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Zelda Triforce Heroes: Drei Helden in gemeinsamer Mission

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Test zu The Legend of Zelda: Triforce Heroes | Adventure | 3DS  

Drei Helden in gemeinsamer Mission

21.10.2015, 15:16 Uhr | Sönke Siemens (jr / ams) , Medienagentur plassma

Zelda Triforce Heroes: Drei Helden in gemeinsamer Mission. Wer nicht gezielt zusammenarbeitet, manövriert sich im Handumdrehen aufs Abstellgleis. (Quelle: Nintendo)

Im Adventure "The Legend of Zelda: Triforce Heroes" steht das kooperatives Gameplay im Mittelpunkt. (Quelle: Nintendo)

Wie schon 2004 in "The Legend of Zelda: Four Swords Adventures" für Nintendos Gamecube spielt auch im Spin-Off-Abenteuer "The Legend of Zelda: Triforce Heroes", das am 23. Oktober 2015 für den 3DS erscheint, Kooperation die erste Geige. Wer hier nicht gezielt zusammenarbeitet, manövriert sich im Handumdrehen aufs Abstellgleis. Ein altbekanntes, aber immer noch funktionierendes Konzept - das trotz technischer Limitierungen der Hardware stundenlangen Spielspaß mit Freunden verspricht.

Die Hexe hasst Prada

Die Hintergrundgeschichte von Triforce Heroes gewinnt sicherlich keinen Innovationspreis, passt jedoch prima zur Fantasy-Thematik der Serie. Im Mittelpunkt steht das Schicksal von Prinzessin Rüschlinde. Aus noch ungeklärter Ursache wird sie von der hinterlistigen Hexe aus dem Lumpenland mit einem grausamen Fluch belegt, der sie dauerhaft in ein potthässliches braunes Gewand zwängt.

Die Folgen für das komplett auf Mode gedrillte Königreich Textilia - ein Nachbarkönigreich zu Hyrule - sind fatal. Vor allem als plötzlich das Gerücht umgeht, die Hexe würde auch andere modebewusste Bürger verfluchen, trauen sich die Menschen kaum mehr auf die Straße. Die allgemeine Stimmung fällt ins Bodenlose - ganz zu schweigen von den Abverkäufen der unzähligen Modeboutiquen und Schneidereien im Land.

Drei Musketiere auf Hexenjagd

Auslöffeln sollen die Suppe nun drei Hexenjäger, sprich Spieler. Persönlich ausgewählt vom König, trägt man ihnen auf, die garstige Zauberin mit vereinten Kräften in ihre Schranken zu weisen, um Rüschlindes Fluch zu brechen. Bis es allerdings soweit ist, wollen 32 abwechslungsreiche Levels verteilt auf acht thematisch unterschiedliche Gebiete als Team bezwungen werden. Eine herausfordernde Aufgabe, die in einem ähnlichen Look wie "The Legend of Zelda: A Link Between Worlds" präsentiert wird und selbst erfahrene Spieler locker zehn bis zwölf Stunden bei der Stange hält.

Gemeinsam Großes erreichen

Bei Triforce Heroes ist der Name Programm. Egal ob Puzzle-Mechaniken, Bosskämpfe, die Ausrichtung der Spezialfähigkeiten oder die gemeinsame Lebensenergie-Leiste der Helden - die 3DS-Exklusivproduktion wurde von Kopf bis Fuß auf Koop-Gameplay geeicht. Gespielt wird entsprechend entweder zu dritt online über das Nintendo Network; oder lokal über eine WiFi-Direktverbindung zwischen drei 3DS-Geräten.

Lobenswert: Auch ein Einzelspieler-Modus steht zur Auswahl. Hier stellt Triforce Heroes dem Helden zwei fernsteuerbare Doppelgänger an die Seite. Ähnlich wie im Klassiker „Lost Vikings“ müssen Sie nun je nach Situation zwischen den drei Charakteren wechseln, um erfolgreich voranzukommen. Damit Solo-Abenteurer eine faire Chance haben, nimmt in diesem Modus allerdings immer nur die gerade ausgewählte Spielfigur Schaden. Tatenlos umherstehende Doppelgänger bleiben bis zu ihrem nächsten Einsatz immun gegen Feuer, Fallen, Feindbeschuss und andere negative Umwelteinflüsse.

Das Totem und die Huckepack-Formation

Sei es nun "Lara Croft und der Tempel von Osiris", "Lego Jurrasic World" oder "The Cave" - Spiele mit Koop-Schwerpunkt sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Dass Triforce Heroes sich trotzdem wohltuend aus der Masse der Mitbewerber abhebt, liegt vor allem an der sogenannten Totem-Spielmechanik. Um diese besser zu verstehen, sollten Sie sich das Aufmacherbild dieses Artikels noch einmal in Erinnerung rufen.

