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World of Warcraft: Legion - Im Kampf mit der Brennenden Legion

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First Look auf World of Warcraft: Legion | Online-Rollenspiel | Mac, PC  

Im Kampf mit der Brennenden Legion

20.10.2015, 17:09 Uhr | Benedikt Plass-Fleßenkämper (jr / ams), Medienagentur plassma

World of Warcraft: Legion - Im Kampf mit der Brennenden Legion. World of Warcraft: Legion - Blizzard hat die sechste Erweiterung für sein Online-Rollenspiel veröffentlicht (Quelle: Blizzard Entertainment)

World of Warcraft: Legion - Blizzard hat die sechste Erweiterung für sein Online-Rollenspiel veröffentlicht (Quelle: Blizzard Entertainment)

Ein neues Add-on zum langjährigen Online-Rollenspiel-König "World of Warcraft" (kurz: WoW) ist für dessen Fans stets ein Riesenereignis. So war die Aufregung nach der Enthüllung der nunmehr sechsten Erweiterung "Legion" auf der Gamescom 2015 dann auch groß - nicht zuletzt deshalb, weil sich viele WoW-Spieler mit dem aktuellen Add-on "Warlords of Draenor" aufgrund mangelnder Inhaltspflege seitens Entwickler Blizzard schnell langweilten und das MMORPG beiseitelegten. 

Die Folge: Ein spürbarer Abenteurer-Rückgang auf dem Fantasy-Kontinent Azeroth - mit nur noch 5,6 Millionen zahlenden Abonnenten ist "WoW" auf einem historischen Tiefstand angelangt. Zwar immer noch eine Zahl, von der andere Online-Rollenspiele nur träumen können, zu wenig aber für Hit-Lieferant Blizzard. Doch mit "Legion" will man nun auch all jene Fans zurückgewinnen, die WoW den Rücken zugekehrt haben. 

Die Rückkehr eines alten Bekannten

Die Hintergrundgeschichte von World of Warcraft: Legion erinnert an die Story des ersten Add-ons "The Burning Crusade". Gul'dan - der Bösewicht aus Warlords of Draenor - öffnet das mystische Grabmal von Sargeras und entfesselt die Macht der Brennenden Legion auf Azeroth. Die Dämonenarmee strömt durch unzählige Portale, die der Hexer im Herzen der Verheerten Inseln, dem neuen Schauplatz der kommenden WoW-Erweiterung, öffnet. Gul'dans größtes Ziel: Sargeras, den Anführer der Legion, nach Azeroth zu beschwören und diesen ein für allemal zu zerstören. Auf der Suche nach den Schlüsseln der Macht trifft der Hexer schließlich auf Illidan, der in einem Kristallgefängnis ruht. Prompt befreit Gul'dan den in der "WoW"-Lore fest verankerten Halbdämon, der der Legion erneut dienen soll. 

Alles andere als ein Inselurlaub

Welche Pläne der Dämonenjäger verfolgt, ist bislang noch nicht bekannt. Fest steht hingegen, dass die Streitkräfte von Allianz und Horde nach dem Krieg gegen die Eiserne Horde und die Brennende Legion auf Draenor ziemlich geschwächt sind. Ihre einzige Chance sehen sie in den uralten Relikten der Titanen, die auf den Verheerten Inseln versteckt sind. Diese mächtigen Artefakte sollen als wirkungsvolle Waffen in der Schlacht gegen die Brennende Legion dienen. 

Die Verheerten Inseln selbst bestehen aus sechs Gebieten, durch die man sich bis zur neuen Charakter-Maximalstufe 110 durchquesten wird: Azsuna, Suramar, Sturmheim, Val'sharah, Der Hochberg und der Verheerte Strand. Letzterer wird dabei wahrscheinlich das neue Startgebiet für WoW-Helden ab Level 100 sein. Blizzard verspricht mit üppigen Wäldern, majestätischen Bergen und verlorene Nachtelfenstädten einiges an Abwechslung. Im Süden der Verheerten Inseln schwebt zudem die Magierstadt Dalaran, die Spieler bereits aus der zweiten Erweiterung "Wrath of the Lich King" kennen. Zusätzliche Gebiete dürften Thal'Dranath und Acherus sein, die bereits auf der Gamescom gezeigt wurden. Beide Zonen könnten in einem der Content-Patches von Legion nachgeliefert werden. 

