, das vor allem Einsteiger in Anbetracht zahlreicher fordernder Bosskämpfe immer wieder erleben werden. 

Fazit

Großartig, was die Rollenspiel-Profis aus Warschau hier zum Schnäppchenpreis abliefern! Story-Entscheidungen haben in der ersten Erweiterung zwar selten langfristige Konsequenzen, und echte spielerische Neuerungen beschränken sich streng genommen auf den Runenschmied. Erzählerisch schöpft Hearts of Stone allerdings aus den Vollen und sorgt für einige der unterhaltsamsten Quests im Witcher-Universum. Fans werden das Add-on lieben!

Kleiner Tipp für Sammler: Mal einen Blick auf die Laden-Version für PS4 und PC werfen. Die kostet zwar 20 Euro, beinhaltet dafür aber auch ein 154 Karten starkes Gwent-Deck. 

Infos zum Spiel

Titel: The Witcher 3: Wild Hunt - Hearts of Stone 
Genre: Action-Rollenspiel (Add-on)
Hersteller: CD Projekt Red
Publisher: Namco Bandai
Release: Im Handel 
Preis: 9,99 Euro (Download), 19,99 Euro (Download-Code plus Gwent-Karten in einer Retail-Box)
System: PC, PS4, Xbox One
USK-Freigabe: Ab 18 Jahren
Wertung: Sehr gut

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