Genau wie dort haben die Helden nämlich auch im Spiel die Möglichkeit, sich gegenseitig Huckepack durchs Level zu transportieren. Das sieht nicht nur lustig aus, sondern hat natürlich gleichzeitig spielerische Relevanz. Beispielsweise wenn es darum geht, einen Helden auf eine sonst nicht zu erreichende Plattform zu hieven oder über einen klaffenden Abgrund zu werfen. Häufig bekommen Sie es zudem mit Widersachern oder Bossgegnern zu tun, die erst dann Schaden nehmen, wenn man sie aus einer erhöhten Position heraus angreift. 

Gut gestapelt ist halb gewonnen

Das spielerisch Reizvolle an der Totem-Mechanik: Weil jede Figur zu Beginn eines Levels einen Spezialgegenstand auswählen muss – den sie dann bis zum Level-Ende nicht mehr wechseln darf –, will die wandelnde „Menschensäule“ ständig neu zusammengesetzt werden. Den Besitzer des Bogens in der Mitte der Formation zu positionieren macht zum Beispiel keinen Sinn, wenn er eigentlich ganz oben stehen sollte, um Pfeilgeschenke an einen turmhohen Bossgegner zu verteilen. Toll: Abseits von Zelda-Klassikern wie Bogen, Bomben und Boomerang existieren noch viele andere Gagdets, die letztlich immer neue taktische Überlegungen im Hinblick auf die Totem-Mechanik nach sich ziehen. 

Kleider machen Helden

Zusätzlichen Pfiff impfen die Macher dem Gameplay durch unterschiedliche, vor Levelbeginn festzulegende Kostüme ein. Das Kokiri-Gewand etwa schärft die Sinne seines Trägers, wodurch er fortan drei Pfeile gleichzeitig abfeuern kann. Das herzige Kleid kredenzt mehr Lebensenergie-Herzen beim Niederstrecken von Gegnern beziehungsweise beim Schneiden von Grasbüscheln, während der Ballon-Overall den Besitzer dreimal vor Stürzen in tödliche Tiefen rettet. Schön auch der Anti-Rutsch-Anzug und das Goronen-Kostüm. Erstgenannter verhindert Schlitterpartien auf vereisten Oberflächen; letztgenanntes ermöglicht risikoloses Schwimmen durch blubbernde Lava.

Netter Motivationsfaktor: Nur wenige Outfits stehen zu Spielbeginn zur Verfügung. Um alle der weit über ein Dutzend Verkleidungen bei Madame Couture in der Oberwelt freizukaufen, müssen Sie neben wertvollen Rubinen auch vorgegebene Materialien sammeln - die wiederum sind nur in bestimmten Leveln zu finden sind.

Was uns gefällt

Besondere Anerkennung verdient die tadellose Implementierung der Funktion "DS-Download-Spiel". Sie ermöglicht, dass drei Teilnehmer mit nur einem Modul der Vollversion sämtliche Level zusammenspielen können.

Damit eine Verbindung zustande kommt, müssen alle Spieler über ein 3DS-Gerät mit aktueller Systemsoftware verfügen und dessen WLAN-Funktionalität einschalten. Anschließend wählen Teilnehmer ohne eigenes Modul im Hauptmenü ihres Handhelds „DS-Download-Spiel“, woraufhin die zum Spielen notwendigen Daten vom Spielleiter auf ihr Gerät übertragen werden. Kinderleicht und binnen zwei Minuten erledigt.

Was uns nicht gefällt

Kritik muss sich Nintendo vor allem für die eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten im Online-Spiel gefallen lassen. Ein Text-Chat-Fenster ist ebenso wenig vorhanden wie eine Sprachchat-Option, die man sich wohl aus technischen Gründen spart. Was bleibt sind acht nicht konfigurierbare Sprechblasen mit Standard-Ausrufen wie "Hierher!, "Nein" oder einer Daumen-Hoch-Geste. Diese tauchen bei Berührung auf dem Bildschirm der jeweils anderen Teilnehmer auf - langweilig! Auch fad: Warum kann man entweder mit drei menschlichen Spielern oder alleine mit zwei KI-Doppelgänger-Figuren antreten, nicht aber zu zweit im Verbund mit einem KI-Doppelgänger? 

Fazit

Obwohl die Story auf sehr seichtem Niveau dahinplätschert und die mageren Kommunikations-Optionen viele Wünsche offen lassen, liefert Nintendo hier einen echten Koop-Geheimtipp ab. Denn der Rest des Abenteuers begeistert: mit cleverem 3-Spieler-Leveldesign, fordernden Bossbegegnungen, netten Gags, kreativen Gagdets und Kostümen, tadelloser Eindeutschung sowie einer intensiven, stark auf Höhenunterschiede getrimmten 3D-Optik, die vor allem auf dem New 3DS voll zur Geltung kommt. 

Infos zum Spiel 

Titel: The Legend of Zelda - Triforce Heroes
Genre: Koop-Abenteuer
Publisher: Nintendo
Hersteller: Nintendo / Grezzo
Release: 23. Oktober 2015
Preis: ab 38 EuroSystem: Nintendo 3DS
USK-Freigabe: Ab 6 Jahren
Wertung: Sehr gut 

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