Dämonische neue Heldenklasse 

Da auch Legion auf dem technischen Grundgerüst des mittlerweile über zehn Jahren alten MMORPG basiert, wird das sechste WoW-Add-on optisch keine neuen Höhenflüge hinlegen. Umso gespannter darf man deshalb auf die inhaltlichen Neuerungen sein. Eine der interessantesten ist dabei sicherlich die neue Klasse des Dämonenjägers. Dieser ist ein reinrassiger Nahkämpfer, spezialisiert sich über zwei Talentbäume und kann wahlweise als Schadenverursacher oder Tank (beschützt im Gruppenspiel seine Mitstreiter vor gegnerischen Angriffen) gespielt werden. 

Besonders vielversprechend: Die neue WoW-Klasse kann sich selbst in einen Dämon verwandeln und verfügt in dieser Form je nach Spezialisierung über unterschiedliches Aussehen und andere Fähigkeiten. Der Dämonenjäger ist wie der Todesritter eine Heldenklasse und dürfte dementsprechend ordentlich austeilen beziehungsweise einstecken können. 

Artefakte: Zu den Waffen!

Ebenfalls neu in WoW: Legion sind die sogenannten Artefakte. Diese sind äußerst potente, an an legendäre Kriegsgeräte der WoW-Geschichte angelehnte Waffen, die man sich für sein Alter Ego über spezielle Klassenquests erspielen kann. Die Artefakte sollen dabei sowohl auf die jeweilige Klasse als auch die gewählte Spezialisierung ausgelegt sein. Mithilfe von Quests, Dungeons, Raids und Spieler-gegen-Spieler-Aktivitäten wird man spezielle Artifact-Power sammeln können, um seine Superwaffen hochzuleveln und mit der Zeit immer mächtigere Fähigkeiten im der Waffe eigenen Talentbaum freizuschalten. Obendrein versprechen bis zu fünf unterschiedliche Modelle pro Artefakt und verschiedene Färbungsmöglichkeiten auch jede Menge optische Abwechslung. 

Wer will, darf das Aussehen seines Artefakts mit der bekannten und für Legion dezent getunten Transmogrifizieren-Option auch auch einer anderen Waffe verpassen, diese muss aber vom gleichen Typ sein. So können zum Beispiel nur Schwerter den Look eines Schwert-Artefakts erhalten. 

Der Orden soll es richten 

Um der Gefahr durch die Brennende Legion entgegenzutreten, schließen sich die Klassen Azeroths in Legion zu eingeschworenen Orden zusammen. Der Spieler als Träger des mächtigen Artefakts wird zum Anführer seiner Klasse, die sich künftig in speziellen Ordenshallen versammelt, zu der einzig und allein er und andere Vertreter seiner Klasse Zutritt erhalten. Von Ihrem Hauptquartier aus rekrutieren Sie Gefolge, ähnlich den Anhängern in Warlords of Draenor. Mit dem Unterschied, dass man nicht eine Armee zusammenstellt, sondern eine Elite-Truppe, die mit dem Spieler gemeinsam in die Schlacht zieht. 

Jede Menge neue Inhalte

Keine WoW-Erweiterung ohne neue Raids und Dungeons: In Legion dürfen Sie sich auf gleich neun neue Fünf-Spieler-Instanzen sowie zwei neue Schlachtzüge freuen, die nach und nach freigeschaltet werden. Darüber hinaus soll es auch einige neue Weltbosse geben. Die Dungeons sollen dabei laut Blizzard mehr Abwechslung und einen ein höherer Wiederspielwert bieten - wie genau das aussehen wird, dazu schweigen sich die Macher bislang aber noch aus. 

