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Need for Speed: No Limits - Ohne Anspruch auf die Überholspur

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Test zu Need for Speed: No Limits | Rennspiel | iOS, Android  

Ohne Anspruch auf die Überholspur

19.10.2015, 15:44 Uhr | Olaf Bleich ( jr / ams), Medienagentur plassma

Need for Speed: No Limits - Ohne Anspruch auf die Überholspur. EA schickt mit "Need for Speed: No Limits" einen Ableger für Smartphones und Tablets mit iOS- oder Android-Betriebssystem ins Rennen. (Quelle: Electronic Arts)

EA schickt mit "Need for Speed: No Limits" einen Ableger für Smartphones und Tablets mit iOS und Android ins Rennen. (Quelle: Electronic Arts)

Noch bevor Electronic Arts die Neuinterpretation seiner "Need for Speed"-Serie für den PC und die aktuellen Heimkonsolen auf die nächtlichen Straßenrennstrecken loslässt, schickt der Hersteller mit "Need for Speed: No Limits" einen Ableger für Smartphones und Tablets mit iOS- oder Android-Betriebssystem ins Rennen. Der kostenlose Flitzer für die Hosentasche protzt mit über 20 lizenzierten Autos, Tuning-Funktionen und mehr als 1000 verschiedenen Events. 

Faires Gangster-Märchen 

In den vergangenen Jahren hat es sich Electronic Arts bei seinen Mobile Games durch unfaire Free-to-Play-Modelle immer wieder mit der Community verscherzt. Das legendär unspielbare "Dungeon Keeper" etwa gilt bis heute als Aushängeschild für eine schlechte Gratis-Adaption. Glücklicherweise hat man aber aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Need for Speed: No Limits ist auch ohne den Einsatz von Echtgeld problemlos für längere Zeit spielbar, benötigt aber zwingend eine Online-Verbindung zum Start. 

Der Mobile-Racer entführt Rennspielfreunde serientypisch in eine Underground-Szene aus Kriminalität und jeder Menge Pferdestärken. Die Story wird in kleinen Dialogen und mithilfe von Standbildern der Charaktere erzählt. Der anonyme Protagonist will zum Top-Fahrer aufsteigen, muss sich aber erst einen Namen machen. Wirklich zu gebrauchen ist diese Geschichte leider nicht - sie erzeugt keinerlei Spannung, sondern dient eher zur Visualisierung des eigenen Fortschritts. 

Nur lenken, nicht Gas geben

Die ersten Straßenrennen der Kampagne erklären die simple Steuerung. Zum Start des Rennens blendet das Spiel einen Tacho ein, dessen Nadel der Spieler mit einem Druck auf das virtuelle Gaspedal in den grünen Bereich bringen muss. Anschließend beschleunigt der Wagen automatisch. Der Spieler selbst lenkt lediglich das Gefährt durch Berühren des linken beziehungsweise rechten Bildschirmrands. Drifts führen Sie wiederum aus, indem Sie vor einer Kurve nach unten wischen. Anschließend fegt der eigene Wagen halbautomatisch um die nächste Biegung. 

Drifts gewinnen im Spielverlauf an Bedeutung hinzu, bringen sie doch zusätzliche Credits ein und laden obendrein die eigene Turbo-Anzeige wieder auf. Die Nitro-Boosts entscheiden oftmals über den Sieg: Je häufiger man den Nachbrenner einsetzen kann, desto leichter fährt man der Konkurrenz auch davon. 

Wenig Abwechslung, keine Herausforderung

Doch selbst Einsteiger vermissen in Need for Speed: No Limits den spielerischen Anspruch. Der Gratis-Racer ist geradezu lachhaft einfach. Sofern man nicht jede Leitplanke küsst und auf der Strecke bleibt, hängt man die Computer-Piloten problemlos ab. "No Limits" fordert die Fahrkünste des Spielers also nicht heraus, sondern ist eher für die kurze Raserei zwischendurch konzipiert. Dazu passend sind die Events auch ausgesprochen kurz. Kaum eine Veranstaltung dauert länger als eine Minute. Damit eignet sich der Racer immerhin prima für den schnellen Adrenalinkick zwischendurch. 