Die Raids werden wie schon in Warlords of Draenor in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielbar sein, und auch die flexible Größe für normale und heroische Raids wird beibehalten. Der erste Schlachtzug heißt "The Emerald Nightmare" und lässt die Spieler gegen insgesamt sieben Bosse antreten, einige Wochen später soll dann der "Suramar Palace" mit zehn Widersachern folgen. Details zu den einzelnen Auseinandersetzungen liegen noch nicht vor, man darf aber das Blizzard-typische hohe Niveau erwarten. 

Neuerungen für PvP-Fans

Anhänger der PvP-Modi (Player versus Player) von World of Warcraft müssen sich mit Legion auf einige Änderungen gefasst machen. Das Ehre-System, wie man es bisher kannte, wird mit dem kommenden Add-on abgeschafft. In Zukunft sammeln Sie Ehrenpunkte, um damit von Stufe 1 bis 50 eines komplett neuartigen PvP-Perk-Systems zu leveln und so Schritt für Schritt neue Fähigkeiten und Boni freizuschalten. Auf Stufe 50 hat man erstmals die Wahl, einen Prestige-Rang aufzusteigen und so an seltene kosmetische Items, Reittiere oder gar spezielle PvP-Pendants für seine Artefakte zu gelangen.

Was uns gefällt

Für langjährige WoW-Spieler ist die neue Klasse des Dämonenjägers eine höchstinteressante Alternative zu Krieger, Druide, Jäger und Co. Auch die neuen Artefakt-Waffen mit ihrem eigenen Talentbaum sowie die klassenspezifischen Ordenshallen dürften Abwechslung in den Online-Rollenspiel-Alltag bringen. Die Story mit ihren Anleihen an das in der Community enorm beliebte WoW-Add-on The Burning Crusade klingt ein wenig recycelt, weckt bei Veteranen des Spiels aber nostalgische Gefühle und macht in jedem Fall neugierig auf mehr.

Was uns nicht gefällt

Eine Erhöhung der Charakter-Levels auf 110, der neue Kontinent Die Verheerten Inseln sowie frische Dungeons und Raids - das sind nette Content-Updates, aber eben auch alles andere als revolutionäre Features. Bleibt zu hoffen, dass die Qualität der neuen Quest-Gebiete und Endgame-Inhalte langfristig zu fesseln vermag. Und nicht zuletzt wird die Patch-Politik der Entwickler darüber entscheiden, ob Legion das Zeug zum Dauerbrenner hat. Das aktuelle Add-on Warlords of Draenor hat Blizzard leider viel zu früh links liegen lassen. 

Fazit

Die angekündigten Neuerungen für die sechste World of Warcraft-Erweiterung klingen äußerst spannend - allen voran die neuen Artefakte, die Ordenshallen und die Heldenklasse des Dämonenjägers. Ob sie allerdings ausreichen werden, um treue Anhänger zu begeistern und frühere Fans des Online-Rollenspiels zurück nach Azeroth zu locken und vor allem auch längerfristig in der Fantasy-Welt zu halten, das muss sich erst noch zeigen.

In der Vergangenheit war es oft so, dass ein neues WoW-Add-on zum Start einen großen Hype generierte und viele Online-Eskapisten begeistert drauflos spielten, sich aber nach einiger Zeit wieder vom MMORPG abwandten, weil es letztendlich nur die seit Jahren bekannte Kost bot. Kann Blizzard seinen Oldie noch einmal zu innovativen Gameplay-Höhenflügen antreiben? Man darf gespannt sein. 

Infos zum Spiel 

Titel: World of Warcraft - Legion
Genre: Online-Rollenspiel / Add-on
Publisher: Activision Blizzard
Hersteller: Blizzard Entertainment
Release-Termin: 2016
Preis: zirka 40 Euro
System: PC, Mac
USK-Freigabe: Noch nicht geprüft
Einschätzung: Gut 

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