Gleichzeitig aber büßt das Spiel durch seine Simplizität schnell an Motivation ein. Ganz egal, ob in Zeit- oder Versus-Rennen: Wenn man jeden Event mit mindestens fünf Sekunden Vorsprung gewinnt, dann fühlt sich der innere Niki Lauda schnell unterfordert. Selbst die hochmotorisierten Gang-Bosse zum Ende jedes Kapitels haben gegen den virtuellen Emporkömmling kaum eine Chance. Dadurch sinkt der Spaß schnell in den Keller, da die Herausforderung fehlt. 

Mit Blaupausen zum Sieg

Need for Speed: No Limits versucht seinem fehlenden Anspruch mit einem einfachen Fortschrittssystem entgegenzuwirken. Als Belohnung für gewonnene Rennen gibt es Tuning-Teile für das eigene Auto. Wer diese unterbringt, holt noch mehr aus seinem fahrbaren Untersatz heraus. Noch interessanter sind die Blaupausen - mit diesen Plänen schalten Sie neue Fahrzeuge frei. 

Je cooler und wertvoller ein Wagen ist, desto mehr Blaupausen benötigt das Freischalten auch. Ein Subaru Impreza WRX STI erfordert etwa fünf, die Viper GTS gar 25 Blaupausen. Insgesamt gibt es über 20 Fahrzeuge im Spiel, die mit Tuning-Teilen und Design-Punkten noch weiter individualisiert werden können. Wer es gar nicht mehr aushält, kann sich auf dem Schwarzmarkt mit den verdienten Credits oder sogar der Premium-Währung neue Bauteile kaufen. Das ist angesichts des niedrigen Schwierigkeitsgrades allerdings unnötig. 

Zu wenig Abwechslung 

Schade: Insgesamt mangelt es Need for Speed: No Limits auf lange Sicht einfach an Abwechslung. Die normalen Straßenrennen spielen sich - ob mit oder ohne Polizei - nahezu identisch. Die Computer-Piloten reagieren fast gar nicht auf den neuen Gegner und lassen sich geradezu bereitwillig einkassieren. Ein bisschen "Mario Kart"-Stimmung kommt hingegen bei der Event-Art "Nitro-Rush" auf. Hier muss man nämlich versuchen, blau leuchtende Nitro-Bänder zu überfahren, um den eigenen Turbo wieder aufzuladen und so die vergleichsweise knapp bemessene Rekordzeit zu knacken. 

Was uns gefällt

Electronic Arts hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und liefert mit Need for Speed: No Limits ein Free-to-Play-Spiel ab, das Fans problemlos für mehrere Stunden ohne Geldeinsatz ausprobieren können. Gleichzeitig ist die Steuerung schön handlich. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass der Wagen automatisch fährt, spielt sich der Mobil-Flitzer durchaus gefällig.

Durch seine vielen, kurzen Events und das eingängige Fortschrittssystem eignet sich das Spiel gut für unterwegs. Darüber hinaus ist der EA-Titel durchaus hübsch anzusehen und erzeugt gerade im "Nitro-Rush"-Modus ein gutes Geschwindigkeitsgefühl.

Was uns nicht gefällt

Leider krankt Need for Speed: No Limits an einem viel zu geringen Schwierigkeitsgrad. Computergegner und Polizei haben selbst gegen unterlegene Fahrzeuge kaum eine Chance. Sie reagieren so gut wie gar nicht auf den Spieler und versuchen viel zu selten, die eigene Position zu halten. Darunter leidet die Motivation.

Der drögen Story und den monotonen Fließband-Events gelingt es ebenfalls nicht, spürbare Abwechslung zu erzeugen. Nervig zudem: Need for Speed: No Limits benötigt stets eine Online-Verbindung, was das Programm beispielsweise auf den meisten Flugreisen unspielbar macht. 

Fazit 

Need for Speed: No Limits ist kein schlechtes Spiel, es mangelt dem iOS- und Android-Flitzer lediglich an Anspruch und Abwechslung. Doch für ein kurzes Rennen in der Bahn oder für zehn Minuten auf der Couch ist der faire Free-to-Play-Racer allemal geeignet - sofern eine Online-Verbindung vorhanden ist. 

Infos zum Spiel 

Titel: Need for Speed: No Limits
Genre: Rennspiel
Publisher: Electronic Arts
Hersteller: Firemonkeys Studios
Release-Termin: Im Handel
Preis: Gratis (Free-to-play-Spiel)
System: iOS, Android
USK-Freigabe: Apple-Kennzeichnung 4+ / Ab 0 Jahren 
Wertung: Befriedigend 

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